
Diese Wahrheiten über Beziehung können Dein Leben verändern
Der große Traum von der wahren Liebe, der Beziehung, in der wir endlich ankommen können, geliebt sind, so wie wir sind, uns sicher fühlen dürfen – wir träumen ihn wahrscheinlich alle, oder? Aber wie geht das eigentlich, wie kommen wir da hin? Daran scheiden sich die Geister. Da draußen gibt es unendlich viele Vorstellungen davon, wie Beziehung sein sollte. Happy End. Big Love. Harmonie. Sicherheit. Und wenn es nicht so ist? Dann zweifeln wir an uns. An der Liebe. Am anderen. Dabei bringt uns das ja gar niemand richtig bei, wie das geht: Beziehung. Das hier ist der Start einer dreiteiligen Serie mit dem Titel „Was Du schon immer über Beziehung wissen wolltest und Dir nie jemand beigebracht hat“ In den kommenden drei Folgen möchte ich wertvolle Impulse mit Dir teilen – über das, was Beziehung wirklich ist. Was sie braucht. Was sie uns spiegelt. Was sie heilt. Und woran sie manchmal zerbricht. Diese Wahrheiten sind ehrlich. Manchmal schmerzhaft. Aber immer liebevoll.
Transkription
Der große Traum von der wahren Liebe,
Von der Beziehung,
In der wir endlich ankommen können,
Geliebt sind,
So wie wir sind,
Uns wirklich sicher fühlen dürfen,
Wir träumen ihn wahrscheinlich alle,
Oder?
Aber wie geht das eigentlich?
Wie kommen wir denn da hin?
Daran scheiden sich die Geister.
Da draußen gibt's unendlich viele Vorstellungen davon,
Wie Beziehung sein sollte.
Happy End,
Big Love,
Harmonie,
Sicherheit.
Und wenn es nicht so ist,
Dann zweifeln wir an uns,
An der Liebe,
Am Anderen.
Dabei bringt uns das doch gar niemand richtig bei,
Wie das geht.
Beziehung.
Das hier ist der Start einer dreiteiligen Serie mit dem Titel,
Was du schon immer über Beziehung wissen wolltest und dir nie jemand beigebracht hat.
In den kommenden drei Folgen möchte ich wertvolle Impulse mit dir teilen.
Über das,
Was Beziehung wirklich ist,
Was sie braucht,
Was sie uns spiegelt und was sie heilt.
Und woran sie manchmal auch zerbricht.
Diese Wahrheiten sind ehrlich,
Manchmal schmerzhaft,
Aber immer liebevoll.
Und sie kommen nicht aus irgendeinem Lehrbuch,
Sie kommen direkt aus dem Leben.
Aus meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten,
Aus meinen eigenen Erfahrungen,
Aus unzähligen Gesprächen mit Menschen,
Die geliebt,
Gestritten,
Gehofft und gelitten haben und die gewachsen sind.
Und vielleicht erkennst du dich ja an dem einen oder anderen wieder.
Vielleicht wirst du lachen,
Vielleicht auch weinen,
Vielleicht wird etwas in dir laut oder ganz still.
Was auch immer es ist,
Du bist eingeladen dabei zu sein und zu entdecken,
Was wir über Beziehung nie gelernt haben.
Aber vielleicht hast du es schon immer gespürt.
Ich werde dich einfach daran erinnern,
Denn Veränderung ist möglich.
Auch für dich.
Leben lieben lassen.
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Hallo und herzlich willkommen bei Leben lieben lassen,
Deinem Podcast für emotionales Wachstum,
Persönliche Entwicklung und echte Verbundenheit.
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach.
Ich unterstütze Menschen dabei,
Sich selbst und andere besser zu verstehen,
Um gelingende Beziehungen zu führen.
Und hier im Leben lieben lassen Podcast gibt es jede Woche Inspirationen für Dich,
Dein Leben und Deine Beziehungen.
Ja und diese Folge hier ist was ganz Besonderes,
Es ist nämlich Folge 300,
Wenn man jetzt mal von den ganzen Bonus-Inhalten absieht.
300 Folgen,
Leben lieben lassen,
Das sind 300 Impulse,
Geschichten,
Perspektivwechsel.
Und wenn ich da so drüber nachdenke,
Dann spüre ich auch eine tiefe Dankbarkeit.
Für Euch.
Für diesen Raum,
Den wir hier miteinander geschaffen haben und für all die berührenden Begegnungen,
Die daraus entstanden sind,
In Nachrichten,
In Gesprächen,
In der Beratung,
Im Coaching.
Und deshalb möchte ich diese Folge zu etwas Besonderem machen und lade Dich ein auf eine Reise,
Eine Beziehungsreise,
Mitten ins Herz von dem,
Was es heißt,
In Beziehung zu sein,
Mit einem anderen Menschen und mit sich selbst.
Ich möchte meine tiefsten Erfahrungen aus hunderten von Klientengesprächen und meiner eigenen Beziehungsarbeit mit Dir teilen,
In kleinen,
Wertvollen Impulsen.
Gleich.
Ja,
Wir starten am Anfang,
Da wo wir uns kennenlernen mit Wahrheit 1.
Verliebt sein ist nicht Liebe,
Sie ist eher so etwas wie ein Versprechen auf eine Möglichkeit von Beziehung.
Klar,
Am Anfang ist alles leicht,
Meistens,
Alles leuchtet,
Du siehst ihn oder sie und es prickelt,
Da ist so eine magische Anziehungskraft,
Du hörst ihre oder seine Stimme und etwas in Dir atmet auf.
Die Gespräche sind leicht,
Sie fließen,
Die Berührungen sind magnetisch,
Klar willst Du da mehr.
Du willst bleiben,
Du willst festhalten.
Denn verliebt sein,
Das fühlt sich ja auch ein bisschen an wie ankommen.
Endlich.
Endlich gesehen werden,
Endlich ganz und gar gewollt sein,
Endlich der richtige Mensch.
Aber Verliebtheit,
Du weißt es natürlich längst,
Ist ein Zustand der Ausnahme.
Ein biochemisches Hoch,
Eine hormonelle Achterbahnfahrt voller Dopamin,
Oxytocin und Testosteron.
Was da in Sachen Hormone passiert,
Haben wir letztens erst im Podcast besprochen.
Es ist berauschend,
Auf jeden Fall,
Aber es ist nicht stabil.
Es ist Magic,
Es kann einen sogar regelrecht umhauen,
Auch wenn das nicht bei allen der Fall ist,
Aber diese ganz starke Anziehung der Verliebtheit am Anfang ist eben nicht dauerhaft tragfähig,
Denn sie hat noch gar keine Basis.
Und das ist keine Enttäuschung,
Das ist die Natur der Sache.
Verliebtheit ist von Natur aus dafür gemacht,
Dass wir überhaupt in Beziehung gehen,
Also uns connecten,
Uns verbinden.
Ein bisschen ist es wie ein Sonnenaufgang,
Wunderschön,
Bewegend,
Hoffnungsvoll,
Taucht alles in ein rosa Licht,
Aber es dauert halt nicht ewig.
Danach beginnt der Tag und mit ihm der Alltag,
Das gemeinsame Leben,
Die echten Fragen,
Die Unterschiede,
Auch die alten Muster,
Die unbequemen Seiten an uns und am jeweils anderen.
Und die werden und müssen zwangsläufig hervorkommen.
Und genau dort,
Wo diese ganze magische Sache,
Die eigentlich eine rosa-rote Projektion ist,
Hinter der Realität verschwindet,
Sich so ein bisschen legt,
Da beginnt etwas Neues,
Vielleicht,
Nämlich die echte Beziehung.
Und die beginnt nicht mit einem großen Knall,
Sie beginnt mit dem Bleiben,
Mit dem Dableiben,
Wenn es unbequem wird.
Mit dem Hinschauen,
Wenn die rosa-rote Brille verschwindet und der echte Mensch hervorkommt,
Der ganz anders ist als wir selbst,
Der ein ganzes eigenes inneres Universum mitbringt,
Auch mit in die Beziehung bringt.
Mit dem Aushalten von Unterschiedlichkeit,
Mit dem Mut,
Den anderen wirklich zu sehen.
Und,
Und auch das ist nicht leicht,
Sich selbst zu zeigen,
Ohne Maske,
Mit allen Ecken und Kanten,
Sich zuzumuten.
Ich habe in meiner Arbeit oft erlebt,
Wie ernüchternd dieser Moment für viele ist,
Wenn diese große Euphorie nachlässt und man plötzlich denkt,
Wieso ist es jetzt so anders als am Anfang,
Wieso wird es jetzt schwieriger zwischen uns?
Viele schmeißen an dieser Stelle hin und suchen nach dem nächsten großen Huh-Gefühl,
Also nach der nächsten großen Verliebtheit.
Aber genau dann,
Wenn es etwas schwieriger wird,
Also wenn die Ecken hervorkommen,
Nicht nur das Rundgelutschte,
Das ist so in Phase 2 der Beziehung,
Das ist der Wendepunkt,
Das ist der Moment,
An dem aus Verliebtheit echte Nähe werden kann,
Eine echte Beziehung,
Auch wenn es dafür keine Sicherheit gibt.
Ich habe schon einige Paare erlebt,
Die nach durchgemachten Beziehungskrisen total erstaunt waren,
Die gesagt haben,
Wir dachten,
Wir kennen schon alles voneinander,
Aber eigentlich haben wir uns jetzt zum ersten Mal so richtig gesehen.
Das war nämlich der Moment,
An dem sie aufhörten,
Sich gegenseitig mit dem Bild zu begegnen,
Das sie sich vom anderen gemacht hatten und wirklich miteinander in Beziehung getreten sind.
Das ist eine Challenge,
Sie braucht Mut,
Aber sie lohnt sich,
Wenn beide dazu bereit sind.
Es gibt nicht den einen perfekten Menschen,
Der einfach zu uns passt,
So wie ein Topf auf einen Deckel und dann wurden sie glücklich bis an ihr Lebensende.
Es ist im Märchen oder in Hollywood,
Ich weiß,
Aber so funktioniert es halt nicht.
Und ich glaube andererseits auch nicht,
Dass wir mit jedem Menschen Beziehungen machen können.
Aber was ich glaube ist,
Dass es sich lohnt,
Dieses lebendige Experiment namens Beziehung miteinander zu starten und die Motivation,
Also den Raketentreibstoff dafür,
Dass wir über die Hürden kommen,
Dass da richtig was zusammenwachsen kann,
Den können wir uns aus der Anziehungskraft der Verliebtheit holen.
Und hier kommen Impulse für Deine Beziehung.
Wenn Du vielleicht gerade in einer frischen oder auch in einer länger bestehenden Beziehung bist,
Nimm Dir doch mal einen Moment,
Um Dich zu fragen,
Wen sehe ich da eigentlich,
Wenn ich meine Partnerin oder meinen Partner anschaue?
Sei mal ganz ehrlich,
Siehst Du da einen Menschen,
Wie er ist,
Diese ganze Packung und kannst Du Ja dazu sagen?
Oder siehst Du sowas wie Dein Wunschbild von ihr oder ihm?
Was,
Wenn er oder sie sich nicht mehr ändern würde?
Was würde das für mich bedeuten?
Und wenn Du möchtest und Dich traust,
Teile doch mal genau das mit Deiner Partnerin oder Deinem Partner.
Ich habe heute so mal darüber nachgedacht,
Wie ich Dich wirklich sehe und was ich vielleicht bisher übersehen habe oder nicht sehen will.
Wie denkst Du darüber?
Dieser kleine Schritt kann ein echter Türöffner sein.
Denn raus aus dieser Illusion,
Raus aus dem Bild,
Das wir uns vom Anderen gemacht haben,
Rein in die echte Begegnung.
Beziehungswahrheit Nummer 2.
Ihr werdet Probleme haben.
Das ist kein Fehler,
Das ist die Beziehung.
Ich weiß,
Es ist einer dieser Sätze,
Die niemand gerne hört und der doch so wahr ist.
Ihr werdet Probleme haben,
Ihr werdet sogar welche miteinander erschaffen,
Weil ihr sie braucht.
Irgendwann werden sie auftauchen,
Immer mit schlafwandlerischer Sicherheit.
Und es bedeutet nicht,
Dass ihr etwas falsch macht.
Es bedeutet,
Dass ihr eine Beziehung führt.
Es ist gut so.
In meiner Arbeit mit Paaren,
Da sehe ich immer wieder,
Wie tief dieser Glaube sitzt,
Dass eine gute Beziehung möglichst ohne alle Konflikte sein sollte.
Dass die Liebe immer harmonisch,
Leicht und reibungslos sein muss.
Wir streiten uns nie,
Sagen mir Paare manchmal.
Und na klar,
Es muss nicht zwingend ein Streit sein,
Aber verschiedene Meinungen oder Auseinandersetzungen zu wichtigen Themen sind existenziell.
Ihr könnt gar nicht immer eine Meinung sein,
Ihr seid ja zwei Menschen.
Und diese Vorstellung von dieser immer harmonischen Beziehung,
Das ist ein Mythos,
Der oft mehr zerstört als heilt.
Denn die Wahrheit ist eben,
Probleme gehören dazu.
Und nicht nur das,
Sie sind der eigentliche Ort,
An dem die Beziehung wachsen kann.
Dort,
Wo wir herausgefordert sind.
Dort nur kann sie sich ja auf ein nächstes Level entwickeln.
Der berühmte Beziehungs- und Paarforscher John Gottman hat einmal gesagt,
Stabile Paare lösen nicht all ihre Probleme,
Sie lernen,
Gut mit ihnen zu leben.
Und tatsächlich zeigt das die Forschung,
Rund 80 Prozent aller Beziehungskonflikte sind gar nicht so vollständig lösbar.
Es sind wiederkehrende Themen,
Die auch mit der Persönlichkeit,
Mit den Erfahrungen und mit den Ausprägungen des jeweiligen Menschen und dem Lebensstil,
Den Erwartungen,
Diesem ganzen Unterschiedlichsein zu tun haben.
Nähe und Distanz,
Ordnung und Spontanität,
Sicherheit oder Abenteuer.
Jeder Mensch bringt ja seine Geschichte,
Wie ich schon vorhin gesagt habe,
Sein eigenes inneres Universum mit in diese Beziehung und auch seine ganz eigenen Bedürfnisse.
Und aus diesen beiden Welten schaffen wir dann im besten Falle eine dritte,
Nämlich die Beziehungswelt.
Oft erlebe ich das mit Paaren,
Dass man über so scheinbar banale Themen streitet,
Kennt auch jeder von uns.
Wer fährt das Auto,
Wo wird die Zahnpasta abgelegt,
Wer kümmert sich ums Müll rausbringen und so weiter und so fort.
Solche oberflächlichen Streitthemen.
Aber dahinter,
Und das ist das Interessante,
Liegt etwas Tieferes.
Nämlich die Bedeutung dieser Sache.
Für sie bedeutet Ordnung vielleicht ein Gefühl von Sicherheit.
Für ihn ist vielleicht Spontanität Ausdruck von Lebendigkeit.
Erst wenn beide aufhören,
Sich gegenseitig ändern zu wollen und zu verstehen beginnen,
Warum diese Dinge für den anderen so wichtig sind,
Beginnt ja ein echter Dialog.
Auf Augenhöhe.
Das sind dann keine Kompromisse im klassischen Sinn,
Es ist sowas wie ein sich annähern und auch ein Stückchen weit ein sich aushalten.
Manchmal können wir miteinander etwas aushandeln,
Eine dritte Lösung finden,
Wie ich das nenne.
Oder eine Okay-Zone.
Aber für manches andere brauchen wir einfach Akzeptanz.
Leicht ist das nicht,
Aber möglich.
Denn Achtung und Respekt bedeuten ja auch,
Ich lass dich so sein,
Wie du bist,
Das erwarten wir ja auch für uns.
Und trotzdem müssen wir ja irgendwie aufeinander kommen.
Und genau darum geht es in Beziehungen.
Nicht nur darum,
Sich perfekt zu ergänzen,
Auch wenn das gar nicht schlecht ist,
Sondern auch darum,
Sich in den Unterschieden zu begegnen,
Unterschiede zu halten,
Auszuhalten manchmal und daran zu wachsen.
Probleme,
Glaube ich,
An sich sind nicht das Problem.
Das Problem ist eher,
Was wir mit diesen Problemen machen.
Der Umgang mit ihnen entscheidet,
Ob eine Beziehung reifen kann,
Wachsen oder sich eben aufreibt.
Wenn wir uns nicht einfach durchsetzen oder miteinander kämpfen,
Bis es Gewinner und Verlierer gibt,
Also nicht Rückzug oder Angriff machen,
Sondern sagen,
Wow,
Ich merke schon,
Hier ist ein ganz Wunderpunkt bei mir,
Dann wird der Streit zur Brücke und nicht zum Graben.
Für mich ist es immer wieder sehr berührend zu sehen,
Wie viel Kraft darin liegt,
Wenn zwei Menschen sich wirklich die Mühe machen,
Hinter die Fassade des Konfliktes zu schauen,
Also zum Grundkonflikt,
Wie ich das nenne.
Wenn sie sich nicht mehr fragen,
Wie bringe ich dich dazu,
Dass du mich verstehst,
Sondern was ist eigentlich hier mein Bedürfnis dahinter?
Was ist mein Schmerz an dieser Sache?
Warum ich hier so verbissen kämpfe?
Und was ist dein Thema unter der Oberfläche?
Solche Momente verändern alles,
Weil plötzlich aus einem Gegeneinander ein Miteinander wird.
Denn wir streiten in Wirklichkeit gar nicht um das Thema,
Das an der Oberfläche ausgetragen wird,
Scheinbar.
Wir streiten,
Wie gesagt,
Um etwas viel Tieferes.
Was das für uns bedeutet.
Welcher Schmerz,
Welche Angst dabei an uns berührt wird.
Überverdeckte Bedürfnisse.
Und was wir brauchen ist,
Unter der Oberfläche diesen Grundkonflikt herauszuschälen.
Probleme sind keine Panne,
Die man einfach wegmachen oder wegdrücken muss.
Sie sind eine Einladung zur Entwicklung der Beziehung,
Dafür,
Dass sie wachsen kann,
Und auch wir selbst.
Das muss man nicht so sehen,
Aber wenn man sich darauf einlassen kann,
Wird vieles leichter und spannend wird es auch,
Nämlich sehr sehr lebendig und sehr sehr echt,
Und das ist übrigens auch gut für die Anziehungskraft.
Und auch hier,
Impulse für Deine Beziehung.
Beim nächsten kleinen oder größeren Konflikt,
Vielleicht darüber,
Wer was im Haushalt macht,
Oder wie das mit der Wochenendplanung aussehen soll,
Oder auch zu einem anderen Thema,
Frag Dich mal innerlich,
Bevor Du in den Kampf ziehst,
Dich zurückziehst oder Vorwürfe machst,
Worum geht es hier eigentlich wirklich?
Was bedeutet dieses Thema für mich?
Was berührt mich dabei?
Was genau fühlt sich da in mir verletzt an?
Es ist nicht das Geschirr,
Das rumsteht.
Es ist das,
Was dieses rumstehende Geschirr für Dich bedeutet.
Zum Beispiel,
Ich werde nicht gesehen,
Nicht ernst genommen,
Nicht geliebt oder im Stich gelassen.
Vermutlich ein Schmerz,
Den Du schon kennst.
Und wenn Du bereit bist,
Sprich es doch mal laut aus.
Ich merke,
Dass mich das gerade richtig anfasst,
Mehr als ich dachte.
Ich würde gerne mit Dir herausfinden,
Was da gerade mit uns beiden los ist.
Konflikte sind oft nur die Verpackung.
Der eigentliche Schatz,
Der liegt darunter.
Beziehungswahrheit Nummer drei.
Wir kommen nicht mit einem Beziehungsführerschein auf die Welt.
Eine absolut elementare Wahrheit,
Die ich gar nicht oft genug sagen kann.
Wenn es uns scheinbar nicht so richtig gelingen will mit der Beziehung.
Wenn es so ganz anders wird,
Als wir das wollen.
Schwierig,
Leer,
Vielleicht hoffnungslos.
Entfremdet.
Ich kriege es einfach nicht hin,
Sagen mir verzweifelte Menschen.
Ich habe alles falsch gemacht.
Und was ich dann sage,
Ist das.
Du hast es so gut gemacht,
Wie Du konntest.
Niemand,
Wirklich niemand,
Macht seine Beziehung mit Absicht schwierig.
Und doch tun wir es versehentlich.
Wir lernen erst mühsam,
Nämlich durch Versuch und Irrtum,
Wie es besser geht.
Leider.
Denn,
Und das ist die eigentliche Wahrheit,
Niemand bringt uns so richtig bei,
Wie Beziehung wirklich geht.
Klar,
Wir lernen Rechnen,
Schreiben Englisch,
Aber kaum jemand lehrt uns,
Wie man streitet,
Wie man zuhört,
Wie man ehrlich etwas von sich mitteilt,
Ohne sich zu verlieren,
Wie man sich verletzlich macht.
Stattdessen übernehmen wir fast unbemerkt das,
Was wir zu Hause erlebt haben.
Die Art,
Wie dort N��he gelebt wurde,
Oder eben auch vermieden,
Wie Konflikte ausgetragen oder verschwiegen wurden,
Welche Rollenverteilung es da gab und welche Sätze wir dort immer und immer wieder gehört haben.
Und das machen wir dann auch.
In unseren Herkunftsfamilien haben wir die ersten Beziehungserfahrungen unseres Lebens gemacht.
Dort hat sich die Blaupause geprägt,
Die wir später vollkommen unbewusst über unsere Beziehungen drüberlegen und dann versuchen wir nach den alten Mustern wie automatisch mit all dem umzugehen,
Was uns da begegnet.
Nur frag dich mal,
Was hast du denn da über Liebe und Beziehung gelernt?
Früher,
Wie glücklich oder unglücklich waren deine Eltern selbst oder eben die Menschen,
Mit denen du aufgewachsen bist?
Wie haben die das miteinander gestaltet?
Wie gut waren sie vielleicht darin,
Ihre Liebe auch zu zeigen?
Auf Topic,
Sie haben es auch nur so gut gemacht,
Wie sie konnten.
Und vielleicht konnten sie es einfach nicht besser oder haben es nie geändert.
Aber du kannst es ändern,
Wenn du willst und wenn du das erkennst.
Beziehung ist nicht sowas wie ein angeborenes Talent.
Nur der Wunsch,
In Beziehung zu gehen,
Uns zu verbinden,
Das ist in uns drin,
Das bringen wir mit.
Aber beziehungsfähig zu werden,
Zu sein,
Das ist etwas,
Was wir erlernen können und das ist auch der Trost darin.
Wir können nämlich immer weiter lernen und zwar bis an unser Lebensende.
Genau genommen bedeutet das ja,
Dass wir mit jedem Beziehungsproblem,
Wenn wir darin auch sowas wie eine Aufgabe sehen wollen,
Beziehungsfähiger werden können.
Weil wir die Skills,
Die wir brauchen,
Wie uns etwa ehrlich mitzuteilen,
Das Anderssein des Anderen nicht als Bedrohung anzusehen,
Echtes Commitment,
Die Liebe zu zeigen,
Dass sie auch ankommt,
Die Beziehung zu nähern,
Das alles können wir lernen.
Und wenn du das schon weißt,
Dann ist das wunderbar.
Aber ich erlebe eben sehr,
Sehr oft,
Dass viele Menschen glauben,
Wenn es nicht funktioniert,
Dann stimmt etwas nicht,
Mit mir nicht oder mit dem Anderen.
Dabei stimmt oft nur die Annahme nicht,
Dass wir es einfach können müssten.
Und hier die Impulse für deine Beziehung.
Frag dich mal,
Wo wünsche ich mir mehr Verständnis,
Mehr Zugewandtheit,
Mehr Liebe oder Commitment und wie teile ich das eigentlich mit?
Wie zeige ich denn das?
Hat der Andere überhaupt eine Chance,
Mich da wirklich zu verstehen?
Und dann geh mal einen kleinen Schritt.
Erzähl deinem Partner oder deiner Partnerin,
Was für dich selbstverständlich ist und frag mal,
Wie er oder sie es erlebt.
Zum Beispiel.
Ich denke ganz oft,
Wenn ich mich zurückziehe,
Ist das respektvoll,
Weil ich einfach erstmal in Ruhe mit mir klarkommen muss.
Aber ich habe dich nie gefragt,
Wie kommt das eigentlich bei dir an?
Genauso beginnt sie,
Die neue Sprache der Verbindung.
Beziehungswahrheit Nummer 4.
Jeder von uns hat seine eigene Wahrheit.
Und manchmal haben beide Recht.
Du kennst das garantiert.
Du bist verletzt und dein Gegenüber versteht überhaupt nicht,
Warum oder umgekehrt.
Der eine fühlt sich übergangen,
Der andere denkt,
Er hätte irgendwie was Gutes getan.
Oder zumindest nichts Schlimmes.
Und plötzlich steht man sich gegenüber wie zwei Fremde,
Obwohl man sich liebt.
Was hier wirkt,
Ist kein böser Wille.
Es ist das Nebeneinander unterschiedlicher innerer Landkarten.
Jeder von uns erlebt Beziehung aus seiner eigenen Geschichte heraus und aus seinem eigenen So-Sein.
Wir hören nicht nur,
Was gesagt wird.
Wir hören es durch den Filter unserer Erfahrungen.
Wir sehen es durch unsere eigene Brille der Wahrnehmung.
Und die ist unterschiedlich.
Was für die eine Fürsorge bedeutet,
Fühlt sich für den anderen wie Kontrolle an.
Was der eine als normal empfindet,
Ist für die andere ein Affront.
Der bekannte Familientherapeut Jesper Juul hat einmal gesagt,
In Beziehungen gibt es eigentlich keine objektive Wahrheit,
Nur zwei subjektive Wirklichkeiten.
Und genau das trifft den Kern.
Auch da erlebe ich sehr häufig,
Dass es um Kleinigkeiten geht.
Und wie so oft steckt gerade in den kleinen Dingen,
Beziehungsweise dahinter,
Der eigentliche große Schmerz,
Der getriggert wird.
Er lässt im Flur immer seine Schuhe stehen,
Für sie ist es das Zeichen,
Du siehst mich nicht,
Es ist dir egal,
Wie es mir geht.
Du schätzt meine Arbeit überhaupt nicht.
Für ihn war es vielleicht einfach nur Gedankenlosigkeit,
Noch nicht einmal Böswilligkeit,
Nur ein anderer Fokus.
Verletzt hat es trotzdem.
Und als er das hört,
Ist er erschrocken.
Und sie erleichtert,
Dass es raus ist,
Dass er endlich versteht,
Um was es ihr geht.
Sowas verändert.
Und nicht,
Weil plötzlich alles perfekt ist,
Sondern weil ein Stück mehr Verständnis da ist.
Für den anderen.
Da öffnet sich ein kleiner Spalt.
Und es wird möglich,
Dass man nicht nur Gegensätze erlebt,
Sondern dahinter den ganzen Menschen sieht mit der eigenen Geschichte.
Ich arbeite dazu mit der Psychographie.
Das ist eine Art angewandte Menschenkenntnis,
Bei der man über die eigene und auch über die innere Landkarte des anderen wirklich etwas verstehen kann.
Und das sind dann in der Arbeit mit den Klienten oft leuchtende Augenblicke,
Wenn klar wird,
Dass man gar nicht im Unrecht war,
Nur im Unverstandensein.
Wenn aus Du willst mich verletzen wird Achso,
Du versuchst dich zu schützen.
Die Situation ändert sich dabei nicht,
Aber die Perspektive.
Ein anderes typisches Beispiel.
Er zieht sich zurück,
Weil er nichts mehr sagen kann,
Blockiert ist.
Sie läuft amok,
Weil sie glaubt,
Dass er aus dem Kontakt geht,
Aus der Verbindung.
Deswegen attackiert sie ihn.
Sie weint und tobt,
Ist innen total verletzt.
Er verlässt das Haus.
Sie leidet.
Er auch.
Er hält sie für machtvoll,
Weil sie so ausflippt und sich für hilflos.
Deswegen flieht er.
Sie sieht aber in seinem Weggehen die Macht,
Sie nicht mehr an sich heranzulassen.
Beide sehen im anderen den Angreifer und sehen sich als Opfer der Umstände.
Beide haben Recht aus ihrer Perspektive und auch nicht aus Sicht des anderen.
Denn sie sind aus Versehen beides Täter und Opfer.
Es kann super hilfreich sein,
Solche Konfliktspiralen aufzudröseln.
Und ja,
Es kann unendlich schwer sein,
Durch den eigenen Schmerz und die eigene Verletztheit hindurchzuschauen,
Um diese Dynamik endlich zu verstehen und den anderen dann auch noch verstehen zu wollen.
Weil ja alles in einem sagt,
Du musst dich schützen,
Du darfst dich nicht wieder klein machen,
Du darfst dich nicht verlieren und schon gar nicht verletzlich zeigen.
Und dennoch ist es genau das,
Was Heilung ermöglicht und was die Beziehung braucht.
Zu sehen,
Dass das,
Was hinter der scheinbaren Verletzung durch den anderen steckt,
Oft dieselbe Angst ist,
Die wir auch haben.
Ich nenne das in meiner Arbeit gerne Übersetzungsarbeit und ich mache das super gerne,
Damit meine Klienten es später selbst miteinander können.
Da kommen etwa Menschen und sagen,
Wir reden aneinander vorbei,
Sie versteht mich einfach nicht,
Er reagiert immer so über.
Und wenn wir dann raustreten aus diesem aber du,
Aber du und gemeinsam schauen,
Was wirklich hinter diesen Worten steckt,
Passiert eben oft was Magisches.
Und ja,
Es braucht Übung,
Es braucht Fragen anstatt Vorwürfe.
Und es braucht auch das Ringen um Worte,
Die nicht wie Giftpfeile auf den anderen losgeschossen werden.
Und Mut braucht es auch,
Aber es lohnt sich auch.
Denn jeder kämpft mit seinen eigenen inneren Verletztheiten,
Mit dem eigenen Schmerz.
Aber den sehen wir ja aus unserer eigenen Perspektive nicht beim anderen,
Wir spüren ja nur unseren.
Also dort,
Wo wir aufhören,
Recht haben zu wollen und anfangen,
Uns wirklich zu interessieren,
Da geht es weiter mit der Beziehung.
Nicht trotz der Unterschiede,
Sondern genau wegen ihnen.
Und natürlich,
Das ist auch mega wichtig,
Solche Prozesse geht nur,
Wenn beide sich einlassen und öffnen.
Man kann niemanden dazu bringen.
Denn in dem Moment,
In dem zwei Menschen sich wirklich verstehen wollen,
Da zeigen sie sich auch verletzlich.
Und nicht jeder traut sich das.
Aber nur dann ist ein gemeinsamer Prozess möglich.
Und hier kommen Impulse für deine Beziehung.
Wenn ihr in so einer Auseinandersetzung steckt,
Versuch du doch mal,
Nicht sofort mit einer Reaktion zu antworten.
Und schon gar nicht mit einem Vorwurf.
Anstatt,
Warum tust du mir das an?
Oder,
Du verletzt mich ständig.
Frag einfach mal,
Wie fühlst du dich in diesem Moment?
Oder,
Wie meinst du das?
Das Erstaunliche ist nämlich,
Wenn wir nicht in die Attacke reiten,
Sondern Fragen stellen,
Dann öffnet das Raum.
Und es gibt dir die Möglichkeit,
Zuerst einmal zu verstehen,
Bevor du verstanden wirst.
Denn wir Menschen haben alle ein Bedürfnis,
Wir wollen verstanden und gesehen werden,
So wie wir sind.
Und wenn wir das versuchen,
Dem anderen entgegenzubringen,
Dann kann sich dort eine Tür öffnen.
Im besten Falle.
Aber vielleicht magst du auch deiner Partnerin oder deinem Partner sagen,
Ich möchte gerne noch ein bisschen besser verstehen,
Wie du dich damit fühlst.
Oder auch,
Wann hast du das Gefühl,
Von mir verstanden zu werden?
Oder du erzählst was von dir.
Auch das öffnet Türen.
Beispiel?
Wenn wir so streiten,
Dann kriege ich richtig Angst.
Ich habe dann Angst,
Dich zu verlieren.
Deswegen gebe ich einfach nach.
Aber innen bleibe ich wütend.
Und das merkst du dann später.
Traust du dich,
Das zu versuchen?
Beziehungswahrheit Nummer 5.
Niemand ist für dein Glück verantwortlich und du auch nicht für seines.
Diese Wahrheit ist auch unbequem und sie tut oft erst einmal weh.
Weil sie uns mit einer ganz,
Ganz großen Sehnsucht konfrontiert.
Dass da jemand kommt,
Der uns endlich ganz macht,
Der uns wirklich sieht,
Uns spürt,
Uns in den Arm nimmt und immer für uns da ist.
Jemand,
Der all das heilt,
Was vorher wehgetan hat.
Aber die Wahrheit ist,
Kein Mensch auf dieser Welt kann dir dauerhaft als Erwachsener geben,
Was du dir selbst nicht genug gibst oder was früher Mama und Papa dir hätten geben sollten und nicht so gut konnten,
Wie du das gebraucht hättest.
Und nun suchst du immer und immer nach diesem Paradies der verlorenen Kindheit in deinen Paarbeziehungen.
War erst letztens hier im Podcast ein Thema bei den Mutter- und Vaterwunden.
Hört da gerne nochmal rein.
Und wenn ich das so sage,
Dann ist es keine Anklage.
Ich weiß nämlich,
Das trifft oft auf Widerstand,
Es ist eine Einladung.
Viele Menschen kommen in eine Beziehung mit der stillen Hoffnung,
Dass der andere sie vollständig macht.
Dass das,
Was früher gefehlt hat,
Endlich da ist.
Und tatsächlich fühlt sich das ja am Anfang in der Verliebtheit genau so an.
Doch irgendwann zeigt sich,
Auch dieser Mensch hat Grenzen.
Auch dieser Mensch hat schlechte Tage,
Alte Wunden,
Eigene Bedürfnisse.
Niemand ist auf der Welt,
Um uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen.
Wir können uns etwas wünschen vom anderen,
Um etwas bitten,
Natürlich.
Aber wenn wir den anderen respektieren,
Dann geht das nur mit Freiwilligkeit,
Die wir dem gegenüber lassen.
Wir haben keinen Versorgungsanspruch.
Denn wenn wir das in die Beziehung reinbringen,
Ich brauche das und das von dir sonst,
Dann beginnen die gegenseitigen Erwartungen zu kollidieren.
Dann fühlst du dich ja plötzlich wieder allein,
Obwohl du nicht allein bist.
Du fühlst dich nicht verstanden,
Obwohl der andere sich vielleicht Mühe gibt und das gar nicht bei dir ankommt.
Und umgekehrt genauso.
Dann rekonstruieren wir den Schmerz der unerfüllten Kindheitsbedürfnisse.
Unfassbar vielen Beziehungskonflikten geht es genau darum,
Das erlebe ich beinahe jeden Tag.
Aber der Moment,
In dem jemand erkennt,
Dass sein Partner oder die Partnerin nicht für das innere Gleichgewicht zuständig ist,
Das ist der Beginn echter Eigenverantwortung.
Und es bedeutet nicht,
Sich zurückzuziehen und nur noch seinen eigenen Stiefel zu machen und nichts zu wollen oder zu wünschen oder zu brauchen.
Sondern im Gegenteil,
Zu sich selbst zu kommen bedeutet das.
Ein Klient hat mal zu mir gesagt,
Ich dachte immer,
Sie muss mich glücklich machen,
Bis ich gemerkt habe,
Dass ich gar nicht weiß,
Was mich wirklich glücklich macht.
Wenn wir also diese Verantwortung zu uns nehmen,
Entsteht plötzlich ein ganz neuer Raum.
Kein Raum der Forderung,
Sondern ein Raum der Freiheit.
Denn dann geht es nicht mehr um du musst,
Sondern um ich bin.
Und wenn beide das machen und sich so begegnen können,
Nicht aus einem Mangel heraus,
Sondern aus Verbundenheit mit sich selbst,
Dann gelingt auch die Verbundenheit mit dem anderen,
Weil das wirklich trägt.
Starkes Ich,
Starkes Du,
Starkes Wir.
Nicht Bedürftigkeit,
Sondern Augenhöhe.
Nicht Bedürftigkeit,
Sondern Wünsche und Bitten.
Oder um es mit den Worten der wunderbaren Brene Brown,
Verletzlichkeitsforscherin,
Habe ich auch schon hier im Podcast besprochen,
Zu sagen,
Es ist nicht die Aufgabe Deines Partners,
Deine Lehre zu füllen,
Das ist Deine Aufgabe.
Und ich ergänze,
Die Beziehung kann Dir aber genau zeigen,
Wo diese Leerstelle ist.
Und auch hier gibt es Impulse für Deine Beziehung.
Schau doch mal ganz in Ruhe.
Was brauche ich gerade?
Von mir selbst?
Und wenn Du möchtest,
Sag Deinem Partner oder Deiner Partnerin ganz ehrlich.
Ich merke,
Dass ich ziemlich oft denke,
Du müsstest mich glücklich machen,
Müsstest so oder so für mich sein.
Aber vielleicht ist es auch etwas,
Dass ich mir selbst gar nicht so gut geben kann.
Sowas ist kein Rückzug,
Das ist ein Liebesbeweis,
Dir selbst gegenüber und dem anderen,
Weil Du sie oder ihn nämlich in seine Freiwilligkeit kommen lässt.
Und Menschen,
Auch wir,
Tun viel lieber etwas aus Freiwilligkeit als aus Zwang oder Druck.
Das Leben folgt dem Sog,
Nicht dem Druck.
Oder eine super Übung,
Die ich liebe.
Schreib mal alles auf,
Was Dir fehlt von Deiner Partnerin,
Von Deinem Partner,
Was Du gerne hättest,
Was nicht so vorkommt,
Wie Du Dir das wünschst.
Zum Beispiel,
Zum Beispiel,
Sie sollte liebevoller sein,
Mich mehr achten,
Mich mehr ernst nehmen,
Mehr auf mich eingehen und und und.
Ja genau,
Das verstehe ich.
Aber frag Dich mal,
Bin ich das auch selbst zu mir?
Bist Du liebevoll mit Dir?
Achtest Du Dich?
Setzt Du zum Beispiel Grenzen?
Nimmst Du Deine Bedürfnisse ernst?
Gehst Du auf Dich ein?
Und wenn nicht,
Was passiert dann?
Ist es nicht so,
Dass Du dann signalisierst,
Ich nehme mich selbst nicht wichtig,
Du musst es also auch nicht tun?
Verstehst Du auf bewusster Ebene,
Wünschst Du Dir,
Gesehen und ernst genommen zu werden.
Auf unbewusster Ebene sendest Du aus,
Ich bin mir nicht wichtig.
Und dann sagst Du aus Versehen,
Dann muss ich es für Dich auch nicht sein.
Ich weiß,
Es ist nicht leicht,
Diesen Spieß umzudrehen.
Aber es befreit,
Möglicherweise.
Aber ich möchte Dich auch gleich warnen.
Kleiner Disclaimer.
Manchmal bedeutet,
Ich nehme mich jetzt selbst ernst,
Bevor ich das vom Anderen erwarte.
Auch,
Ich merke leider,
Dass das den Rahmen dieser Beziehung sprengt.
Aber dann hat diese Beziehung möglicherweise gar keine gesunde Basis und dann lohnt es sich,
Dorthin zu schauen.
Und dafür möchte ich Dir Mut machen und auch sagen,
Lass Dir Zeit.
Du musst gar nichts.
Niemand kann Dir sagen,
Was Du solltest.
Mach Dir da nicht so einen Druck.
Und auch mir liegt es total fern,
Dich von irgendwas zu überzeugen.
Ich teile diese Wahrheiten in dieser und in den nächsten Folgen mit Dir,
Weil ich sie wie eine Einladung verstehe.
Vielleicht begegnen Dir diese Impulse genau im richtigen Moment und fallen auf den fruchtbaren Boden der Veränderung.
Vielleicht ist es aber auch noch gar nicht der richtige Zeitpunkt oder vielleicht finden sie in Dir gar keine Resonanz.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Ich bin sicher,
Du machst es so,
Wie es jetzt gerade am besten für Dich ist.
Und am Ende hat sowieso alles eine Wirkung,
Das,
Was wir tun und auch das,
Was wir nicht tun.
Du wirst in Dir spüren,
Was Du jetzt gerade brauchst.
Alles Liebe,
Deine Claudia
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