
Mindful Eating: Warum du hungrig bist... ein klein wenig Ernährungspsychologie.
Es gibt nur eine Lösung, wenn es darum geht, unsere unschönen Essgewohnheiten zu verändern. Und diese geht über unsere Psyche. Wir müssen verstehen, warum wir essen, wie wir es tun. Und welche Strategie wir uns hierfür womöglich mal zurecht gelegt haben. Doch wie ändern wir das? Mindful Eating ist die Antwort. Erfahre in dieser Folge, warum du eigentlich Hunger hast und worum es wirklich geht.
Transkription
Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes und ich bin Dani,
Mindful Minutes ist mein Podcast,
Mit dem ich dir zeigen möchte,
Wie du dich im Inneren so aufbauen oder stark machen kannst,
Dass du äußeren Umständen anders begegnen oder sehr viel leichter entgegentreten kannst.
Und meistens machen wir das mit Hilfe von Achtsamkeitstechniken und Meditationen oder Erkenntnissen der modernen Psychologie oder eben auch auf Basis der buddhistischen Psychologie.
Mit der heutigen Folge würde ich mich gerne mal ein bisschen von Corona abwenden.
Ich will das nicht runterspielen,
Wie es den Menschen momentan geht oder was ich auch selbst sehr gut nachvollziehen kann.
Ich war heute mit meiner Tochter einkaufen bzw.
Mein Mann war einkaufen und wir haben draußen gewartet und war schon lange nicht mehr mit,
Weil wir eben durch Klares Krankheit nicht mehr wirklich mit ihr einkaufen gehen.
Und ich habe draußen gesehen,
Dass ein Security-Mensch da stand,
Dass ganz viele Zettel hingen,
Wie viele Leute nur in den Supermarkt rein dürfen,
Dass es auch nur wirklich begrenzt war,
Was die Wagen anging,
Um damit eben hauszuhalten bzw.
Zu gucken,
Wie viele Leute sind im Supermarkt drin und das macht etwas mit uns,
Keine Frage.
Und deswegen habe ich auch die letzten Meditationen oder auch Mindful Bites dazu gemacht und hierfür aufgenommen.
Und dennoch möchte ich heute gerne mal auf etwas anderes schauen,
Weil es ist etwas,
Was in den allermeisten von uns drin ist.
Und ich weiß,
Dass das momentan viele besonders betrifft,
Weil wir sind im Frühling,
Es ist toll draußen,
Es ist schön draußen,
Wir wollen wieder weniger tragen und wir stehen kurz vorm Sommer.
Und es geht darum,
Wie wir alle mit unserer Ernährung umgehen.
Und vielleicht gehörst du zu denjenigen,
Die sich jetzt kurz vorm Sommer denken,
Boah,
Das muss ich ändern.
Vielleicht dachtest du dir auch schon öfter,
Dass du das gerne ändern möchtest.
Und vielleicht hast du es auch schon ganz oft versucht,
Aber es hat nie wirklich funktioniert.
Und wenn das wirklich der Fall ist,
Dann möchte ich dich jetzt um eine Sache bitten.
Und die Sache ist,
Tu das so nicht nochmal.
Denn es funktioniert auch nicht.
Die allermeisten Ernährungskonzepte da draußen helfen dir überhaupt nicht weiter,
Die helfen niemanden weiter.
Ich selbst habe jahrelang,
Jahrzehntelang,
Seit meiner Kindheit ein Thema mit meiner Ernährung gehabt.
Ich habe viel zu viel vom Falschen gegessen.
Und irgendwann konnte ich das ändern.
Und ich habe gewisse Strategien angewendet,
Um das zu ändern.
Und als es dann so weit war,
Dass ich wusste,
Okay,
Meine Ernährung ist kein Thema mehr,
Dachte ich,
Oh,
Das möchte ich anderen auch beibringen und habe daraufhin eine Ernährungsberaterausbildung gemacht.
Und ich dachte,
Okay,
Jetzt stehe ich in den Staatlichen,
Jetzt kann ich den Menschen helfen.
Doch ich habe gemerkt,
Dass meine Klienten,
Mit denen ich dann zusammengearbeitet habe,
Gar nicht das Problem hatten,
Dass sie irgendwie ja Wissen gebraucht hätten,
Was denn jetzt gesund ist und was nicht,
Sondern dass es eben an etwas anderem lag.
Es lag an ihrer Psyche,
Es lag an ihrem Verhalten.
Und ich vermute,
Dass du zu den Menschen mit dazu gehörst,
Wenn das dann dein Thema ist,
Wo das auch der Fall ist.
Bei den allermeisten Menschen,
Die ein Problem mit ihrer Ernährung haben,
Geht es um das emotionale Essen.
Und unsere Ernährung ist so,
So vielschichtig und tiefgründig,
Unser Essverhalten.
Weil für viele ist das Essverhalten einfach nur eine Antwort darauf,
Wie ihre Kindheit war.
Es ist eine Strategie in ihrer Kindheit,
Mit sich selbst umzugehen und eventuell sich auch Liebe zu geben.
Und wenn Schokolade essen tatsächlich Liebe ist,
Dann werden wir das mit keiner Diät der Welt in irgendeiner Art und Weise in den Griff bekommen.
Wir müssen tiefer gehen.
Und deswegen arbeite ich mit einem Konzept der Ernährungspsychologie,
Der modernen Verhaltensforschung und natürlich Achtsamkeit und Meditation,
Also einem Mentalprogramm,
Das meinen Klienten ermöglicht,
Dass sie auch wirklich etwas ändern können,
Weil das an der Basis ansetzt und nicht nur an der Oberfläche kratzt.
Und glaube mir,
Eine Diät kratzt nicht mal an der Oberfläche.
Das schafft man mal eine Weile,
Solange man Willensstärke hat,
Doch es wird nicht weitergehen,
Wenn keine Motivation mehr da ist.
Und glaube mir,
Die versagt bei jedem.
Und heute möchte ich dich so ein bisschen darin einführen,
Wie komplex denn unser Essverhalten ist und warum es so wichtig ist,
Dass du dich selbst verstehst,
Dein individuelles Verlangen nach Essen zu greifen und das ist der Weg,
Um etwas zu verändern.
Was ist also unsere Nahrung und wonach haben wir denn eigentlich Hunger,
Wenn es nicht darum geht,
Dass wir einfach nur verstehen müssen,
Dass eine ganze Tafel Schokolade nicht gut für uns ist.
Und da hilft uns das Konzept von Achtsamkeit.
Da hilft uns das Konzept oder generell die Bewusstwerdung von dem,
Was treibt uns an,
Was triggert uns eigentlich.
Und dafür ist Meditation ideal.
Also noch ein Grund mehr,
Um regelmäßig zu praktizieren.
Und ursprünglich aus dem Zen-Buddhismus kommend,
Hat Mindful Eating eine Antwort darauf,
Warum wir überhaupt Hunger haben.
Und da gibt es das Konzept von den sieben Arten von Hunger.
Es gibt also sieben Möglichkeiten,
Die uns zum Essen verleiten.
Und wir sprechen hier vom Augenhunger,
Vom Nasenhunger,
Vom Mundhunger,
Vom Magenhunger,
Herzhunger,
Gedankenhunger und dann dem zellulären Hunger.
Und fangen wir doch mit dem ersten,
Dem Augenhunger an.
Augenhunger wird ausgelöst durch das,
Was ich sehe.
Wenn ich also in eine ganz klassisch in eine Bäckerei hineingehe und ich möchte eigentlich nur mein Brot holen,
Mein Vollkornbrot,
Vielleicht war das ja meine Idee.
Und ich sehe die leckeren Teilchen in der Auslage liegen und ich bekomme Augenhunger,
Weil ich Lust darauf habe.
Ich sehe,
Was es ist.
Es gibt eine Verbindung zwischen dem,
Was ich sehe und das,
Was bei mir im Gehirn passiert.
Das heißt,
Ich sehe nicht nur das Teilchen,
Sondern ich weiß auch ganz genau,
Wie das Teilchen schmeckt.
Und das ist Augenhunger.
Ich bekomme Hunger.
Je nachdem,
Wie ich veranlagt bin,
Kann ich daran vorbeilaufen oder eben auch nicht.
Das zweite ist der Nasenhunger.
Und es ist auch ganz klar,
Der Geruch vom leckeren Essen verführt uns dazu,
Nach Essen oder nach Nahrung zu greifen.
Zum Beispiel gehen wir in einem Restaurant vorbei und mmmm lecker.
Und?
Gehen wir rein oder gehen wir weiter?
Oder gehen wir in den Supermarkt und kaufen uns das Essen für unser Abendessen?
Das dritte ist Mundhunger.
Das ist das Bedürfnis nach einer bestimmten Konsistenz im Mund.
Und bei mir ist das alles Cremige,
Alles,
Was den Mund wirklich ausfüllt.
Ich weiß auch,
Wo das herkommt,
Wo genau das in meiner Kindheit mal angefangen hat,
Dass ich immer wieder Appetit danach habe.
Doch heute kann ich eben bewusst entscheiden,
Folge ich dem oder folge ich dem nicht,
Dass ich auf eine gesunde Art und Weise darauf eben reagieren kann.
Es kann aber nicht nur was Cremiges sein,
Sondern zum Beispiel auch was Knuspriges oder zart schmelzend,
Wie Schokolade.
Vielleicht ist es auch was Weiches oder vielleicht ist es was Saftiges.
Das ist der Mundhunger.
Und dann kommen wir zum vierten und das ist der Magenhunger.
Der Magen knurrt und unser Körper sendet eindeutige Signale,
Dass jetzt sofort etwas gegessen werden sollte.
Magenhunger oder wenn der Magen knurrt bedeutet nicht,
Dass ich jetzt unbedingt auch was zu essen brauche.
Es hat ganz viel mit Gewohnheit zu tun.
Darauf möchte ich jetzt aber nicht eingehen,
Weil das ja einfach jetzt den Rahmen sprengen würde.
Und als nächstes kommt der Herzhunger und dieser Herzhunger,
Das ist der emotionale Hunger und der wiegt besonders schwer,
Weil der so wenig zu greifen ist.
Und das ist der,
Der bei vielen Menschen dazu führt,
Dass sie wirklich die Kontrolle verlieren.
Und unter diesem emotionalen Hunger ist auch wieder ganz,
Ganz viel zu verstehen.
Ganz klassisch sind es zum Beispiel Stress oder auch Langeweile oder auch das Gefühl,
Dass wir irgendwie verletzt sind,
Also sowas wie Liebeskummer.
Das kennst du bestimmt.
Emotionaler Hunger,
Herzhunger,
Du greifst zu Nahrung,
Auch wenn es dir eventuell nicht gut tut.
Und dann haben wir als vorletztes den Gedankenhunger.
Er wird verursacht durch alles das,
Was wir eben denken.
Ich denke an etwas Bestimmtes,
Vielleicht sogar,
Ich sollte das nicht essen oder ich muss das jetzt unbedingt essen,
Doch es führt nicht dazu,
Dass wir das Richtige essen,
Sondern wir werden auch auf eine gewisse Art und Weise dazu verleitet,
Zu etwas zu greifen,
Was uns eventuell nicht gut tut.
Und erst als letztes haben wir den zellulären Hunger.
Und das ist der Hunger,
Der von unserem Körper ausgeht.
Ein Hunger,
Den nur noch wenige von uns wirklich spüren.
Die Signale hier,
Das intuitive Essen.
Wir brauchen jetzt zum Beispiel etwas Salziges.
Oder wir haben auf einmal total Lust auf eine Orange,
Weil unser Körper Vitamin C braucht.
Der zelluläre Hunger ist ein Mangel an bestimmten Nährstoffen und das kann hier dann der Auslöser sein.
Es gibt also,
Wenn wir in das Konzept des Mindful Eating hineinschauen,
Sieben Arten von Hunger.
Und ich denke,
Dass du auch verstanden hast,
Was das bedeutet.
Es ist ein Hunger oder es sind unterschiedliche Arten von Hunger,
Die auf die eine oder andere Art und Weise abgedeckt werden müssen.
Und eine Diät kann das nicht leisten.
Also wenn du jetzt denkst,
Dass du etwas ändern möchtest,
Ändern musst,
Dann tue es nicht so,
Wie du es sonst getan hast.
Es geht nur über die Psyche.
Und denk daran,
Und gerade auch was dieses Thema betrifft,
Ernährung oder unser Essverhalten ist eine Strategie,
Die wir uns im Leben zurechtgelegt haben.
Und die können wir ändern.
Und das liegt in unserer Hand und das heißt auch,
Ein glückliches Leben ist kein Zufall.
Also,
Bis zum nächsten Mal.
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