
Achtsames Gehen: Die sieben Richtungen
Alle 7 Richtungen werden während des Gehens erkundet, wodurch eine dynamische Verbindung mit dem Raum entsteht. Sie entwickelt ein umfassendes Raumgewahrsein und verbessert die Orientierung. Du startest mit einer erdenden Übung und gehst dann ins achtsame Gehen über.
Transkription
Herzlich Willkommen zu dieser Gehmeditation.
Die sieben Richtungen.
Eine Übung zur Orientierung im Raum,
Im Körper,
Im Leben.
Indem du dich bewusst nach allen Seiten öffnest,
Außen wie in,
Hilfst du deinem Nervensystem,
Sich zu regulieren.
Zur Vorbereitung suche dir einen ruhigen Ort,
An dem du ungestört gehen kannst.
Vielleicht einen Garten,
Einen Weg im Park,
Ein stiller Pfad oder ein leerer Flur.
Stelle dich zunächst aufrecht hin,
Bevor du beginnst.
Stehe still.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.
Finde eine Haltung,
Die sich aufrecht und gleichzeitig weich anfühlt.
Vielleicht möchtest du dich ein wenig bewegen.
Dich wiegen,
Bis du das Gefühl hast,
So bin ich da.
Lass den Atem kommen und gehen.
Spür,
Wie dein Körper geatmet wird.
Ohne etwas zu tun.
Spür,
Wie dein Gewicht von der Erde getragen wird.
Du bist hier.
Du bist gehalten.
Nun beginne langsam zu gehen.
Spüre den Raum vor dir.
Sieh den Weg,
Den du gleich gehen wirst.
Spüre den vorderen Teil deines Körpers.
Brust,
Bauch,
Gesicht.
Wie fühlt sich der Raum vor dir an?
Offen?
Dicht?
Manchmal strömt unsere Energie nach vorn.
Manchmal empfangen wir von vorn.
Lass es einfach geschehen.
Und nimm wahr.
Lenke nun deine Aufmerksamkeit nach rechts.
Spüre deine rechte Körperseite.
Vom rechten Fuß bis zur rechten Schläfe.
Wie fühlt sich der Raum rechts von dir an?
Ist dort weit?
Bewegung?
Vielleicht etwas Lebendiges?
Bleiben Bewegung und nimm den rechten Raum bewusst wahr.
Wende dich nun nach hinten,
Zur Rückseite.
Spür deinen Rücken,
Dein Gesäß,
Deine Fersen,
Den Hinterkopf.
Was liegt hinter dir?
Im Raum?
In der Erinnerung?
Im Gefühl?
Vielleicht ist der Raum hinter dir still oder schützend.
Spür diese Rückseite deines Seins,
Während du weitergehst.
Spüre nun deine linke Körperseite.
Den linken Fuß,
Das Bein,
Die Schulter,
Das Ohr bis hin zur linken Schläfe.
Wie fühlt sich der Raum links von dir an?
Welche Qualität bringt er mit sich?
Gehe weiter und spüre ganz bewusst diese Seite.
Hebe nun deine Aufmerksamkeit nach oben.
Ohne den Kopf zu heben,
Spür einfach den Raum über dir.
Wie fühlt sich oben an?
Ist da Weite?
Himmel?
Licht?
Oder ein inneres Dach?
Vielleicht fließt etwas von dir nach oben oder du empfängst von dort.
Spüre einfach hin.
Jetzt lenke deine Aufmerksamkeit nach unten.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.
Das,
Was dich trägt.
Mit jedem Schritt berührst du die Erde.
Was nimmst du wahr?
Dichte?
Festigkeit?
Wärme?
Vielleicht spürst du etwas Tieferes.
Eine Verbindung.
Ein Nachgeben.
Ein Gehaltenwerden.
Nun wende dich nach innen.
Spür den Raum in dir.
Die Landschaft deines Körpers.
Welche Empfindungen sind da?
Gibt es Wärme?
Bewegung?
Ruhe?
Während du weitergehst,
Spürst du,
Du bist nicht nur in der Welt.
Du bist eine Welt.
Lass nun alles zusammenfließen.
Vorne.
Rechts.
Hinten.
Links.
Oben.
Unten.
Und Innen.
Du bist mitten im Raum.
Verbunden mit allem,
Was dich umgibt.
Wie fühlt sich das an?
Gehe noch ein wenig weiter.
Mit deinem Körper,
Deinem Atem,
Deinem ganzen Wesen.
Bleibe zum Schluss für einen Moment stehen.
Spür nach.
Vielleicht magst du zwei,
Drei tiefe Atemzüge nehmen.
Vielleicht legst du eine Hand auf dein Herz.
Wie fühlst du dich jetzt nach diesem Weg durch die sieben Richtungen?
Was ist spürbar?
Was ist still geworden?
Unternimm diesen Zustand gern mit in den Rest eines Tages.
Oder wohin dein Weg dich heute auch führt.
Frieden.
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