Meditieren ist nicht schwer, will aber geübt sein. Unser Artikel ist vollgepackt mit allem, was du über Mediation wissen solltest. Wir gehen auf die positiven Effekte von Meditation ein und geben dir wertvolle Tipps, um Meditieren regelmäßig in deinen Alltag zu integrieren. Damit du gleich richtig durchstarten kannst, beantworten wir auch die am häufigsten gestellten Fragen von Neueinsteiger:innen sowie Geübten. Los geht’s!
Haben dir Freunde oder Bekannte bereits von ihren Erfahrungen mit Meditation vorgeschwärmt? Oder bist du im Internet über verschiedene Blogbeiträge oder Videos gestoßen bist, die die besten Effekte aufzählen? Wo auch immer du herkommst, wir sind froh, dass du deinen Weg zu uns gefunden hast und mehr über Meditation erfahren möchtest. Wir gehen auf die Basics ein und werden dir dabei helfen, Meditieren zur Routine werden zu lassen.
Meditation ist in aller Munde. Und das nicht zu Unrecht, denn etliche Studien haben bereits mehrfach belegt, wie sich regelmäßiges Meditieren auf deine körperliche und mentale Gesundheit auswirken kann. Zu den positiven Effekten zählen:
Ein ruhiger, klarer und fokussierter Geist
Verbesserte Schlafqualität
Weniger Stress und Anspannungen
Gelassenheit
Gesteigerte Selbstwahrnehmung und ein verbessertes Selbstbild
Verstärkte Wahrnehmung von Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl
Verminderte Angstzustände, Schmerzen und Depressionen
Gestärkte emotionale Stabilität
Gesteigertes Selbstbewusstsein und Motivation
Ein gesünderer Körper durch gesenkten Blutdruck, ein gestärktes Immunsystem und weniger Entzündungen
Und das sind nur einige der vielen Vorteile, die Meditation mit sich bringt. Bei jedem Menschen sind die ersten Effekte unterschiedlich, aber wenn du regelmäßig meditierst, wirst mit der Zeit eine allgemeine Verbesserung deiner körperlichen, emotionalen und mentalen Gesundheit feststellen.
Bereits bei deiner ersten Sitzung kannst du positive Veränderungen spüren. Allerdings wird Meditation deine Probleme nicht über Nacht heilen können. Jeder Tag, an dem du meditierst, ist jedoch ein Schritt in ein glücklicheres Leben. Regelmäßigkeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Umso länger du also mit Meditieren und dem Einbringen neuer und gesunder Gewohnheiten wartest, um so weniger kannst du dein neues und erfüllteres Leben genießen.
Ist Meditation Neuland für dich? Oder hast du dich bereits daran versuchst, bist dir aber nicht sicher, ob du es richtig machst? Keine Sorge, denn wir helfen dir dabei, effektiv zu meditieren und dir zu mehr Entspannung in deinem Alltag zu verhelfen. Fangen wir an.
Es kommt nicht darauf an, wie lange du meditierst, sondern wir häufig. Idealerweise meditierst du mehrmals pro Woche. Wichtig ist, dass du dich beim Meditieren wohl fühlst. Forscher sind zwar generell der Meinung, dass die Wirkungen eine Meditation nach ca. 10 Minuten eintreffen, aber selbst fünf Minuten am Tag sind besser, als gar nicht zu meditieren. Gerade als Anfänger:in kannst du dich bereits mit wenigen Minuten ans Meditieren herantasten, bis du mit deiner Technik vertrauter bist. Sobald du routiniert meditierst, kannst du die Dauer nach und nach ausbauen.
Wichtig beim Meditieren ist, dass sie nicht gezwungen ist. Entsprechend solltest du deine Sitzung an deinen Tag anpassen, um dich am besten entspannen zu können. Viele meditieren morgens direkt nach dem Aufstehen. Aber nochmal: Du solltest deine Meditation auf dich und deine Routine abstimmen.
Verschiedene Tageszeiten können von ein paar ruhigen Minuten sogar unterschiedlich profitieren:
Morgens: Wenn du noch im Bett liegend, gleich nach dem Aufstehen oder Erledigen deiner ersten Aufgaben meditierst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du auch wirklich meditierst. Denn ein neuer Tag bringt ständig unvorhersehbarer Herausforderungen mit sich, wodurch ein paar Minuten Auszeit manchmal nicht machbar sind.
Mittags: Bis zur Mittagszeit hast du den Frosch gegessen und die ersten schwierigen Aufgaben des Tages erledigt. Bevor es weiter in den Alltagsstress geht, kannst du dich mit einer kleinen Meditation belohnen und dir ein paar Minuten Ruhe gönnen. Vielleicht kannst du deine Meditation in deine Mittagspause einbauen?
Nachmittagstief: Sich nachmittags schlapp, müde und mürrisch zu fühlen, kennen die Meisten. Denn unser Biorhythmus sorgt für flaue Stunden am Nachmittag. Meditieren kann da aber schnell Abhilfe schaffen. Deine Gehirnfunktion wird aufgefrischt und sorgt für einen Energieschub, mit dem du deine letzten Tagesaufgaben konzentriert erledigen kannst.
Abends: Wenn der Tag sich dem Ende neigt und du noch keine mentale Pause hattest, ist abends der ideale Zeitpunkt, zu Meditieren. Du kannst deine Meditation nutzen, um den Tag Revue passieren zu lassen, alles Erlebte zu reflektieren und deinen Arbeitstag abzuschließen. Widme dich nach deiner Meditation entspannenden Tätigkeiten und Hobbies, um deine Schlafqualität zu verbessern.
Vor dem Einschlafen: Manchmal ist eine sanfte und ruhige Stimme genau das, was du zum Einschlafen brauchst. Einschlafmeditationen sind ideal, um deinem Körper zu signalisieren, dass es Zeit ist, abzuschalten, Stress, Verspannungen, Sorgen und Ängste loszulassen und einzuschlafen.
Meditationen für jede Tageszeit
Sind geführte Meditationen besser?
Meditieren ist eine Fähigkeit, die geübt werden will. Gerade Anfänger:innen profitieren daher von geführten Meditationen, die sanfte Anleitungen vermitteln und dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Oftmals kann es schwerfallen, Gedanken beim Meditieren auszustellen und sich auf den Moment einzulassen. Ein:e Meditationslehrer:in wird deinen Fokus aber wieder und wieder auf die Meditation zurücklenken und dich im Hier und Jetzt verankern. So wirst du Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet und kannst sicher gehen, dass du ‚richtig‘ meditiert hast.
Ganz simple: Nein! Beim Meditieren geht es darum, dass du dich voll und ganz wohl fühlst. Solange du deinen Körper aufrecht hältst und deine Wirbelsäule stützt, kannst du dich so hinsetzen, wie es für dich am bequemsten ist. Eine unbequeme Sitzhaltung wird dich von der Meditation ablenken und hat daher einen kontraproduktiven Effekt. Wenn du gerne im Kreuzschritt sitzt, ist das die richtige Haltung für dich. Viele können sich aufrecht auf einem Stuhl sitzend oder liegend am besten auf ihre Meditation einlassen.
Wenn dir dein:e Lehrer_in keine Anweisungen gibt, ist es ratsam, durch die Nase zu atmen. Nasenatmung ist ideal, um tief und langsam einzuatmen, denn dadurch wird dein Nervensystem beruhigt und Stress abgebaut. Langes Ausatmen signalisiert deinem Körper, sich zu entspannen.
Das ist bei jedem anders. Wichtig ist, dass dein Fokus auf etwas liegt, dass dich im Hier und Jetzt hält. Je nach Meditation wird dir dein:e Lehrer:in Anhaltspunkte geben, die dich beim Meditieren unterstützen. Die gängigsten Fokuspunkte, die du auch bei Solomeditationen verwenden kannst, sind:
Dein Atem
Verschiedene Körperbereiche
Klänge oder Musik
Eine bestimmte Emotion, wie Dankbarkeit oder Mitgefühl
Eine Affirmation
Eine Kerze, ein Bild oder einer Blume
Ärgere dich jedoch nicht, wenn deine Gedanken beim Meditieren abschweifen. Das ist ganz normal und passiert immer wieder. Bringe deinen Fokus sanft wieder in den Moment zurück und konzentriere dich auf die Meditation.
Wir empfehlen, alles, was dich ablenken könnte, von vorne herein zu minimieren. Stelle dein Handy auf Stumm, schalte deinen Fernseher aus und dimme dein Licht. Lasse auch andere wissen, dass du meditieren möchtest, um nicht gestört zu werden. Verzichte auf schwere Mahlzeiten, Kaffee und Alkohol vor der Meditation. Finde eine bequeme Haltung und schließe langsam und zu deiner Zeit deine Augen.
Was, wenn es um mich herum zu laut ist?
Das gute an Meditation ist, dass sie flexibel ist. Wenn du zu deiner gewohnten Zeit durch äußere Einflüsse nicht entspannt meditieren kannst, verlege deine Session auf einen späteren Zeitpunkt deines Tages. Mit etwas Übung kannst du jedoch Ruhe in allen Situationen finden kannst, wie z. B. beim Anstehen in einer Schlange, beim Bus- oder Zugfahren oder bei der Arbeit. Meditieren bedeutet, innezuhalten und sich auf den Moment zu konzentrieren. Du kannst sogar mit offenen Augen meditieren, wenn du dich dadurch besser im Hier und Jetzt verankern kannst.
Hast du bereits eine unserer Insight Timer Meditationen getestet? Wenn du mit einer bestimmten Meditationsart zurecht kommst und den Anweisungen folgen kannst, ist es ratsam, diese Übung für eine Woche durchzuziehen. So wirst du am einfachsten feststellen, ob du die für dich beste Technik gefunden hast oder du noch weitere ausprobieren möchtest.
Wenn du bei uns oder woanders Meditationen versucht hast, die nicht den gewünschten Effekt hatten, bedeutet das lediglich, dass du die richtige Technik, die auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist, noch nicht entdeckt hast. Der Hauptgrund liegt meistens an fehlenden oder mangelnden Anweisungen, die dich durch deine Meditationsübung leiten sollten.
Wenn du allerdings noch nie meditiert hast, bietet dir Insight Timer die weltweit größte Sammlung an diversen Meditationstechniken. Nicht alle Übungen zielen auf den gleichen Effekt, weswegen du deine Meditation auf den aktuellen Zustand deines Körpers und Geistes abstimmen solltest. Dabei hast du unendlich viele Möglichkeiten. Möchtest du deinen Fokus verbessern? Bist du auf der Suche nach Liebe und Mitgefühl zu dir selbst und anderen? Oder möchtest du Angst, Sorgen und Stress lindern?
Auf Insight Timer gibt es zehntausende verschiedene Meditationen. Damit du die angenehmste Meditationsübung finden und den besten Effekt erzielen kannst, haben wir unsere Techniken in der folgenden Liste in sieben Hauptkategorien unterteilt:
Achtsamkeit: Bei diesen Übungen liegt der Fokus darauf, dich mental im Hier und Jetzt zu verankern. Du wirst dir deiner Gedanken bewusst und lässt sie wandern, ohne sie zu beurteilen oder aktiv zu lenken. Ideale Anwendung: Wenn du gestresst bist, dich in Gedanken versunken oder allgemein überwältigt fühlst.
Konzentration: Hier wirst du lernen, dich von deinen Gedanken abzulenken und dich auf deinen Körper und deine Umgebung zu konzentrieren. Im Vordergrund dieser Übungen stehen meistens dein Atem und bestimmte Bereiche deines Körpers. Ideale Anwendung: Wenn du deinen Geist beruhigen, deinen Körper entspannen und innere Ruhe finden möchtest.
Visualisierungen: Nutze die Kraft deines inneren Geistes, um dir bestimmte Ereignisse bildlich vorzustellen. Das Ziel bei diesen Übungen ist neben der Entspannung auch, bestimmte Gefühle, wie Dankbarkeit, Mitgefühl, liebevolle Güte und Vergebung zu entwickeln. Ideale Anwendung: Wenn du aus deiner negativen Gedankenwelt ausbrechen und deine Kommunikationsfähigkeit verbessern möchtest.
Selbstbeobachtung: Gezielte selbstreflektierende Fragen helfen dir dabei, dein wahres Ich zum Vorschein zu bringen. Ideale Anwendung: Erfahrene Meditierer, die ihre Meditationsübungen intensivieren möchten.
Klangmeditation: Nutze verschiedene Klänge und Frequenzen, um deine Gehirnwellen zu beruhigen und deine Geisteshaltung zu beeinflussen. Ideale Anwendung: Wenn du dich nur schwer auf deinen Körper und dessen Funktionen, wie simples Atmen, konzentrieren kannst.
Mantra-Meditation: Klänge, Frequenzen, Sätze und Wörter werden bei diesen Übungen wiederholt, um deinen Kopf frei zu bekommen. Gleichzeitig wirst du deine Konzentrationsfähigkeit stärken. Ideale Anwendung: Wenn du Stress abbauen, aufdringliche Gedanken minimieren und deinen „Monkey Mind“ beruhigen möchtest.
Bewegungsmeditation: Erwecke deinen Körper durch sanftes und gezieltes Atmen und Bewegen wieder zum Leben und spüre, wie sich neue Kraft in dir sammelt. Ideale Anwendung: Wenn es dir schwer fällt, ruhig zu sitzen.
Bitte beachte, dass diese Kategorien nur eine grobe Übersicht bieten und dich in jeder Kategorie verschiedene Meditationstechniken erwarten. Bleib neugierig und teste verschiedene Übungen. Auch die, die sich beim Lesen vielleicht erstmal nicht so spannend – oder sollten wir besser sagen: entspannend? – anhören. Wer weiß, auf welche tiefe und hoffentlich lebensverändernde Meditation zu stoßen wirst.
Hast du schon öfters meditiert, bist aber noch nicht so ganz zufrieden mit deiner Praxis? Wir klären die meistgestellten Fragen, damit du mehr Entspannung und Ruhe in deinen Alltag einbauen kannst.
Es ist ganz normal, dass sich während deiner Meditation Gedanken einschleichen. Sobald dir bewusst wird, dass du in Gedanken abgeschweift bist, richte deinen Fokus wieder sanft auf deine Meditation. Konzentriere dich dazu einfach auf deinen Atem, das Mantra oder die Visualisierung deiner Übung. Das Schöne am Meditieren ist, dass du gleich wieder einsteigen kannst, egal wie lange du in Gedanken versunken warst.
Wenn du deine Gedanken aktiver lenken und beim Meditieren eingrenzen möchtest, können dir die beiden folgenden Techniken helfen:
Wiederkehrende Gedanken und Zukunftssorgen besänftigst du am besten, indem du sie anerkennst und dich mit ihnen auseinandersetzt. Versuche, sie von der Realität und der Gegenwart auszugrenzen. Verschiebe sie in zwei Kategorien und benenne sie. Alles, was mit der Vergangenheit zu tun hat, schiebst du in die Kategorie „Was bereits geschah!“ und zukunftsorientierte Sorgen und Gedanken kannst du unter „Was wäre, wenn?“ ablegen. Wenn diese Gedanken wieder aufkommen, weißt du direkt, dass sie nichts mit dem Jetzt zu tun haben und dass du dich nicht damit beschäftigen solltest.
Stell dir deine Gedanken als Radio, Podcast oder Fernsehsender vor. Gefällt dir nicht was du hörst, kannst du einfach umschalten. Unser Lieblingssender? Jetzt!
Meditieren ist sehr subjektiv und für jeden anders. Wenn du zu Hause nicht meditieren kannst oder möchtest, ist dein erholsamer Platz eben woanders. Und das ist völlig in Ordnung, denn beim Meditieren gibt es kein Richtig und kein Falsch. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst, egal wo du bist. Wenn du genügend Fokus aufbauen kannst, kannst du sogar unterwegs meditieren, zum Beispiel beim
Warten: Manchmal kommst du um eine Warteschlange nicht herum. So wirst du während deines hektischen Tages praktisch zum Nichtstun gezwungen. Bevor du dich in deinen Gedanken verlierst oder dein Handy auspackst, um wahllos durchs Internet zu scrollen, solltest du dich ganz entspannt dem Moment hingeben und im Jetzt sein. Nutze die Zeit, um Akzeptanz, Dankbarkeit und Achtsamkeit zu üben. Beobachte Gedanken, die versuchen sich in den Vordergrund zu schleichen und dich in einen Teufelskreis aus Ungeduld und Frustration zu schleusen.
Pendeln: Wenn du oft mit Bus und Bahn unterwegs bist, ist eine Meditationsapp ideal, um deine Fahrt zu nutzen. Mit unserer App hast du Zugriff auf zehntausende geführte Meditationen aller Längen, die du auf deine Reisezeit abstimmen kannst. Doch auch ohne App kannst du in dich kehren und dich ganz auf dich selbst konzentrieren. Oder trainiere deine Achtsamkeit, in dem du das Geschehen um dich herum beobachtest - beobachtest, nicht beurteilst. Wichtig ist, dass du nur meditierst, wenn du Beifahrer oder Passagier bist. Sitzt du selbst am Steuer, gilt deine volle Aufmerksamkeit dem Verkehr.
Mittagessen: Bevor aus deiner Mittagspause ein lässiges Meeting wird, solltest du dich dafür entscheiden, dein Essen bewusst zu genießen. Gönne dir eine Auszeit von deinem beruflichen Alltag und lade deine Batterien wieder auf. Essen im Park oder ein kleiner Spaziergang kann bereits kleine Wunder bewirken. Auch hier kannst du mit unserer App eine kurze geführte Meditation einbauen.
Arbeiten im Büro oder zu Hause: Wenn du den ganzen Tag auf einen Bildschirm starrst, solltest du deinen Augen und dir ab und an eine kleine Pause gönnen. Und das muss gar nicht lange dauern. Schließe deine Augen für 20 Sekunden, schalte die Welt um dich herum aus und höre auf deinen Körper. Was sagt er dir? Wie steht es um deine mentale Gesundheit? Welche Gedanken oder Sorgen schießen direkt in dein Bewusstsein? Versuche dich aktiv zu entspannen und atme ein paarmal tief ein und aus, bevor du dich wieder deiner Arbeit hingibst.
Auch hier ist wieder zu beachten, dass es ganz normal ist, beim Meditieren schläfrig zu werden. Schließlich geht es bei den meisten Meditation unter anderem darum, sich zu entspannen und fallen zu lassen. Hier sind drei Tipps, die dir helfen könnten, deine Meditation bewusster durchzuführen.
Wenn du normalerweise im Liegen meditierst, versuche eine Sitzhaltung einzunehmen. Wenn du allerdings bereits sitzend meditierst, könnte eine Bewegungsmeditation dabei helfen, dich besser zu konzentrieren. Alternativ kannst du mit offenen Augen meditieren. Fokussiere dich dabei auf einen einzigen Gegenstand, wie eine Kerze, eine Blume oder ein Bild.
Ziehe in Erwägung zu einer anderen Zeit zu meditieren. Vielleicht fällt dir eine Meditation am Morgen leichter, wenn du richtig wach bist und nicht schon mehrere Stunden konzentrierter Arbeit hinter dir hast.
Wenn du im Bett meditierst, ist es ganz normal, dass dein Gehirn in einen erholsamen Schlaf abdriften möchte. Denn das Gehirn assoziiert dein Bett mit Schlafen. Meditiere also an einem anderen Ort.
Wenn du diese drei Tipps beachtest und beim Meditieren immer noch schläfrig wirst, könnte einer der folgenden Punkte ein Grund dafür sein.
1. Du schläfst nachts nicht genug oder schlecht. Schlaf ist essentiell für ein gesundes Leben und einen wachen Verstand. Arbeite an deinem Schlafrhythmus, versuche, 7 bis 9 Stunden täglich in einem ruhigen Raum zu schlafen, immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und auch deine Umgebung für eine hohe Schlafqualität auszurüsten. Verzichte ein paar Stunden vorm Schlafen auf Alkohol und Koffein. Versuche, Yoga in deine Abendroutine einzubauen, um dich zu entspannen und mit deinem Tag abzuschließen. Hier haben wir weitere Schlaftipps für dich.
2. Du bist zu gestresst und kannst dich tagsüber nicht genug entspannen? Baue ein paar ruhige Minuten in deinen Tag an, in denen du innehalten und dich kurz ausruhen kannst. So hast du auch die Möglichkeit, auf deine körperliche und mentale Gesundheit zu achten.
Wahrscheinlich hast du dir zu Beginn der Meditation nicht genügend Zeit genommen, eine bequeme Position zu finden. Viele Meditierer:innen denken, dass sie wie die bekannte Buddha-Statue sitzend und mit gekreuzten Beinen meditieren sollten, um den besten Effekt zu spüren. Wenn dein Körper diese oder auch andere Positionen nicht gewohnt ist, vermittelt er dir ein Unwohlsein. Wichtig ist jedoch, dass dein Körper dich nicht vom Meditieren abhält. Wenn du einen Druck spürst, gehe aktiv auf ihn ein. Oftmals hilft eine kleine Anpassung deiner Haltung, um dich wohler zu fühlen. Wenn ein bestehender Druck sich aber in Schmerz verwandelt, kannst du wie folgt vorgehen:
Bei Rückenschmerzen kannst du deinen Rücken mit Kissen stützen.
Wenn du eher einen Druck im Rücken spürst, kannst du dich gegen eine Wand setzen und deinen unteren Rückenbereich mit einem Kissen entlasten. Im Schneidersitz kann ein Kissen auch helfen, deine Hüften anzuheben und deine Haltung auszugleichen.
Knieschmerzen kannst du lindern, indem du dich gegen eine Wand lehnst und deine Beine ausstreckst.
Wenn du sitzend meditierst und dein Nacken schmerzt, kannst du dein Kinn Richtung Schlüsselbeine herunterklappen und deinen Nacken entspannen.
Wenn du dich trotz deines Versprechens an dich selbst nicht zum Meditieren aufrappeln kannst, solltest du dir das Meditieren so einfach wie möglich machen. Reduziere am besten die Zeit deiner Sitzung auf 2 bis 3 Minuten und fange langsam an, die Dauer zu steigern.
Denke immer daran: Beim Meditieren geht es nicht darum, wie lange zu meditierst. Es ist wichtig, kontinuierlich zu meditieren, auch wenn es nur ein paar Minuten täglich sind. Quantität steht in diesem Fall über Qualität.
Vielleicht bist du nach deiner Meditation so energiegeladen, dass du gleich ins Geschehen springen und deine neu gefundene Ambition in die Tat umsetzen möchtest. Das freut uns natürlich! Dennoch solltest du kurz innehalten und die Effekte der Meditation realisieren. So wirst du auch deinen aufgebauten Fokus und die Ruhe länger beibehalten und kannst den Rest des Tages davon zehren. Nimm dir also kurz Zeit und...
Du hast soeben genügend Fokus aufbauen können, um eine komplette Meditation durchzuführen. Solch ein Erfolg muss dir bewusst sein. Und es ist mehr als das. Du hast eine Abmachung, die du mit dir selbst eingegangen bist, respektiert und dir Zeit fürs Meditieren genommen. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass du auch deine nächste Sitzung zur geplanten Zeit einhalten wirst. Gib dir einen extra Klaps auf den Rücken, wenn du eine besonders intensive und herausfordernde Meditation komplett durchlaufen hast. Kurzum: Lerne, deine Bemühungen nicht nur zu sehen, sondern auch stolz auf dich zu sein. Denn mit der Vollendung jeder einzelnen Übung bist du einen Schritt näher an einem gesünderen und vitaleren Leben.
Wie geht es dir nach deiner Meditation? Fühlst du dich besser? Gibt es mentale oder körperliche Signale, denen du Beachtung schenken solltest? Nimm die Entspannung, Ruhe und Gelassenheit oder Energie, Freude und Ambition, die du während deiner Meditation gewinnen konntest, bewusst mit in deinen Tag. Je öfter du das machst, umso schneller werden diese Gefühle Teil deines Lebens, nicht nur Teil deiner Meditation.
Falls du nach deiner Meditation noch einige Minuten entbehren kannst, nutze die Zeit, um die Mediationseffekte festzuhalten. Journaling ist ideal, um kurz innezuhalten, zu reflektieren und niederzuschreiben, was sich vor, während und nach dem Meditieren in dir verändert hat. Hattest du Sorgen und Ängste, die du jetzt rationaler siehst? Gibt es neue Erkenntnisse, die sich dir offenbart haben? Oder bist du emotional in einer stabileren Situation? Schreibe alles auf. So hast du auch Zeugnis deines mentalen Fortschritts, den du mit Meditation erzielen konntest.
Wenn du wieder bereit bist, den Alltag zuzulassen, solltest du langsam vorgehen. Mach dir den Eintritt leicht, indem du kurz spazieren gehst oder erst einfachen Aufgaben nachgehst. So kannst du deine Meditation noch etwas länger genießen.