
Irrglaube: Gedankenlos. Was du übers Meditieren wissen solltest
Hiermit möchte ich mit einem Irrglauben aufräumen, den viele von Meditation haben. Vielen steht er im Weg und lässt sie im besten Falle frustrieren, im schlechtesten mit ihrer Praxis wieder aufhören. Du erfährst, was Meditation stattdessen wirklich ist und kannst dich mit einer groben Einteilung auf deinem eigenen Weg selbst einordnen.
Transkription
Vor kurzem habe ich eine Nachricht von einer Hörerin bekommen,
Die beispielhaft für viele Menschen und ihrem Verständnis ist,
Was sie von Meditation denken.
Und ich kann das so gut nachvollziehen,
Denn das ist etwas,
Was als Irrglaube in vielen von uns drin ist und dann auch schließlich Druck in unserer Meditationspraxis aufbaut.
Sie hat mir geschrieben,
Dass es für sie quasi unmöglich wäre,
Sich hinzusetzen und an nichts mehr zu denken,
Und dass sie das jedes Mal sehr frustrieren würde,
Ihr Anspruch an sie selbst und ihre eigene Meditationspraxis ist ein ganz anderer.
Ich möchte darauf gerne einmal kurz eingehen,
Da das doch so viele Menschen betrifft.
Der Ansatz könnte hier sein,
Dass meine Gedanken belastend sind und ich die Meditation suche,
Um sie endlich ausschalten zu können,
Um ihnen endlich aus dem Weg zu gehen.
Denn dann würde ich mich leichter fühlen.
Wenn du das auch glaubst,
Dann kann ich dich heute beruhigen,
Denn das ist nicht der Weg der Meditation.
Du machst nichts falsch,
Ganz und gar nicht,
Und bist auch nicht nicht in der Lage zu meditieren.
In der Meditation wollen wir uns mit unseren Gedanken in der Stille auseinandersetzen,
Anstelle davon,
Das,
Was in uns drin ist,
Einfach nur zu betäuben.
Meditation ist keine Droge,
Es geht nicht darum,
Nicht mehr zu denken.
Was geschieht also wirklich auf dem Weg eines,
Nennen wir ihn mal,
Otto-Normalverbraucher-Meditierenden,
Was ich auch bin?
Als erstes fasst er einen Entschluss,
Sich hinzusetzen und zu meditieren.
Wenn der nicht da ist,
Dann bringt das alles gar nichts.
Dabei weiß er noch nicht,
Was ihn in der heutigen Praxis erwarten wird,
Denn es geht ihm nicht darum,
Ein Bild zu erfüllen oder eine Checkliste für das bessere Gefühl abzuarbeiten,
Nein,
Es geht ihm darum,
Einen Blick in sich selbst zu werfen.
Wenn er relativ neu in der Meditationsbranche ist,
Wird wahrscheinlich Folgendes passieren.
Es wird ihm schwerfallen,
Seine Konzentration auf dem Objekt seiner Wahl,
Zum Beispiel den Atem,
Aufrecht zu erhalten.
Seine Gedanken wandern unbewusst immer wieder ab.
Irgendwann merkt er das,
Früher oder später,
Und jetzt,
Das ist gut so,
Setzt ein Lernprozess ein.
Er lernt,
Es zu beobachten und immer schneller wahrzunehmen,
Wenn sein Geist wieder in den Autopiloten abdriftet.
Und das ist überhaupt der erste Schritt im Meditieren.
Er lernt es,
Zum Beobachter seiner Gedanken zu werden.
Und das ermöglicht ihm den zweiten Schritt.
Zum einen kann er nun immer wieder schneller zu seiner Konzentration zurückkehren,
Zum anderen werden aber auch diese Räume,
In denen er voll und ganz fokussiert ist,
Immer länger.
Das sind auch die Räume,
In denen er voll und ganz im jetzigen Moment ist.
Das heißt aber auch noch nicht,
Dass er dann automatisch nichts denkt.
Denn seine Konzentration ist auf etwas gerichtet,
Was er beobachtet.
Und das nimmt seinen Geist ein,
Entweder ein Vorgang in seinem eigenen Körper,
Oder aber auch,
Muss man überlegen,
Gegenstand,
Oder eben das Wiederholen ganz bestimmter Wörter in seinem Kopf.
Das ist auch eine Typsache,
Und es kann auch gut sein,
Dass du auf deinem Meditationsweg die Art und Weise,
Wie du meditierst,
Immer mal wieder änderst.
Das ist dann auch vollkommen okay so.
Mache es so,
Dass es für dich gut passt.
Und jetzt kann etwas passieren,
Und ich sage dir,
Das ist nichts,
Was du erzwingen kannst.
Du kannst dir nicht sagen,
Ich denke jetzt an gar nichts,
Ich denke jetzt an gar nichts,
Ich denke jetzt an gar nichts.
Das ist etwas,
Was mit der Zeit und deiner Praxis automatisch passiert.
Denn auf einmal schleichen sich Momente ein,
In denen sich eine Stille bemerkbar macht.
Und dann passiert es auch,
Dass diese kurzen Momente länger werden und sich diese Stille in dir ausbreiten kann.
Aber ich betone,
Das liegt nicht in deiner Hand.
Mit deiner Praxis ebnest du den Weg,
Du pflanzt sozusagen den Samen und lässt dich mit der Zeit sehr viel gelassener darauf ein,
Was dann anschließend mit dir und deinem Geist passiert.
Und das ist dann nicht nur in der Meditation so,
Sondern du kannst es auf dein Leben übertragen.
Denn derjenige,
Der sich hinsetzt,
Um wirklich zu meditieren,
Tut das nicht zielgerichtet,
Sondern indem er offen für das ist,
Was geschieht.
Frei von Gedanken sein,
Da will ich dir gar nichts vormachen,
Das braucht einfach seine Zeit.
Und auf dem Weg dahin hast du die Chance,
Deine Gedanken zu analysieren und zu reflektieren,
Anstelle davon sie ausscheiden und ihnen aus dem Weg gehen zu wollen.
Du wirst zum Beobachter und kannst dich ganz langsam dann allmählich von ihnen lösen,
Aber erst musst du sie begreifen.
Ich bin Dani von Mindful Minutes und hoffe,
Dir hiermit etwas geholfen zu haben.
Danke,
Dass du heute einen Teil deiner Zeit mit mir verbracht hast.
Bis zum nächsten Mal.
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