
Das Mantra zur Selbsterkenntnis – Sat Chit Ananda
Es stammt aus dem Sanskrit und besteht aus drei Worten, die gemeinsam eine tiefe spirituelle Wahrheit ausdrücken: * Sat – Wahrheit, Sein * Chit – Bewusstsein, reines Gewahrsein * Ananda – Glückseligkeit, tiefe Freude Zusammen beschreibt es die Qualität unseres wahren Selbst. Es ist kein Mantra, das Wünsche erfüllt oder Energien verändert – es erinnert uns vielmehr an das, was wir bereits sind. Es führt dich zurück zu deinem innersten Kern, zu einer Wahrheit, die jenseits von Rollen, Gedanken und Emotionen liegt. Mit diesem Mantra öffnest du dich für eine tiefere Dimension deines Daseins. Wir beginnen diese Einheit mit einer Meditation zum Ankommen bei dir. Sanfte Bewegungen, die dich öffnen und vorbereiten. Bewegung nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit dem Herzen. Im Anschluss gleiten wir in die Entspannung – Savasana. Du darfst loslassen. Tiefer sinken. Zurück in dein innerstes Sein. Im Hintergrund begleitet uns Moby mit sanfter Musik (Lizenzfrei).
Transkription
Namaste.
Schön,
Dass du da bist.
Mein Name ist Stefanie und wir beginnen die heutige Einheit mit einem sanften Zurückkehren zu unserem inneren Raum.
Einem Raum jenseits von Gedanken,
Jenseits von Rollen,
Jenseits des Alltags.
Richte dich in einer sitzenden Position ein.
Du musst nicht im Schneidersitz sitzen.
Du kannst auch im Fersensitz oder die Beine ausstrecken.
Vielleicht magst du sogar auf einem Stuhl sitzen.
Wenn du auf dem Boden sitzt,
Nimm dir gerne eine Decke oder ein Kissen unter dem Gesäß,
Sodass du die Wirbelsäule gerade aufrichten kannst.
Ich lade dich ein,
Mit mir ein paar mal tief ein- und wieder auszuatmen.
Lass die Schultern sinken.
Und wenn du möchtest,
Dann schließ jetzt deine Augen.
Lass deine Gesichtszüge weich werden.
Im Yoga erinnern wir uns an unsere wahre Natur.
Sat-Chit-Ananda.
Was bedeutet das?
Sat steht für das,
Was ewig,
Unveränderlich und wirklich ist.
Das,
Was niemals vergeht,
Jenseits von Zeit und Raum existiert und immer gegenwärtig ist.
Das reine Sein.
Chit,
Das klare Bewusstsein oder das Licht der Erkenntnis,
Durch das wir alles erfahren.
Es ist nicht der denkende Verstand,
Sondern das,
Was hinter allen Gedanken,
Wahrnehmungen und Erfahrungen steht.
Die stille,
Tiefe Glückseligkeit,
Die nicht von äußeren Umständen abhängig ist.
Es ist das erfüllende,
Zeitlose Glück.
Jedes Wesen ist in seinem Kern eine unsterbliche,
Unveränderliche,
Unendliche Seele,
Die in Wahrheit,
Bewusstsein und Glückseligkeit geboren wird.
Das nennen wir Sat-Chit-Ananda.
Mit jedem Atemzug kommen wir näher zu diesem inneren Kern,
Dem Ort,
An dem wir einfach sind.
Bewusst,
Wach,
Vollkommen.
Atme ein und wieder aus und erlaube dir,
Noch ein bisschen mehr zu landen,
Im Hier und Jetzt.
Lass uns heute gemeinsam üben,
Nicht nur mit dem Körper,
Sondern auch mit dem Herzen.
Und vielleicht spüren wir einen Moment der Stille,
Einen Hauch von Sat-Chit-Ananda,
Unserem wahren Selbst.
Greife vor deinem Körper deine Ellbogen.
Wir machen ein paar sanfte Übungen für den Schulter- und Nackenbereich.
Und nun heb deine Unterarme,
Deine Ellbogen nach oben an,
Über den Kopf.
Versuche nun,
Deinen Herzraum ganz weit zu öffnen.
Und mit dem Ausatmen halte weiterhin die Ellbogen fest und lass die Arme übervon auch wieder sinken.
Einatmen,
Weit nach oben,
Streck die Wirbelsäule,
Öffne dein Herz.
Und ausatmen,
Langsam die Arme wieder übervon sinken lassen.
Mach diese Übung ganz in deinem eigenen Atemrhythmus.
Nimm wahr,
Wie dein Atem fließt,
Jetzt in diesem Moment,
In deinem Körper.
Ist er ruhig und tief?
Ist er gleichmäßig oder eher unregelmäßig und schnell?
Mach die Übung ganz langsam,
Spüre.
Nach der nächsten Einatmung,
Halte die Arme oben an.
Als nächstes kommt eine Seitneigung.
Neig dich mit den Armen,
Dem Oberkörper zur einen Seite und zur anderen Seite.
Du kannst zur einen Seite einatmen und zur anderen Seite ausatmen.
Versuche nach vorn zu schauen.
Schau nicht nach unten zum Boden,
Sondern versuche wirklich gerade nach vorn zu schauen,
Sodass der Brustkorb immer noch geöffnet ist und spüre nun ein bisschen mehr seitlich in deine Flanken,
Seitlich in deine Rippenbögen.
Versuche dir Raum zu schaffen in den Rippenbögen.
Atme immer noch tief ein und wieder aus.
Atem ist immer ein Spiegelbild unseres Geisteszustandes und auch unserer Emotionen.
Nimm einmal ganz bewusst wahr,
Wie geht es dir gerade auf der mentalen und emotionalen Ebene?
Was beschäftigt dich vielleicht gerade?
Und wie zeigt sich das auch in der Atmung?
Halte in der Mitte an und lass deine Arme etwas sinken.
Lege nun deine Hände überkreuzt auf den Schultern.
Die rechte Hand liegt auf der linken Schulter und die linke Hand auf der rechten Schulter.
Nach dieser Seiteneigung machen wir als nächstes eine Rotation für die Wirbelsäule.
Lass die Hände auf deinen Schultern ganz schwer werden.
Die Ellbogen hängen einfach nach unten und beginne nun deinen Oberkörper von rechts nach links zu drehen.
Auch hier kannst du zur einen Seite einatmen und zur anderen Seite ausatmen.
Und vielleicht kannst du noch ein bisschen tiefer und ruhiger atmen.
Bleib mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei dir.
Nimm dich ganz bewusst wahr.
Stelle dir gern deine Wirbelsäule vor,
Wie sie sich dreht.
Die einzelnen Wirbelkörper und die Bandscheiben jeweils dazwischen und auch dieser lange Muskel rechts und links neben deiner Wirbelsäule,
Der Rückenstrecker.
Stell dir vor deinem inneren Auge vor,
Wie sich alles dreht,
Beweglich wird und mobilisiert wird.
Nun komm wieder zurück zur Mitte.
Die Wirbelsäule ganz gerade aufgerichtet und nimm die Arme jetzt seitlich von deinem Körper.
Hebe sie an,
So ungefähr bis auf Schulterhöhe und dann lass die Handflächen einmal nach oben zeigen und dann dreh sie nach unten.
Du spürst,
Wie die Hände sich drehen,
Die Handgelenke,
Die Ellenbogen und diese Drehung ist auch spürbar in unseren Schultern.
Lass nun diese Drehung immer größer werden.
Versuche immer mehr die Daumen nach hinten zu öffnen,
Nach hinten zu schieben und dann aber auch ganz in die andere Richtung zu schieben.
Du kannst mit dem Einatmen die Handinnenflächen nach oben zeigen lassen und mit dem Ausatmen die Handinnenflächen nach unten,
Weit nach hinten schieben.
Übe in deinem eigenen Atemrhythmus und spüre,
Wie sich diese Drehung anfühlt.
Die Schultern werden bei dieser Übung schön mobilisiert und nach ein paar Wiederholungen wirst du vielleicht auch spüren,
Wie die Nackenmuskulatur gekräftigt wird.
Dann lass die Arme sinken,
Nimm deine Hände hinter deinem Rücken zusammen,
Falte die Finger und bring die Schulterblätter jetzt ganz eng zusammen.
Die Schultern weit nach hinten ziehen.
Du spürst,
Wie dein Brustkorb,
Also dein Herzbereich ganz weit geöffnet wird und mit dem Ausatmen lockert die Schulter wieder ein bisschen,
Ohne dass die Hände auseinander gehen.
Die Hände bleiben zusammen.
Auch diese Übung machen wir im Atemrhythmus.
Mit dem Einatmen ziehe die Schultern kräftig nach hinten zusammen.
Bring die Schulterblätter zusammen und Ausatmen lass wieder ein bisschen lockern.
Mach diese Übung wieder in deinem eigenen Rhythmus.
Wenn du noch ein bisschen mehr machen möchtest,
Kannst du sogar versuchen,
Die gestreckten Arme hinter deinem Körper,
Hinter deinem Rücken anzuheben.
Ausatmen,
Wieder lockern und noch ein letztes Mal tief einatmen und ausatmen,
Entspannen.
Lass die Arme locker seitlich hängen.
Lass die Schultern locker.
Und nun können wir die Schultern ein bisschen kreisen.
Lass die Schultern kreisen.
Langsame und große Kreise.
Lass den Atem fließen.
Kreis auch in die andere Richtung.
Lass die Schultern ganz locker und entspannt.
Stell als nächstes deine Füße auf.
Falls du auf dem Stuhl sitzt,
Darfst du jetzt so auf den Boden kommen,
Sitzen und die Füße aufstellen.
Wir legen ganz locker die Hände auf den Kniescheiben ab und jetzt mobilisieren wir als nächstes die Wirbelsäule.
Mit dem Ausatmen machst du deinen Rücken ganz ganz rund.
Zieh den Bauchnabel ein.
Das Kinn geht Richtung Brustbein und mit dem Einatmen komm ganz in die Gegenbewegung.
Versuch ein sanftes Hohlkreuz entstehen zu lassen.
Heb dein Brustbein an.
Vielleicht magst du sogar den Blick nach oben nehmen Richtung Decke.
Wieder in deinem eigenen Atemrhythmus ausatmen.
Mach den Rücken ganz ganz rund.
Einatmen.
Komm wieder in die Gegenbewegung.
Ganz tief ein- und wieder ausatmen.
Bleib mit deinen Gedanken ganz bei dir,
Beim Spüren.
Versuche immer die Bewegung an deinen Atem anzupassen.
Und dann pendel dich in der Mitte wieder ein.
Streck die Beine aus.
Beine ganz lang.
Vielleicht magst du sie ein bisschen lockern.
Und dann stütz dich mit den Händen hinter dir ab.
Streck die Wirbelsäule richtig schön lang.
Die Beine bleiben ausgestreckt am Boden.
Und wenn deine nächste Ausatmung beginnt,
Komm ganz langsam in eine Vorbeuge.
Lass den Oberkörper sinken.
Die Hände wandern etwas nach vorn.
Geh so tief in die Vorbeuge,
Wie es im Moment für dich machbar ist.
Vielleicht spürst du jetzt die Dehnung in der Beinrückseite.
Spürst den Rücken ganz rund.
Die ganze Körperrückseite wird gedehnt.
Finde so mit den Armen und mit den Händen eine bequeme Position.
Lass die Schultern sinken.
Und dann bleib für einen Moment in dieser Haltung.
Lass für einen Moment alles gut sein.
Es gibt jetzt gerade nichts weiter zu tun,
Als hier zu sein.
Geh noch eine Schicht tiefer und verbinde dich mit dem Teil in dir,
Der immer in Frieden verweilt.
Der Teil,
Der immer frei ist,
Von allen äußeren Umständen.
So,
Als könntest du dich ein bisschen in diesen Teil zurücklehnen.
Dieses Wohlgefühl,
Dein wahres Selbst.
Atme tief ein und wieder aus.
Mit der nächsten Einatmung richte dich langsam wieder auf.
Wir gehen nun in die Entspannung,
Savasana.
Und du kannst dich nun gerne in der Rückenlage einrichten.
Finde für dich eine ganz bequeme Position.
Die Beine sind vielleicht etwas auseinander,
So dass die Füße locker nach außen fallen können.
Vielleicht magst du auch die Arme ein bisschen weiter weg vom Körper legen.
Und vielleicht hilft es dir,
Wenn du deine Handinnenflächen nach oben zeigen lässt.
Vielleicht entspannen sich die Schultern noch ein bisschen besser.
Die Schultern dürfen ganz schwer in die Matte sinken.
Schließe nun gerne deine Augen.
Atme tief ein und lang aus.
Und mit dem Ausatmen gib alles ab,
Was du nicht mehr brauchst.
Lass nun deinen ganzen Körper ganz bewusst los.
Bring deine Aufmerksamkeit nacheinander zu deinen Füßen.
Entspanne sie.
Den Waden,
Oberschenkeln,
Die Beine werden ganz schwer.
Alles darf weich werden.
Lass deine Schultern los,
Deine Arme bis in die Fingerspitzen.
Entspanne den Nacken,
Den Kiefer.
Der ganze Körper ist jetzt ruhig,
Getragen von der Erde.
Stelle dir jetzt vor,
Du sinkst tiefer in dein wahres Selbst.
In diesem Moment bist du nicht deine Gedanken,
Nicht deine Rollen,
Nicht dein Körper.
Du bist reines Sein.
Dieses Sein ist erfüllt von Bewusstsein.
Ein stilles,
Klares Gewahrsein,
Das alles durchdringt.
Und in diesem bewussten Sein liegt natürliche Glückseligkeit aneinander.
Nicht die geht,
Sondern ein tiefer innerer Frieden,
Der immer da ist.
Stell dir vor,
Du liegst in einem weiten,
Offenen Raum aus Licht und Stille.
Du wirst gehalten,
Getragen,
Völlig sicher,
Geborgen.
Mit jedem Atemzug wirst du weiter,
Leichter,
Durchlässiger.
Du bist satt,
Reines,
Gegenwärtiges Sein.
Du bist tschitt,
Wach,
Klar,
Bewusst.
Du bist aneinander,
Friedlich,
Still und erfüllt.
Nichts fehlt,
Nichts muss anders sein.
Alles ist genau richtig,
Jetzt,
In diesem Moment.
Bleib noch für einen Augenblick in dieser Stille.
Bring nun langsam wieder deine Aufmerksamkeit zurück zu deinem Körper.
Aber nimm diesen inneren Raum mit,
Das Wissen,
Das satt tschitt aneinander,
Nicht etwas ist,
Das du erreichen musst,
Sondern das,
Was du in deiner Tiefe bereits bist.
Vertiefe sanfte deinen Atem.
Spüre nach,
Nimm wahr,
Wie du dich jetzt fühlst.
Vielleicht etwas klarer,
Ruhiger,
Verbundener.
Beginne deine Zehen und deine Füße zu bewegen.
Bewege deine Finger,
Deine Hände.
Atme tief ein und spanne alle Muskeln kräftig an und wieder lösen.
Noch einmal tief einatmen,
Spannung und wieder lockerlassen.
Streck die Arme weit über den Kopf.
Bewege dein Becken und deine Wirbelsäule.
Stell die Füße auf,
Lass beide Knie zur einen Seite fallen und zur anderen Seite.
Komm zur Mitte und öffne deine Augen.
Dreh dich ganz auf die Seite und stütze dich mit der oberen Hand ab.
Komm noch einmal in eine sitzende Position.
Nimm die Arme über die Seite mit der Einatmung weit nach oben.
Streck dich ganz,
Ganz lang und ausatmen.
Führ die Hände zur Gebetshaltung Anjali Mudra vor deinem Herzen zusammen.
Noch zweimal einatmen,
Die Arme über die Seite.
Streck dich ganz lang ausatmen und noch einmal einatmen nach oben.
Atmen.
Verneige dich vor dir selbst,
Vor deinem wahren Selbst,
Das immer war,
Immer ist und immer sein wird.
Sat-Chit-Ananda.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir.
Wünsche dir eine gute Zeit.
Treffen Sie Ihren Lehrer
5.0 (5)
Neueste Bewertungen
More from Stefanie Busch
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
