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Rapunzel | Meditation & Märchen zum Einschlafen

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Eine entspannende Abendroutine (geführte Meditation mit Tagesreflexion & Dankbarkeitspraxis) und ein Märchen zum Einschlafen. Ich erzähle Dir das bekannte Märchen der Brüder Grimm auf meine Weise, also in einer Version, die Du bisher noch nicht kennst. Gute Nacht und schöne Träume Start Märchen: 8:36

Transkription

Rapunzel,

Meditative Abendentspannung und ein klassisches Märchen frei nach den Brüdern Grimm.

Mach es dir in deinem Bett bequem und atme ganz tief und bewusst ein.

Spanne deine Muskeln an und lass los mit dem Ausatmen.

Und nochmal atme tief ein.

Wenn du willst,

Kannst du dich auch recken und strecken.

Möglicherweise überkommt dich dabei auch ein Gähnen oder ein tiefer Seufzer.

Und lass mit dem Ausatmen los.

Wenn du soweit bist und noch nicht geschehen,

Dann schließe deine Augen.

Lasse Ruhe einkehren.

Es ist an der Zeit,

Deinen Körper zu entspannen,

Deine Gedanken langsam zur Ruhe kommen zu lassen,

Zu dir zu kommen.

Beobachte für eine Weile deinen Atem,

Wie er natürlich ein- und ausströmt.

Und vielleicht spürst du schon,

Wie du mit jedem Ausatmen ein wenig von der vielleicht noch vorhandenen Anspannung loslässt.

Wie du auf angenehme Weise immer schwerer und immer entspannter in deine Matratze sinkst.

Es gibt nichts mehr zu tun.

Du darfst einfach nur entspannen,

Gemütlich,

Gelassen.

Und es darf sich gut anfühlen,

Einfach nur zu sein und mehr und mehr zu entspannen.

Ich lade dich ein,

Gleich wenn ich es sage,

Deinen heutigen Tag nochmal wie einen Film vor deinem inneren Auge Revue passieren zu lassen.

Beobachte dich selbst,

Nachsichtig und freundlich,

Wie du den heutigen Tag gemeistert hast,

Was du heute erlebt hast,

Was heute so passiert ist.

Und schau einfach,

Welche Bilder und Sequenzen so auftauchen,

Wenn du an heute denkst.

Ab jetzt eine Minute für deinen Film des heutigen Tages.

Und nun denke nochmal an die Momente,

Die heute besonders schön waren.

Und versuche,

Ein Gefühl von Dankbarkeit in dir aufkommen zu lassen.

Sammel mindestens drei Dinge zusammen,

Für die du heute dankbar bist.

Nimm nochmal einen etwas tieferen Atemzug ein und wieder aus.

Spüre,

Wie dein Körper immer schwerer,

Immer entspannter wird.

Stell dir vor,

Wie sich über dir der sanfte Nachthimmel öffnet,

Die Sterne leuchten,

Jeder wie ein kleiner Wunsch oder eine schöne Erinnerung.

Und du darfst dich unter diesem prächtigen Himmel ausruhen.

Brauchst nichts tun,

Nichts leisten,

Nichts erreichen.

Einfach nur sein,

Auftanken,

Dich erfüllen lassen.

Und ganz nebenbei lese ich dir ein altes Märchen vor.

Und du darfst dich berieseln lassen und belauschen,

Was dort so vor sich geht.

Es war einmal ein kleines Haus am Rande eines weiten Waldes.

Dort lebte ein Ehepaar,

Das sich sehnlichst ein Kind wünschte.

Endlich war die Frau in guter Hoffnung und die Freude groß,

Denn ihr sehnlichster Wunsch sollte sich erfüllen.

Die Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster.

Von dort aus konnte man in einen prächtigen Garten sehen,

Der voll von schönen Blumen und Kräutern stand.

Er war aber von einer hohen Mauer umgeben und gehörte einer Zauberin.

Eines schönen Tages stand die Frau an diesem Fenster und sah in den Garten der Nachbarin hinab.

Da erblickte sie ein Beet,

Auf dem die schönsten Rapunzeln wuchsen.

Und sie sahen so frisch und grün aus,

Dass die Frau das größte Verlangen empfand,

Von den Rapunzeln zu essen.

Dieses Verlangen nahm jeden Tag zu.

Ach,

Wenn ich nur ein Paar davon kosten könnte,

Seufzte sie.

Und ihr Mann,

Der sie über alles liebte,

Nahm all seinen Mut zusammen,

Kletterte in der Nacht heimlich über die Mauer,

Pflückte ein Paar der Rapunzeln und brachte sie seiner Frau.

Die Zauberin hatte den Mann beim Pflücken beobachtet,

Doch sie entschloss,

Es geschehen zu lassen und nichts zu sagen.

Einige Monate später brachte die Frau eine gesunde Tochter zur Welt und nannte sie Rapunzel.

Rapunzel wuchs zu einem freundlichen und schönen jungen Mädchen heran.

In ihrem langen goldenen Haar jedoch schimmerte ein Zauber.

Denn die Rapunzeln aus dem Garten der Zauberin hatten ihr eine besondere Kraft geschenkt.

Rapunzels Haar konnte Wunden heilen und Blumen zum Blühen bringen.

Eines Tages stand die Zauberin vor der Tür.

Rapunzel öffnete und die Zauberin überredete sie,

Mit ihr zu kommen.

Deine Schönheit und deine Gabe gehören in Sicherheit.

Die Welt da draußen ist gefährlich.

Man würde dich nur ausnutzen.

Rapunzel willigte ein und ließ sich von der Zauberin in einen Turm führen,

Der am Waldrand lag.

Dieser Turm hatte weder Treppe noch Türe,

Nur ganz oben war ein Zimmerchen mit kleinen Fenstern.

Dort hatte Rapunzel alles,

Was sie brauchte,

Nur kein Tor zur Außenwelt.

Rapunzel sang,

Malte und sprach mit den Vögeln.

Ihr goldenes Haar wuchs so lang,

Dass es vom Turmfenster bis zum Boden reichte.

Wenn die Zauberin kam,

Rief sie jedes Mal,

Rapunzel,

Lass dein Haar herab.

Und dann kletterte sie an dem festen Zopf Rapunzels den Turm hinauf,

Um das Mädchen mit Essen zu versorgen.

Eines Frühlingsmorgens ritt ein junger Königssohn namens Lewin durch den Wald.

Da hörte er einen Gesang,

Der war so lieblich,

Dass er still hielt und horchte.

Das war Rapunzel,

Die in ihrer Einsamkeit sich die Zeit vertrieb,

Ihre süße Stimme erschallen zu lassen.

Der Königssohn versteckte sich und blickte zu ihr hinauf.

Zu gerne wäre er zu ihr den Turm hinaufgestiegen,

Doch er fand keine Möglichkeit,

Dort hinzukommen.

Also ritt er nach Hause.

Der Gesang jedoch hatte ihm so sehr das Herz gerührt,

Dass er jeden Tag erneut hinaus in den Wald ritt und zuhörte.

Einmal,

Als er so hinter einem Baum stand,

Sah er,

Dass die Zauberin herankam.

Und er beobachtete,

Wie sie hinauf rief.

Rapunzel,

Rapunzel,

Lass dein Haar herunter.

Er sah,

Wie Rapunzel ihre Haarflechten herabließ und die Zauberin daran hinaufstieg.

Ist das die Leiter,

Auf welcher man hinaufkommt?

So will ich auch einmal mein Glück versuchen,

Dachte er bei sich.

Am folgenden Tag in der Dämmerung ging er zum Turm und rief.

Rapunzel,

Rapunzel,

Lass dein Haar herunter.

Alsbald fielen die Haare herab und Lebin stieg hinauf.

Anfangs erschrak Rapunzel gewaltig,

Als ein Mann zu ihr hereinkam,

Wie ihre Augen noch nie einen erblickt hatten.

Doch der Königssohn fing an,

Ganz freundlich mit ihr zu reden.

Und er erzählte ihr,

Dass von ihrem Gesang sein Herz so sehr bewegt worden sei,

Dass es ihm keine Ruhe gelassen und er sie selbst habe sehen müssen.

Da verlor Rapunzel ihre Angst.

Von diesem Tag an kam Lebin immer wieder,

Erzählte ihr von den Städten voller Musik,

Von Märkten mit duftenden Gewürzen,

Von den vielen Schönheiten der Natur und von dem Palast,

In dem er lebte.

Eines Tages fragte er,

Ob sie mit ihm gehen wolle.

Da legte sie ihre Hand in seine und sprach.

Gerne will ich mit dir gehen,

Aber ich weiß nicht,

Wie ich herabkommen kann.

Sie überlegte eine Weile.

Dann sprach sie.

Wenn du kommst,

So bringe doch jedes Mal einen Strang Seide mit.

Daraus will ich eine Leiter flechten.

Und wenn die fertig ist,

So steige ich daran herunter und du nimmst mich mit auf dein Pferd.

Sie verabredeten,

Dass er bis dahin alle Abend zu ihr kommen sollte,

Denn bei Tag kam die Zauberin.

Und dann kam der Abend,

An dem die Leiter fertig war.

Rapunzel und Lebin kletterten nun gemeinsam über die aus Seide geknüpfte Leiter den Turm hinab.

Die Welt war noch viel schöner,

Als sie es sich erträumt hatte.

Wiesen voller bunter Blumen,

Rauschende Flüsse und Lachen in den Straßen.

Er nahm sie mit auf sein Schloss.

Sie besuchten Märkte,

Tanzten auf Festen und halfen,

Dank Rapunzels Gabe,

Kranke zu heilen und Gärten zum Blühen zu bringen.

In einer sternenklaren Nacht fuhren sie in einem Boot hinaus auf einen stillen See.

Da dachte Rapunzel an ihre Eltern.

Und so ritten sie am nächsten Tag zu dem kleinen Haus am Waldrand,

Wo ihre Eltern ihnen die Tür öffneten.

Für einen Augenblick war die Welt ganz still.

Dann schlossen sie ihre Tochter überglücklich in die Arme.

Rapunzel und Lebin lebten ein langes und glückliches Leben.

Sie reisten,

Halfen,

Lachten und kehrten doch immer wieder nach Hause zurück.

Und wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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