
MBSR – Freies Bewegen: Dialog mit deinem Körper (mit Musik)
by ZenHealth
Diese Übung aus dem MBSR wird klassischerweise im Stehen durchgeführt – doch du bist eingeladen, dich jederzeit hinzusetzen oder hinzulegen, wenn das für dich angenehmer ist. Inmitten eines oft hektischen Alltags vergessen wir leicht, dass unser Körper mehr ist als ein bloßes „Funktionieren-Müssen“. Diese Steh-Meditation lädt dich dazu ein, innezuhalten, deinen Körper wieder bewusst zu spüren und seinen leise sprechenden Bedürfnissen zu lauschen. In dieser Übung geht darum, das Spüren die Führung übernehmen zu lassen – und wahrzunehmen, was deinem Körper jetzt wirklich gut tut. In einem intimen, stillen Dialog kommst du dir selbst näher. Du findest zurück in den Moment – mit beiden Füßen auf der Erde, verbunden mit deinem Atem, deinem Inneren, deinem Sein. Diese Übung kann dir helfen, Anspannung loszulassen, neue Energie zu spüren und liebevoll mit dir selbst in Beziehung zu treten.
Transkription
Komme in einer stehenden Haltung an,
Die Füße gut geerdet,
Die Wirbelsäule aufrecht,
Aufgerichtet und der Rücken dennoch entspannt,
Knie locker,
Arme locker am Körper hängend und die Aufmerksamkeit mal in deine beiden Füße gleiten lassen und spüre deine Füße gleichzeitig auf dem Boden,
Vielleicht den Kontakt zum Boden,
Die Wärme oder vielleicht die Kühle,
Je nachdem ob du auf einer Matte stehst,
Die Weichheit,
Vielleicht auch die Härte und dann die Aufmerksamkeit hinauf über die Fußgelenke,
Hin zu den Unterschenkeln bringen und beide Unterschenkel mal spüren,
Auch die Oberschenkel und dabei den Kontakt erleben,
Diesen geistigen Kontakt zu dem,
Was sich körperlich zeigt und weiter hinauf und mal in dein Becken hinein spüren,
Das Gesäß und dann spüre den Rücken hinauf,
Zuerst mit dem unteren Rücken,
Die Wirbelsäule,
Dort hinauf wandern zum mittleren Rücken,
Oberer Rücken mit der Brustwirbelsäule und die Schulterblätter,
Bis zu den Schultern selbst und dann die Vorderseite des Rumpfes wahrnehmen,
Mit dem Bauchraum,
Den unteren Bauchraum,
Vielleicht die Bewegung der Atmung dort spüren,
Oberer Bauchraum und auch den Brustraum mit der Brust und den Schlüsselbeinen,
Als würdest du immer eine ganz leichte innere Berührung zulassen,
Herstellen,
Sodass Kontakt entsteht,
Sodass du spüren weißt,
Da ist der Körper,
Da ist das Körperteil und dann durch beide Schlüsselbeine und Schultern hindurch in die Arme hinein,
Bis in die Hände und Finger,
Und deine Hände erleben,
Die Handgelenke und Unterarme,
Ellbogen,
Die Oberarme bis in die Achseln hinein,
Bis zu den Schultergelenken,
Beide Arme nochmal als Ganzes spüren und dann zum Hals wandern und den Hals wahrnehmen,
Diesen Übergang zum Rumpf,
Zum Kopf,
Mit Nacken und Kehle und der Atem dabei frei fließen lassen und wenn du merkst,
Dass das Stehen jetzt dir schwerfällt,
Dann auch freundlich das wahrnehmen und schauen,
Ob du es dir ein bisschen leichter machen kannst,
Vielleicht kleine Bewegungen zu lassen,
Hin und her wippen,
Pendeln des Körpers und dann auch den Kopf wahrnehmen,
Den gesamten Kopfbereich,
Der Kopfhaut,
Harnsatz,
Knochenschale,
Die das Innere des Kopfes schützt und auch einmal Hallo sagen zu deinem Gesicht,
Dein Gesicht spüren mit Stirn und den Augen,
Der Aufmerksamkeit sanft über die Wangen gleiten,
Zu den Ohren und wieder zurück zur Nase und zum Mund und spüre noch einmal den ganzen stehenden Körper,
Bemerke auch,
Ist da vielleicht eine Tendenz durchzuhalten,
Etwas auszuhalten und schaue,
Ob es vielleicht einen Weg gibt,
Es dir leichter zu machen,
Vielleicht eine kleine Bewegung zuzulassen,
Dich innerlich aufzurichten,
Nachzugeben,
Was du jetzt in diesem Moment brauchst.
Und während du jetzt hier so dastehst im Kontakt mit deinem gespürten Körper,
Frage einmal deinen Körper,
Ob es vielleicht einen Bereich im Körper gibt,
Der jetzt deine Aufmerksamkeit gut gebrauchen könnte.
Gibt es vielleicht einen Puls,
Wo deine Aufmerksamkeit hingeschickt werden möchte?
Ein Bereich oder Bereiche,
Wo es vielleicht immer mit Anspannung gibt oder vielleicht ein Bereich,
Den du weniger spürst,
Der sich dir mitteilt.
An was auch immer sich bei dir meldet,
Gibt es da ein Bedürfnis,
Ein Wunsch nach Aufmerksamkeit,
Kontakt.
Und dann lasse deine Aufmerksamkeit zu diesem Bereich einmal hinfließen,
Als würdest du sie hierhin platzieren,
Sodass sie sich niederlassen kann in diesem Bereich.
Und du ein paar Momente einfach nur dastehst,
Im Kontakt mit diesem Bereich deines Körpers,
Spürend,
Interessiert,
Atmend.
Und falls es einen Impuls gibt,
Diesen Kontakt vielleicht auch durch eine Hand zu unterstützen,
Dann kannst du dem gerne nachgeben.
Und dann schlage ich dir vor,
Aus diesem Kontakt heraus einmal deinen Körper zu fragen,
Was brauchst du gerade in diesem Bereich?
Hast du deinen Körper gut in Anerkennung dieses Bereiches,
Dieses Ortes im Körper?
Vielleicht ist es ein Dehnen in diesem Bereich oder eine kleine Bewegung,
Eine größere Bewegung oder einfach nur im Kontakt sein mit der Hand oder geistig.
Ja,
Mit dir,
Deinem Körper und diesem Bereich des Körpers in Verbindung sein und aus diesem Spüren heraus etwas entstehen lassen,
Was deinem Körper jetzt,
In diesem Moment gerade gut tut.
Manchmal kommt uns das Denken dazwischen und das ist okay.
Aber gleichzeitig schau mal,
Ob du immer mehr dem Spüren auch die Führung übergeben kannst und wirklich geschehen lassen,
Was deinem Körper jetzt gerade gut tut.
In einem wirklichen,
Intimen Dialog mit deinem Körper sein.
Dir mehr und mehr erlauben,
In diesen bewegenden Kontakt hineinzugehen,
Dich ganz zu spüren,
Zu fühlen und aus diesem Kontakt mit dir,
Mit deinem Körper etwas entstehen lassen,
Was dein Körper jetzt gerade in diesem Moment benötigt.
Und auch bemerken,
Wie es ist für diesen Körper und vielleicht auch für diesen Geist jetzt zu sorgen,
Ihn Aufmerksamkeit zu schenken,
In ihn hineinzulauschen,
Im Dialog zu sein und auch zu spüren,
Was sich verändert mit der Bewegung,
Die du durchführst.
Und immer auch schauen,
Was macht der Atem?
Ist der Atem spürbar,
Wahrnehmbar?
Hineinlauschen in deinen Körper und immer mehr das Spüren,
Die vor der Hand geben lassen.
Weniger denken,
Was dein Körper braucht,
Sondern wirklich aus diesem intimen Dialog heraus spüren,
Was dir gut tut.
Und finde für dich ganz langsam ein Ende in dieser Art des Kontaktes mit dem Körper,
In Bewegung,
Hin zu einem Kontakt,
Der einfach nur wahrnimmt,
Was jetzt ist.
Spüre noch einmal den gesamten Körper in Ruhe,
Wie er jetzt hier steht.
Und auch den Bereich,
Der deine Aufmerksamkeit verlangt hat,
Von dem du ausgestartet bist.
Wie fühlt er sich hier gerade jetzt an?
Und nochmal die Übung nachklingen lassen.
Und schließlich ausklingen lassen.
Und setzte achtsam deinen Tag fort.
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