
Zufriedenheit mit dem, was ist – Santosha im Alltag leben.
In einer Welt, die sich ständig verändert, in der alles schneller, besser und effizienter werden soll, sehnen sich viele Menschen nach einem Moment der Ruhe. Nach einem Zustand, in dem man nicht mehr kämpfen oder erreichen muss. Nach einem Gefühl von: Es ist genug. Ich bin genug. Genau hier setzt das yogische Prinzip Santosha an – die Zufriedenheit mit dem, was ist. Santosha ist eines der fünf Niyamas, also der inneren Disziplinen oder Verhaltensregeln aus dem achtgliedrigen Pfad des Yoga nach Patanjali. Wörtlich übersetzt bedeutet Santosha Zufriedenheit, Genügsamkeit oder innere Erfülltheit. Es geht darum, das Leben mit einer Haltung der Akzeptanz und Dankbarkeit zu betrachten – unabhängig davon, ob die äußeren Umstände gerade angenehm oder herausfordernd sind. Santosha lädt uns ein, Frieden zu schließen mit dem jetzigen Moment – ohne ihn sofort ändern zu wollen.
Transkription
Diese Achtsamkeitsmeditation ist eine Einladung zur Zufriedenheit.
Es geht um Santosha,
Das bedeutet Zufriedenheit mit dem,
Was ist,
Im Außen und im Innen.
Wo fällt es dir schwer,
In welchen Bereichen vollständige Akzeptanz zu üben?
Menschen,
Gefühle,
Situationen.
Herzlich Willkommen,
Mein Name ist Stephanie.
Richte dich in einer sitzenden Position ein.
Das kann der Schneidersitz sein mit Decke oder Kissen,
Vielleicht auch der Fersensitz,
Vielleicht magst du die Beine ausstrecken oder du übst sogar auf einem Stuhl.
Mach es dir bequem,
Spüre deine Sitzfläche,
Deine Aufrichtung und schließe sanft die Augen.
Lass die Schultern sinken,
Atme tief ein und lang aus.
Noch einmal einatmen,
Ankommen,
Im Moment,
Ausatmen,
Alles loslassen,
Was jetzt nicht gebraucht wird.
Du musst gerade nichts leisten,
Nichts verändern,
Nur da sein.
Richte deine Aufmerksamkeit nun auf deinen Atem.
Beobachte,
Wie der Atem kommt und geht,
Ganz von allein.
Spüre,
Wie der Atem durch dich fließt,
Ohne Bewertung.
Einfach nur beobachten,
Was da ist.
Der Atem ist wie ein Anker,
Der dich mit dem gegenwärtigen Moment verbindet.
Nun lade ich dich ein,
Die Aufmerksamkeit sanft nach innen zu lenken.
In welchen Bereichen fällt es dir schwer,
Vollständige Akzeptanz zu üben?
Vielleicht zeigt sich ein bestimmter Mensch,
Eine wiederkehrende Emotion,
Die schwer auszuhalten ist.
Oder eine Situation in deinem Leben,
Gegen die du immer wieder innerlich ankämpfst.
Nimm wahr,
Was kommt,
Ohne es zu analysieren oder verändern zu wollen.
Nur beobachten und anerkennen,
Dass es da ist.
Vielleicht spürst du Widerstand,
Unruhe,
Vielleicht auch gar nichts.
Was auch da ist,
Darf da sein.
Kannst du dir selbst erlauben,
Für einen Moment ganz ehrlich zu sein,
Ohne Schuld,
Ohne Urteil.
Einfach mit einem offenen Blick,
Nimm alles wahr,
Ohne es zu bewerten.
Es gibt nichts zu ändern,
Nichts zu verbessern,
Nur zu spüren.
Du darfst jetzt einfach sein.
Santoscha bedeutet Zufriedenheit,
Mit dem,
Was ist.
Nicht,
Weil es perfekt ist,
Sondern weil du aufhörst,
Gegen den Moment zu kämpfen.
Was wäre,
Wenn jetzt gerade alles genug ist,
Wenn du genug bist?
Kannst du diesen Gedanken für einen Moment zulassen?
Santoscha entsteht nicht im Außen,
Sondern im stillen Anerkennen dessen,
Was jetzt ist.
Stell dir vor,
Du lässt für diesen Moment alle Erwartungen los.
Du musst nichts leisten,
Du musst nirgendwo hin.
Spür in dich hinein.
Was ist in diesem Moment bereits genug?
Vielleicht ist es dein Atem.
Vielleicht ist es dein Herzschlag.
Vielleicht ist es einfach das Dasein.
Lass mit jedem Atemzug etwas weicher werden,
So als würdest du innerlich sagen,
Es ist gut so.
Ich bin genug.
Dieser Moment ist genug.
Wiederhole nun leise in deinem Inneren,
Mit deinem Atem.
Einatmen.
Ich bin dankbar.
Ausatmen.
Ich bin zufrieden.
Oder einatmen.
Ich habe genug.
Ausatmen.
Ich bin genug.
Lass die Worte wie Wellen in dir wirken.
Lass dich jetzt tiefer sinken in diese Erfahrung von Zufriedenheit.
Du musst nichts verändern,
Nichts besser machen.
Du darfst einfach da sein,
So wie du bist.
Jetzt.
Spüre den Frieden,
Der da ist,
Unter all den Gedanken.
Ein stilles Gefühl von Ich bin.
Und es ist gut so.
Verweile in dieser inneren Ruhe,
In dieser stillen,
Kraftvollen Qualität von Santosha.
Nun bring langsam deine Aufmerksamkeit zurück in deinen Körper.
Spüre die Auflage,
Auf der du sitzt.
Deine Atmung.
Den Raum um dich herum.
Nimm dir einen Moment,
Die Augen noch geschlossen zu lassen.
Spüre nach,
Was nimmst du mit.
Vielleicht ein stilles Ja zum Leben,
So wie es gerade ist.
Ein kleiner Same von Santosha,
Den du in deinen Alltag mitnehmen darfst.
Bring die Hände vor deinem Herzen zusammen und verneige dich vor dir selbst.
Nun bewege dich sanft,
Wenn du möchtest.
Vielleicht ein leichtes Dehnen oder ein Gehnen.
Und wenn du soweit bist,
Öffne langsam wieder die Augen.
Mit einem Gefühl von innerer Ruhe und Dankbarkeit.
Nimm dir einen Moment,
Um zu spüren,
Was war heute mein Moment der Zufriedenheit.
Und dann atme nochmal tief ein.
Nimm die Arme über die Seite,
Weit nach oben in die Streckung.
Und mit dem Ausatmen führe die Hände vor deinem Herzen zusammen.
Gerne mit Anjali Mudra.
Einmal tief einatmen,
Die Arme über die Seite,
Weit nach oben in die Streckung.
Ausatmen,
Die Hände zum Herzen.
Noch einmal.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und wünsche dir eine gute Zeit.
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