Lektion 1
Das innere Kind – Hören
Was ist das innere Kind? Wie beeinflusst es dein Leben und wie nimmst du Kontakt mit ihm auf? In dieser Lektion nutzt du die Technik der Visualisierung, um dich mit deinem inneren Kind zu verbinden und beginnst damit, es zu hören. Indem du seine Bedürfnisse und Sorgen hörst, sie ernst nimmst, ohne sie zu bewerten, erfährt dein inneres Kind, endlich die liebevolle Aufmerksamkeit, die es als Kind oft vermisste.
Lektion 2
Glaubenssätze hören
Aufgrund deiner Erfahrungen in der Kindheit entwickelst du bestimmte Überzeugungen von der Welt, die dir vertraut sind, sich normal anfühlen und blind geglaubt werden. Aus diesem Grund, nennt man tief sitzende Überzeugungen auch Glaubenssätze. Dabei ist nicht der Glaubenssatz an sich das Problem, sondern die Gefühle, die ausgelöst werden und meist unbewusst dein Verhalten bestimmen. Um in Zukunft weniger trotzig, verängstigt, wütend oder traurig auf alltägliche Auslöser zu reagieren, wollen wir in dieser Lektion versuchen Glaubenssätze deines inneren Kindes aufzuspüren, um damit eine nachhaltige Veränderung deines Verhaltens zu bewirken.
Lektion 3
Hören auf drei Ebenen
Wenn du dich nach innen wendest, um dein inneres Kind zu hören, bemerkst du wahrscheinlich auch die Stimmen deiner Bezugspersonen der Kindheit. Neben der kindlichen Ebene – der Ebene der Gefühle – wird dir auch die rationale Eltern-Ebene bewusst, auf welcher du zumeist hörst: »Was man nicht darf. Was man nicht tut.« und »Warum etwas nicht OK ist.« In der heutigen Übung wirst du diese Ebenen bewusst hören und entdecken, dass dir eine dritte Ebene – die Erwachsenen-Ebene – zur Verfügung steht, um dir deiner inneren Anteile bewusst zu werden und dadurch weise und mitfühlende Entscheidungen für dein Leben zu treffen.
Lektion 4
Das innere Kind – Halten
Idealerweise hast du als Kind verinnerlich, dass dein Selbstwert nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Das du liebenswert bist, ganz gleich, wie du dich verhältst oder was du leistest. In der Realität sah es wahrscheinlich anderes aus. Damit dein inneres Kind tiefes Vertrauen in seine uneingeschränkte Liebenswürdigkeit entwickelt, musst du es nicht nur hören sondern auch halten. Es spüren lassen, dass es liebenswert ist, ganz gleich welche Bedürfnisse oder Gefühle sich zeigen.
Lektion 5
Unangenehme Gefühle (aus)Halten
Bist du mit unangenehmen oder schmerzhaften Gefühlen und Empfindungen konfrontiert, aktiviert das häufig die Eltern-Ebene. Du reagierst ähnlich wie du es als Kind vermittelt bekamst. Du reißt dich am Riemen, beißt die Zähne zusammen oder strengst dich noch mehr an und scheiterst wahrscheinlich an deinen selbstauferlegten Anforderungen und Erwartungen. Heut darfst du üben, dein inneres Kind zu hören, es liebevoll zu halten und zu beruhigen. Dadurch fühlt es sich getröstet und findet den Mut, sich wieder aufzurichten, während du deine unheilsamen Reaktionen auf Schmerz veränderst, deinen Selbstwert stärkst und alte Verletzungen heilst.
Lektion 6
Hilfe mit Glaubenssätzen
In den letzten Tagen hast du dich darin geübt, deinem Kind achtsam und mitfühlend zu begegnen. Meist reicht dieser Raum bereits aus, damit Veränderung eintreten kann. Heute wollen wir damit beginnen, dem inneren Kind zusätzlich zu helfen und seine Glaubenssätze bewusst in Frage zu stellen. Dabei geht es nicht darum, etwas loszuwerden oder dich besonders anzustrengen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen, sondern freundlich und offen mit deinen Überzeugungen zu experimentieren.
Lektion 7
Erforschen, lösen, helfen
Besonders in Situationen, die aufgrund deiner kindlichen Überzeugungen, unangenehme Gefühle auslösen, braucht dein inneres Kind HILFE, um nicht von schmerzhaften Körperempfindungen überwältigt zu werden. Indem die Erwachsenen-Ebene in dir aktiv und wachsam ist, kannst du innehalten, dein Kind hören, es halten und ihm helfen, belastende Gefühle auszuhalten. Indem du dich unangenehmen Empfindungen näherst, kannst du erfahren, dass sie flüchtig sind und unser vermeintlich festes ICH einem ständigen Wandel unterliegt. Diese Erkenntnis kann dir dabei helfen, dich von starren Ansichten und Überzeugungen zu lösen.
Lektion 8
Heilen durch Metta
In den letzten Tagen hast du dich auf den Weg gemacht, um dein inneres Kind zu hören, es zu halten und ihm zu helfen. Dadurch hast du dich bereits zu einem großen Teil in Richtung Heilung bewegt. Heute bist du eingeladen, mit Hilfe der Metta-Meditation Wohlwollen, Freundlichkeit und liebevolle Güte in dir zu stärken und dein inneres Kind mit diesen heilsamen Qualitäten vertraut zu machen. Durch kontinuierliche Übung wirst du schnell bemerken, dass der Kontakt zu dir selbst, zu anderen Menschen und zum Leben, nach und nach immer offener, vertrauensvoller und liebevoller wird.
Lektion 9
Heilen mit Spiel-Freude
In den letzten Tagen hast du dich darin geübt, ein offenes Ohr für die Ängste, Schmerzen und Verletzungen deines inneres Kindes zu haben. Heute werde wir auch dann hinhören, wenn uns das innere Kind sein Bedürfnis nach Leichtigkeit, Neugier, Verrücktheit, Spiel und Freude anvertrauen möchte. Anstatt uns von der Eltern-Weltsicht einschränken zu lassen oder die Welt durch die Brille unserer Ansichten als „Gewöhnlich“ zu betrachten, öffnen wir uns für eine direkte, sinnliche Wahrnehmung. Wir entdecken und stärken die Spiel-Freude in uns und können dadurch in einen unmittelbaren Kontakt mit dem Leben treten.
Lektion 10
Vergeben und Heilen
Je tiefer du mit deinem inneren Kind vertraut wirst, umso mehr alte Verletzungen können sich zeigen. Sich diesen mitfühlend zu nähern ist wichtig um Heilung zu erfahren. Triffst du auf Schmerz, kann es passieren, dass du die Bezugspersonen der Kindheit für diesen, verantwortlich machen möchtest. Damit alte Verletzungen jedoch nachhaltig heilen können, ist es wichtig, dass wir uns nicht in Schuldzuweisungen und Groll verstricken und damit beginnen zu vergeben. Im letzten Teil möchte ich dein inneres Kind in diesem Prozess unterstützen.