
destressU - Achtsames Wirtschaften und was uns die Corona-Krise hier lehrt
by Nadine Horn
Ich begrüße Christoph Harrach im Podcast. Christoph hat vor einigen Jahren den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und setzt sich heute mit seiner Forschung und als Social Entrepreneur für einen positiven Wandel der Gesellschaft ein. Vom Handelsblatt wurde er als „Mann mit dem guten Gewissen“ bezeichnet. Unser Gespräch passt zur aktuellen Lage. Wir befinden uns gerade mitten in der Corona-Krise und sprechen über achtsames Wirtschaften, Nachhaltigkeit und Wachsen durch Mitgefühl. Was achtsames Wirtschaften ausmacht und was wir hierfür aus der Corona-Krise lernen können, erfährst du in dieser Episode.
Transkription
Herzlich willkommen bei Distress You,
Dem Podcast für mehr Stresskompetenz im Arbeitsalltag,
Für alle,
Die nach neuen Strategien zur Stressbewältigung suchen.
Schön,
Dass du heute mit dabei bist.
Ich bin Nadine Kurz und als Organisationspsychologin begleite ich Menschen in Unternehmen beim Nutzen ihrer Ressourcen und auf ihrem Weg in einen stressfreieren Arbeitsalltag.
Und hier im Podcast spreche ich mit Menschen,
Die mich mit ihrer Arbeit besonders inspirieren.
Dazu begrüße ich heute Christoph Harracher im Podcast.
Christoph hat vor einigen Jahren den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und setzt sich heute mit seiner Forschung und als Social Entrepreneur für einen positiven Wandel der Gesellschaft ein.
Vom Handelsblatt wurde er als Mann mit dem guten Gewissen bezeichnet.
Unser Gespräch passt zur aktuellen Lage.
Wir befinden uns nämlich gerade mitten in der Corona-Krise und sprechen über achtsames Wirtschaften,
Nachhaltigkeit und Wachsen durch Mitgefühlen.
Was achtsames Wirtschaften ausmacht und was wir hierzu aus der Corona-Krise lernen können,
Erfährst du im Interview.
Viel Freude beim Zuhören.
Hallo lieber Christoph,
Ich möchte dich heute in meinem Podcast begrüßen.
Du bist Ökonom,
Kommst ursprünglich auch aus der Wirtschaft und hast aber schon vor vielen Jahren den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen und beschäftigst dich heute vor allen Dingen mit dem Thema nachhaltigen Konsum,
Setzt dich sehr für den Klimaschutz ein und bist in der Forschung tätig,
Lehrbeauftragter und hast vor einigen Jahren auch die Initiative oder das Projekt Kammerkonsum,
New Spirit in Business,
Ins Leben gerufen,
Was auch ausgezeichnet wurde.
Ich freue mich sehr,
Dass du heute da bist,
Danke dir für die Zeit,
Die du dir nimmst und begrüße dich noch mal ganz herzlich,
Aber vielleicht magst du dich einfach kurz selber noch mal vorstellen.
Ja,
Vielen Dank erstmal auch für die Einladung,
Liebe Nadine,
Ich freue mich sehr,
Dass ich hier sein kann und mit dir über spannende Themen mich austauschen kann und du hast eigentlich schon im Wesentlichen die Eckpunkte meines Lebens gut wiedergegeben und vielleicht kann ich noch ergänzen,
Wie mein Zugang zu dem Thema Nachhaltigkeit gekommen ist.
Ich habe mir wenig Gedanken gemacht um die Welt und auch über meine Rolle und für mich war es immer wichtig,
Cool zu sein und Party zu machen und über diesen Lebensstil bin ich dann krank geworden und über die Krankheit habe ich zum Yoga gefunden und über das Yoga habe ich einen Weg nach innen zu den großen Fragen gefunden,
Wer bin ich,
Was ist meine Aufgabe,
Was ist der Sinn des Lebens und so weiter und über die Beschäftigung mit diesen spirituellen Themen,
Die ich gar nicht jetzt erwartet hatte,
Als ich in der Not mit Yoga angefangen habe,
Kam ich auch dazu,
Dass ich mich beruflich verändert habe,
Dass ich einfach einen anderen Schwerpunkt in meinem Leben gesetzt habe und das ist jetzt 27 Jahre her,
Seit 27 Jahren bin ich auf diesem Weg der Selbsterkenntnis und der Pflichterfüllung für den notwendigen Kulturwandel von einem egozentrierten,
Egoistischen Lebens- und Wirtschaftsziel zu einem gemeinwohlorientierten,
Gemeinschaftlichen Lebensstil und Wirtschaftsweise.
Du hast gesagt,
Ich bin Ökonom,
Habe BWL studiert,
Habe auf meinem Großkonzern gearbeitet,
Aber habe dann sehr früh die berufliche Sinnkrise bekommen.
Für mich war das damals so eine Sinnentleerung,
Was mache ich hier eigentlich,
Was ist über dieses Geldverdienen hinaus,
Damit ich ein schönes,
Bequemes,
Sicheres Leben haben kann,
Das hat mich nicht mehr alleine befriedigt.
Wie wir im Yoga immer wieder auch betonen,
Dass Krisen immer eine Chance zur Transformation sind,
War das damals auch,
Sowohl die erste Krise mit meinem gesundheitlichen Problem,
Die mich zum Yoga geführt hat und die zweite große berufliche Sinnkrise,
Die durch das Yoga ausgelöst war,
Hat dann auch wieder viel Entwicklungsraum entfaltet.
Das ist einfach eine Grunderfahrung,
Die ich jetzt über die vielen Jahre immer wieder mache.
Du sagst,
Krise als Chance,
Wir treffen uns ja jetzt hier in einer außergewöhnlichen Krisenzeit,
Die wahrscheinlich für jeden von uns außergewöhnlich und neu ist.
Eigentlich ist ja das Thema,
Worüber wir heute sprechen möchten,
Die Kannmalachtsamkeit in das Wirtschaften bringen und jetzt sind wir ja gerade so rausgerissen aus unseren ganz normalen,
Bekannten Strukturen durch diese Corona-Krise,
Die jetzt gerade hier im ganzen Land und auf der Welt wütet.
Was hast du denn für Gedanken dazu,
Wie wirkt sich das denn aus auf unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft?
Ich bin auch als Freiberufler unterwegs,
Viele Veranstaltungen,
Wo ich jetzt gesprochen hätte,
Sind abgesagt.
Das heißt,
Da gibt es erstmal eine ökonomische Seite,
Für mich persönlich,
Aber auch kollektiv für unsere Volkswirtschaft.
Ich fühle mich jetzt nicht existenziell bedroht.
Auf der einen Seite,
Weil ich Rücklagen habe.
Das ist auch ein ganz einfaches ökonomisches Prinzip,
Was vielleicht auch viele Leute einfach vergessen haben.
Und dass dieses heute gelebte Wirtschafts- oder auch wie wir einfach Geld ausgeben,
Wie wir leben,
Das gerade was so reinkommt,
Wieder auszugeben,
Dass das auch nicht resilient ist.
Ja,
Dann sollten wir uns,
Glaube ich,
Auch alle die Frage stellen,
Wie gehe ich mit Geld um?
Und auf der anderen Seite,
Das ist dann auch gleichzeitig die Chance,
Unseren Konsum- und Lebensstil zu überdenken.
Brauche ich wirklich alles,
Was ich ausgebe?
Sagt das natürlich wohl Wissen,
Dass es viele Menschen in unserer Gesellschaft gibt,
Die gerade im Existenzminimum leben,
Von der Hand in den Mund.
Ich glaube,
Es gibt einfach viele Menschen,
Die das nicht bräuchten,
Wenn sie vielleicht anders weniger nachhaltiger konsumieren würden.
Ja,
Ich habe großen Respekt vor den Menschen,
Die jetzt diese Entscheidungen treffen müssen in öffentlichen Ämtern und Behörden,
Die auch wissen,
Dass diese Maßnahmen,
Die jetzt verordnet werden,
Große volkswirtschaftliche Schäden verursachen werden.
Und wie wir als Gemeinschaft dann mit diesen Schäden umgehen werden,
Wie es dann auch Menschen,
Die ihre Existenz darüber verlieren,
Wie wir denen solidarisch dann zur Seite stehen werden,
Das sind alles große Fragen.
Und ja,
Da liegt vielleicht dann auch die Chance von diesem Virus,
Von dieser Krise,
Auf der einen Seite mal zu,
Grundsätzlich mal zu überdenken,
Wie Leben konsumieren wir?
Brauchen wir all das,
Was wir uns anschaffen?
Das eine aber auch,
Ja,
Wie gehen wir solidarisch miteinander um bei den Menschen,
Die jetzt davon tatsächlich betroffen sind?
Ja,
Auch eine weitere Chance,
Glaube ich,
Dass wir mal unsere globalen Lieferketten in der Wirtschaft überdenken.
Und das könnte natürlich ein Impuls sein für ein Revival einer regionalen Ökonomie,
Wo wir viel resilienter dann auf solche globalen Schocks reagieren.
Und ich hoffe,
Dass dort Impulse dann auch für ein nachhaltiges Wirtschaften aus dieser Krise hervorgehen werden.
Ja,
Ich bin gespannt,
Wenn wir uns den Podcast dann in einem Jahr vielleicht nochmal anhören,
Wie das tatsächlich verlaufen ist.
Könnte natürlich auch ein Impuls grundsätzlich sein,
Diese materialistisch orientierte Lebensweise mal zu überdenken und mal zu schauen,
Wo sind denn eigentlich die Anker außerhalb des Konsums,
Außerhalb der Materie?
Und vielleicht finden da auch Menschen wieder zurück zum höheren Glaubens,
Ja?
Das könnte auch ein Effekt sein.
Auch wenn die Kirchen jetzt leer sind,
Kann jeder für sich auch praktizieren.
Ja,
Danke für deine Gedanken dazu.
Ich begegne dem Thema auch wenig mit Angst,
Also die letzten Wochen sowieso nicht.
Da war das für mich irgendwie noch weit weg und ich habe es eher so als Panikmache empfunden.
Ich merke aber jetzt schon irgendwie,
Ja,
Es scheint ein ernstes Thema zu sein,
Wenn sich so viele Regierungen der ganzen Welt vieler Länder zu so drastischen Maßnahmen entscheiden,
Sodass ich jetzt auch hinterfrage,
Okay,
Was bedeutet das denn jetzt eigentlich?
Um dann nicht in diese Angstschleife zu fallen,
Ich praktiziere natürlich auch,
Bin ja auch sehr achtsam unterwegs und gucke auch immer,
Was mit meinen Gefühlen passiert und woher das kommt.
Ich finde,
Das ist auch,
Wenn wir jetzt nochmal sagen,
Die Krise als Chance sehen,
Hat das ja auch nochmal die Möglichkeit,
Sich so mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen und zu überprüfen,
Wovor habe ich eigentlich Angst?
Woher kommt das?
Wie kann ich irgendwie auch damit umgehen?
Das ist so das eine.
Und das andere ist,
Dass ich jetzt auch so,
Ja,
Beobachte,
Wie jetzt Menschen miteinander agieren,
Also zum Teil sehr,
Sehr berühren.
Wir waren gestern Abend,
Ich weiß nicht,
Ob das jetzt nur so eine Köln-Aktion war oder auch über die Kölner Grenzen hinaus,
Um 21 Uhr sind alle auf Balkone und Terrassen gegangen und haben geklatscht für die Helfer.
Und das war sehr,
Sehr berührend und bewegend,
Was da an Zusammenhalt und Stimmung und Wertschätzung aufkam auf der einen Seite.
Auf der anderen Seite gehe ich zum Einkaufen und möchte meinen normalen Wocheneinkauf machen und kann für meine Kinder keinen Müsli mehr kaufen,
Also keinen der Läden,
Zumindest nicht,
Wenn ich unterwegs bin.
Also ich gehöre jetzt nicht zu denjenigen,
Die dann vor der Supermarkt-Tür stehen und warten,
Bis der Supermarkt geöffnet hat und neue Ware einräumt,
Aber offensichtlich komme ich immer zu der Zeit,
Wo es leer ist.
Und das finde ich dann wiederum auch schon ein sehr ignorantes Verhalten von Menschen,
Also anderen Menschen dann die Grundlage zu nehmen.
Und es gibt ja auch viele Kranke,
Die sich hier rausschleppen,
Ob jetzt mit Corona infiziert oder nicht.
Also die dürfen ja wohl einkaufen gehen und wenn da nichts da ist,
Womit sie sozusagen ihre Grundlage sicherstellen können,
Ist das natürlich auch für solche Menschen sehr,
Sehr tragisch.
Und da sind so Fragen,
Die jetzt so bei mir aufkommen,
Was ist eigentlich mit unserer Gesellschaft los?
Und ich versuche natürlich auch gleichzeitig immer darauf zu gucken,
Was hat das auch,
Was bietet das für eine Chance,
Was hat das für Positives,
Wenn ich jetzt so auf Unternehmen gucke,
Wo plötzlich,
Das geht ja mittlerweile auch durch alle Medien,
Plötzlich ein digitales Arbeiten möglich ist,
Aus der Not herausgeboren.
Ich hoffe,
Dass so etwas dann auch bleibt.
Ich erlebe auch,
Und das ist auch so ein Teil in mir,
Der ganz laut wird,
Wir gehören irgendwie zu diesem großen Ganzen.
Wir können nicht alles kontrollieren,
Da ist auch irgendwie die Natur da und vielleicht geht das auch in die Richtung,
Dass wir die Natur wieder anders achten,
Dass wir anders mit der Natur umgehen,
Dass wir weniger darauf gucken,
Was wir konsumieren,
Was wir verbrauchen,
Wie wir uns Luxus anschaffen,
Sondern vielleicht uns mehr wieder auf die Dinge besinnen,
Gerade vielleicht auch nach so einer Ausgangssperre.
Wie schön es doch ist,
Auch mal im Wald spazieren gehen zu können.
Und ja,
Wenn du jetzt sagst,
Nur mit deinem Leitgedanken von Karma-Konsum,
A new spirit in business,
Was siehst du dann,
Wie könnte sich vielleicht so ein neuer Spirit durch unsere Unternehmen bewegen nach der Krise?
Das ist eine große Frage.
Wir haben ein Wirtschaftssystem geschaffen,
Menschgemacht,
Was als oberstes Ziel das Gewinn erzielen und den Gewinn maximieren gesetzt hat.
So,
Das ist vielleicht die erste Frage,
Die wir jetzt im Kontext von Corona stellen könnten.
Ist es natürlich,
Dass immer alles weiter wächst?
Oder gibt es nicht auch Phasen der Schrumpfung?
Ich finde,
Auch mit diesem Wirtschaftssystem,
Was auf Wachstum ausgelegt ist,
Geht auch ein Machbarkeitswahn einher.
Wir denken,
Wir als Menschen sind die,
Die die Regeln auf unserem Planeten vorgeben.
Alles ist machbar.
Und jetzt lernen wir gerade,
Dass es noch andere Kräfte gibt,
Die Natur,
Viren,
Die uns vielleicht auch ein Stück weit demütig werden lassen.
Das ist,
Glaube ich,
Diese egozentrierte,
Wachstumsorientierte,
Konkurrenzorientierte Wirtschafts- und Lebensweise kriegt jetzt einen Dämpfer.
Wir können lernen,
Erkennen,
Dass Höhe schneller weiter bis zu einem gewissen Punkt geht.
Und dass dann eine,
Wie in jeder Natur,
Wenn man sich Kreisläufe in der Natur anschaut,
Gibt es immer ein Entstehen,
Ein Erhalten und ein Vergehen,
Was uns auch dazu führt,
Dass wir uns als Menschen nicht so wichtig nehmen.
Also Egoismus,
Größenwahn,
Überheblichkeit gegenüber anderen Menschen,
Gegenüber der Natur,
Gegenüber den Tieren,
Kann jetzt reguliert werden.
Demut und auch eine Bescheidenheit ist eine Tugend für ein gelingendes Leben.
Das kann man auch im Wirtschaftsleben praktizieren.
Das ist nicht alleine etwas für Mönche,
Die in der Höhle sitzen,
Sondern wir können auch in einem Wirtschaftssystem demütiger,
Kooperativer miteinander umgehen.
Und das könnte eine Lektion sein dieser Krise.
Und diese Freiheit,
Die wir jetzt in der westlichen Welt über die vielen Jahrzehnte kultiviert haben,
Dass alles möglich ist,
Dass alles machbar ist,
Wird jetzt in Frage gestellt.
Unsere Freiheit wird eingeschränkt und das macht Angst.
Das andere,
Was du gesagt hast,
Ist vielleicht eher auf einer gesellschaftlichen Ebene.
Und da glaube ich,
Ist auch ein Potenzial,
Dass wir empathischer werden,
Dass wir mitfühlender werden.
Darüber haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen,
Die Auswirkungen auf die Ökologie,
Wenn plötzlich der Transport,
Der Handel weltweit eingeschränkt wird.
Ausgangssperre in China führt dazu,
Dass der Smog sinkt.
Also ich glaube,
Die Natur freut sich über diese Entlastung.
Und da wir Teil der Natur sind,
Können wir uns mitfreuen.
Zumindest die Menschen,
Denen das wichtig ist.
Ja,
Gut,
Aber es ist natürlich,
Ja,
Viele Verhaltensänderungen werden durch solche Krisen induziert.
Das heißt,
Ja,
Wir werden es auch sehen,
Ob wir das alles wieder vergessen,
In der schnelllebigen Zeit,
Oder ob das wirklich nachhaltig wirkt,
Dass das Menschen berührt und das Verhalten sich ändert.
Und da ist vielleicht auch die Spiritualität,
Die Meditation,
Die Achtsamkeitspraxis ein Vehikel,
Um das dann auch durchzuhalten.
Weil,
Was klar ist,
Wenn wir jetzt nochmal auf den Bereich Nachhaltigkeit schauen,
Viele Menschen haben ein sehr hohes Umweltbewusstsein.
Die wissen um die Probleme,
Die wissen um Klimawandel,
Die wissen um Artensterben,
Die wissen um die Probleme mit Plastik und so weiter.
Das heißt,
Das Bewusstsein ist hoch,
So hoch wie wahrscheinlich noch nie in der Menschheitsgeschichte,
Zumindest in den westlichen Ländern.
Aber die Verhaltensmuster sind angewöhnt und als Gewohnheitstiere fällt es uns als Menschen schwer,
Schlechte Angewohnheiten abzulegen,
Obwohl wir wissen,
Dass es für uns persönlich oder für die Gesellschaft als Ganzes nicht förderlich ist.
Und da glaube ich,
Und da gibt es auch Untersuchungen zu,
Dass eine regelmäßige Achtsamkeits-Meditationspraxis hilft,
Diese Lücke zwischen Einstellung und Verhalten zu schließen.
Und deswegen ist es vielleicht auch gut,
Wenn jetzt möglichst viele Menschen praktizieren,
Meditieren und sich da auch festigen,
Die Erkenntnisse,
Die sie jetzt durch die Krise erzielen,
Auch dann später umzusetzen und auch beizubehalten.
Ich habe jetzt kürzlich einen Artikel gelesen von dem Matthias Horx,
Das ist ein Zukunftsforscher,
Der gerade da viel Beiträge schreibt.
Und eine Sache,
Die ich mir gemerkt habe,
War,
Dass er geschrieben hat,
Wir werden uns wundern,
Dass eine wirtschaftliche Schrumpfung keinen Zusammenbruch bedeutet und dass die Wirtschaft ein atmendes Wesen ist.
Das hast du eben mit deinen Worten auch so ein bisschen beschrieben und du sprachst auch vorhin von Resilienz.
Wie kann denn aus deiner Sicht jetzt auch so ein Unternehmen oder vielleicht auch Führungskräfte,
Wie können die denn jetzt resilient bleiben?
Also hatte ich auch schon mal angeschnitten,
Das Thema mich selbst nicht so wichtig nehmen.
Ein Großteil unserer Bevölkerung hat schon sehr hohe Ansprüche an das Leben und ist es auch gewöhnt,
Dass diese Ansprüche erfüllt werden.
Und da einfach jetzt zu lernen,
Damit umzugehen,
Wenn das Leben mir eben das nicht alles erfüllt.
Ich kann es nur als Lektion in Demut wieder benennen,
Dass wir merken,
Es dreht sich nicht alles um uns.
Und es wird auch weitergehen.
Wir wissen nicht wie,
Und ich finde das ganz schön,
Dass Matthias Horx da auch ein positives Bild zeichnet,
Dass eine Schrumpfung eben nicht der Zusammenbruch sein wird.
Er sagt zum Beispiel auch,
Oder das war glaube ich einer seiner Überschriften,
Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger.
Das fand ich irgendwie sehr,
Sehr plakativ und irgendwie treffend.
Und wir sind ja beide,
Sage ich mal,
Mit dem Thema Achtsamkeit und Nachhaltigkeit schon auf dem Weg.
Es ist uns ein Herzensthema,
Aber das kommt so langsam in die Welt und auch in die Arbeitswelt.
Und wie können Mitarbeiter und Führungskräfte auch wirklich nachhaltig miteinander sein und wie kann uns die Achtsamkeit dabei helfen?
Wenn es uns schlecht geht,
Wenn wir Schmerzen haben,
Wenn wir depressiv sind,
Dann haben wir nicht die notwendige Kraft,
Die notwendige Weitsicht,
Also Visionskraft der Veränderung.
Und das ist,
Würde ich sagen,
Auch ein erster Aspekt.
Achtsamkeit,
Meditation,
Yoga führt dazu,
Dass es uns besser geht.
Das wird auch von einigen Leuten kritisch gesehen,
Wenn in Unternehmen das dazu führt,
Dass Menschen leistungsfähiger werden,
Stressresilienter und damit dem Kapitalismus besser dienen können.
Das ist ja eine Kritik an der Achtsamkeit in Unternehmen.
Meine eigene Erfahrung ist das nicht.
Alle nur Dienst nach Vorschrift machen und irgendwie da sich emotional eingerichtet haben,
Ist das auch keine gute Voraussetzung für Innovation,
Für Veränderung.
Das heißt,
Diese Wertefrage,
Die meiner Meinung mit einer ernsthaften Praxis einhergeht,
Sehe ich auch als positiv für die Wirtschaft.
Auch wenn es vielleicht nicht alle Unternehmen eine Antwort darauf wissen,
Aber alleine,
Dass das Thema an die Oberfläche kommt und diskutiert werden will,
Ist für mich positiv.
Wohlwissend,
Dass einige Unternehmen darauf keine Antwort haben werden und die dann vielleicht auch Mitarbeiter verlieren werden.
Welche Rolle spielen Führungskräfte?
Das war ja eine Beifrage.
Ich denke,
Führungskräfte sind auch mitten in dieser Transformation.
Während wir viele Jahre gedacht haben,
Gute Führung heißt,
Da ist jemand,
Der die Ziele der Organisation oder auch eigene Bereichsziele verfolgt und dann seinen Untergebenen das verordnet,
Dass sie auch diesen Zielen folgen müssen.
Das ist auch nicht mehr der Zeitgeist.
Das heißt,
Wir erleben auch eine große Demokratisierungsbewegung von Entscheidungen in Organisation.
Das heißt,
Das alte hierarchische Führungsmodell von oben nach unten wird abgelöst durch ein agiles Führungsverständnis,
Wo mehr auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen wird.
Ich glaube auch,
Dass Führungskräfte,
Die spirituell praktizieren,
Mit der dadurch einhergehenden Unsicherheit besser umgehen können.
Früher war es einfach,
Der Führer hat eine Order gegeben,
Die Leute unten haben gemacht.
Jetzt dreht sich das um.
Menschen von unten kommen mit Bedürfnissen an die Führungskraft herangetreten und das schafft plötzlich Unsicherheit.
Ich glaube auch,
Dass Achtsamkeit und Meditation ein gutes Werkzeug ist,
Um mit Unsicherheiten umzugehen.
Wir wissen nicht,
Wie die Welt morgen aussehen wird.
Das zeigt uns vielleicht die Corona-Krise auch,
Dass diese Unsicherheit,
Die naturgemäß ist.
Das ist nichts Unnatürliches,
Was passiert.
Wir denken nur in unserem Machbarkeitswahn,
Alles ist planbar und machbar.
Aber das ist nicht natürlich.
Das ist nicht die Realität.
Die Realität ist,
Ich weiß nicht,
Ob ich morgen noch leben werde.
Das ist die Realität.
Ich weiß nicht,
Ob mein Unternehmen morgen noch existieren wird.
Das ist die Realität.
Damit umzugehen ist halt schwierig,
Weil wir auf der einen Seite diese Unsicherheit aushalten müssen und trotzdem gleichzeitig agieren müssen,
Als wüssten wir es,
Wie die Konsumenten sich verhalten,
Wie die Gesellschaft sich verhält und so weiter.
Von daher ist es für Führungskräfte dieser innere Ort der Ruhe,
Der Besinnung hilfreich,
Um mit dieser Unsicherheit umzugehen.
Ich glaube,
Die Rolle von Führungskräften ist es auch,
Die Talente ihrer Mitarbeiter zu erkennen und zu entwickeln.
Vom Beruf zur Berufung.
Aber auch da sehen wir einen Wandel in der Organisationsentwicklung,
Dass von dem reinen Aufgabenorientierten oder auch Stellenprofilorientierten hin zu einer talentorientierten Personalentwicklung,
Dass das auch im Gange ist.
Das heißt,
Auch eine weitere Chance über diese Empathiefähigkeit.
Wie sehe ich denn mein Gegenüber wirklich?
Also nicht in dieser Manipulationsmodus,
Das ist mein Mitarbeiter,
Ich muss jetzt den dazu bringen,
Dass er meine Ziele verfolgt,
Sondern wirklich zu sagen,
Nein,
Ich bin jetzt empathisch und schaue auf die Bedürfnisse dieses Menschliches.
Auch da ist Achtsamkeit,
Meditation ein wichtiges Werkzeug,
Um diese Empathiefähigkeit zu entwickeln.
Und dann letztendlich,
Wenn wir das konsequent weiterdenken,
Verantwortung abzugeben als Führungskraft,
Mehr Verantwortung an mein Team zu delegieren,
Greift das natürlich auch mein Ego an.
Ich bin nicht mehr so wichtig,
Wenn die Entscheidungen nicht mehr von mir getroffen werden,
Sondern vom Team.
Und das ist auch wieder ein Bewusstseinswandel hin zu einer dienenden Führung zu entwickeln.
Das heißt,
Ich diene meinen Mitarbeitern,
Damit sie ihre Talente,
Ihre Potenziale entfalten können und nehme diese Impulse auf in dieser Sandwich-Position,
Oder vielleicht bin ich auch der oberste Leader,
Um damit die großen Weichen zu stellen.
Du bist ja auch viel in Unternehmen unterwegs.
Hast du da auch mal so ein Best-Practice oder so ein Beispiel von einem Unternehmen,
Wo Führung auch schon anders gedacht wird?
Ja,
Also ich denke jetzt zum Beispiel an ein Unternehmen,
Die haben die gesamte Unternehmung an die Mitarbeiter übertragen.
Das heißt,
Alle Mitarbeiter sind Gesellschaftler,
Auch eigentumsmäßig an dem Unternehmen beteiligt.
Mit all den Herausforderungen,
Die sowas mit sich bringt,
Was die gemacht haben,
Sind einfach strukturelle Veränderungen,
Sowohl auf der Finanzebene,
Aber auch auf der Entscheidungsebene,
Dass es Großteams,
Gesamtunternehmenssitzungen gibt,
Wo zentrale Dinge basisdemokratisch abgestimmt werden.
Oder ein neues Führungskonzept der Holokratie,
Eher eine Kompetenz-Hierarchie eingeführt wird,
Wo nicht mehr der formell Führende die Entscheidung trifft,
Sondern vielleicht der am fachlich,
Diese Fragestellung am kompetentesten Mitarbeiter Entscheidungen trifft.
Gut,
Ich bin viel jetzt im Bereich Gemeinwohlökonomie unterwegs und da ist das Thema Transparenz und Mitentscheidung einer der Grundwerte des Wirtschaftssystems.
Und da sehe ich natürlich viele strukturelle Herausforderungen,
Die es jetzt in der Wirtschaft gibt,
Dass wir Prozesse transparenter machen,
Ergebnisse transparenter machen,
Aber auch neue Werkzeuge einführen,
Die mit Entscheidungen stattfinden kann,
So dass das Unternehmensziel auch gewahrt bleibt.
Also man muss auch immer sehen,
Führungskräfte haben wahrscheinlich schon einen größeren Überblick über das Ganze.
Und ich glaube,
Das ist auch die Kompetenz von Führungskräften,
Diese Bedürfnisse,
Die jetzt von unten hochkommen,
Im Kontext des Ganzens zu reflektieren.
Und wenn man jetzt sagt,
Nee,
Das ist eine Chance,
Dieses Bedürfnis sichtbar zu machen und zu diskutieren,
Warum das nicht möglich ist,
Leitet sich daraus ab,
Dass der Mitarbeiter auch ein bisschen besseres Verständnis für das große Ganze bekommt.
Also von daher,
Ja,
Finde ich das einen interessanten Aspekt,
Also wirklich immer auch Dinge lösungsorientiert und nicht so problemorientiert zu sehen.
Ich schätze den sehr partizipativen Ansatz,
Den einige Unternehmen da jetzt verfolgen,
Dass möglichst viele Mitarbeiter dort integriert werden.
Es gibt einen großen Partizipationsprozess,
Der dann wieder dazu führt,
Dass Mitarbeiter in der Selbstwirksamkeit gestärkt werden und die Selbstwirksamkeit wiederum ein förderliches Gefühl ist für Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
Das ist so jetzt vielleicht der Bogen zu meinen Forschungen.
Ich beschäftige mich ja viel zum Thema Empowerment von Mitarbeitern,
Insbesondere zum Thema Nachhaltigkeits-Empowerment von Mitarbeitern.
Das Empowerment ist halt ein Modell aus der Organisationspsychologie,
Was viele positive Effekte hat,
Wenn die Mitarbeiter sich empowert fühlen.
Also es ist ein individuelles Gefühl,
Das Empowertsein.
Und das ergibt sich daraus,
Wenn man so diese vier Dimensionen des Können,
Wollen,
Dürfens und Wirksamsein verbindet.
Wenn diese vier Dimensionen hoch sind,
Dann hat der Mitarbeiter das Gefühl,
Ich bin empowert und das führt dazu,
Dass er kreativer ist,
Dass er innovativer ist,
Dass er zufriedener ist,
Dass er den Arbeitgebern mehr empfiehlt,
Also höheren unternehmerischen,
Also organisationalen Stolz hat und so weiter.
Und wenn wir diese vier Dimensionen uns nochmal betrachten,
Das Können,
Welche Kompetenzen brauchen denn Mitarbeiter,
Wenn wir jetzt über eine neue Art von Führung sprechen,
Wir brauchen eine neue Art der Kommunikation,
Eine wertschätzende empathische Kommunikation.
Wir müssen mehr lernen zuzuhören,
Weniger senden,
Mehr empfangen.
Das heißt,
Kompetenzentwicklung ist ganz wichtig,
Jetzt auch in dieser Phase.
Ich mache jetzt nur so ein paar Ausschnitte,
Da kann man sich rein vertiefen.
Wenn wir das Wollen betrachten,
Das ist diese Ebene der Bedürfnisse.
Was für Bedürfnisse haben die Mitarbeiter?
Was wollen die denn?
Und da ganz klar im Bereich Nachhaltigkeit,
Wer engagiert sich denn schon privat für das Thema Nachhaltigkeit?
Und wie kann man dieses Engagement an Arbeitsplatz übertragen?
So von Initiativen,
Mitarbeiter können ihre Zeit dafür einsetzen,
Sozial-ökologische Probleme im Außen außerhalb des Unternehmens zu lösen oder innerhalb des Unternehmens.
So das heißt,
Dort dieses Wollen auch als Ressource zu verstehen.
Und das kommt dann zum Dürfen.
Wie können Organisationen Rahmen schaffen,
Dass Mitarbeiter das Gefühl haben,
Dass das erwünscht ist,
Dass ich mich dort eindringe?
Und das ist dann wiederum Führungskräfteentwicklung.
So und das letztendlich führt dann zu einer Art Wirksamkeit,
Selbstwirksamkeit.
Habe ich als Mitarbeiter das Gefühl,
Dass ich hier strategische Themen mit beeinflussen kann?
Und wenn man das alles zusammennimmt,
Kommen wir zu einem inneren Gefühl des Empowered-Sein.
Und das wiederum führt dazu,
Dass die Mitarbeiter zufriedener sind.
Was muss denn eine Führungskraft,
Die den Rahmen für Empowerment bietet,
Was muss sie denn mitbringen an Mindset und vielleicht auch,
Ich nenne es mal Soul-Set?
Sich eher als Ermöglicher von Talententwicklung zu verstehen,
Als dieses klassische Bild von,
Ja,
Ich gebe hier Dinge vor.
Wirklich sich selber zurücknehmen und die Mitarbeiter ins Zentrum stellen,
Ermöglichungsstrukturen schaffen,
Dass diese Mitarbeiter sich entfalten können.
Ja,
Empathisch sein mit den Mitarbeitern und nicht denken,
Ja,
Das ist nur eine Ressource,
Die meiner Zielverfolgung dient.
Ja,
Und dann aber auch die Kraft zu haben,
Das in der Organisation umzusetzen.
Vielleicht dann jetzt wieder den Bogen dazu,
Dass viele der neuen Anforderungen im ganzen Kontext dieser Diskussion um New Work,
Ja,
Durch Meditation und Achtsamkeit aus meiner Perspektive,
Aus meiner eigenen praktischen Erfahrung,
Ja,
Da hilfreich sein können.
Und ich finde,
Das ist meine Meinung,
Meine Hoffnung,
Vielleicht bleibt es auch nur Wunschdenken,
Dass uns da die Corona-Krise auch irgendwie einen Schritt weiter in die Richtung bringt.
Was du gerade beschrieben hast,
Könnte ein Learning aus der Corona-Krise sein,
Nämlich nur mit Unsicherheiten umzugehen.
Im Sympathisch zu sein,
Zu verstehen,
Was meine Mitarbeiter wollen,
Zu verstehen,
Dass jeder seine Not hat,
Zu verstehen,
Dass Kommunikation und Transparenz wichtig ist.
Wichtig für eine veränderte Welt.
Und ich finde,
Wir haben es nicht aktiv angestoßen,
Wir sind eben jetzt ergeben oder müssen uns eben ergeben und haben da vielleicht tatsächlich eine Chance,
Aus dieser Krise zu wachsen.
Ja,
Das ist doch vielleicht auch ein schönes Schlusswort,
Den Rahmen jetzt gespannt von,
Was für Chancen stecken darin für uns als Gesellschaft,
Für die Unternehmen.
Dann sind wir rübergegangen zum Thema Wirtschaft,
Führung,
Agilität,
Achtsamkeit als Nutzen.
Ja,
Und dann jetzt wieder den Kreis geschlossen.
Das ist für mich ein ganz schönes,
Rundes Gespräch,
Wofür ich sehr dankbar bin,
Dass du den Rahmen dafür gehalten hast.
Ich danke dir für deine Gedanken.
Darf ich dir zum Schluss noch drei Fragen stellen?
Ja,
Bitte.
Das ist sozusagen der Abschluss.
Welche Empfehlung würdest du deinem fünf Jahre jüngeren Ich geben?
Meine Erfahrung ist,
Dass das Leben für mich gesorgt hat.
Immer das,
Was zu dem Zeitpunkt richtig und wichtig war,
Kam.
Ich habe eine große Kompetenz,
Möglichkeiten zu erkennen und eine Intuition,
Die mir sagt,
Ja,
Das ist jetzt richtig.
Da würde ich mein jüngeres Ich ermutigen,
Noch vertrauensvoller sich in den Strom des Lebens zu begeben und die Ängste und Sorgen,
Die mir durch meine Sozialisierung mitgegeben wurden,
Dort ein bisschen mehr abzuschalten.
Danke.
Welche Empfehlungen hättest du jetzt ganz konkret für Hörerinnen und Hörer,
Vielleicht schon heute oder morgen,
Mit einem ersten kleinen Schritt eine Veränderung in ein zufriedeneres Leben herbeizuführen?
Regelmäßig Zeiträume für sich zu schaffen,
Wo ich etwas tue,
Was mich nach innen führt.
Das kann Qigong,
Das kann Yoga,
Das kann Meditation sein,
Aber die Regelmäßigkeit,
Jeden Tag etwas zu praktizieren.
Das Zweite ist,
Auf reine Dinge zu fokussieren.
Zum Beispiel,
Am einfachsten kann man es an der Ernährung sagen,
Wenig verarbeitete Produkte.
Wenig Produkte zu konsumieren,
Wo viel Leid drinsteckt,
Sei es Tierleid,
Sei es Menschenleid,
Indem wir achtsamer konsumieren.
Das Dritte ist,
Gemeinschaft,
Sich Menschen zu suchen,
Die auf einem ähnlichen Weg sind,
Die mich stärken können,
Vorbilder für mich sein können,
Die mich auch in Zeiten von Krisen durchtragen können.
Dass wir für andere Menschen etwas Gutes tun.
Das ist jetzt vielleicht auch möglich,
Dass wir bei unseren Eltern,
Nachbarn einfach mal klingeln oder einen Zettel in den Briefkasten legen,
Ob sie beim Einkaufen Unterstützung brauchen.
Das ist etwas Uneigennütziges zu tun,
Uns selbst zurückzunehmen und etwas für andere zu tun.
Das sind vier Qualitäten.
Regelmäßig spirituelle Praxis,
Ein reines Leben zu führen,
Gemeinschaft zu suchen und anderen etwas Gutes zu tun.
Wunderbar,
Ganz wundervoll.
Die letzte Frage ist,
Hast du vielleicht eine Buchempfehlung oder eine Ressource,
Wenn man sich jetzt mit dem Thema achtsames Wirtschaften oder nachhaltiges Wirtschaften noch ein bisschen intensiver auseinandersetzen möchte?
Ich finde ein sehr gutes Buch,
Es gibt so viele Bücher,
Aber ich finde die Psychologie der Nachhaltigkeit von Marcel Hunecke,
Ein schönes,
Auch wissenschaftlich fundiertes Buch.
Ich finde die Gemeinwohlökonomie von Christian Felber,
Ein sehr gutes Buch für ein neues Wirtschaftssystem.
Lieber Christoph,
Ich habe ganz,
Ganz vielen Dank für deine Zeit,
Für deine Gedanken,
Auch in der herausfordernden Situation.
Ja,
Dank dir und alles Gute an die Zuhörer,
Zuhörerinnen.
Lasst euch nicht entmutigen und bleibt positiv und schaut ein bisschen auf eure Nächsten und diesem Thema alles Gute.
Die Corona-Krise lähmt aktuell unsere Wirtschaft und die individuelle Freiheit,
Aber sie bietet auch Chancen,
Wie ich finde.
Was nimmst du heute schon aus der Krise für dich persönlich und vielleicht auch schon für deinen Arbeitsalltag mit?
Welche Dinge sind dir durch die vielseitigen Einschränkungen im Lebensalltag wieder wichtiger geworden?
Auch für mich hat das Gespräch mit Christoph neue Anregungen zum Nachdenken gegeben.
Besonders möchte ich sein zuletzt beschriebenes Konzept der Reinheit wieder mehr in den Blick nehmen.
Mehr zur Arbeit von Christoph erfährst du auf seiner Homepage.
Den Link dazu findest du wie immer in den Shownotes.
Deine Gedanken oder Wünsche zum Thema lese ich sehr gern auf Social Media oder per Mail.
Alle Möglichkeiten zum Austausch habe ich dir ebenfalls in den Shownotes verlinkt.
Ich freue mich sehr,
Dass du heute reingehört hast in diese Folge und natürlich auch,
Wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist bei Distress You,
Dem Podcast für mehr Stresskompetenz im Arbeitsalltag.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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