
Psychographie | Teil 1: Der Beziehungstyp
Psychographie ist die Kunst, Dich selbst und andere besser zu verstehen durch angewandte Menschenkenntnis. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass es Menschen gibt, mit denen Du sofort warm wirst? Die Chemie stimmt, sagen wir dann. Schön, wenn man auf einer Wellenlänge ist. Allerdings ist das nicht immer so. Manchmal geraten wir an Menschen, mit denen wir gar nicht klar kommen. Menschen sind halt verschieden und das ist gut so. Wie Du Dich selbst und andere besser verstehen kannst und wie das Miteinander gelingt, das ist das Thema dieses Podcasts zum Thema Psychographie. Teil 1 —der Beziehungstyp.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben lieben lassen.
Ich bin Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach aus Dresden und ich verspreche hoch und heilig,
Dass ich in dieser Folge etwas langsamer sprechen werde,
Damit ich niemanden überhole.
Ich weiß,
Das schnelle Sprechen ist eine meiner großen Schwachstellen,
Von daher war es ganz gut,
Dass mir eine Hörerin diesen kleinen Hinweis zu meinem Podcast gegeben hat.
Ich danke auch ansonsten für die lieben Worte und die Wertschätzung,
Die ich von euch als Hörern bekomme und auch wenn ich das schon öfters mal gesagt habe,
Es ist für mich nicht selbstverständlich,
Es bleibt etwas ganz Besonderes,
Wenn ich Rückmeldungen von euch bekomme und es stellt ja auch so eine Art Verbindung her,
Die einzige,
Wenn man so will.
Unter anderem sagte mir jetzt ein Hörer,
Dass es ihm gefällt,
Dass es eben bei mir nicht um irgendwelche Wundermethoden geht und alles mit,
Wir haben uns alle lieb,
Zuckerguss übergossen ist,
Wie bei,
Wie er sagte,
Meinen Happy-Kolleginnen.
Genau so hat er das wirklich gesagt,
Ihm würde gefallen,
Dass es praktische,
Lebensnahe Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung sind,
Um die es eben in meinem Podcast geht.
Das freut mich,
Sehr natürlich und das ist doch mein Anspruch und das hat eben auch etwas damit zu tun,
Dass ich eben nicht mehr 20 bin und damit auch jede Menge eigene Lebenserfahrung habe mit wirklich großen Einschnitten und einem schwierigen Start,
Aber eben auch sehr viel mit Klienten arbeite und gearbeitet habe und da geht es nicht nur ums schön reden,
Sondern um ganz konkrete Wege zur Veränderung.
Es geht darum,
Ein Handwerkszeug zu bekommen,
Sein Problem in Zukunft selbst lösen zu können.
Und da sind wir wieder bei meinem Lieblingswort Selbstwirksamkeit,
Der Möglichkeit,
Gestalter unseres eigenen Lebens zu werden und nicht nur Opfer der Umstände.
Genau darum geht es mir in meiner Arbeit mit Klienten,
Von der sich sehr viel auch in diesem Podcast wiederfindet und deshalb habe ich auch eine neue Überschrift kreiert für das,
Was ich beim Leben lieben Podcast mache,
Audio-Coaching für Erwachsene.
Hier kommt also die neue Folge von Leben lieben lassen,
Heute zum Thema Psychographie Teil 1,
Die Kunst,
Sich selbst und andere besser zu verstehen,
Aber Vorsicht,
Das könnte deinen Blick auf dich selbst und die Menschen um dich herum für immer verändern.
Leben lieben lassen,
Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel.
Schön,
Dass du da bist.
Es ist Karfreitag bei mir und ich sitze hier in meiner kleinen Sauna.
Das ist mein Tonstudio.
Ich habe dazu die Sauna in meinem Haus umgebaut,
Weil wir die eh wenig benutzt haben.
Hier drin ist es schön kühl,
Während es draußen sehr,
Sehr warm ist.
Und bevor wir in eine neue Podcast-Folge starten,
Möchte ich zuerst mal ein paar Fragen beantworten.
Zum Beispiel werde ich immer mal wieder gefragt,
Warum auf der Webseite des Blogs in den Artikeln manchmal du und manchmal sie verwendet wird.
Das ist eine sehr gute Frage.
Und die Antwort ist die,
Ich mache Podcasts und ich mache Beiträge für Radiosendungen und das sind so kurze Mini-Podcasts von circa drei Minuten.
Da ist die Ansprechhaltung sie.
Dafür gibt es dann aber auch wirklich jede Woche eine Folge.
Wenn du also mehr und öfter von mir hören willst,
Dann findest du diese Radio-Episoden auf www.
Leben-lieben-lassen.
De oder bei YouTube.
Einfach nach Claudia Becher-Tmöckel suchen.
Und da hörst du dann auch wirklich jede Woche einen neuen Podcast von mir.
Denn das ist eine andere Sache,
Die mich häufig erreicht,
Warum ich nicht jede Woche einen neuen Podcast hochlade.
Ehrlich,
Würde ich gern wirklich.
Aber mir geht Qualität vor Quantität und so eine Podcast-Folge von 20 Minuten oder 30 Minuten Länge braucht auch wirklich einiges an Vorbereitung.
Und eine andere Sache,
Die ich mal loswerden wollte.
Ich staune immer wieder,
Wenn Klienten sich bei mir melden,
Die in anderen Teilen Deutschlands leben oder eben auch im Ausland und die mich über meinen Podcast kennen.
Das sind in der Regel Menschen,
Die sind durch eine Lebenskrise gezwungen gewesen,
Sich auf die Suche zu machen,
Nach sich selbst und nach Lösungen.
Und die haben sich dadurch entwickelt und angefangen,
Etwas über sich und ihr Leben zu verstehen.
Haben sich wahnsinnig viel Wissen angeeignet.
Das ist wirklich echt bemerkenswert,
Wie wirksam Selbsthilfe sein kann.
Und doch kommen eben viele an einen Punkt,
Wo sie alleine nicht mehr weiterkommen oder sich im Kreis drehen und sie sich deshalb Unterstützung suchen.
Oft braucht es dann aber durch die wunderbare eigene Vorarbeit wirklich nur noch wenige Puzzlestücke und das Ganze setzt sich zu einem wirklichen Bild zusammen,
Einer Erklärung,
Einer Erkenntnis,
Die einen weiterbringt.
Ein wundervoller Moment,
Auch für mich,
Wenn das passiert,
Sehr,
Sehr berührend.
Warum sage ich das?
Weil ich möchte,
Dass Du verstehst,
Dass alles,
Das Du je für Dich entdeckt,
Gesucht oder gefunden hast,
Einen Sinn macht.
Auch wenn Du vielleicht noch nicht an Deinem Ziel angekommen bist und noch nicht Deine Lösung hast,
Bringt Dich jeder einzelne Schritt vorwärts.
Alles,
Was Du liest,
Hörst,
Für das Du Dich interessierst,
Wird sich am Ende zusammenfügen und wird Dir helfen,
Alles zu einem Bild zusammenzusetzen.
Und vielleicht ist es ja gerade diese Podcast-Folge,
Die für Dich eines dieser Puzzleteile bereithält.
Denn ich teile mit Dir ein Wissen,
Das Dir helfen kann,
Dich selbst und andere besser zu verstehen.
Es ist eine Methode,
Menschen in ihrem tiefsten Inneren zu erkennen und eben zu verstehen.
Und diese Methode heißt Psychographie.
Stell es Dir vor wie eine Landkarte der Psyche.
Wir entdecken zusammen das Terrain der Persönlichkeit in den nächsten drei Podcast-Folgen zum Thema Psychographie und ich freue mich,
Dass Du dabei bist.
Jeder Mensch hat von Kindheit an eine bestimmte Bevorzugung für die Bereiche des Fühlens,
Des Denkens oder des Handelns entwickelt.
Einen dieser Bereiche hat jeder von uns unbewusst zu seiner ganz persönlichen Stärke gemacht.
Das zeigt sich in einer besonderen Betonung von eben praktischen,
Emotionalen oder mentalen Kompetenzen.
Andere Fähigkeiten sind dagegen möglicherweise etwas vernachlässigt.
Und diese ganz individuelle innere Dynamik beeinflusst unsere Art,
Die Welt zu sehen.
Und auch das Leben zu meistern.
Dazu kommen weitere typische,
Sehr persönliche Besonderheiten.
Das alles macht Menschen einzigartig,
Kann aber auch viele Konflikte,
Missverständnisse und schwierige Situationen hervorbringen.
Die Psychographie,
Auch naturell Wissenschaft genannt,
Gehört zu meinem Handwerkszeug in der Einzel- und in der Paarberatung.
Und ich erkläre Menschen auch sehr viel darüber,
Weil ich weiß,
Dass mehr Wissen uns hilft,
Etwas anderes zu sehen und dann auch etwas anderes zu machen.
Es ist wahnsinnig erhellend,
Wenn das Verstehen darüber einsetzt,
Wie wir uns mit unserer Art zu sein,
Selbst in ganz,
Ganz typische Probleme hinein manövrieren und auch,
Wie der Weg heraus für uns funktioniert.
Und gerade bei Paaren setzt dann so ein Aha-Effekt ein.
Ach,
So bist du eigentlich.
Und es ist wirklich herrlich,
Das mitzuerleben.
Und schon öfter wurde ich auch von Klienten gebeten,
Genau darüber doch mal eine Podcast-Folge zu machen,
Damit man das eben auch noch mal nachhören kann,
Was ich in den Sitzungen erkläre.
Und hier kommt eben diese Podcast-Folge.
Ich beginne mal so.
Wenn wir jeden Tag so durch unser Leben gehen,
Dann haben wir es mit den verschiedensten Themen zu tun.
Und im Grunde kann man diese Themen in drei Bereiche einteilen.
Es gibt Handlungsthemen,
Da muss man etwas tun,
Also aktiv werden.
Wenn ich Kaffee trinken will,
Dann muss ich welchen kochen.
Ich muss also etwas machen.
Oder ich muss ihn holen,
Kaufen,
Also ebenfalls aktiv werden.
Es gibt aber auch Erkenntnisthemen.
Und dabei geht es um alles,
Bei dem ich eine Idee haben muss,
Einen Plan,
Eine Strategie.
Ich muss nachdenken,
Analysieren oder abwägen,
Mir eine Strategie ausdenken,
Wissen aneignen.
Dafür brauche ich mentale Kompetenzen.
Und es gibt Beziehungsthemen.
Und dazu gehört alles,
Bei dem ich mit Menschen oder Situationen in Bezug treten muss,
Mich einfühlen,
Mich austauschen,
Verstehen oder interagieren und kommunizieren.
Zusammengefasst,
Es gibt also Handlungsthemen,
Erkenntnisthemen und Beziehungsthemen.
Und alles,
Was wir täglich erleben,
Ist eines dieser Themen oder eine Mischform davon.
Es gibt nichts anderes.
Du kannst es in deinem Leben nachprüfen.
Und damit wir diesen Themenbereichen in unserem Leben gerecht werden können,
Haben wir alle drei Hauptlebenskompetenzen.
Wir können denken,
Fühlen und handeln.
Jeder von uns hat die Fähigkeiten,
Alle.
Und es wäre gut,
Wenn wir für das entsprechende Lebensthema die entsprechende Kompetenz auch benutzen würden.
Wenn wir also für Beziehungsthemen unsere Einfühlsamkeit,
Unser Verständnis und unsere Kommunikationsfähigkeit benutzen würden,
Für Erkenntnisthemen die Fähigkeit zu rationalisieren und zu analysieren und für Handlungsthemen unsere Fähigkeit,
Aktiv zu werden und einfach mal zu machen.
Aber leider,
So einfach machen wir es uns oftmals nicht.
Im Gegenteil.
Gar nicht selten gehen wir mit nicht wirklich gelingenden Strategien an die Themen des Lebens heran.
Und das hat einen bestimmten Grund.
Wir werden in unseren ersten Lebensjahren durch das Umfeld,
In dem wir aufwachsen,
Experte für eine dieser drei Kompetenzen.
Für das Denken,
Das Fühlen oder das Handeln.
Das heißt,
Aufgrund der uns umgebenden Situation,
Der Lebensumstände,
Prägen wir eine dieser Fähigkeiten zu einer wirklichen Begabung aus.
Und diese bevorzugte Strategie,
Das Denken,
Das Fühlen oder das Handeln,
Wird unsere Lieblingsstrategie.
Fürs ganze Leben.
Auch wenn wir eigentlich immer alle drei Strategien zur Verfügung haben,
Benutzen wir eine am liebsten,
Nämlich die,
Die wir am besten beherrschen.
Und dadurch entsteht eine bestimmte Art,
In der Welt zu sein.
Mit einer ganz eigenen Art,
Die Welt zu erleben und auf sie zu reagieren,
Mit ihr zu interagieren.
Was da genau passiert,
Darauf gehe ich noch genauer ein,
Keine Angst,
Mir geht es jetzt nur einmal erst um das Grundprinzip.
Also ein Grundverständnis für die Entwicklung verschiedener Naturelle,
Bei denen drei Grundtypen unterschieden werden.
Beziehungstyp,
Sachtyp und Handlungstyp.
Drei Podcastfolgen lang werde ich sehr intensiv auf diese drei Naturelle eingehen.
Aber mir ist im Moment etwas anderes noch wichtig.
Ein Naturell zu haben,
Bedeutet nicht,
Etwa an einer Schublade zu stecken.
Die Vorstellung finde ich ganz gruselig.
Wir sind lebendig.
In uns ist Bewegung,
Also eine Dynamik.
Deshalb geht es in der Psychographie im Gegensatz zu statischen Persönlichkeitsmodellen nicht darum zu sagen,
So bist du und nur so.
Nein,
Es geht vielmehr um das,
Was innerhalb der Persönlichkeit passiert,
Um unsere typische Art,
Uns in Probleme hinein zu manövrieren und auch um den Weg des Gelingens,
Also wie wir es uns gut gehen lassen,
Wie wir Probleme lösen können.
Und genau so,
Wie jedes Naturell persönlichkeitstypische Fallen hat,
Gibt es auch persönlichkeitstypische Lösungsstrategien.
Und das ist regelrecht genial.
Okay,
Schauen wir uns genauer an,
Was es mit den drei Naturellen auf sich hat.
Ich bin gespannt,
Wo du dich wiederfindest.
Denk aber daran,
Wenn du die nächsten drei Podcastfolgen hörst,
Dass alle drei Anteile,
Also Denken,
Fühlen und Handeln immer in dir vorhanden sind,
In jedem.
Aber es gibt eine Bevorzugung und Übertreibung deiner Begabung und das sorgt gelegentlich für eine fehlende Balance.
Und damit kommt es zu bestimmten naturelltypischen Problemen,
Die eben aus einem zu viel vom Guten kommen.
Ich hoffe,
Ich konnte das bis jetzt so erklären,
Dass es auch verständlich ist.
Hier kommt nochmal eine Zusammenfassung.
Die Psychographie,
Die Naturellwissenschaft,
Basiert auf der Grundannahme,
Dass die menschliche Psyche aus den drei Lebensbereichen Denken,
Fühlen und Handeln besteht und dass jeder Mensch sich recht früh in seinem Leben auf einen bestimmten Bereich spezialisiert,
Also eine Begabung entwickelt,
Und mindestens einen anderen Bereich eher vernachlässigt.
Das ist seine Ressource.
So haben die dem Denken verhafteten Sachtypen manchmal Defizite beim Handeln.
Die eher auf das Fühlen spezialisierten Beziehungstypen vernachlässigen oft das ruhige,
Sachliche Nachdenken und in sich gehen und das Abwarten.
Und die Handlungstypen haben den größten Nachholebedarf beim Einfühlen und Wahrnehmen ihrer eigenen Befindlichkeiten oder der andere.
Wie gesagt,
In den nächsten drei Podcastfolgen werde ich genauer auf diese drei Naturelle eingehen und zeigen,
Zu welchen Dynamiken das führen kann in einer Beziehung zum Beispiel,
Wie man sich mit anderen Menschen andere Naturelle gut verstehen kann und was das alles für die eigene Persönlichkeitsentwicklung bedeutet.
Die Psychographie ist dabei kein starres,
Sondern ein sehr lebendiges und lebensnahes Modell.
Sie geht davon aus,
Dass Menschen sich entwickeln können und zeigt eben den Weg der Persönlichkeitsentwicklung,
Der Entwicklung unserer Ressourcen.
Und deshalb ist alles,
Was ich beschreibe,
Nicht als starres Schema zu sehen,
Sondern eher als Tendenz.
Das bedeutet,
Es muss nicht alles bei dir ganz genauso sein,
Aber es wird viele Ähnlichkeiten geben.
Okay.
Beginnen wir also mit dem Beziehungstypen.
Heute in Teil 1 dieser Podcastreihe zum Thema Psychographie.
In den nächsten Folgen bringe ich dir den Sachtyp und den Handlungstyp nahe.
Beziehungstypen heißen nicht etwa so,
Weil sie so gut in Beziehung sind.
Sie sind auch nicht besser als alle anderen.
Beziehungstypen heißen so,
Weil sie mit allem und jedem in Beziehung treten.
Diese Menschen nehmen alles persönlich,
Beziehen Dinge auf sich und zwar leider viel zu oft.
Das macht Beziehungstypen aber auch sehr engagiert und verantwortungsbewusst,
Hilfsbereit und zupackend.
Allerdings sorgt genau diese Fähigkeit auch dafür,
Dass es manchmal mit der Einsatzbereitschaft für andere übertrieben wird.
Beziehungstypen neigen dazu,
Sich zu verausgaben,
Sich oft schuldig zu fühlen und so weiter.
Es ist immer die Übertreibung unserer allerbesten Fähigkeiten,
Das zu viel vom Guten,
Das zu Problemen führt.
Und für Beziehungstypen Menschen bedeutet das,
Dass Empathie,
Verständnis und Offenheit,
Manchmal sogar ein bisschen Naivität zu den naturell bedingten Talenten dieser Menschen gehört.
In der Übertreibung bedeutet das allerdings auch,
Dass sie sich zu sehr anpassen,
Es anderen recht zu machen und die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen.
Manchmal werden sie zum seelischen Mülleimer für andere.
Und sie können sich in der Regel schlecht abgrenzen.
Menschen mit Beziehungstypen naturell haben eine sehr intensive emotionale Wahrnehmung.
Sie können natürlich auch sehr gut denken und handeln.
Vergiss nicht,
Dass ich eingangs sagte,
Wir haben immer alle Fähigkeiten zur Verfügung.
Denken,
Fühlen und handeln.
Aber es gibt eben eine,
Die die anderen überstrahlt.
Und so denkt,
Fühlt und handelt ein Beziehungstyp überwiegend emotional.
Für Beziehungsthemen ist das auch meist ganz wunderbar.
Für sachliche oder vernünftige Themen oder Handlungsthemen kann das aber die falsche Strategie sein.
Dann entsteht ein Drama.
Die emotionale Schwingungskurve eines Beziehungstypen ist sehr,
Sehr breit.
Schöne Dinge werden sehr intensiv erlebt.
XXL.
Und das merkt man auch an der Sprache dieser Menschen,
Die sehr ausdrucksstark bis blumig ist.
Super,
Ganz toll.
Wunderbar.
Du bist so süß.
Das ist die herzliche,
Verbindende Beziehungstypsprache.
Auch zu erkennen übrigens an den vielen Smileys und einer großen Herzlichkeit in Mails und anderen Kommunikationsformen.
Beziehungstypmenschen haben eine sehr starke Ausstrahlung,
Wenn es ihnen gut geht.
Die sind wie die Sonne,
Sie strahlen eben etwas aus.
Das sind Menschen,
Die ziehen Menschen an.
Beziehungstypen können sehr leicht Kontakte machen,
Nett plaudern,
Herzlich sein.
Sie können sich auf jeden Menschen und jede Situation einstellen,
Intuitiv.
Das ist eine wunderbare Begabung.
Deshalb haben Beziehungstypen auch in ihrem Job häufig etwas mit Menschen zu tun.
Einfach,
Weil sie das gut können.
Pflege und soziale Berufe sind das natürliche Habitat von Beziehungstypen.
Was sie in der Regel hassen,
Sind trockene,
Gleichförmige Aufgaben,
Die mit Zahlen und Listen zu tun haben.
Beziehungstypen sind begeisterungsfähig.
Sie brauchen Abwechslung,
Herausforderung und vor allem Entwicklung.
Diese Menschen haben ein Entwicklungs- oder Erkenntnisgeleitetes Wertesystem.
In meiner Arbeit sieht es so aus,
Dass es die Klienten sind,
Die am dramatischsten leiden,
Sich mit ihrem Problem sehr klein,
Lieblos oder zerrissen fühlen.
Wenn diese Menschen aber innere Klarheit finden,
Sich einen Plan machen,
Etwas über sich und andere verstehen,
Dann kommen sie in ein anderes Handeln und dann fühlen sie sich auch wieder gut.
Und das geht meistens sehr,
Sehr schnell.
Leider haben Beziehungstypen-Menschen,
Und das ist die weniger gute Seite,
Auch manchmal ein Helfer-Syndrom.
Sie wollen andere retten oder sie vergleichen sich mit anderen oder konkurrieren oder müssen etwas Besonderes sein.
Beziehungstypen haben einen sehr hohen Anspruch an sich selbst.
Und das merkt man ihnen von außen gar nicht immer an.
Haben sie ein Problem,
Fühlen sie sich hilflos,
Lieblos und zerrissen.
Die besten Eigenschaften dieser Menschen sind,
Dass sie kommunikativ sind,
Strahlen können,
Kontaktfreudig sind,
Lebendig,
Begeisternd und gefühlsbetont,
Oft auch emotional verführerisch,
Ausdrucksstark,
Kreativ,
Fantasievoll verspielt,
Ideenreich und optimistisch,
Freigebig in der Regel,
Vielseitig interessiert,
Aber,
Und das sind die weniger guten Seiten,
Eben auch ein wenig unvorsichtig,
Manchmal leichtgläubig,
Leicht ablenkbar,
Schnell begeistert und dann manchmal auch wieder nicht und daher ein wenig unzuverlässig,
Unpünktlich,
Verschwenderisch und sie mischen sich sehr schnell ein.
Manchmal können sie sich schwer konzentrieren.
In der Regel leiden sie unter Unruhe,
Weil sie ständig tausend Dinge auf einmal tun.
Und das in einem rasanten Tempo.
Die Zeitorientierung von Beziehungstypen ist Gegenwart.
Diese Menschen sind bezogen auf ein Du,
Auf ein Gegenüber.
Sie treten mit Menschen und Situationen in Beziehung und,
Wie schon eingangs gesagt,
Nehmen sie alles persönlich.
Was diesen Menschen gut tut,
Ist klares Denken,
Abstand,
Gelassenheit und sich Zeit lassen und vor allem aus dem Ich heraus zu handeln.
Das bedeutet,
Beziehungstypen müssen lernen,
Zu schauen,
Was sie selber wollen und aufhören,
Allen anderen alles recht zu machen.
Beziehungstypen neigen zum schnellen Ja.
Sie können sehr schlecht Nein sagen,
Weil sie dann Angst haben,
Von anderen nicht mehr gemocht zu werden oder schlecht dazustehen oder beschuldigt zu werden.
Die größte Angst dieser Menschen ist,
Hilflos zu sein,
Nicht geliebt zu werden und aus der Verbindung zu fallen,
Also verstoßen zu sein.
Einsam.
Und so machen die kommunikativen und lebendigen Beziehungstypen meist einen sehr gewinnenden Eindruck,
Eben um gut anzukommen.
Sie möchten attraktiv und anziehend wirken,
Wodurch sie vielleicht auch ihr guter Geschmack in der Kleidung und in anderen Details ihres Lebens erklärt.
Sie sind in der Regel gesellig und viel unterwegs,
Haben meist einen großen Freundes- und Bekanntenkreis,
Sind einfallsreich und interessieren sich für alles Mögliche,
Manchmal aber auch nur ein wenig oberflächlich.
Was diese Menschen für sich noch entwickeln müssen,
Ist Geduld,
Begonnene Projekte zu Ende führen und nicht zu viel zu versprechen,
Das sie dann nicht halten können.
Ein Beziehungstyp sorgt im Team meist für eine lockere,
Freundliche Atmosphäre und hat in der Regel ein gutes Einfühlungsvermögen.
Er verteilt zielsicher die richtigen Komplimente,
Achtet aber auch darauf,
Dass er diesbezüglich nicht zu kurz kommt.
Durch die starke Beziehung zur Umwelt und zu den Mitmenschen sind Beziehungstypen sehr stimmungsanfällig für Impulse,
Die von außen kommen.
Oder eben auch nicht kommen.
So ist es für diese Menschen nicht wirklich ungewöhnlich,
Von einer Minute auf die andere die Stimmung zu wechseln,
Also von Euphorie in Niedergeschlagenheit zu verfallen,
Wenn etwas nicht so läuft,
Wie sie es sich gewünscht haben.
Dabei leiden sie am meisten,
Wenn sie sich ungeliebt oder hilflos fühlen.
Dann sind sie nicht mehr so gewinnend,
Sondern angespannt und distanziert,
Manchmal auch wirklich bockig.
Oder zickig.
In diesen Situationen entwickeln Beziehungstypen einen starken Fluchtreflex,
Der für das Gegenüber vollkommen überraschend kommen kann und manchmal übertrieben wirkt.
Haben Beziehungstypen aber ihr Gleichgewicht wiedergefunden,
Können sie sehr schnell zu alter Liebenswürdigkeit zurückfinden.
Durch ihre grundsätzliche Gutgläubigkeit müssen Beziehungstypen kritisches Denken und Hinterfragen sich erst erschließen,
Meistens leider durch negative Erfahrungen.
Das fällt ihnen auch deswegen schwer,
Weil sie leidenschaftlich gerne die Retterrolle übernehmen und dabei ihre zeitlichen und finanziellen Ressourcen oft sträflich vernachlässigen.
Werden sie dann menschlich enttäuscht,
Zurückgewiesen oder fühlen sich missverstanden,
Kann aus der übereilten Hingabe schnell leidenschaftliche Abneigung werden.
In Beziehungen kann sich ein Beziehungstyp manchmal zu sehr nach dem anderen ausrichten,
Sich regelrecht abhängig machen.
Denn Beziehungstypen haben eine innere Angst,
Nicht so geliebt zu sein wie sie sind oder nicht gut genug zu sein.
Nach außen wirken diese Menschen aber oft sehr selbstbewusst und unabhängig,
Oft sogar sind sie sehr erfolgreich.
Dabei haben diese Menschen oft eine innere Angst,
Vor dem Ausgeschlossen werden,
Einsam zu sein oder abgelehnt zu werden.
Genau deswegen sind sie ja so gut darin,
Sich anzupassen und andere für sich zu gewinnen.
Was ich oft höre von Beziehungstyp-Klienten ist der Satz,
Eigentlich weiß ich gar nicht,
Wer ich wirklich bin oder was ich wirklich möchte.
Und das ist dann auch genau der Schritt nach vorne in der Persönlichkeitsentwicklung für einen Beziehungstypen.
Dass sie Gelassenheit lernen,
Anstatt ihnen alles mit Anlauf reinzuspringen oder zu dramatisieren.
Dass sie das Ich genauso wichtig nehmen wie das Du.
Dass sie sich abgrenzen lernen und Nein sagen können.
Dass sie keine Angst mehr haben,
Unbequem zu sein.
Dass sie sich Zeit lassen und ihren eigenen Weg gehen,
Anstatt Übersprungshandlungen aus einer großen Emotionalität zu machen.
Denn ein Beziehungstyp,
Dem es nicht gut geht,
Also der in seiner Persönlichkeitstypischen Falle steckt,
Ist nicht mehr nett,
Sondern eckig,
Borstig,
Zickig und auch übergriffig.
Und vor allem ist dieser Mensch dann streng und anspruchsvoll zu sich selbst.
Ein Beziehungstyp in der Falle übernimmt sich und verausgabt sich.
Er richtet sich nach den Erwartungen anderer und strengt sich permanent an.
Dafür möchte er geliebt werden.
Das funktioniert natürlich nicht.
Beziehungstypen haben in der Regel einen guten Geschmack,
Sind vielseitig interessiert.
Beziehungstyp-Männer brauchen sehr viel Anerkennung und wollen ein toller Hirsch sein.
Beziehungstyp-Frauen sind ebenfalls immer auf der Suche nach Anerkennung,
Entweder über Schönheit oder über Leistung.
Oft haben,
Das ist mir aufgefallen,
Beziehungstyp-Frauen große Augen.
Man erkennt sie ebenfalls an der ausdrucksstarken Körpersprache,
Der Gestik und dem charmanten Lächeln.
Und wenn du dich da vielleicht irgendwie erkannt hast,
Dann habe ich jetzt noch die Ressourcen des Beziehungstypes für dich.
Also das ist das,
Was für Menschen mit diesem naturell gut ist und von dem sie etwas für sich entwickeln sollten.
Beziehungstyp-Menschen geht es gut,
Wenn sie Erkenntnisse haben und Zusammenhänge verstehen.
Wenn sie ihre ökonomischen und zeitlichen Kapazitäten richtig einschätzen und sich nicht überfordern.
Wenn sie gelernt haben,
Das Ich und ihre eigenen Grenzen wichtig zu nehmen.
Sie brauchen eine Fähigkeit zur Geduld und zum Wartenkönnen,
Anstatt aus dem Stand zu schießen,
Wie ich gerne sage.
Es ist gut für Beziehungstyp-Menschen,
Wenn sie ihr Durchhaltevermögen verbessern.
Ihre Fähigkeit,
Sich und andere zu verteidigen.
Die Option,
Auch mal nichts zu tun und passiv zu bleiben.
Wenn sie ihren Realitätssinn und ihre Kritikfähigkeit entwickeln.
Sich mit den Dingen mehr Zeit lassen.
Lernen,
Eine Pause einzulegen.
Ökonomische und sparsame Vorgehen.
Andere auch durchaus mal um Unterstützung bitten können.
Hilfe anfordern und dankbar anzunehmen.
Sich auf weniger Dinge zu konzentrieren.
Sich weiterzubilden und viel zu lernen.
Sich um Details zu kümmern.
Wichtig auch für diese Menschen.
Beziehungstypen brauchen Akzeptanz und die Fähigkeit,
Loslassen zu können.
So,
Vielleicht hast du jetzt schon dein Naturell erkannt.
Und vielleicht auch das von Menschen in deiner Umgebung?
Achte einmal auf die typischen Merkmale,
Vor allem in Problemsituationen und lass dich dabei von der Grundenergie des Menschen leiten.
Beziehungstypen sind sehr lebendig und haben eine starke Ausstrahlung.
Wichtig ist auch,
Nicht alle Menschen eines Naturells sind genau gleich.
Man kann sich ein Naturell wie eine Hautfarbe vorstellen.
Ich erkläre es mal so.
Wenn ich in Asien geboren wäre,
Dann könnte ich auch ganz prima in Afrika leben oder in Europa.
Aber ich würde ein Asiate bleiben,
Weil mich bestimmte Merkmale dazu machen.
Und doch sind nicht alle Asiaten gleich.
Obwohl sie sehr typische Gemeinsamkeiten haben,
Sind diese individuell ganz unterschiedlich ausgeprägt.
Und genau so ist es auch beim Naturell.
Wir stecken ja nicht in Schubladen,
Wir sind lebendig.
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet auch nicht,
Irgendwie anders zu werden als wir sind.
Es geht vielmehr um Ausgewogenheit.
Darum,
Die beste Ausgabe von sich selbst zu werden.
Alles ist in dir,
Du musst nichts neu erfinden.
Vielmehr gilt es,
Die Anteile und Strategien,
Die du von dir abgetrennt hast oder wenig benutzt,
Zu verstärken.
Alle Naturelle sind grundsätzlich okay und wunderbar.
Die Schwierigkeit kommt aus der Übertreibung guter Eigenschaften.
Und das wird zum persönlichkeitstypischen Problem.
Zu viel vom Guten.
Und es ist auch grundsätzlich so,
Dass wir mit allen Naturellen auskommen können,
Wenn wir in unserer eigenen Entwicklung gut unterwegs sind.
Denn was uns an anderen stört,
Ist oft das,
Was uns selbst ein wenig fehlt.
Und ich hoffe,
Du verfährst nun nie wieder nach dem Leitsatz,
Behandle andere so,
Wie du selbst behandelt werden möchtest,
Viel besser ist,
Behandle andere so,
Wie sie behandelt werden wollen.
Ein Beziehungstyp möchte,
Dass du freundlich zu ihm bist und ihn verstehst.
Ein Sachtyp möchte,
Dass du ernsthaft und vernünftig mit ihm umgehst und ihm zuhörst.
Ein Handlungstyp möchte,
Dass du hinter seiner rauen Schale den weichen,
Herzlichen Kern erkennst.
Aber darüber werde ich dir in der nächsten Folge etwas erzählen.
Natürlich ist es auch nur ein Abriss zur Psychographie ein großer Überblick.
Es gibt noch viel mehr dazu zu sagen.
Es gibt Untertypen zu jedem Naturell.
Es kommt auch ganz auf den Grad der persönlichen Entwicklung an,
Wie die individuelle Ausprägung ist.
Auch die Frage,
Ob du eine Frau oder ein Mann bist,
Färbt das Naturell noch individueller ein.
Aber das braucht es alles nicht für einen Überblick und mein Motto ist immer,
Mach's einfach und mach's einfach.
Ich wünsche dir auf jeden Fall,
Dass dir die Psychographie hilft,
Dich selbst und dein Verhalten besser zu verstehen und natürlich auch mit anderen besser klarzukommen.
Deine Art zu sein hat Einfluss auf alles in deinem Leben,
Deine Beziehung,
Deinen Job,
Deine Interessen und so weiter.
Ich kann dir so viel verraten,
Mir hat die Psychographie während meiner Fachausbildung so tiefe Erkenntnisse über mich selbst beschert,
Dass ich genauso fassungslos wie fasziniert war.
Was ich an mir immer seltsam fand,
Das war eine Art zu sein,
Nicht irgendeine persönliche Macke.
Und das war so befreiend,
Dieses,
Ach so,
Kann man eben auch sein.
Ich bin nicht komisch,
Ich bin,
Wie ich bin,
Ein ganz normaler Beziehungstyp eben.
Vielleicht geht es dir ja genauso.
Und es ist genau diese Erleichterung auch,
Die ich bei Menschen sehe,
Wenn ich mit ihnen arbeite,
Dass sie anfangen,
Sich zu erkennen.
Dass es ihnen wirklich wie Schuppen von den Augen fällt,
Dieses,
Ach so bin ich.
Ach,
Deshalb ist mein Leben so oder so.
Wenn du Fragen hast,
Schreib sie mir gerne über meinen Blog www.
Leben-lieben-lassen.
De.
Ich werde gerne die Fragen sammeln und eventuell im nächsten Podcast beantworten.
Und wenn du denkst,
Nee,
Das ist zwar schön und gut,
Aber ich brauche eine 1-zu-1-Unterstützung,
Dann schreib mir auch gerne über das Kontaktformular auf www.
Leben-lieben-lassen.
De und buche dein kostenfreies Kernlerngespräch per Skype,
Telefonisch oder eben persönlich.
Alles Gute für dich,
Auf Weiterhören und bis zum nächsten Mal,
Deine Claudia.
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