
Loslassen und Neues aufnehmen
Diese geführte Meditation lädt dich ein, das Alte liebevoll loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Gemeinsam gehen wir auf eine Reise in dein Inneres, wo du dich von Ballast befreien und deine Gedanken und Gefühle klären kannst. Mit sanfter Begleitung wirst du in die Ruhe geführt, findest den Mut, das Vergangene gehen zu lassen, und öffnest dein Herz für frische Möglichkeiten. Stell dir vor, wie du Altes wie fallende Blätter abgibst und Neues wie einen frischen Morgen begrüßt. Diese Meditation schenkt dir Klarheit, Leichtigkeit und eine innere Ausrichtung, um mit Vertrauen und Offenheit den nächsten Schritt in deinem Leben zu gehen. Spüre, wie sich dein Herz öffnet und deine Seele frei atmet.
Transkription
Zum Ende des Jahres oder auch zum Ende eines Tages,
Einer Woche,
Lade ich Dich ein in der Tiefe loszulassen,
Um Dich dann ganz dem Neuen zu öffnen,
Das auf Dich wartet.
Das ganze Leben ist eine große Übung in das Loslassen.
Je länger wir leben,
Desto klarer erkennen wir,
Dass wir letztlich nichts festhalten können.
Und zugleich können wir das Loslassen feiern,
Denn um Neues aufzunehmen,
Müssen wir auch Altes loslassen.
Hingabe an das Leben bedeutet ein völliges Loslassen,
Ganz von Dir selbst loslassen.
Und wenn Du Dich selbst völlig loslässt,
Dann erst kannst Du erfahren,
Dass Du gehalten wirst.
Wenn eine Welle daran festhält,
Eine Welle zu sein,
Kann sie nicht zum Ozean werden,
Aber wenn sie von sich selbst loslässt,
Ihre Form sozusagen loslässt,
Dann ist sie schon der Ozean.
Alle Flüsse folgen der Schwerkraft und münden im Ozean.
Um das große Loslassen nachzuempfinden,
Lade ich Dich somit ein,
Dir innerlich einen großen Fluss vorzustellen.
Er fließt zwischen zwei Bergen,
Die Strömung ist stark und lebendig,
Sehe es vor Deinem inneren Auge,
Sehe es ganz klar und mit dem Rauschen des Wassers nimm Deinen Atem wahr,
Wie er kommt und geht,
Mit dem Geräusch des Wassers lenke Deine Achtsamkeit vom Denken weg hin zu Deinem Körper,
Spüre wie Dein Bauch und Dein Brustkorb sich langsam hebt und senkt mit jedem Atemzug.
Steige in Deiner Vorstellung in den Fluss hinein,
Klettere zum Fluss hinunter,
Doch Du sollst nicht schwimmen,
Fließe einfach mit ihm mit.
Fließe einfach nur,
Einfach mitfließen.
Bewege Deine Hände und Beine nicht,
Kein Schwimmen,
Nur fließen.
Der Fluss fließt schnell und Du fließt mit ihm mit.
Es gibt nichts zu erreichen,
Du brauchst kein Ufer zu erreichen,
Lasse los und fließe und ohne Dein Zutun getragen wirst,
Davon getragen wirst,
Komme in Kontakt mit dem,
Was in der letzten Zeit geschehen ist.
Du spürst,
Wie in Deinem Körper alle Erlebnisse in diesem Jahr nachklingen,
Ihre Spuren hinterlassen haben,
Aber nun auch durch das fließende Wasser abgewaschen werden.
Wenige der Wirkung dieses fließenden Wassers auf Dich wirken lässt,
Macht Dir noch tiefer bewusst,
Du schwimmst nicht,
Sondern Du lässt Dich treiben.
Wir schwimmen unser ganzes Leben,
Wir wollen etwas erreichen,
Irgendein Ufer,
Ein Ziel,
Einen bestimmten Zustand,
Aber es gibt ein paar Dinge,
Die wir niemals erreichen können,
Indem wir schwimmen,
Wir können sie nur durch Mitfließen erreichen.
Durch Schwimmen kannst Du vielleicht von einem Ufer zum anderen gelangen,
Aber nicht zum Ozean.
Bist in der Tiefe loszulassen,
Dich treiben zu lassen,
Wirst Du den Ozean erreichen.
Der Fluss selbst trägt Dich dorthin.
Wenn Du Dich so dem Leben anvertraust,
Brauchst Du keine Anstrengungen zu unternehmen,
Um irgendwo hinzukommen,
Das Leben selbst bewegt Dich zur letztendlichen Quelle.
Jetzt,
In diesem Moment,
Lasse etwas tiefer los und vertraue Dich diesem Fluss an,
Während Du so mitfließt,
Lass alle Enttäuschungen los,
Alle Lasten,
Alle Kämpfe,
Die Du in diesem Jahr gekämpft hast,
Lass auch alle Siegel los,
Du kannst Dich an ihnen freuen,
Aber lass sie auch wieder los und nun spüre den sanften Übergang vom fließenden Wasser,
Vom Fluss zum Ozean.
Und Du bleibst nicht an der Oberfläche,
Sondern lässt Dich auch hier los und singst schwerelos in das tiefe Blau hinein.
Du bist schwerelos und umgehst,
Verblasst mehr und mehr das letzte Sonnenlicht.
Für dieses Erkennen brauchst Du nicht Deine Augen,
Du siehst mit Deinem Herzen.
Die fließenden Formen um Dich herum kommen und vergehen wieder.
Genieße diesen Moment des Getragenwerdens und schau mit diesem inneren Abstand noch einmal auf das vergangene Jahr.
Nicht einzelne Erlebnisse,
Sondern das Wunder Leben als Ganzes,
Wie es sich Dir gezeigt hat und wie es durch Dich in diese Welt geflossen ist.
Jetzt,
In diesem Moment,
Find etwas,
Was ist,
Tauche ganz darin ein,
Die Dinge sind,
Wie sie sind,
Die Welt ist so.
In diesem reinen Zustand des Erkennens,
Wo ist die Unruhe,
Wo sind die Schwierigkeiten?
Höre zu,
Lausche auf das Geräusch des Meeres.
Alle Geräusche,
Alle Erscheinungsformen,
Alle Ereignisse in Deinem Leben,
Alles,
Was Und sei für diesen Moment nicht im Widerstand,
In der Erwartung,
Dass die Dinge anders sein sollten,
Die Dinge sind,
Wie sie sind.
Dann bist Du in Übereinstimmung mit allem.
Das ist Frieden.
Spüre,
Wie Du langsam wieder nach oben gezogen wirst,
Dem Licht wieder entgegen.
Du spürst wieder die leichtere und schnellere Strömung des Wassers.
Die Bewegung der äußeren Formen nimmt zu,
Aber Du hältst den inneren Frieden in Dir.
Du tauchst aus dem Wasser auf und bist wieder am Land,
In einem tiefen,
Tiefen Atemzug.
Wenn wir in der Tiefe losgelassen haben und in Übereinstimmung leben mit allem,
Was ist,
Dann können wir auch mit einer ganz neuen Kraft die Herausforderung des Lebens angehen.
Ein neues Jahr liegt vor Dir,
Oder eine neue Woche,
Ein neuer Tag.
Lass zu Beginn dieser neuen Phase die Frage an Dein Herz,
Was brauche ich,
Um zu leben?
Nicht nur zum Überleben,
Sondern wirklich zum Leben.
Was ist meine tiefste Sehnsucht?
Was fällt Dir dazu ganz spontan ein?
Was brauchst Du wirklich?
Was ist Dir wirklich wichtig?
Leben zu können brauche ich oben.
Vor Dir liegt eine weite Ebene.
Das Sonnenlicht durchflutet die Landschaft und Du folgst dem Weg,
Der vor Dir liegt.
Es ist ein guter Weg und es ist gut und wichtig,
Dass es Dich gibt.
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