23:55

96. Wie wir überwältigende Momente erlauben können

by Miriam Amavi

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Falls du dich fragst, wie du eigentlich Angst, Schmerz oder ähnliches erlauben kannst ohne es betäuben zu müssen, weil es zu krass wird, ist diese Folge etwas für dich. Diese überwältigenden Momente müssen nicht unbedingt überwältigend sein, wenn wir uns auf sie einlassen und ihnen Liebe geben. Wie du das Erlauben von physischen Gefühlen oder großen Emotionen lernen kannst und warum es nicht du bist der/die Angst oder den Schmerz hat, das fährst du in dieser Folge.

Transkription

Ich bin nicht die,

Die Angst hat,

Sondern diese Teile,

Die diese Schmerzen waren,

Die hatten Angst.

Ich möchte die Folge heute hoffentlich ein bisschen kürzer halten,

Mal sehen,

Ob ich das hinbekomme.

Denn ich möchte heute über das Überwältigtsein sprechen,

Beziehungsweise über,

Wenn wir uns überwältigt fühlen in unserem Körper oder mit unseren Gefühlen oder mit irgendwelchen Emotionen und was wir dann machen können.

Und ich habe damit selber viel Erfahrung gemacht oder viel sowas erlebt.

Und für mich war immer so ein bisschen die Frage,

Wie kann ich davor nicht wegrennen?

Wie kann ich das erlauben,

Wenn etwas zu krass ist?

Und ich möchte,

Bevor ich jetzt mit dieser Folge anfange,

Einfach ein kleines Gedicht,

Beziehungsweise es ist kein Gedicht,

Es ist ein Gebet.

Jetzt nicht im religiösen Sinne,

Sondern es heißt Ein Gebet für die Überwältigten von Jeff Foster.

Und ich mache nämlich gerade einen Online-Retreat mit Jess Lively.

Ich habe die auch schon ein paar Mal in dem Podcast erwähnt,

Ist auch eine ganz wundervolle Podcasterin.

Die macht ganz wunderbare Arbeit und ich bin fasziniert.

Und es ist so eine krank schöne Energie in diesem Retreat.

Und diese ganzen Leute sind alle so krass lieb und so,

Damn,

Es passieren so viele Synchronitäten gerade in meinem Leben.

Und es ist alles so high energy und what the heck is going on?

Ich habe keine Ahnung.

Aber deswegen,

Es ist auch alles ein bisschen überwältigend.

Und deswegen ist dieses Gebet,

Glaube ich,

Oder dieser Text hier auch was,

Was mich vielleicht wieder so ein bisschen runterbringt.

Wir haben nämlich auch einfach viel darüber gesprochen über dieses,

Den Körper,

Diese Gefühle.

Wie können wir die zulassen?

Wie können wir die auch lösen?

Und darüber möchte ich in dieser Folge sprechen.

Und erst ein Gebet für die Überwältigten von Jeff Foster.

Oh Schätzchen,

Das Leben ist manchmal überwältigend für dich.

Ich weiß.

Hör nicht auf diejenigen,

Die dich als überempfindlich oder zu schwach für diese Welt bezeichnen.

Deine Sensibilität ist ausnehmend schön.

Aber du musst lernen,

Nah bei dir selbst zu bleiben.

Du musst lernen zu atmen.

Die neugierige Aufmerksamkeit tief in deinen Körper einzuladen.

Erlaube dir,

Dich überwältigt zu fühlen.

Und du wirst nicht überwältigt sein.

Das verspreche ich dir.

Es ist nur ein Gefühl.

Ein kostbarer Teil von dir,

Der sich nach Liebe sehnt.

Es wird vergehen,

Wenn es bereit ist.

Lass es eine Weile bleiben.

Gib nicht vor,

Stark zu sein.

Derjenige,

Der alles im Griff hat.

Es wird bald genug Zeit für Antworten geben.

Gib jetzt einfach dem Überwältigten sicheren Durchgang in deinem Herzen.

Tränke das Gefühl der Überwältigung mit sanfter Aufmerksamkeit.

Bade es in überwältigender Liebe.

Es ist in Ordnung,

Sich manchmal überwältigt zu fühlen.

Das ist es wirklich.

Selbst die Stärksten fühlen sich überwältigt.

Denn ihre Stärke liegt in ihrer Verletzlichkeit.

Dein sensibles Nervensystem ist perfekt.

Und dafür liebe ich dich.

Und es ist alles in Ordnung hier.

Es ist wirklich in Ordnung.

Hier in den Armen des gegenwärtigen Augenblicks.

Jeff Foster Was ich heute erzählen möchte ist,

Warum wir manchmal so gerne von überwältigenden Gefühlen davonlaufen.

Und was ich auch witzig finde,

Ist,

Dass der Verstand,

Das Mind,

Immer sehr versucht zu analysieren und eine Lösung sofort für dieses Gefühl zu suchen oder für dieses Problem oder für dieses physische Unwohlsein oder was auch immer gerade da ist,

Was wir gerade nicht aushalten wollen,

Dass unser Verstand einfach sehr schnell versucht,

Damit dann mit anderen Leuten drüber zu reden und erst mal einzutüten und überlegen und schauen,

Woher kommt das?

Was könnte das sein?

Wie könnte das weitergehen?

Und dann Muster suchen und in die Vergangenheit gucken und dann das vielleicht mit irgendwelchen Freunden oder Familie oder wem auch immer durchwälzen.

Auch im positiven Sinne,

Z.

B.

Wenn man sich ganz frisch verliebt hat,

Dann kann da auch sehr viel Mind dabei sein und man wälzt das mit allen Leuten durch.

Und man ist so,

Was soll ich jetzt machen?

Und dadurch dimmen wir diese Gefühle wieder zurück auf dieses aushaltbare Level.

Weil z.

B.

Frisch verliebt zu sein,

Ist ja was total Schönes.

Und dann fokussieren wir uns gleich darauf,

Wie da jetzt was draus wird und so weiter.

Oder wir bleiben einfach offen und genießen dieses Gefühl und schwelgen darin und baden darin.

Oder wenn schönes Wetter ist,

Sollen wir dann selbst gleich einen Schuh draus machen und den ganzen Tag spazieren gehen und unbedingt rausgehen,

Unbedingt rausgehen.

Anstatt in dieser Energie zu baden,

In diesem Sonnenlicht zu baden.

Egal,

Ob du drinnen oder draußen bist.

Also ich merke,

Ich habe oft,

Dass ich dann so ein schlechtes Gewissen bekomme,

Wenn draußen gutes Wetter ist.

Aber eben auch eher in diese Gefühle,

Die uns zu viel werden.

Wie z.

B.

Wenn wir ganz wütend sind oder wenn wir ganz doll Angst haben.

Oder wenn wir auf irgendwas keine Antwort wissen.

Wenn wir was Physisches haben.

Ich habe diese Erfahrung ganz oft,

Dass ich dann,

Wenn mir übel ist oder so,

Dass ich das einfach gar nicht aushalten will.

Und das gar nicht haben will.

Ja,

Wenn wir es haben.

Aber halt wirklich so,

Dass ich dann Angst bekomme und so weiter.

Und wie können wir lernen,

Diese Gefühle nicht zu ignorieren und wegzudrücken und uns abzulenken.

Und es ist alles vollkommen okay,

Wenn wir das machen.

Ich will überhaupt nicht jemanden hier verurteilen oder irgendwas als gut oder schlecht hinstellen.

Ich habe nur selber für mich die Erfahrung gemacht,

Dass es mir nicht gut tut,

Auf Dauer immer alles wegzuschieben und mich immer abzulenken.

Es hat einfach für mich keinen langfristigen Nutzen mehr gehabt.

Und das konnte ich dann erst auch so ein bisschen merken,

Als ich diese eine Erfahrung gehabt habe,

Über die ich jetzt gleich sprechen möchte.

Aber ich wollte jetzt noch mal ganz kurz betonen,

Dass ich es total interessant finde,

Dass wir Gefühle,

Ob sie positiv oder negativ sind,

Immer wieder versuchen,

In so ein Mittelding zu holen,

In dieses Bekannte,

In dieses Fast-Taube.

Wo man sich eben oft,

Ich weiß nicht,

Ob sich jeder darin oft befindet,

Aber dann eben das,

Was einfach leicht einzuschätzen ist,

Dieses Day-to-Day,

Abwaschen und hier und dann mache ich da und dann mache ich hier was und gehe da.

Und weiß,

Was ich,

Was man den ganzen Tag eben so macht.

Dass man oft,

Oder ich mache jetzt hier Netflix an,

Und da vielleicht gar nicht so richtig mehr präsent ist und gar nicht mehr so richtig mitkriegt und so ein bisschen vielleicht auch die ganze Zeit vor irgendwas davonrennt.

Und manchmal sind das einfach Gefühle,

Vor denen wir davonrennen,

Ob die positiven oder negativen sind oder ob das physische Gefühle sind,

Vor denen wir davonrennen,

Dass wir immer irgendwo versuchen,

Uns nicht zu spüren.

Und wie können wir lernen,

Zu spüren?

Denn ich finde auch,

Dass es total liebevoll ist für sich,

Sich dem zuzuwenden,

Weil da ist ja was in einem,

Was sagt,

Hallo,

Hi,

Darf ich auch mal?

Und wenn wir immer sagen,

Nein,

Nein,

Nein,

Immer die Kellertür zumachen und immer wieder alle Gefühle,

Die total doll sind,

Immer wieder dimmen wollen,

Immer wieder in diesen Normalzustand,

Sag ich mal,

Wieder zurückbringen wollen,

Kriegen wir überhaupt nicht die Botschaften mit,

Die dahinter stecken.

Ganz oft ist es ja auch so,

Dass wir durch diese Momente,

In denen wir ganz doll vermeintlich,

Sagen wir mal,

Leiden oder einfach was sehr Krasses erleben,

Dass das genau die Momente sind,

Aus denen wir extrem viel lernen,

Aus denen wir extrem viel mitnehmen,

Aus denen wir wachsen.

Mir kam gerade so dieses Bild,

Wenn eine Frau zum Beispiel ein Kind kriegt,

Kann die ja auch nicht sagen,

Ja,

Okay,

Gib mir einfach hier,

Wie heißt es,

Eine Narkose.

Und dann geht,

Also natürlich,

Gut,

Das ist jetzt ein bisschen ein blödes Beispiel,

Weil es gibt ja Kaiserschnitt und diese ganzen Sachen,

Ich meine,

Ja,

Okay,

Gut,

Dann nehmen wir dieses Beispiel doch nicht.

Aber was mir halt so kam,

War einfach dieses Bild,

Du musst,

Um was Neues zu erschaffen,

Musst du eben durch dieses Erlebnis gehen mit all seiner Intensität.

Und noch mal,

Es ist auch völlig in Ordnung,

Wenn man verdrängt und wenn man alles weggibt und so weiter.

Es geht ja wirklich um die Zeit,

An der man angekommen ist.

Ich meine,

Ich bin jetzt erst so an dem Punkt,

Wo ich wirklich mich langsam dafür öffne,

Mich wirklich diese sehr,

Sehr starken Sachen,

Also vor allem körperliche Sachen,

Anzunehmen.

Ich bin immer bei Gefühlssachen und so weiter,

Da bin ich immer nicht so,

Das finde ich voll in Ordnung,

Wenn es total stark ist und dann ist es auch so total krass,

Aber ich muss mich nicht unbedingt da so sehr beträuben,

Sag ich mal,

Aber eben eher bei diesen körperlichen Sachen.

Und ich glaube,

Das ist bei jedem eben anders.

Und deswegen,

Ich habe so viel Mitgefühl für jeden und für mich und für alle,

Wenn man eben gerade sich das nicht anschauen möchte und sich das auch vor Augen zu führen,

Weil ich habe immer so gedacht,

Ja,

Aber das ist mir alles zu viel,

Ich kann da nicht hinschauen,

Ich will das nicht.

Das ist auch völlig in Ordnung.

Es kommt alles zur richtigen Zeit.

Also no worries.

So,

Now zu meinem Erlebnis.

Kurze Hintergrundgeschichte.

Ich habe ja gerade schon ein bisschen erwähnt,

Dass dieses,

Wenn mir übel ist oder ich sehr starke körperliche Reaktionen spüre,

Mir das einfach zu viel wird und ich dann Angst bekomme.

Und dieser,

Ich sage mal,

Threshold oder dieser Punkt,

Ab dem ich dann Angst bekomme,

Ist mit der Zeit immer,

Also es braucht immer mehr Reiz als früher.

Früher war der Reiz so ganz klein und bam,

Panik.

Mittlerweile ist der Reiz,

Muss der Reiz schon viel,

Viel größer sein als damals.

Aber diesen Punkt gibt es noch.

Und ich habe dann letztens,

Bin ich wieder an diesen Punkt gekommen und habe dann,

Hatte irgendwie total Bauchweh.

Und dann habe ich anstatt,

Also ich habe irgendwann auch letztens mal herausgefunden,

Das ist auch schon ein bisschen her,

Die Angst,

Das ist,

Was mir Comfort oder eben Sicherheit gibt,

Weil ich das kenne,

Diese Angstreaktion kenne ich.

Auch total witzig,

Wie der Verstand darauf reagiert und dann sagt,

Okay,

Du kommst jetzt an diesen Punkt und du weißt nicht,

Wie es da weitergeht und deswegen kriegst du jetzt Angst,

Weil du kennst es.

Und das ist so uncomfortable.

Aber unser Kopf macht eben das,

Was er kennt.

Ob das jetzt angenehm ist oder eben nicht.

Und dann kam ich eben an diesen Punkt,

Wo diese Angst losging.

Und dann habe ich so gedacht,

Okay,

Was,

Wenn ich nicht in die Angst gehe?

Diese Wahl zu treffen,

Ist auch nicht leicht.

Ich will jetzt niemandem sagen,

Ja,

Entscheide dich einfach das nächste Mal anders.

Oder wenn du irgendwie total traurig bist oder wenn du total gestresst oder alles zu viel ist oder du total froh bist und dir das zu viel ist,

Zu viel Freude ist.

Was,

Wenn du nicht in diese Reaktion gehst?

Und was ich dann gemacht habe,

Eher so intuitiv,

Ist,

In diese Gefühle in meinem Bauch oder diese Gefühle,

Die mir so Angst gemacht haben,

Reinzugehen.

Denen zuzuhören.

Wirklich in meinen Körper zu gehen.

Mit der Aufmerksamkeit genau da hinzugehen,

Wo es wehtut.

Genau da,

Wo es wehtut.

Und wenn du was Emotionales hast zum Beispiel,

Dann kannst du auch spüren,

In deinem Körper spüren,

Ob du da einen Punkt hast,

Wo du das besonders spürst.

Zum Beispiel in deinem Herz oder in deinem Bauch oder in deinem linken Zeh oder eben in deinem Kopf oder wo auch immer.

Oder du gehst in diese Erinnerung rein oder was auch immer.

Und hab dann diese Teile,

Die da so Schmerzen hatten und es war schon fast nicht mehr physisch,

Aber ich hab die Augen zugemacht und ganz tief geatmet und Atem,

Atem,

Atem ist,

Glaube ich,

Immer das,

Was total wichtig ist bei diesen Sachen,

Wenn man durch sowas durchgeht.

Und hab geatmet und diese Teile,

Es hat sich so fast gefühlt,

Als wären da so Hände,

Die sich nach mir ausstrecken,

So nach oben ausstrecken und so sagen,

Help me oder ich brauch Sicherheit,

Kannst du mir Sicherheit geben?

Und dann hab ich gemerkt und das war so ein krasser Moment,

Hab ich gemerkt,

Ich bin nicht die,

Die Angst hat.

Nicht ich,

Nicht mein Bewusstsein,

Nicht meine Wahrnehmung,

Sondern diese Teile,

Die diese Schmerzen waren,

Die hatten Angst.

Die waren die Teile,

Die Angst haben.

Und wenn ich dann die ganze Zeit verdränge und so weiter,

Kann ich diese Unterscheidung eben nicht machen.

Dann nehme ich das gleich alles als,

Ja,

Dann ist mein Körper,

Bin ich dann.

Es ist dann alles eins.

Mein Bauch tut weh,

Okay,

Alles bin ich,

Ich hab Angst.

Und das fand ich eben total spannend und es war so ein kranker,

Das war so ein Brainfuck-Moment,

Wo ich dann irgendwie gemerkt hab,

Ich kann diese Bemutterung sein und diesen Teilen,

Die so sehr nach Sicherheit gerufen haben oder die nach,

Die einfach gehalten werden wollten,

Ich kann diese Teile halten,

Ich kann diesen Teilen Sicherheit geben und dann hab ich denen gesagt,

Du bist sicher,

Es ist alles gut,

Du darfst dich so fühlen,

Wie du dich fühlst,

Dieses Gefühl darf da sein.

Diese Teile dürfen da sein.

Diese Rolle einzunehmen als mein Bewusstsein oder was auch immer,

Ich mein,

Mein Bewusstsein,

Wer bin ich?

Und diese Teile als so separat zu betrachten,

Die ich in den Arm nehmen darf,

Deren Hand ich halten darf und ich nehme diese Rolle an als Beschützer oder Handhalter,

Also da sind dann irgendwann diese Gefühle,

Haben sich dann immer sicherer gefühlt und diese physischen Empfindungen wurden immer schwächer.

Und mir ging es danach auch nicht super und alles super toll,

Aber dieser Moment,

Wo es einfach nicht mehr aushaltbar war beziehungsweise ich das Gefühl hatte,

Ich kann es nicht mehr aushalten,

Der war nicht mehr da.

Und dieses ganze Erlebnis hat mir wirklich das Erste,

Ich mein,

Ich hab schon öfter dieses Konzept erlebt,

Okay,

Ich bin nicht meine Gedanken,

Ich bin nicht mein Körper usw.

Und ich hab darüber auch schon viel gelernt und gelesen und wirklich so krass gemerkt,

Hab ich das glaube ich noch nie.

Und deswegen war dieses Erlebnis so signifikant für mich,

Weil ich wirklich in dem Moment erlebt habe,

Okay,

Ich kann mir in dem Moment selber Sicherheit geben,

Ich bin nicht dieser Teil,

Der so Angst hat,

Was auch immer das ist.

Und da können wir jetzt eigentlich irgendwelche Energien oder irgendwelche alten Leben oder was auch immer,

Aber in dem Moment ist es gar nicht so richtig wichtig,

Was das ist,

Es ist einfach nur Schmerz,

Der da gerade da ist,

Woher der kommt,

Was auch immer,

Was der bedeutet,

Was auch immer.

Völlig egal in dem Moment,

Müssen wir gar nicht durchdenken,

Müssen wir gar nicht uns jetzt annehmen dem,

Sondern einfach nur dem Verständnis entgegenbringen und Liebe entgegenbringen,

Sich bedanken.

Danke,

Dass du da bist und mir zeigst,

Dass da was ist.

Man sagt ja auch mein Bein oder meine Hand.

Man sagt nicht ich Hand oder so.

Also was ich damit sagen will,

Ist einfach,

Wir beschreiben unseren Körper ja schon als unseren Körper,

Aber wir beschreiben uns nicht als Körper.

In der Sprache,

Das ist irgendwie recht interessant,

Und einerseits,

Diese Wörter identifizieren uns zwar mit unserem Körper,

Weil wir es so gelernt haben,

Aber am Ende sagen wir ja wirklich mein Körper.

Also da ist so eine gewisse Distanz.

Man sagt ja auch mein Handy,

Aber das bedeutet ja nicht,

Dass ich das Handy bin oder meine Pflanze.

Ich bin nicht meine Pflanze,

Aber die Pflanze gehört mir.

Das ist natürlich auch wieder so eine Dualität,

So kann uns wirklich was gehören,

Das ist halt ein Konzept.

Aber dann ist ja genauso gut das Konzept,

Dass der Körper nicht wir sind,

Sondern der Körper ist unser Körper.

Und wir sind wir.

Und ich finde einfach diese Sachen zu trennen,

Oder vielleicht,

Und das haben wir jetzt in diesem Workshop auch oder im Retreat gemacht,

Ist,

Dass wir dann diese,

Jess Lively nennt das Beanbags,

Eckart Tolle nennt das so Schmerzkörper,

Sind diese Sachen,

Diese Trigger,

Kann man vielleicht auch sagen,

Wenn irgendeine Situation einfach da ist,

Die uns total rauswirft,

Wo wir den Frieden verlieren,

Das ist sozusagen ein Beanbag.

Das könnte was physisches sein,

Es könnte irgendwas sein,

Was jemand sagt,

Vielleicht irgendwas aus der Kindheit,

Was auch immer.

Und das,

Diese Szene dann rauszunehmen und in unsere Hände vor uns zu tun,

Also in der Vorstellung,

Und da diese Szene zu betrachten und die mit Liebe zu betrachten und mit Mitgefühl und einfach diese Distanz zwischen einem selber und dieser Szene zu schaffen und dadurch,

Finde ich,

Kommt dieser Unterschied immer ganz gut zum Vorschein zwischen ich und meine Erfahrung oder meine Glaubenssätze oder meine Gedanken oder mein Körper,

Meine Erlebnisse.

Und irgendwann wird es immer klarer,

Dass alles Erlebnisse sind,

Dass sie nicht gut oder schlecht oder was auch immer sind,

Sondern einfach nur Erlebnisse.

Gott,

Ja,

Und ich glaube,

Ich habe da selber auch noch so viel zu lernen und so viel,

Es ist aber alles nicht so glaubenrös,

Wie das dann klingt,

Wirklich da reinzugehen und sich nicht abzulenken und nicht alle Dinge zu tun,

Die einem nicht mehr fühlen lassen oder eben sich diese Sache nicht annehmen bedeutet,

Was auch völlig in Ordnung ist.

Wie gesagt,

Das ist alles so okay,

Es ist alles so wunderbar,

Denn wir machen es einfach dann,

Wann wir es machen.

Kein Zeitdruck,

Alles gut.

Wenn du jetzt auch zuhörst und sagst so,

What,

Hä,

Ist auch völlig in Ordnung.

Wenn es auch gar nichts für dich ist,

Auch alles in Ordnung.

Das ist nur so ein kleines Erlebnis,

Was ich hatte,

Was für mich total interesting war und ich habe es auch letztens wieder fast vergessen.

Dann habe ich das nochmal einer Freundin erzählt und das war so,

Ach so,

Stimmt,

Das ist ja passiert.

Und das war voll crazy.

Und dann auch,

Desto öfter man das macht,

Desto weniger Angst hat man vor diesen Momenten,

Vor diesen überwältigenden Momenten,

Vor diesen überwältigenden Gefühlen,

Vor diesen Ängsten,

Vor was auch immer,

Weil man eben weiß,

Dass man da durchatmen und durchgehen kann.

Und es dann sich immer ein Stück weit mehr löst.

Das Leibchen nennt es Beanbag-Releasing,

Durch eine Emotion oder durch diesen Beanbag zu gehen und den zu lösen.

Das ist dann einfach,

Puh,

Einfach weg.

Aber wie genau das,

Also ich denke,

Ich werde in Zukunft das einfach noch viel,

Viel mehr machen,

Da einfach noch viel mehr drüber lernen.

Deswegen kann ich auch gar nicht so viel dazu gerade sagen.

Ich bin auf jeden Fall super excited,

Dafür was kommt.

Und deswegen lade ich dich ein jetzt,

Wenn du Gefühle hast,

Versuchst du die dann dadurch,

Dass du viel darüber nachdenkst oder versuchst,

Die in eine bestimmte Richtung zu lenken?

Oder wenn du total glücklich bist,

Versuchst du dann total daran festzuhalten,

Glücklich zu bleiben?

Oder was sind diese Mechanismen,

In die du dann gerne gehst,

Um dieses Gefühl wieder erträglicher oder eben handfester zu machen?

Und ich habe mir das davor,

Diese Frage auch noch nie so richtig gestellt,

Aber es ist eine ganz normale Reaktion einfach,

Wenn man total happy ist,

Das versuchen zu erklären oder versuchen,

Antworten zu finden oder es sinnvoll zu machen oder anderen Leuten dann genau zu erklären,

Warum man so glücklich ist oder was auch immer.

Was,

Wenn du es einfach nur fühlst?

Was,

Wenn du daran einfach nur badest?

Und daraus entstehen dann die Dinge.

Inspirierten Handlungen.

Daraus entsteht dann nicht mehr dieses Ins-Opfer-Modus zu gehen und zu überlegen.

Oder wenn man es ganz,

Ich sage mal,

Schmerzvoll ist erlebt.

Wie kannst du durch diese Erfahrung gehen und sie wirklich einfach zu erleben?

Und das auch voll im eigenen Tempo.

Es ist ja auch so schön,

Dass die Dinge nicht kommen,

Nicht einfach alle aufkommen.

Die kommen halt alle zur richtigen Zeit.

Immer das,

Was wir nehmen können.

Aber wir müssen uns eben dem auch so annehmen und uns okay geben.

Yes.

Aber wenn du das nicht möchtest,

Ist das völlig in Ordnung.

Aber ich glaube,

Das habe ich jetzt oft genug gesagt.

Was packe ich denn heute auf die Playlist?

Ich glaube,

Ich mache von Barbarossa Bloodline in die Playlist.

Das ist ein schöner,

Langsamer Song.

Und ein schnellerer Song Om von Bilderbuch.

Der ist auch ganz witzig.

Der macht gute Laune.

Yes.

Ich glaube,

Das sind die für heute.

Ist das jetzt normal,

Dass ich immer 2 Songs reinmache?

Mal gucken.

Es darf sich alles flowen und verändern.

Wie auch immer.

Ich hoffe,

Dass du heute einen wunderbaren Tag hast.

Wenn du überwältigt bist,

Ist das völlig in Ordnung.

Nimm dich in den Arm.

Du kannst mir gerne bei Instagram oder InsightTimer schreiben,

Was für Erfahrungen du damit gemacht hast.

Bei InsightTimer kannst du auch meine Meditation machen.

Die Playlist,

Von der ich gerade geredet habe,

Die findest du bei Spotify.

Die heißt noch Podcast Playlist.

Ich packe das auch in die Show Notes und dann kannst du auschecken,

Was das für eine Playlist ist.

Ich würde mich auch über Musikvorschläge immer freien.

Ich gebe euch allen einen ganz,

Ganz großen Hug oder Umarmung.

Ich hoffe,

Wir hören uns beim nächsten Mal wieder.

Vielen,

Vielen Dank fürs Zuhören.

Bis bald.

Tschüss.

4.7 (6)

Neueste Bewertungen

Kathrin

March 23, 2021

Sehr weise, grossartig!

Ait

March 23, 2021

Young lady, beeindruckend, wie eindrücklich du den Moment beschreibst, in dem das achtsame, mitfühlende wahrnehmen (compassiontely embracing in nvc) die Angst im Schmerz "bemuttert". Genauso geschehen während der Geburt meiner Tochter. Dein Beispiel trifft es also perfekt, wenn man es auf eine selbstbestimmte, natürliche unkomplizierte Geburt bezieht. Der Moment, zur Mutter zu werden im Wesen, sich stark und absolut unabhängig zu erleben im Zulassen, öffnen und weich sein. Die Wahrheit herausfinden über die duale Illusion von Stärke und Schwäche und die eigene Macht spüren jenseits von Kontrolle. Danke für deine Gedanken 😊🙏 hugs back!

Antje

March 22, 2021

Gestern Abend hab ich mir Input zu genau diesem Thema gewünscht. 🌠 Danke!! 💖

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