
Somatische Berührung zur Selbstregulation
Diese somatische Praxis lädt dich dazu ein, durch bewusste Berührung und Atem tiefer bei dir selbst anzukommen und dein Nervensystem zu beruhigen. Die sanften, wiederholten Berührungsimpulse helfen dabei, Stress abzubauen, im Moment anzukommen und dich wieder mit deinem Körper zu verbinden. Diese Praxis eignet sich besonders bei innerer Unruhe, emotionaler Überforderung oder als kurze Pause im Alltag. Eine Erinnerung an deine Fähigkeit, dir in jedem Moment selber ein Gefühl von Sicherheit zu schenken.
Transkription
Hi und willkommen zu dieser kurzen somatischen Praxis.
Ich bin Charlotte und freue mich,
Dass du deinen Weg hierher zu mir gefunden hast.
Vielleicht bist du hier,
Weil in deinem Kopf gerade wahnsinnig viel los ist.
Du dich überwältigt fühlst oder sich deine Welt einfach gerade ein kleines bisschen zu schnell dreht.
Vielleicht suchst du auch einfach nur nach einem Moment für dich selbst.
In diesen nächsten paar Minuten nutzen wir die Kraft der Berührung,
Um dein Nervensystem zurück in einen Zustand von Sicherheit und Verbindung zu holen.
Für mehr Präsenz im Moment und emotionalen Ausgleich.
Und so lasse uns direkt loslegen.
Finde dafür eine Ausrichtung,
Welche sich für dich in diesem Moment wohltuend anfühlt.
Mach es dir wirklich bequem,
So dass du hier möglichst viel Spannung abgeben kannst.
Vielleicht magst du deinen Rücken dafür an eine Lehne oder Wand anlehnen,
Dir ein Kissen hinter deinen Kopf nehmen oder deine Schultern noch einmal ganz bewusst zurückrollen und absenken.
Wenn du magst,
Lass dein Blick nun ganz sanft werden oder schließ deine Augen vollständig.
Richte deine Aufmerksamkeit zuerst auf deinen Atem.
Nimm deinen nächsten Atemzug ein über die Nase bis tief in deinen Bauchraum.
Und wenn du denkst,
Dass du vollständig eingeatmet hast,
Nimm noch einen kleinen Sipp mehr Luft.
Halte kurz und atme aus über den Mund.
Mach das noch zweimal so.
Atme vollständig ein,
Noch einmal mehr,
Halte und lass los.
Ein letztes Mal so.
Ein,
Ein,
Halte und aus.
Spür hinein,
Wie sich dein Körper in diesem Moment anfühlt.
Was ist in diesem Moment in dir lebendig?
Welche Empfindungen,
Gedanken oder Gefühle?
Alles darf sein.
Du brauchst nichts zu verändern,
Zu bewerten oder gegen irgendetwas anzuarbeiten.
Während es menschlich ist,
Unangenehme Empfindungen oder Gefühle von sich fernhalten zu wollen,
Lade ich dich dazu ein,
Dich selbst in diesen nächsten paar Momenten zu halten,
Sanfter zu werden und zu erkunden,
Wie sich dies in deinem Körper anfühlt.
Bring dafür nun deine Handflächen zueinander,
Bis sie sich gegenseitig berühren.
Spür in die Kontaktpunkte und beginn damit,
Deine Handflächen sanft aneinander zu reiben.
Vielleicht merkst du,
Wie ganz natürlich eine gewisse Wärme entsteht.
Ein Kribbeln an den Stellen,
Wo Berührung stattfindet.
Nimm wahr,
Wie viel Druck du hierfür aufbringst,
Wie schnell du deine Hände bewegst.
Kannst du die Berührung etwas langsamer und etwas bewusster werden lassen?
Spür in deine Fingerspitzen und all die feinen sensorischen Empfindungen,
All die zarten Berührungswahrnehmungen,
Die deinem Nervensystem ganz automatisch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Wenn du magst,
Sag dir dabei laut oder leise,
Ich bin hier.
In diesem Moment darf ich mich sanft halten und mit jedem Atemzug etwas mehr Geschwindigkeit abgeben.
Lass die Bewegung von hier größer werden und beginn damit,
Deine Handflächen auf deinen Armen gegenseitig auf- und abzubewegen.
Vielleicht zuerst auf den Unterarmen und mit der Zeit bis hoch zu deinen Schultern,
So wie es sich für dich richtig anfühlt.
Finde deinen Rhythmus fast so,
Als würdest du einen lieben Menschen oder ein kleines Kind sanft streicheln,
Um dieses zu beruhigen.
Vielleicht magst du dir sogar eine jüngere Version von dir selbst vorstellen.
Welcher du hier nun deinen Halt und diese Berührung schenken kannst.
Nimm all die subtile Energie zwischen deinen Handflächen und deinem Körper wahr.
All die zarten sensorischen Impulse,
Welche ein Signal an dein Gehirn senden,
Dass es sicher ist,
Hier langsamer zu werden.
Dass es okay ist,
Die Anspannung loszulassen,
Den Atem tiefer fließen zu lassen und die Gesichtszüge weicher werden zu lassen.
Schenk dir selbst diese Berührung.
Sollten deine Gedanken abdriften,
Lenkt deine Aufmerksamkeit immer wieder sanft zurück zu deinen Handflächen.
Vielleicht nimmst du auch wahr,
Wie sich dein Atem hier ganz automatisch verändert.
Vielleicht gibt es den Impuls zu einem Gähnen oder Seufzen.
Erlaub dir auch das.
Lass die Bewegung nun langsam abklingen und leg deine Hände noch für einen Moment auf deinem Körper ab.
Vielleicht auf deinem Bauch oder Herzensraum.
Vielleicht an einem Ort,
Welcher sich hier für dich natürlich anfühlt.
Spür nach,
Wie sich dein Körper nun anfühlt.
Eine simple Nachricht an dich selbst.
Ich bin für dich da.
Ich höre dir zu.
Ich spüre dich.
Nimm noch einen tiefen Atemzug ein über die Nase und aus über den Mund.
Öffne langsam deine Augen,
Falls diese geschlossen waren,
Und nimm dir noch einen Moment,
Um zurückzukommen.
Diese Praxis ist nicht für besondere Momente reserviert.
Du kannst sie überall anwenden.
In der Bahn,
Zwischen Terminen oder beim Warten an der Ampel.
Ein kurzer Moment der Berührung.
Ein bewusster Atemzug.
Ein sanftes Zurückkommen zu dir selbst.
Und eine Erinnerung an deine Fähigkeit,
Dich selbst in jedem Moment zu halten.
Ich wünsche dir jetzt noch einen schönen Tag.
Bis zum nächsten Mal.
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