
Emotionale Stabilisierungs-Übung
Diese Übung vergrößert unseren Spielraum, um mit den Empfindungen, die die äußere Welt in uns erzeugt, umzugehen. Anstatt die Sinne und die Reaktionen nach außen zu richten, wenden wir uns nach innen und machen die Erfahrung, dass wir 1. Die Fähigkeit besitzen zu entscheiden, auf was wir unsere Aufmerksamkeit richten, und 2. sich die Energien, die den Empfindungen zugrunde liegen, verändern, wenn wir sie betrachten, erspüren und beatmen.
Transkription
Dies ist eine Übung,
Die dir hilft,
Dich immer mehr und immer souveräner selbst emotional zu stabilisieren.
In Zeiten,
In denen wir durch emotional schwierige Gewässer navigieren,
Ist es hilfreich,
Ein paar Werkzeuge an der Hand zu haben,
Die uns befähigen,
Emotional gelassen und souverän zu bleiben.
Diese Übung braucht keinen meditativen Sitz,
Mach es dir einfach für einen Moment bequem und schließe,
Bevor wir beginnen,
Einmal kurz die Augen,
Lächle und atme tief durch.
Dann bitte ich dich,
Deine Augen wieder zu öffnen und einmal ganz entspannt im Raum umherzuschauen.
Wie nimmst du den Raum in diesem Moment wahr?
Hat er eher eine etwas dumpfe,
Vielleicht sogar enge oder unangenehme Ausstrahlung auf dich?
Oder ist er freundlich,
Angenehm,
Weit?
Es ist einfach eine Art und Weise,
Wie du den Raum in diesem Moment wahrnimmst.
Nach dieser allgemeinen Empfindung des Raums wenden wir uns jetzt den Details zu.
Dort gibt es viele Dinge,
Die du schon gut kennst,
Vielleicht bist du in deiner eigenen Wohnung oder in deinem Büro,
Sodass dir eigentlich alles vertraut vorkommt.
Ich bitte dich jetzt aber mal mit anderen Augen zu schauen.
Schau dir die Gegenstände in ihrer Form und in ihrer Farbe an und schau,
Welches Objekt dein Interesse erweckt.
Während du dich so umschaust,
Trifft dein Blick vielleicht auf etwas,
Was entweder aufgrund seiner Farbe oder aufgrund seiner Form oder vielleicht aufgrund der interessanten Geschichte,
Die es erzählt,
Dein Interesse weckt.
Worum ich dich bitte,
Ist etwas jetzt zu finden,
Was du schön findest und was dich interessiert.
Dann bleibe für einen Moment mit deiner Aufmerksamkeit bei dem Objekt,
Was du jetzt entdeckt hast.
Und dann fühle einmal hin,
Wo sich dieses interessante,
Gute Gefühl in deinem Körper zeigt.
Also du hast jetzt etwas,
Was du schön findest,
Was dich interessiert und dazu gibt es eine Resonanz in deinem Körper.
Wo befindet sich dieses gute Gefühl,
Was durch das Objekt ausgelöst wird?
Dann bitte ich dich jetzt,
Die Augen wieder zu schließen und dich einfach nur der Empfindung zuzuwenden,
Die das Objekt in dir ausgelöst hat.
Da ist also eine vielleicht Neugier oder eine Freude über die Farbe oder ein allgemeines Interesse.
Nimm die Resonanz in deinem Körper wahr,
Wo auch immer sie sich jetzt befindet,
Tauche dort ein.
Und nun löse dich immer mehr von dem Objekt und sei nur noch mit dem positiven Gefühl,
Was es in dir verursacht hat.
Und vielleicht gelingt es dir sogar,
Durch die Konzentration auf diese Empfindung,
Diese Empfindung noch ein bisschen intensiver werden zu lassen.
Indem du vielleicht dorthin atmest und sie mit dem Einatmen sich ausdehnen lässt und mit dem Ausatmen es,
Dieses Gefühl im Körper verteilst oder vielleicht einfach nur,
Indem du dorthin fühlst,
Merkst,
Ach ja,
In dem Moment,
Wo ich mich mit diesem angenehmen Gefühl beschäftige,
Also dort,
Wo ich jetzt meine Aufmerksamkeit habe,
Das kann ich auch allein durch meine Aufmerksamkeit verstärken.
Und dann bitte ich dich jetzt,
Neben diesem guten Gefühl,
Was du empfindest,
Einmal zu forschen,
Ob es irgendetwas gibt,
Was sich gerade in deinem Körper nicht so angenehm anfühlt.
Vielleicht kneift irgendetwas,
Vielleicht drückt etwas,
Vielleicht gibt es auch ein Gefühl,
Was du jetzt kurz überlagert hattest,
Aber mit dem du in diese Übung hineingegangen bist,
Was dir sehr unangenehm ist,
Was dich ärgert oder was in irgendeiner Weise ein unangenehmes Gefühl ist.
Und ohne dieses Gefühl loswerden zu wollen,
Fühl auch hier einmal hin,
Wo sitzt es,
Welche Form hat es,
Hat es vielleicht eine Farbe,
Welche Größe hat es und wie ist seine Qualität.
Untersuche und betrachte dieses Gefühl und die Empfindungen,
Die mit diesem Gefühl einhergehen,
Von allen Seiten.
Und dann probiere doch mal aus,
Was passiert,
Wenn du jetzt in diese Empfindung hineinatmest.
Und jetzt bring deine Aufmerksamkeit bitte wieder zurück zu dem angenehmen Gefühl und der angenehmen Empfindung,
Die wir vorhin kreiert haben.
Vielleicht hilft es dir noch einmal an das Objekt zu denken,
Was das angenehme Gefühl in dir ausgelöst hat,
Aber vielleicht ist die Erinnerung an das Positive auch so stark,
Dass du dich direkt dort wieder hinein sinken lassen kannst.
Und auch jetzt dieses angenehme,
Dieses schöne Gefühl noch einmal von allen Seiten betrachtest.
Welche Form hat es,
Welche Farbe,
Welche Qualität.
Dann öffne nun langsam wieder deine Augen und schaue dich noch einmal in dem Raum,
In dem du dich befindest,
Um und schaue,
Ob sich die Qualität des Raumes,
Die Art,
Wie du den Raum jetzt wahrnimmst,
Ob sich das verändert hat zum Beginn unserer Übung.
Wie nimmst du den Raum jetzt wahr?
Vielleicht nimmst du einen Unterschied wahr,
Vielleicht auch nicht,
Das ist auch gar nicht entscheidend.
Entscheidend ist,
Dass du mit dieser kleinen Übung geübt hast,
Deinen Spielraum zwischen unangenehmen und angenehmen Gefühlen etwas zu erweitern.
Und vielleicht hast du auch wahrnehmen können,
Dass wir die angenehmen Empfindungen,
Indem wir uns auf sie konzentrieren und in sie hinein atmen,
Dass wir sie dadurch ausdehnen können.
Und die unangenehmen Gefühle,
Dass die sich,
Wenn wir sie genau betrachten und in sie hinein atmen,
Dass die sich auflösen.
Mit etwas Übung wirst du merken,
Dass es dir sehr viel leichter fällt,
Mit den Stürmen des Lebens umzugehen,
Und vielleicht findest du sogar Freude daran,
Auf den emotionalen Höhen und Tiefen des Ozeans unserer Emotionen zu surfen.
Namaste.
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