
Der Vater des Yoga (Geschichte von Patanjali)
Patanjali war der hervorragendste Yoga-Interpret des indischen Altertums. Er war ein indischer Gelehrter und der Verfasser des Yogasutra, des klassischen Leitfadens des Yoga, weshalb er auch als „Vater des Yoga“ bezeichnet wird. In dieser Episode erzähle ich Dir die Geschichte von Patanjali. Wenn du Lust hast tiefer in dieses Thema einzutauchen, dann empfehle ich Dir meinen Kurs "Auf dem Yogaweg zu sich selbst finden" direkt hier auf Insight Timer.
Transkription
In dieser Episode möchte ich über den Vater des Yoga reden,
Patanjali,
Der hervorragendste Yoga-Interpret des indischen Altertums.
Er war ein indischer Gelehrter und der Verfasser des Yoga Sutra,
Des klassischen Leitfadens des Yoga.
Namaste und herzlich willkommen,
Mein Name ist Stephanie,
Tauche mit mir ein in die Welt von Yoga.
Ich wünsche dir viel Freude bei diesem Beitrag.
In der indischen Kunst wird Patanjali als Mischwesen dargestellt,
Also sein Unterleib bis zur Hüfte ist die Gestalt einer zusammengeringelten Schlange.
Der Oberleib ist der eines Mannes,
Der die Hände zum Gruß und Gebetshaltung hat,
Im Sanskrit sagen wir Anjali Mutra,
Über seinem Kopf fächert sich schirmförmig eine vielköpfige Schlange.
Über das Leben von Patanjali ist nicht so wirklich viel bekannt,
Es wird angenommen,
Er lebte zwischen dem 2.
Jahrhundert vor Christi und dem 4.
Jahrhundert nach Christi.
Über die Geburt von Patanjali haben sich im Laufe der Jahrhunderte schon mystische Geschichten gebildet.
Der Legende nach war seine Mutter Gonika,
Weshalb er auch Gornadier oder Gornikaputra genannt wird.
Also seine Mutter Gonika,
Sie war eine Einsiedlerin,
Sie lebte als Asketin.
Und da sie als Frau keine Schüler fand,
Um ihr Wissen weiterzugeben,
Betete sie zum Sonnengott Surya.
Das Wort Surya ist dir vielleicht schon begegnet,
Du kennst ihn vom Sonnengruß,
Also Surya Namaskar.
Surya ist die Sonne und Namaskar ist der indische Gruß.
Sie betete oder meditierte also mit geschlossenen Augen zum Sonnengott.
Nachdem sie mit ihrem Gebet oder der Meditation fertig war,
Schöpfte sie etwas Wasser in ihre leere Handflächen,
Um es dem Sonnengott Surya anzubieten.
Da fiel eine kleine Schlange vom Himmel direkt in ihre Hände und sie verwandelte sich in einen Jungen,
Der darum bat,
Ihr Schüler sein zu dürfen.
Gonika gab ihm deshalb den Namen Patanjali.
Im Sanskrit bedeutet Pat,
Fliegen oder herunterfallen und wie gesagt,
Anjali ist der Gruß der Gebetshaltung.
Gonika gab all ihr yogisches Wissen an ihren Sohn weiter und übertrug ihm somit die Aufgabe spirituelle Erleuchtung auf die Erde zu bringen.
Eine alternative Legende besagt,
Dass er in die Hände des Grammatikers Panini fiel.
Panini gilt als Inkarnation der Weltschlange Shesha.
Außer dem Yoga Sutra wird Patanjali noch eine Grammatik und eine ayurvedische Schrift zugeschrieben,
Aber das ist allerdings etwas umstritten,
Ob das auch wirklich so ist.
Es ist einfach alles sehr sehr lange her.
Panini sagte einmal,
Wer meine Grammatik kennt,
Der kennt Gott.
Mit diesen Worten zollte der große Philologe des indischen Altertums,
Der mathematischen und psychologischen Vollkommenheit des Sanskrits seine Anerkennung.
Wer die Sprache bis zu ihrem Ursprung verfolgt,
Muss in der Tat allwissend werden.
Philologie ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Sprach- und Literaturwissenschaft einer Sprache.
Panini lebte so wahrscheinlich im 5.
Oder 4.
Jahrhundert vor Christi.
Und das war auch die Zeit,
In der sich in Indien die Sutras verbreiteten,
Also der Leitfaden des Yoga,
Das bis zum heutigen Tag seine Gültigkeit hat.
Sanskrit gilt als einer der ältesten Sprachen und in Sanskrit wurden auch weitere Yoga-Literatur geschrieben wie die Veden oder die Upanishaden und auch die Bhagavad Gita.
Aber wieder zurück zu Patanjali.
Er hat also von seiner Mutter Gonika die Aufgabe bekommen,
Die yogische Lehre weiterzugeben.
Und diese Aussage soll wohl sehr zuverlässig sein,
Er soll seine Schüler durch einen Schleier oder Vorhang getrennt unterrichtet haben.
Keiner kannte wohl sein wahres Gesicht.
Und das war die erste von zwei Regeln,
Die Patanjali aufgestellt hatte.
Die Schüler erdrohte sogar seinen Schülern mit einer Todesstrafe,
Wenn sie diese Regeln missachteten und einen Blick auf ihn warfen.
Viele Menschen reisen aus ganz Indien an,
Um mehr von seinem Wissen und seinen Lehren zu erfahren.
Er sprach auch kein einziges Wort zu seinen Schülern.
Dennoch heißt es,
Dass die Menschen den Raum mit all dem Wissen über den einzig wahren Sinn des Yoga verlassen haben.
Apropos verlassen,
Es gab noch eine zweite Regel,
Die besagte,
Dass keiner den Raum verlassen darf,
Bevor der Unterricht beendet wurde.
Einer der Schüler musste eines Tages allerdings ganz dringend auf die Toilette.
Er hielt es nicht mehr aus.
Er hat die Regel gebrochen und ist auf die Toilette rausgegangen.
In diesem Moment wurden die anderen Schüler unruhig und fragten sich,
Wer der große Meister hinter dem Schleier war.
Und da die zweite Regel bereits gebrochen wurde,
Hatten auch sie keine Scheu mehr,
Die erste Regel zu brechen.
Als sich dann ein Schüler nach vorne wagte und den Schleier hob,
Verbrannten zur Strafe alle Schüler.
Der Fluch von Patanjali Bis auf den Jungen,
Der gerade auf der Toilette war.
Er kam wieder in den Raum und sah,
Dass alle anderen Schüler zur Asche verbrannt worden waren.
Voller Angst bat er den weißen Patanjali um Vergebung.
Patanjali entschied sich,
Dem Jungen zu vergeben.
Er war dann auch der Einzige,
Der das wertvolle Wissen von Patanjali schließlich weitergeben konnte.
Eines der Ziele des Yoga nach Patanjali ist es,
Unsere inneren Kräfte zu entfalten und sich bewusst darüber zu wirken,
Dass es nichts gibt,
Was wir nicht erreichen können.
Das Yoga Sutra,
Also der Ursprungstext des Yoga,
Wurde von Patanjali lediglich verfasst.
Er hat sich das nicht ausgedacht,
Sondern er war mehr der Lehrbuchschreiber.
Das Yoga Sutra,
Sutra bedeutet übrigens Faden,
Besteht aus 195 oder 196 Sanskrit Versen.
Diese sind in 4 Kapiteln aufgebaut.
In diesem Lehrbuch also beschreibt Patanjali den Weg zur Befreiung und die Erleuchtung als einen Weg mit insgesamt 8 Gliedern,
Weshalb das von ihm gelehrte Yoga auch Ashtanga Yoga genannt wird.
Der Begriff stammt auch aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus den Wörtern As,
Was bedeutet 8 und Tanga,
Der zweite Teil,
Bedeutet Glied,
Also der 8 gliedrige Pfad nach Patanjali.
Diese 8 Glieder des Yoga sind also im Grunde genommen nichts anderes als 8 verschiedene vorbereitende Stufen oder Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung.
Patanjali war auf der Suche nach Antworten auf die Frage,
Die sich vermutlich schon jeder von uns mindestens einmal gestellt hat,
Die Frage nach dem Sinn des Lebens und den Geheimnissen,
Die diesem zugrunde liegen.
Und auch wenn er diese Frage in seinem Yoga Sutra nicht vollständig beantwortet,
Ist die Kernaussage eindeutig und vor allem übertragbar auf das Leben in der jetzigen Zeit.
Es geht darum,
Im Hier und Jetzt anwesend zu sein und darum,
Die ständigen Gedanken und Schwankungen des Verstandes zu meistern.
Nun kommen noch Yoga Zitate von Patanjali.
Das ist Yoga.
Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringung der Bewegungen im Geist.
Unvergleichlich.
Der Weg des Yoga ist einzigartig.
Yoga ist einzig und allein eine Erfahrung und die muss man erleben,
Um sie zu kennen.
Vielleicht hast du nun Lust bekommen,
Tiefer in die Welt von Yoga einzutauchen und den achtliedrigen Pfad von Patanjali zu folgen.
Es gibt natürlich sehr viel Literatur dazu.
Es gibt viele Übersetzungen des Yoga Sutra.
Für den achtliedrigen Pfad von Patanjali kann ich dir einen zehnwöchigen Online-Kurs bei mir anbieten.
Und wenn du da Lust drauf hast oder sogar noch Fragen dazu hast,
Melde dich einfach gern.
Ich verlinke dir die Seite.
Schreibe mir auch gerne,
Wenn dir diese Episode gefallen hat und du vielleicht mehr in diese Richtung haben möchtest.
Ich freue mich auf deine Nachricht.
Nun bedanke ich mich fürs Zuhören und wünsche dir eine wunderbare Zeit.
Namaste,
Deine Stefanie
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