
Meditation zur 11. Rauhnacht
by Tanja Köster
Eine sehr intensive, elfte Rauhnacht liegt vor uns. Sie korrespondiert mit dem November, dem tiefgründigen Skorpionmonat. Mystik, Hellsichtigkeit und Grundsatzfragen haben heute ihren Höhepunkt. Zeit auf unser Konsumverhalten zu schauen, was konsumieren wir, und warum?
Transkription
Wir sind in der elften,
Der vorletzten Rauhnacht angekommen.
Eine sehr intensive Nacht liegt vor uns,
Sie korrespondiert mit dem November,
Dem tiefgründigen Skorpionmonat.
Mystik,
Hellsichtigkeit,
Grundsatzfragen haben heute ihren Höhepunkt.
Die Themen sind dementsprechend Abschied,
Tod,
Loslassen und Transformation.
Der Skorpion steht für den Wandel,
Und heute ist die Frage,
Wohin geht unsere Lebensenergie?
Geht diese Lebensenergie von Dir weg,
Aus Deinem inneren Kern hinaus?
Und wo verausgabe ich mich?
Und das auch im finanziellen Sinne.
Dies ist die Nacht,
Um einmal einen genauen Blick auf unser Konsumverhalten zu werfen.
Was kaufe ich?
Und warum?
Was steht dahinter,
Was möchte ich mit diesen Käufen erreichen?
Wie viel Energie gebe ich aus,
Oder dafür hin,
Denn Geld ist auch nur eine Form von Energie.
Kaufe ich wirklich etwas ein,
Oder verkaufe ich mich?
Ich schlage gar nicht vor,
Dass Du all Deine Besitztümer loslässt und ein spartanisches Leben in einer Höhle führst,
Aber wie viel von Deinem Kaufverhalten kommt wirklich aus Deinem Inneren heraus,
Und wie viel ist Kompensation?
Was kaufst Du,
Weil Du gerade Stress hast,
Weil Du so viel arbeitest,
Und dann musst Du wieder so viel arbeiten,
Um Dir die Dinge kaufen zu können,
Die Du meinst,
Die Du benötigst.
Kannst Du loslassen von diesen Dingen,
Die nicht wirklich Dein sind im tiefsten,
Im Inneren,
In Deinem inneren Kern,
In Deinem Herzen,
Oder lässt Du Dich immer weiter von Werbung und dem,
Was man so haben muss,
Dem Standard,
Dem Lebensstandard beeinflussen?
Wie viel von Deinem Kaufverhalten ist davon beeinflusst,
Was andere Menschen denken?
Kannst Du Dich heute Nacht von einigen lösen?
Nimm Abschied und lass los!
Stoppe doch diesen Beitrag für einen Moment und fertige eine Liste an,
So ungefähr 20 Dinge,
Wofür Du jetzt gerade in diesem Moment dankbar bist.
Achte darauf,
Was Du dabei fühlst.
Denkst Du nur,
Du müsstest für diese Dinge dankbar sein,
Oder erfüllen sie wirklich Dein Herz?
Wir konsumieren nicht nur Dinge aus irgendwelchen Läden oder von großen Bestellfirmen,
Wir konsumieren auch Verhaltensregeln,
Wie benehme ich mich im Alltag,
Und kommt dieses Verhalten,
Dieses Tun wirklich aus meinem inneren Kern?
Welche dieser Muster,
Die ich konsumiere,
Sind mir noch nützlich,
Welche möchte ich behalten,
Und welche möchte ich loslassen?
Bin ich besorgt,
Was andere Leute sagen,
Was sie über mich reden?
Ich liebe den englischen Spruch,
What Susie says about Sally,
Says more about Susie than about Sally.
Also,
Was Susie über Sally sagt,
Sagt mehr über Susie aus,
Als über Sally.
Auch im Deutschen haben wir etwas Ähnliches,
Es heißt ja bei uns,
Ist der Ruf erst ruiniert,
Lebt sich's gänzlich ungeniert.
In meiner Jugend wurde dieser Spruch so eher als Warnung benutzt,
Ich bin 68er Jahrgang,
Wenn ich etwas getan hatte,
Was meiner Mutter nicht so gefiel,
Zum Beispiel mit Jungs rumgehangen oder so,
Dann kam dieser Spruch immer.
Und ich habe erst sehr viel später begriffen,
Welche Weisheit sich dahinter verbirgt und welche Freiheit er auch verspricht.
Welche Freiheit könnten wir erlangen,
Wenn wir uns nicht mehr vom Gerede anderer Menschen beeinflussen lassen würden?
Ich meine damit nicht nur unser Tun aus Angst,
Was dann über uns erzählt und gesagt wird,
Sondern auch unser Verhalten,
Wenn wir gehört haben,
Was über andere Menschen getratscht wird.
Wenn Du heute Yoga übst,
Sollte Deine Praxis sanft sein,
Von Loslassen geprägt,
Also viele Vorbeugen oder und die Stellung des Kindes.
Zur heutigen Meditation stelle ich Dir wieder einige Fragen,
Lasse wieder ungefähr eine Minute Zeit zwischen den Fragen,
Du kannst Dir diese Fragen im Geist beantworten,
Sie aufschreiben und natürlich auch die Meditation wieder anhalten,
Bis Du Dir die Fragen beantwortet hast.
Suche Dir einen möglichst ruhigen Platz,
Wo Du ungestört sein kannst,
Richte Dich gut ein,
Am besten im Sitzen,
Aber natürlich kannst Du Dich auch jederzeit für die Meditation hinlegen.
Denk dran,
Was Davi G.
Immer sagt,
Comfort is Queen,
Also Komfort ist die Königin.
Lasse Deinen Körper zur Ruhe kommen,
Entspanne Deine Muskeln,
Achte hier besonders darauf die Schultern und die Kiefergelenke zu entspannen.
Komm mit der Aufmerksamkeit zu Deinem Atem.
Spüre,
Wie es Dich aus- und einatmet.
Greife nicht in Deinen Atem ein,
Lass auch hier los,
Lass den Atem so fließen,
Wie er gerade fließen möchte.
Wir kommen jetzt zu den Fragen und beantworte Dir diese Fragen,
Indem Du auf das eingehst,
Was Dir so direkt erscheint.
Da diese Fragen sehr tiefgründig sind,
Ist es etwas,
Wo der Verstand sich sehr gerne drin verbeißt und dann beantwortest Du diese Fragen aus Deinem Kopf.
Versuche diese Fragen wirklich aus Deinem Bauch und aus Deinem Herzen zu beantworten.
Was ist der Sinn meines Lebens?
Warum bin ich hier?
Die nächste ist besonders trickreich.
Lasse Dich nicht dazu verleiten,
Eine Bestimmung auszusuchen,
Die Dir gesagt wurde,
Dass es eine gute Bestimmung.
Also,
Was ist meine Lebensaufgabe,
Meine Bestimmung?
Welchen Abdruck will ich hier auf der Erde hinterlassen?
Was ist endgültig vorbei und möchte nun losgelassen werden?
Und hier kommt die letzte Frage.
Sei mutig,
Kühn und verwegen.
Was ist das beste Bild von mir selbst?
Welche Version ist die beste Version überhaupt?
Und auch hier,
Lass Dich nicht beeinflussen von den ganzen Versionen,
Die andere Menschen geträumt haben,
Superwoman zu sein oder Superman.
Vielleicht ist Deine beste Version,
Dass Du den ganzen Tag gelassen auf einem Sessel sitzt.
Es wird Zeit,
Die Meditation zu beenden.
Lasse Deinen Atem tief und lang werden.
Bringe kleine Bewegungen ins Spiel.
Wackel mit den Zehen,
Bewege Deine Finger.
Und dann in Deinem ganz eigenen Tempo,
Lass diese Bewegungen größer werden,
Raumgreifender.
Gehe über in ein Recken,
Strecken,
Dehnen und gehen.
Ohhhh.
Waren diese Fragen schwierig für Dich?
Schenke Dir auf alle Fälle Lob und Anerkennung dafür,
Dass Du Dich darauf eingelassen hast.
Wir bewegen uns jetzt ja schon wieder auf die längeren Tage zu.
Und deswegen wünsche ich Dir eine erleuchtete Rauhnacht.
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