
Einschlaf-Meditation Drei Welten
In dieser Einschlaf-Meditation entspannst du zunächst den ganzen Körper. Anschließend reisen wir durch die drei Bereiche Kopf, Herz und Becken, um jede dieser "drei Welten" zur Ruhe zu bringen, zu entspannen und auszudehnen. Der Kopf-Raum wird weit und klar wie der Himmel, im Herz-Raum lassen wir die Elemente deines Körpers mit den Elementen der Erde verschmelzen, um in ein Erleben großer Ausgedehntheit des Herzens zu kommen. Im Beckenraum findest du dann eine tiefe Ruhe, die dich wohlig und geborgen in den Schlaf trägt.
Transkription
Herzlich willkommen und guten Abend zu einer Einschlafmeditation,
Bei der wir zunächst deine Gedanken,
Deinen Geist klären und zur Ruhe bringen,
Dann deinen Herzraum weiter werden lassen,
Ihn entspannen und für einen wohligen Zustand in deiner Herzgegend sorgen,
Um dann in einer tiefen Ruhe Schlaf zu finden.
Dafür bitte ich dich,
Es dir jetzt erst einmal ganz bequem in deinem Bett zu machen.
Krusche gerne noch ein wenig rum,
Bis du wirklich das Gefühl hast,
Du liegst gut,
Der Kopf ist gut gebettet auf einem Kissen,
Die Halswirbelsäule leicht und gut unterstützt,
Deine Beine ausgestreckt,
Deine Arme links und rechts neben deinem Körper und du bist mit einer leichten Decke zugedeckt.
Dann bitte ich dich zunächst einmal die Kontaktfläche deines Körpers auf deinem Bett,
Auf deiner wohligen Unterlage wahrzunehmen.
Atme einmal in diese gesamte Kontaktfläche hinein und lass dich ausatmend schwer wie in Wolken in dein Bett hinein sinken.
Jeder Einatemzug dehnt so ein bisschen die Kontaktfläche deines Körpers auf deiner Unterlage aus.
Und mit der Ausatmung lass dich hinein sinken.
Um den Körper zur Ruhe zu bringen,
Werden wir zunächst einmal jedes Körperteil ganz kurz,
Ganz feste anspannen und dann wieder loslassen.
Das hilft,
Dass der Körper,
Die Muskulatur noch einmal in Spannung kommt,
Um dann wirklich tief zu entspannen.
Und so bitte ich dich bei deinem rechten Fuß und deinem rechten Bein zu beginnen und alle Zehen zu spreizen und zu strecken,
Das ganze Bein maximal anzuspannen und vielleicht auch fest in deine Unterlage zu drücken.
Ganz fest,
Fest,
Fest und loslassen.
Für einen Moment wahr,
Wie das Bein jetzt im Unterschied zum linken auf deiner Unterlage liegt.
Wiederhole das gerne noch einmal,
Alles ganz fest anspannen,
Den Fuß,
Die Zehen spreizen,
Strecken,
Das ganze Bein fest bis zur Hüfte anspannen.
Wenn die Hände und die Arme mit anspannen,
Völlig in Ordnung.
Und dann lass los.
Noch einmal kurz Seitenvergleich,
Rechts und links.
Und dann bitte ich dich,
Den linken Fuß anzuspannen,
Das ganze Bein anzuspannen,
Die ganze Muskulatur einmal fest an deinen Knochen heranziehen,
Dich selbst einmal ganz fest umarmen und loslassen.
Wenn du möchtest,
Noch einmal,
Ansonsten genieße es,
Wenn schon das Gefühl der Entspannung da ist.
Dann das Gleiche bitte mit der rechten Hand,
Dem rechten Arm.
Einmal vollständig anspannen,
Anspannen,
Anspannen und loslassen.
Vergleiche kurz die Seiten,
Bewerte da gar nicht,
Sondern vergleiche einfach nur den rechten Arm,
Den linken.
Vielleicht ist er auch schwerer geworden oder vielleicht liegt er auch etwas satter auf deiner Unterlage.
Es ist ganz gleich.
Es geht nur darum,
Die beiden Seiten zu vergleichen.
Dann spann entweder noch einmal feste an und lass nach einer ganz festen Anspannung los oder bleib direkt in der Ruhe,
Die jetzt in diesem Arm und in der Hand ist.
Bitte bring jetzt deine Aufmerksamkeit in die linke Hand,
Den linken Arm,
Das Gleiche hier.
Auf jeden Fall einmal ganz feste anspannen,
Entweder die Finger spreizen und strecken oder eine Faust bilden bis oben zur Schulter und loslassen.
Entweder noch einmal oder die Schwere genießen.
Dann bitte ich dich,
Den Bauch nach innen zu ziehen,
Den Rücken so gut es geht noch einmal fest in die Unterlage zu drücken,
Auch den Kopf und loszulassen.
Dann das Gesicht,
Zu guter Letzt einmal das ganze Gesicht anspannen,
Alle Muskeln zusammenziehen,
Alles nach innen ziehen und loslassen.
Vielleicht liegt dein Körper jetzt schon ganz schwer und entspannt auf deiner weichen Unterlage oder du hast das Gefühl,
Ein Körperteil ist irgendwie noch etwas angespannter.
Dann bring hier noch einmal deine Aufmerksamkeit hin,
Spann noch mal an und dann lass los.
Lass den Atem jetzt tiefer werden.
Atme in den ganzen Rumpf bis nach unten ins Becken.
Zwei,
Drei ganz tiefe Einatemzüge,
Die dich maximal füllen und dann lass den Atem wieder gehen.
Noch einmal tief einatmen,
Den ganzen Rumpf füllen,
Für einen Moment diese Fülle wahrnehmen,
Um dann ganz langsam und tief loszulassen,
Auszuatmen und innerlich zu sinken.
Wenn wir loslassen,
Denken oder hören,
Dann verbinden wir das sehr oft damit,
Uns von etwas wegzuwenden.
Das ist hier nicht gemeint.
Lass so,
Wie du gerade die Muskeln losgelassen hast,
Den Tag los und lass ihn sein.
Wir haben den Körper angespannt und dann sein lassen.
Das gleiche tu mit deinem Tag.
Nimm ihn noch einmal wahr,
So wie er im Licht der Sonne heute erschienen ist und dann lass alles,
Wie es war,
So sein und erlaube ihm,
Sich so,
Wie er war,
In die Stille der Nacht hinein zu versenken.
Es ist,
Als würden Wellen von Energie,
Die den ganzen Tag über rauf und runter gegangen sind,
Jetzt in die Stille der Nacht hinein sinken und sich ausgleichen.
Lass einfach alles jetzt sein.
Nimm ganz fein deine Atmung wahr und lass auch sie einfach so sein,
Wie sie jetzt ist.
Du bist nun nur noch der Beobachter einiger wundervoller Phänomene,
Die immer da sind,
Die wir nur im Laufe des Tages unter den Wellen der Energien,
Die um uns herum sind und in uns sind,
Nicht wahrnehmen.
Spüre und beobachte,
Wie die Atmung fein unter der Haut deines Gesichtes fühlbar ist.
Nimm die Muskulatur rund um deine Augen herum wahr.
Wenn ich sage,
Lass sie los,
Dann bedeutet es,
Sie sein zu lassen.
Die Augenlider,
Die ganz sanft die Augäpfel berühren,
Die Atmung,
Die durch die Nase ein- und ausströmt.
Beobachte einmal,
Wie die Atmung an deinen Naseneingängen einströmt und von innen sanft an der Innenseite deiner Augen,
Dort wo der Tränenkanal ist,
Entlangströmt.
Schau einmal von innen an deine Augenlider und an deine Stirn und stell dir vor,
Dass du jetzt der weite,
Offene Himmel bist,
Der alles wahrnimmt und auch unberührt von dem bleibt,
Was vor ihm erscheint.
So ziehen vielleicht wolkengleich Gedanken unter deinem Himmel vorbei.
Du beobachtest sie,
Folgst ihnen nicht,
Sondern nimmst sie als das Wetter wahr,
Das jetzt einfach in deinem Bewusstsein vorhanden ist.
Gefühle,
Gedanken,
Stimmungen sind wie das Wetter.
Du bist der Himmel.
Vollkommen anstrengungslos beobachte aus der Weite deiner Wahrnehmung heraus.
Deinen Atem,
Deinen Körper,
Wie er entspannt in einem weichen Bett ruht.
Vielleicht Geräusche,
Die noch irgendwo in der Ferne sind.
Nichts bindet deine Aufmerksamkeit.
Alles hat in deinem weiten,
Stillen Ruhen gleichmäßig Platz.
Nun folge deine Atmung durch die Nase bis in den Herzraum und beobachte für einen Moment,
Wie sich dein Atem in deinem Brustkorb ausdehnt,
Wie der Atem die Rückseite deines Herzens etwas in deine Unterlage schmiegt und dich ausatmet dort hinein entspannt,
Wie jeder Einatemzug die Seiten deines Rumpfes ein wenig ausdehnt,
Sich die Einatmung sogar über deine Körpergrenzen,
Über die Rippen in den Raum um dich herum ausdehnt und dann ganz tief nach innen zu sinken ins Zentrum deines Herzens,
Wo es dich ganz natürlich hinzieht am Ende deiner Ausatmung.
Erlaube dir mit jeder Ausatmung nach innen gezogen zu werden an einen unglaublich stillen Ort in der Mitte unter deinem Brustbein.
Vielleicht kommt dort die Atmung für eine ganze Weile zur Ruhe.
Erlaube dir in dieser absoluten,
Bewegungslosen Stille zu verweilen,
Bis ganz natürlich dich ein Einatemzug wieder ausdehnt.
Genieße das Anwesensein in diesem Ort unter deinem Brustbein,
Der wie eine kleine Höhle ist,
Die doch unendlich weit ist.
Bring nun deine Aufmerksamkeit zu den festen Strukturen deines Körpers,
Zu deinen Knochen,
Zu den Haaren,
Den Fingernägeln,
Aber auch zu deiner Haut.
Dann stell dir die festen Strukturen dieser Erde vor,
Die Steine,
Die Rinder der Bäume,
Aber auch die Häuser,
Das Bett,
Auf dem du legst.
Lass nun die feste Struktur deines eigenen Körpers hinein schmilzen in die festen Strukturen dieser Erde.
Deine Knochen schmilzen hinein in die Bäume der Erde,
Deine Haut zu den Feldern und Wiesen dieses grünen Planetens.
Nimm nun die flüssigen Strukturen in dir wahr.
Das Blut,
Das durch deine Adern fließt,
Ganz ruhig vom Herzen gelenkt,
Die Flüssigkeit,
In der deine Augen liegen,
Mit der deine Nase und dein Mundraum ausgekleidet ist,
Aber auch die Flüssigkeit vielleicht jetzt unter deinen Achselhöhlen.
All diese Flüssigkeiten fließen jetzt hinein in die Flüssigkeiten der Erde,
In die Flüsse und Seen auf diesem Globus,
In den Regen,
Der die Erde sanft berührt.
Da ist kein Unterschied mehr zwischen den Flüssen dieser Erde und den Strömen von Flüssigkeiten in dir.
Erlaube den Flüssigkeiten in dir,
Sich auszubreiten,
Hineinzufließen in die großen Seen und Flüsse dieser Erde.
Dann nimm das Feuer in dir wahr,
Die Wärme,
Die du jetzt irgendwo in deinem Körper spürst,
Oder die elektrischen Impulse,
Die in unserem Gehirn die Informationen transportieren.
Sie sind nichts anderes als das Licht und Elektrizität auf unserer Erde,
Aber auch die Wärme tief in deinem Rumpf.
Sie darf jetzt weiter werden und sich mit der Wärme unseres Erdmittelpunkts verbinden.
Dann ist da noch die Luft,
Die wir atmen,
Die unterschiedlichsten Gase in unserem Körper,
Die nichts anderes sind als die Luft,
Der Sauerstoff,
Die Gase auf diesem Globus.
Und dann der Raum.
Zoome dich hinein in die Weite eines Atoms,
Das in jeder Zelle deines Körpers vorhanden ist.
Dieser Körper ist ein riesiger Raum und dieser Raum ist auch um uns herum.
Tief entspannend.
Lass dich hineinsinken in diesen Raum.
Du bist jetzt die Stille,
Die dich umgibt.
Du hast dich so weit ausgedehnt,
Dass du eins bist mit der Welt um dich herum,
Die dich jetzt ganz liebevoll hält und in den Schlaf trägt.
Allem zugrunde liegt eine liebevolle Geborgenheit,
Die dich jetzt hält und trägt.
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