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Ein kollektives Problem. Die Folgen von Bindungstraumata.

by Daniela Barchasch

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Ein Bindungstrauma, das hat von uns fast jeder. Und so vermutlich du auch. Doch was ist das überhaupt? Was versteht man darunter, ist es doch momentan in aller Munde? Lass mich dir 5 weitverbreitete Folgen von Bindungstraumata zeigen, von denen dich die meisten auch betreffen.

Transkription

Du hörst Mindful Minutes mit mir,

Daniela Barchasch,

Der Gründerin von Evakuera Coaching und des Mindful Members Clubs.

Jede Woche spreche ich mit dir darüber,

Wie du dein Leben grundlegend bewusster positiv gestalten kannst,

Auch wenn die Umstände und Vorbedingungen nicht unbedingt so prickelnd sind.

Und das Ganze machen wir auf der Basis von Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Achtsamkeit und der buddhistischen Psychologie.

Wie kannst du also ein glückliches Leben leben?

Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt kein Zufall.

Und du kannst das auch.

Und ich bin hier,

Um dir das zu zeigen.

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes.

Ich möchte heute gerne über ein Thema sprechen,

Von dem eine meiner lieben Klientinnen sagen würde,

Wir kommen doch gar nicht mehr drum rum.

Und nein,

Wir kommen tatsächlich nicht mehr drum rum.

Es ist überall und es ist berechtigterweise überall.

Es geht um das Thema Trauma.

Und ich möchte gar nicht heute von einem Schocktrauma reden,

Sprich eine einmalige Sache,

Die dir passiert ist und dich ja heftig in deine Psyche eingegraben hat,

Bis hin zu Belastungsstörungen,

Die du aufgrund eines Erlebnisses hattest oder eben aufgrund von wenigen Erlebnissen,

Sondern über diese Traumata,

Also diese Verletzungen,

Die dir in der Kindheit passiert sind.

Und da gibt es ein Trauma,

Das einfach um sich greift und alle von uns einnimmt.

Und das ist das Bindungstrauma.

Und ich möchte dir heute einfach mal fünf Beispiele zeigen,

Wie uns,

Beziehungsweise höchstwahrscheinlich dich das auch einnimmt.

Was ist ein Trauma?

Es ist erstmal nur eine Verletzung,

Die etwas in uns zurückgelassen hat,

Auf psychischer Ebene.

Jetzt fragst du dich vielleicht,

Ja aber wie kann denn meine Kindheit traumatisch gewesen sein?

Ich habe eine schöne Kindheit gehabt,

Ich habe viel gelacht,

Wir hatten Essen,

Wir hatten Geld,

Wir waren nicht auf der Flucht,

Wir lebten nicht im Krieg.

Und dennoch ist es so,

Dass die Art und Weise,

Wie wir alle groß geworden sind,

Das heißt wie unsere Gesellschaft mit Kindern umgeht,

Oft etwas Traumatisches schon mit sich bringt.

Und zwar,

Es geht darum,

Wie begleiten wir die Psyche von Kindern.

Und wir heute als Erwachsene,

Die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und als Eltern,

Haben zum einen Interesse Kinder bindungsorientiert groß werden zu lassen,

Also dass sie sich verbunden fühlen und dass sie sich einfach sicher fühlen im Leben.

Und das heißt nicht,

Dass wir unsere Kinder verwöhnen und ihnen alles geben,

Was sie wollen und keine Grenzen setzen,

Sondern einfach,

Dass wir die psychischen Grundbedürfnisse von unseren Kindern erfüllen wollen.

Sprich,

Da ist noch der Unterschied zwischen einem Bedürfnis und einem Wunsch.

Ein ganz wichtiges Bedürfnis von Kindern ist es,

Gebunden zu sein.

Und es gibt viele Störfelder,

Die passieren können,

Dass ein Kind sich eben nicht gebunden fühlt.

Und eins ist die Pädagogik unserer Elterngenerationen und Großelterngenerationen und noch sehr viel weiter,

Wie eben mit Kindern umgegangen wurde.

Nämlich,

Es wurde viel damit gearbeitet,

Dass sie eben weggesteckt wurden.

Liebesentzug in dem Sinne,

Dass das überhaupt zur Diskussion steht,

Ob ich demjenigen Aufmerksamkeit schenke oder nicht,

Ob ich das Kind vielleicht ins Zimmer schicke oder,

Was eben auch passiert ist,

Dass ich das in den Schrank einsperre,

Wenn es weint.

Wobei da würde jeder von uns schon sagen,

Wow,

Das ist natürlich eine traumatische Erfahrung.

Aber eine traumatische Erfahrung ist auch einfach,

Wenn das Kind oder nicht das Kind,

Sondern Elternteil sich dem Kind entzieht,

Wenn das Kind einen Wutanfall hat oder generell mit Emotionen nicht umgehen kann.

Ich bin der Meinung,

Bindungstraumata haben wir alle.

Das heißt,

Dass wir alle das Gefühl haben,

Dass wir nicht sicher sind in der Verbindung mit einem anderen Menschen.

Früher waren das unsere Eltern,

Also unsere Bindungspersonen und heutzutage ist es idealerweise eine andere Person,

Also gerne noch die Eltern,

Aber dazu eben der Partner oder gute Freunde oder eben auch die Kinder.

Doch wir haben alle eine Herausforderung im Umgang mit anderen Menschen bis hin zu Problemen.

Und ich möchte dir gerne jetzt eben fünf einzelne Aspekte zeigen,

Die vermuten lassen,

Dass bei dir in deiner Kindheit mit Bindungen gearbeitet wurde und Bindungsentzug und eben etwas Traumatisches in dir zurückgeblieben ist.

Und das erste ist,

Das kennst du vielleicht auch,

Das ist dieser konstante Versuch,

Andere Menschen in Ordnung zu bringen,

Andere Menschen heilen zu wollen.

Sprich,

Wir spüren eine innere Verantwortung für die Emotionen von anderen Menschen.

Und das ist etwas,

Was natürlich nicht sein muss,

Also nicht grundlegend,

Obwohl wir gerne sagen,

Oh,

Das sind die guten Menschen,

Die kümmern sich um andere.

Aber was wir wollen,

Ist,

Dass du dich primär auch um dich kümmerst.

Ja,

Jetzt Kinder mal außen vor,

Die will ich nicht vernachlässigen,

Aber eben,

Wir kümmern uns viel zu sehr um andere Menschen.

Das zweite ist,

Und da wirst du wahrscheinlich auch sagen,

Oh ja,

Wir wollen es immer allen recht machen und stellen uns viel zu oft zurück.

Das heißt,

Das,

Was andere denken und wollen,

Ist uns viel zu wichtig.

Also wir geben uns selbst hier überhaupt gar keinen Wert.

Das dritte ist,

Die Notwendigkeit,

Die ständige Bestätigung von außen zu brauchen.

Und das hat damit zu tun.

Das heißt,

Wir gucken immer auf den anderen.

Wie reagiert er auf uns?

Mag der uns noch oder nicht?

Kriegen wir so ein Ja oder eher Nein?

Werden wir kritisiert oder werden wir angenommen?

Allein,

Dass das schon in einem Konflikt steht.

Und das weist sehr darauf hin,

Dass das Verhaltensmuster sind,

Die wir in der Kindheit etabliert haben.

Und wenn wir das in der Kindheit etabliert haben,

Heißt es,

Dass es Situationen gab,

Dass wir in unserer Kindheit darauf angewiesen waren,

Dass Menschen uns mögen und dass wir angenommen werden.

Und höchstwahrscheinlich damit auch gespielt worden ist.

Eben diese Ablehnung,

Wenn wir einfach zum Beispiel nur wütend waren.

Oder wenn wir nicht in das gängige Schema gepasst haben,

Was bei Kindern einfach so ist.

Kinder sind Narzissen.

Und das dürfen sie auch sein.

Ich habe lieber ein Kind,

Was sich selbst zeigt und auslebt und auch mal wütend ist,

Als ein ständig angepasstes Kind,

Was ja schon allen Regeln mit vieren folgt.

Das muss überhaupt nicht sein,

Sondern Kinder brauchen diese Zeit,

In der sie nicht funktionieren.

Und unser äußeres Muster oder das Äußere von ihnen muss ihnen nicht spiegeln.

Sie sind trotzdem okay.

Und wenn sie das nicht gespiegelt bekommen,

Dann fangen sie an,

Sich anzupassen und nach der Bestätigung zu suchen und jemanden vortäuschen,

Der sie sind,

Anstelle dass sie sich selbst wirklich spüren können.

Der vierte Punkt hängt nämlich hier auch mit zusammen und zwar die Angst vor Verlust und verlassen zu werden.

Dass wir das mit uns herumtragen.

Und da sehen wir auch,

Wenn wir eben in die Kindheit gehen,

Wenn hier gerade in den ersten sechs,

Acht Jahren eben es maßgeblich eine Störung gab und wir immer wieder verlassen wurden und eben nicht begleitet wurden auf unserem Weg und in unseren Emotionen und eben im Kindsein,

Dass sich dort Ängste aufbauen,

Die sich bis ins Erwachsene Leben übertragen und wahrscheinlich bis in den Tod,

Wenn wir uns nicht damit auseinandersetzen.

Und das fünfte ist,

Das ist so gängig,

Dann hier geht es um die Schwierigkeit,

Grenzen zu setzen.

Und wenn ich Grenzen setzen möchte,

Dann muss ich zuallererst mal spüren,

Was ist überhaupt mein Bedürfnis.

Das heißt,

Ich muss mich kennenlernen.

Ich muss wissen,

Wer ich bin.

Und das kann ich schon in der Kindheit und dem eine Bedeutung beimessen und dass ich eben wertvoll bin und das,

Was ich spüre und das,

Was ich brauche,

Also meine Bedürfnisse.

Jetzt kommt aber wieder das große Aber.

Wenn wir das nicht gelernt haben,

Sondern wir haben gelernt,

Uns anzupassen,

Darüber sind wir angenommen worden,

Darüber sind wir geliebt worden.

Wenn wir jemand waren,

Aber nicht wir waren,

Dann spüren wir auch nicht,

Was wir wirklich brauchen.

Wenn wir nicht spüren,

Was wir wirklich brauchen,

Können wir es auch nicht wagen,

Das einzufordern und eben ein Leben zu leben,

Was nicht immer nur ein Kompromiss ist,

Sondern auch einfach irgendwann mal mein Leben ist,

Ohne dass ich irgendetwas davon anders mache,

Weil jemand anderes das gerne hätte.

Dann lernen wir Konflikte auszuhalten.

Auch wenn ich nicht bejubelt werde oder der vor mir sitzt und nickt,

Sondern nein sagt,

Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit dem,

Was du denkst und sagst und tust,

Dann leben wir ein Leben,

Was wir vortäuschen.

Wir sind dann jemand,

Aber wir sind nicht wir.

Das heißt,

Wir fühlen uns nicht ehrlich und authentisch.

Und dann sitzt du irgendwann mit mir zusammen und wir sprechen darüber,

Wer bist du eigentlich?

Wie können wir das herausfinden?

Und zwar jemand,

Mit dem du dich gut fühlst und den du wirklich spürst.

Und diese eine Person ist einzigartig.

Die kannst nur du finden.

Und das ist ganz wichtig.

Es ist so wichtig,

Diese Person eben irgendwann zu finden,

Wenn wir das in der Kindheit nicht getan haben.

Und schau dich mal da draußen um,

Wie konform alle Menschen sind.

Und du siehst,

Die allermeisten Menschen haben ein Problem mit sich.

Die allermeisten Menschen haben ein Bindungstrauma.

Danke,

Dass du mir zugehört hast.

Bis zum nächsten Mal.

© 2026 Daniela Barchasch. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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