23:01

Christliche Meditation: Ruhe finden Mt 11,28ff.

by Henning Porrmann

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Jesus sagt: "Kommt alle zu mir, die ihr erschöpft und belastet seid. Ich werde Euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen." Matthäus 11,28ff. In dieser Meditation geht es darum, diese Ruhe und Stille in der Gegenwart Gottes zu erleben. Besonders in Zeiten großer Belastung und Erschöpfung ist eine Pause im gegenwärtigen, stärkenden Raum Gottes hilfreich.

Transkription

Jesus sagt,

Kommt alle zu mir,

Die ihr erschöpft und belastet seid.

Ich werde euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.

Mit diesem Wort aus dem Matthäusevangelium von Jesus gehen wir heute in der christlichen Meditation in die Stille und suchen so die Gegenwart des Einen.

Jesus lädt die Erschöpften und Belasteten zu einer Pause ein und so werden wir in der Gewissheit seiner Gegenwart tief im innersten Seelengrund unseren Körper und unseren Geist,

Unsere Gedanken und unsere Seele erfüllen lassen von dieser göttlichen Ruhe.

Dazu lade ich dich ganz herzlich ein.

Bitte nimm eine gute Haltung für die Meditation ein und zwar aufrecht im Sitzen auf einem Stuhl oder auf einer anderen Sitzgelegenheit.

Der Klang der Klangschale wird die Meditation einleiten.

Um jetzt gut in diese Ruhe zu finden,

Nehme ich noch einmal die Erde wahr,

Die mich trägt.

Aus diesem Halt heraus spüre ich in meiner Aufrichtung,

In meiner Wirbelsäule,

Gehe weiter bis zu meinem Scheitelpunkt,

Ganz nach oben,

Spüre hinein in den weiten Raum über mir.

So bin ich jetzt da,

Gehalten und getragen von der Erde und aufgerichtet in meiner Würde in den Himmel.

Ich strecke meine Sinne noch einmal aus nach außen und nehme wahr,

Was ich im Außen wahrnehmen kann.

Und nun lasse ich auch diese Wahrnehmungen im Außen und richte mein Hören,

Mein Sehen,

Mein Spüren und Fühlen ganz nach innen.

Ich beginne,

Indem ich meine Füße so wahrnehme,

Wie sie jetzt da sind,

Ohne zu bewerten.

Einatmend nehme ich meine Füße wahr,

Ausatmend lasse ich Unruhe abfließen.

Ich gehe weiter zu meinen Unterschenkeln und zu meinen Knien.

Beim Einatmen nehme ich wahr und beim Ausatmen lasse ich Unruhe abfließen.

Ebenso verweile ich bei meinen Oberschenkeln und bei meinen Hüftgelenken.

Von dort aus dehne ich meine Aufmerksamkeit aus in meinen Beckenbereich und in meinen ganzen Bauchbereich.

Einatmend nehme ich wahr und ausatmend lasse ich zur Ruhe kommen,

Fließt Unruhe ab.

Nun sammle ich meine Aufmerksamkeit bei meinem Becken,

Mitte meines Körpers.

Einatmend nehme ich wahr,

Ausatmend fließt Unruhe ab.

Ich erspüre mein Kreuzbein,

Das meine Mitte mit meiner Aufrichtung verbindet.

Ich spüre von dort aus auch meine Wirbelsäule.

Wirbel für Wirbel gehe ich nach oben mit meiner Achtsamkeit.

Einatmend nehme ich wahr und ausatmend fließt Unruhe und Schmerz ab.

Von meiner oberen Wirbelsäule aus spüre ich in meinen Brustraum.

Einatmend nehme ich wahr,

Wie sich mein Brustraum weitet und ausatmend lasse ich alle Unruhe und Anspannung abfließen.

Ich gehe weiter zu meinen Schultern,

Die jetzt nichts zu tragen haben,

Für diese Stunde der Meditation frei sein können von aller Last.

Einatmend nehme ich wahr und ausatmend lasse ich alle Last abfließen.

Ebenso erspüre ich meine Oberarme,

Die Ellenbogen,

Die Unterarme und meine Hände,

Die jetzt in dieser Meditation ruhen.

Mit dem Einatmen nehme ich wahr und mit dem Ausatmen fließt alle Unruhe aus meinen Händen ab.

Nun lasse ich meine Hände in dieser Ruhe,

Gehe über meine Arme wieder zu meinen Schultern und erspüre auch noch meine letzten Wirbel,

Die Halswirbel.

Mit dem Einatmen nehme ich wahr und mit dem Ausatmen fließt Unruhe und Anspannung ab.

Ich spüre meinen Hinterkopf und sammle all meine Aufmerksamkeit bei meinem Scheitelpunkt,

Meinem Kronenpunkt.

Von dort aus spüre ich noch einmal in den weiten Raum,

In den ich aufgerichtet bin.

Ich kehre zurück zu meinem Körper und erspüre mein Gesicht.

Ich beginne bei meiner Stirn.

Einatmend nehme ich wahr und ausatmend lasse ich alle Anspannung abfließen.

Ich erspüre meine Augen und den Raum hinter meinen Augen.

Ich spüre meine Wangen,

Meine Ohren und meine Kiefergelenke.

Einatmend nehme ich wahr.

Ausatmend fließt alle Unruhe und Anspannung ab,

Sodass meine Lippen ganz leicht aufeinander liegen und Raum in meinem Mund entsteht,

In dem meine Zunge ruhen kann.

Ich erspüre meine Nase und erspüre den Luftzug meines Atems an meinen Nasenflügeln.

Ich nehme wahr,

Wie mein Atem meine Nasenflügel berührt.

Und nun verweile ich ganz allein mit meiner ganzen Aufmerksamkeit bei meinem Atem.

Einatmend erspüre ich,

Wie mein Atem meinen Körper erfüllt.

Ausatmend lasse ich alle Unruhe mit ausfließen.

So kommt und geht mein Atem,

Der mir geschenkt ist von Beginn an.

So erfüllt mich mein Atem mit jedem Einatmen mit mehr Ruhe und nimmt mit jedem Ausatmen Unruhe mit fort.

Kommt alle zu mir,

Die ihr erschöpft und belastet seid,

Sagt Jesus.

Ich werde euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.

Gott,

Lebendiger Atem dieser Welt,

Atem und Leben in mir,

Hilf mir zur Ruhe zu finden.

Lass mich dich finden im Urgrund meines innersten Seins.

Führe du mich zur Stille und lass mich ausruhen von aller Anstrengung.

Jesus sagt,

Kommt alle zu mir,

Die ihr erschöpft und belastet seid.

Ich werde euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.

In diesem Bewusstsein lasse ich nun auch meine Gedanken zur Ruhe kommen.

Einatmend nehme ich meine Gedanken wahr und ausatmend lasse ich meine Gedanken zur Ruhe kommen.

Einatmend strömt Ruhe ein und ausatmend fließt alle Unruhe ab.

So verweile ich in der Stille,

In der Gewissheit,

Dass der eine,

Dass der Vater,

Der Sohn und der Heilige Geist mich zu dieser Ruhe meines innersten Seins führen will,

Wo ich ihn vernehmen kann.

Kommt alle zu mir,

Sagt Jesus,

Die ihr erschöpft und belastet seid.

Ich werde euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.

Wenn Gedanken kommen und mich ablenken,

Kehre ich ganz sanft und liebevoll wieder zurück zum Einatmen und zum Ausatmen.

Ruhe strömt ein und Unruhe fließt ab.

So verweile ich in der Gegenwart und in der Stille bei Gott.

Jesus sagt,

Kommt alle zu mir,

Die ihr erschöpft und belastet seid.

Ich werde euch Ruhe geben und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.

Ich bleibe in Verbindung mit dieser Stille,

Mit der Ruhe tief in mir,

In meinem innersten Seelengrund und öffne meine Hände vor meinem Körper.

Ich spüre noch einmal die Erde,

Die mich trägt und die immer da ist,

Wie Gott als mein Halt und Schöpfer immer da ist und mich trägt.

Ich spüre meine Verbundenheit durch die menschgewordene Liebe Gottes in seinem Sohn Jesus Christus mit den Menschen.

Ich spüre meine Verbundenheit mit allen,

Die mit mir meditieren,

Ja mit allen,

Die mit mir leben.

Und ich spüre in den weiten Raum über mir,

In den ich aufgerichtet bin in meiner ganzen Würde und lasse mich noch einmal erfüllen von Gottes Lebensgeist und seiner Kraft.

So segne uns nun der eine,

Die schöpferische Kraft allen Lebens,

Die verschwenderische Liebe und die helle,

Klare Weisheit.

Gott,

Vater,

Sohn und Heiliger Geist.

Amen.

4.8 (72)

Neueste Bewertungen

Sebastian

January 22, 2021

Richtig schön gemacht. Ich hoffe, Sie laden noch mehr christliche Meditationen hoch 🙏🏻 Einen gesegneten Tag wünsche ich Ihnen.

Edith

June 21, 2020

Sehr schöne Anleitung

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