
Widerstand, Erdung, Wachstum. Drei Prinzipien, die dein Leben bestimmen.
Drei Prinzipien, die uns überall begegnen, in fast jedem Aspekt unseres Lebens. Und ständig dabei sind, sich gegenseitig zu bedingen, zu beeinflussen; sich entweder zu limitieren, wenn eines dieser drei zu viel verlangt, oder den richtigen Raum in uns zu erschaffen, wenn wir sie alle in Balance halten können. Richtig eingestellt, geben sie uns Halt und schaffen den Rahmen unseres Lebens. Die Rede ist von Erdung, Widerstand und Wachstum.
Transkription
Drei Prinzipien,
Die uns überall begegnen,
Wirklich in fast jedem Aspekt unseres Lebens,
Und ständig dabei sind,
Sich gegenseitig zu bedingen,
Sich zu beeinflussen,
Sich entweder zu limitieren,
Wenn eines dieser drei zu viel verlangt,
Oder auch den richtigen Raum in uns zu erschaffen,
Wenn wir sie alle in Balance halten können.
Richtig eingestellt geben sie uns Halt und schaffen den Rahmen eines ausgeglichenen Lebens.
Die Rede ist von Erdung,
Widerstand und Wachstum.
Das erste Mal sind mir diese Prinzipien im Yoga begegnet,
Und hier besonders in den Asanas,
Also in den Positionen.
Jede Asana an sich braucht eine individuelle Einstellung dieser Prinzipien.
In jeder Asana ist entweder die Erdung,
Der Widerstand oder das Wachstum ein anderes.
In manchen Positionen stehe ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden.
Das ist dann meine Erdung.
Das ist mein Ausgleich,
Das ist meine Balance.
Wir können auch sagen,
Hier ist mein Zufluchtspunkt,
Das ist mein Festhalten.
Dann spüre ich zum Beispiel in einem bestimmten Bereich eine Dehnung.
Es muss nicht immer eine Dehnung sein,
Aber bleiben wir mal bei der Dehnung.
Und das ist dann mein Widerstand,
Mein Widerstand in mir,
Den ich physisch erstmal spüren kann.
Und das Wachstum ergibt sich daraus,
Was dann in mir passiert.
Ob es die Weite ist,
Die ich dadurch schaffe,
Oder das Weicherwerden und somit Verändern meiner Position,
Meines Körpers und damit auch meiner Körperhaltung.
Oder eben auch meine innere Haltung,
Weil ich versuche sanft in der Dehnung drin zu bleiben und damit außerhalb meiner Komfortzone bin.
Und ihr kennt bestimmt den Spruch,
This is where the magic happens.
Diese drei Prinzipien sind allerdings nicht nur im Yoga zu finden,
Denn Yoga ist weit mehr als nur das Praktizieren auf der Matte.
Es kann auf das ganze Leben übertragen werden.
Und somit begegnen mir Erdung,
Widerstand und Wachstum in allen Lebensbereichen und limitieren mich entweder,
Wenn sie falsch eingestellt sind,
Oder geben mir den nötigen Raum zum Wachsen,
Wenn ich sie in Balance halten kann.
Doch was heißt das jetzt konkret?
Erdung ist Stabilität,
Ist Standfestigkeit und Vertrauen.
Keine Frage,
Wir brauchen diese Eigenschaften für ein ausgeglichenes Leben,
Wir brauchen einen Bezugspunkt,
Etwas,
Das uns trägt und Stabilität verleiht,
Besonders wenn wir das Gefühl haben,
In irgendeiner Art und Weise den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Doch können wir auch zu viel Erdung haben,
Ja das geht,
Wenn wir zum Beispiel unseren Hintern nicht mehr hoch bekommen oder zu lethargisch sind,
Uns bildlich kaum mehr vom Platz oder von der Stelle rühren.
Wenn das zu stark ausgeprägt ist,
Geht das auf den Faktor Wachstum.
Es ist kein Bewegen mehr in uns drin,
Ob physisch oder auch mental.
Willst du abends lieber nur auf der Couch sitzen und dich berieseln lassen,
Nachdem du den ganzen Tag schon auf deinem Schreibtischstuhl vor dem PC verbracht hast,
Kannst du sehr gerne tun,
Doch weder deinem Kopf,
Noch deinem Geist,
Noch deinem Körper tut das in irgendeiner Art und Weise gut,
Aus unterschiedlichsten Gründen,
Naheliegenden Gründen.
Du bleibst in deiner Komfortzone und hier geschieht kaum Wachstum.
Als Bild kannst du dir das so vorstellen,
Ist der Sog nach unten so stark,
Also zu stark,
Ist einen nach oben reichen und greifen kaum möglich.
Warum Erdung und Wachstum sich bedingen,
Ist also klar.
Doch zwischen diesen beiden Prinzipien findet sich ein anderes,
Der Widerstand,
Und auch er muss richtig eingestellt sein und du musst bereit sein,
Dich darauf einzulassen.
Der Widerstand begegnet dir jedes Mal,
Wenn du raus willst aus deinen gewohnten Verhaltensmustern,
Wenn du raus willst aus deiner Komfortzone.
Er macht sich bemerkbar,
Wenn du etwas anders machen willst als gewohnt.
Er ist unbequem und es gibt den Typ Mensch,
Der sich von ihm nicht aufhalten lässt und leider sehr viel mehr Menschen unter uns,
Die vor ihm zurückschrecken.
Der Widerstand könnte auch auftreten,
Wenn du unbedingt ein unangenehmes Gespräch mit jemandem führen solltest,
Doch Angst davor hast,
Was dabei passieren könnte,
Dann doch lieber nicht,
Sagst du dir vielleicht.
Doch kein Einlassen auf diesen Widerstand bedeutet kein Wachstum.
Der Widerstand könnte dann auftreten,
Wenn du weißt,
Dass du etwas überwinden musst,
Um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Doch dafür musst du aus deinen gewohnten Mustern raus,
Musst deinen inneren Schweinehund bekämpfen,
Raus aus dem,
Was bequem ist.
Nein,
Sagst du dir vielleicht,
Lieber nicht.
Kein Widerstand hier,
Kein Wachstum.
Der Widerstand könnte auch dann auftreten,
Wenn du dich eigentlich besser für deine Meditationspraxis hinsetzen solltest,
Doch lieber noch durch dein Handy scrollst und deine sozialen Medien durchklickst und du dir sagst,
Ach egal,
Mache ich morgen,
Heute,
Ach,
Das spare ich heute mal auf,
Morgen dafür 10 Minuten anstelle von nur 5.
Doch kein Überwinden dieses Widerstandes bedeutet kein Wachstum.
Jedem gesunden Wachstum geht ein Widerstand voraus.
Ganz selten passiert es mal,
Dass er kaum da ist,
Dieser Widerstand,
Kaum zu spüren ist.
Wenn Menschen zum Beispiel von heute auf morgen sehr viel Erfolg haben,
Zu viel Erfolg haben,
Oder Menschen im Lotto gewinnen und auf einmal jede Menge Geld zur Verfügung haben,
Oder auch wenn Menschen in Machtpositionen reinkommen,
Mit denen sie nicht umgehen können,
Dann mag es sein,
Dass diese Menschen ihre Bodenhaftigkeit verlieren,
Denn das Greifen nach oben in diesen Situationen ist so stark und fällt so leicht,
Dass das auf Kosten ihrer Erdung und Standfestigkeit geht.
Und von dort oben ist der Fall natürlich dann auch besonders tief,
Sollten sie ihren Bezugspunkt nach unten verloren haben.
Wie sieht das bei dir im Leben aus?
Wie steht es bei dir um Erdung,
Widerstand und Wachstum?
Es lohnt einen genauen Blick,
Denn richtig eingestellt geben sie deinem Leben den nötigen Halt,
Richtig eingestellt bleibt dein Leben durch sie im Fluss.
Hast du zum Beispiel die Erdung,
Die du brauchst,
Das Vertrauen,
Die Stabilität und Standfestigkeit?
Hast du irgendeinen Bezugspunkt in deinem Leben,
Der dich hält oder etwas,
Das dich trägt?
Wie sieht es aus mit deinem Wachstum?
Kommst du weiter oder trittst du auf der Stelle?
Du erkennst es in deinem physischen Körper,
Also ja,
Wie geht es dir denn,
Wie siehst du momentan aus,
Wie fühlt sich dein Körper an?
Oder in Bezug auf deinen Job und deine Hobbys und deine Leidenschaften.
Ein schönes,
Sehr zeitgemäßes Wort hier trifft auch ganz gut zu,
Wie sieht es denn aus mit deiner Persönlichkeitsentwicklung?
Bist du bereit,
Dich dem zu stellen,
Was dich zurückhält?
Denn hier begegnet dir der Widerstand.
Wie sieht es mit dem Widerstand in deinem Leben aus?
Duckst du dich weg,
Wenn er auftritt,
Oder bist du bereit,
Dich auf ihn einzulassen?
Oder aber,
Das gibt es auch,
Gibst du ihm zu viel Raum.
Es ist auch nicht gut,
Immer wieder auf der Suche,
Dich selbst zu übertreffen.
Schauen wir doch noch einmal in eine Yoga-Position hinein.
Zum Beispiel den herabschauenden Hund.
Dann sind meine Hände und meine Fußbein und vielleicht sogar mein ganzer Fuß mein Fundament,
Das mich trägt.
Ich schiebe sie sanft in den Boden hinein,
Ich erde mich.
Mein Becken schiebe ich in die entgegengesetzte Richtung,
Nach oben Richtung Himmel.
Und dabei tritt der Widerstand auf.
Zum Beispiel in der Beinrückseite,
Vielleicht im oberen Rücken,
Vielleicht im unteren Rücken.
Und ich stelle den Widerstand so ein,
Dass ich die Dehnung spüre,
Ohne Grenzen zu überschreiten,
Ohne mich selbst zu verletzen.
Und aus dieser Ausrichtung heraus kann ich wachsen.
Auf eine gesunde Art und Weise,
In meinem Tempo.
Ich merke Stück für Stück,
Vielleicht auch nur langsam,
Aber ich merke es,
Dass mein Becken kippt,
Meine Sitzhöcker nach oben wandern,
Sich meine Beinrückseite lenkt und ich dadurch mehr und mehr in die Position hinein sinke.
Ich wachse also.
Wenn alle drei Prinzipien richtig und aufeinander abgestimmt und eingestellt sind,
Bin ich im Fluss,
In der Balance,
Ob in der Yoga-Position oder metaphorisch übertragen auf mein ganzes Leben.
Ich bin Dani Barcias von Evakuera und mit diesem kleinen Impuls verabschiede ich mich für heute.
Ich wünsche dir einen schönen restlichen Tag,
Einen schönen restlichen Abend und bis zum nächsten Mal.
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