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Wie deine Trigger in drei Schritten zu Lehrmeistern werden

by Daniela Barchasch

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Meditation
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Ein Leben ohne Trigger gibt es nicht. Selbst der weiseste Mönch findet sich ab und an in herausfordernden Situationen wieder, in denen er heftigen Emotionen in sich begegnen muss. Denn anstelle davon, dass wir kopflos reagieren, wollen wir mit jeder Situation mehr daraus lernen. Lass mich dir zeigen, wie deine Trigger in drei wirkungsvollen Schritten zu deinen besten Lehrmeister werden. Sodass du anstelle davon, dass du sie und dich verurteilst, dankbar für jede Situation sein wirst.

Transkription

Du hörst Mindful Minutes mit mir Daniela Barchasch,

Der Gründerin von Evakuera Coaching und des Mindful Members Clubs.

Jede Woche spreche ich mit dir darüber,

Wie du dein Leben grundlegend bewusster positiv gestalten kannst,

Auch wenn die Umstände und Vorbedingungen nicht unbedingt so prickelnd sind.

Und das Ganze machen wir auf der Basis von Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Achtsamkeit und der buddhistischen Psychologie.

Wie kannst du also ein glückliches Leben leben?

Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt kein Zufall.

Und du kannst das auch und ich bin hier,

Um dir das zu zeigen.

Hallo ihr Lieben,

Vor kurzem habe ich eine Podcast Folge über unsere inneren Träger rausgebracht und das inklusive einer sehr wirkungsvollen Praxis.

Und das Ganze kam bei euch so gut an,

Dass ich gerne hier mit dieser Podcast Folge nochmal anschließen möchte.

Die Podcast Folge,

Die dir so gut ankam,

Waren einmal Mindful Bites,

5 Schritte,

Um deine inneren Triggern,

Die Macht zu entziehen.

Die war erst vor kurzem draußen und dann aber ganz wichtig eben die Meditation dazu,

Denn wie ich immer sage,

Wissen ist hier gar nichts,

Praxis ist eine Menge und die heißt Practice a Pause,

Also den Triggern,

Die Macht entziehen.

Die Momente,

In denen wir getriggert werden,

Können uns echt herausfordern.

Denn in solchen Momenten reagieren wir häufig einfach nur,

Also wir werden von unseren starken Emotionen übermannt und zeigen dann einfach oft,

Naja sagen wir mal,

Ungünstige Reaktionsmuster in uns,

Die wir zum Beispiel auch in enormen Stresssituationen kennen.

Also zum Beispiel lösen die einen Fight,

Flight oder Freeze Modus aus und wir haben das Gefühl,

Wir können eigentlich gar nicht reagieren,

Sondern unser Körper reagiert auf seine eigene Art und Weise.

Ja und dann handeln wir eben auf eine Art und Weise und wir sagen vielleicht auch Dinge,

Die wir später bereuen,

Weil wir einfach nicht klar denken können.

Das passiert,

Wenn wir getriggert werden.

Und in der heutigen Folge möchte ich dir zeigen,

Wie du genau solche Triggermomente nutzen kannst,

Um emotional daran zu wachsen und innerlich stärker zu werden.

Also quasi,

Und das ist jetzt nicht übertrieben,

Jeden Triggermoment als Lernfeld sehen und dafür einfach dankbar sein.

Wie können wir auf sinnvolle und gute Art und Weise mit stark herausfordernden Emotionen umgehen?

Wie können wir daraus etwas gewinnen,

Sodass wir irgendwann einfach selbstbestimmter,

Selbstbewusster und auch weiser reagieren können?

Und wichtig zu wissen ist,

Dass wir alle immer mal wieder getriggert werden.

Wir sind Menschen.

Wir können kein Leben aufbauen,

In dem Trigger uns niemals angehen werden.

Wir können ein Leben aufbauen,

In dem wir selbstbestimmter sind und diese Trigger die Macht verlieren.

Es gibt nämlich eine schöne Geschichte eines buddhistischen Mönchs,

Der ganz lange im Kloster gelebt hat und es irgendwann verlassen musste,

Weil er eine Reise machen wollte und dafür braucht er ein Visum.

Das heißt,

Er hat sich bei sich vor Ort in eine ganz,

Ganz lange Schlange angestellt und musste ewig warten,

Bis er dann endlich vorne am Schalter war und seine Unterlagen übergeben konnte und der Mann zu ihm meinte vorne am Schalter,

Das sind leider die falschen Unterlagen,

Da hinten findet er die richtigen,

Aber er muss sich dann wieder hinten anstellen.

Und dieser Mönch hat darauf mit jeder Menge Wut reagiert und war mit Unverständnis und hat sich überhaupt nicht wohl gefühlt.

Also er ist getriggert worden von diesen Menschen.

Und das Schöne war eben,

Als er zurück ins Kloster gekommen ist,

Die Erkenntnis,

Die er daraus gewonnen hatte,

Ist,

Dass ein buddhistisches Leben nach den Grundprinzipien der buddhistischen Psychologie im Kloster sehr viel einfacher ist,

Als draußen in der Welt zu bestehen.

Und die Aufgabe von Mönchen ist es,

Nicht sich im Kloster zurückzuziehen,

Sondern eben auch draußen zu praktizieren an tagtäglichen Situationen,

Die uns einfach in der Welt begegnen.

Warum werden wir getriggert und warum reagieren wir fast kopflos?

Eine Erklärung dafür und die ist sehr sehr sinnvoll oder macht viel Sinn ist,

Es kommt ein Impuls in uns auf,

Der in solchen Momenten eben aufkommt und dieser Impuls möchte es uns ermöglichen,

Sofort etwas zu tun.

Wir wollen sofort handlungsfähig sein und nicht erstmal durchatmen und das Ganze überlegen müssen,

Sondern wir wollen sofort was machen,

Das heißt wir schreien sofort,

Wir beleidigen sofort,

Wir reagieren irgendwie anders despektierlich.

Das muss ja nicht immer nur dieses Verbale sein.

Wir können auch einfach jemanden mit einem ganz bestimmten Blick strafen oder Augen rollen oder aber wir schreiben ganz schnell eine nicht sehr nette WhatsApp-Nachricht oder E-Mail oder rufen schnell an und machen uns Luft.

Oder was ihr bestimmt kennt im Auto,

Da müssen wir jetzt aber mal ganz schnell hupen.

Also wir brauchen sofort eine Reaktion und das passiert jedes Mal,

Wenn wir uns irgendwie bedroht fühlen.

Also wir haben diesen starken Drang in uns sofort etwas zu tun,

Um uns zu verteidigen und Bedrohung ist natürlich heutzutage nicht mehr diese Bedrohung von früher,

Wo das irgendein Tier war oder wirklich eine lebensbedrohliche Situation,

Sondern wir haben das ja in unserer Psyche auf unseren Alltag übertragen und sehen uns immer wieder überall bedroht.

Wie das Ganze eben auch erklärt werden kann,

Ist alleine dadurch,

Wie sich unser Gehirn entwickelt hat,

Über die Zeit entwickelt hat,

Denn wir mussten früher auf Bedrohung schnell reagieren und es wäre kontraproduktiv gewesen,

Wenn wir das Ganze erst mal hätten durchdenken müssen.

Was können wir jetzt aber stattdessen tun?

Wie können wir uns jetzt darauf einlassen,

Auf die Situation,

Die Triggersituation,

Ohne gleich über zu reagieren?

Und hier gibt es drei wirkungsvolle Schritte.

Über den ersten habe ich schon einmal eine Podcast-Folge gemacht und ich weiß,

Dass die auch sehr gut angekommen ist.

Die Podcast-Folge hieß Mindful Bites – Gefühlsnuancen so wichtig für deine innere Heilung.

Und hier ging es darum,

Dass wir etwas benennen wollen,

Was gerade in uns passiert.

Ich kann dir wirklich diese Podcast-Folge nur ans Herz legen,

Weil wir hier über Gefühlsnuancen sprechen,

Eben wie kann ich Gefühle überhaupt benennen,

Denn da haben wir oft einen sehr,

Sagen wir mal,

Verkümmerten Wortschatz dafür,

Weil wir einfach so einen schlechten Umgang mit unseren Emotionen haben.

Daniel Siegel hat es bezeichnet als Name it to tame it,

Also benenne es,

Um es zu zähmen.

Was möchtest du also machen?

In jedem Moment,

Wenn du getriggert wirst,

Machst du erst mal eine kleine Pause.

Du atmest tief ein und aus,

Um das Nervensystem auch so ein bisschen zu beruhigen und dann schaust du dir die Emotionen erst mal an.

Und das braucht natürlich Praxis,

Ja.

Du schaust sie dir an und dann benennst du diese Emotionen und das braucht die Kompetenz,

Auch mit Emotionen gut umzugehen.

Hör dir diese Folge an.

Ich packe sie in die Show Notes rein.

Was bewirken wir also damit?

Indem wir die Emotionen wie Wut,

Angst oder Traurigkeit benennen und das sind jetzt noch die großen,

Also es gibt viele Gefühlsnuancen,

Die wir wirklich alle kennen sollten.

Bei starken Emotionen übernimmt ein bestimmter Bereich die Kontrolle und das ist die Amygdala.

Wenn wir jetzt aber eine kleine Pause machen und das Gefühl wahrnehmen und benennen,

Holen wir den präfrontalen Kortex,

Der vorher so ein bisschen ausgeschaltet wird durch die Amygdala,

Weil die die Kontrolle hat,

Holen wir den aber zurück ins Boot,

Zurück in unser System,

Sodass wir wieder klarer denken können.

Und Studien zeigen,

Dass die zuvor sehr heftige Emotion,

Die uns übermannt hat,

Eingenommen hat,

Um bis zu 50 Prozent abgeschwächt werden kann.

Und das ist schon perfekt,

Um wieder klarer zu denken.

Ganz wichtig ist aber auch,

Dabei wollen wir das Gefühl erstmal nicht ändern,

Sondern wir wollen es wahrnehmen,

Bewusst wahrnehmen.

Wir versuchen ja ständig das Gefühl zu ändern,

Auf eine gesunde,

Ungesunde,

Nicht gesunde,

Auf eine ungesunde Art und Weise.

Wir unterdrücken sie,

Wir schieben sie weg,

Wir machen,

Wir wollen es jetzt nicht fühlen,

Aber wir wollen das Gefühl ganz bewusst wahrnehmen und erkennen.

Und das ist der erste Schritt.

Der zweite Schritt hat mit Beobachtung von dem zu tun,

Was dann in uns passiert.

Aber nicht wertend,

Sondern mit Güte und Neugier.

Und das ist jetzt auch wieder ein großer Schritt und das ist eine Geisteshaltung,

Die wir mit der Zeit auf diesen Mindful Way einnehmen.

Denn wenn die Emotion jetzt abgeschwächt ist und sie nicht mehr das Steuer übernimmt,

Wollen wir beobachten und unser Bewusstsein für das schärfen,

Was sonst immer unbewusst in uns passiert.

Wir wollen reflektieren und wir wollen uns erkennen.

Und dann können wir mit sinnvollen Fragen arbeiten.

Ganz wichtig ist,

Diese Fragen sollen einen milden Blick auf uns haben.

Nicht,

Jetzt hast du schon wieder das getan oder warum hast du das gemacht,

Dieser innere Kritiker in uns,

Sondern mit diesem milden und gütigen Blick.

Was passiert hier gerade?

Warum kommen diese Gefühle auf?

Welche Gedanken kommen in mir in Bezug auf das Geschehen auf?

Ganz wichtig,

Sind diese Gedanken wahr?

Gerade auch,

Wenn wir es gewohnt sind,

Drohsituationen zu sehen und auch mit anderen Menschen.

Das sind Prägungen,

Die wir aus unserer Kindheit in uns drin haben.

Dieses Denken ist normal,

Das hat uns mal wirklich,

Sagen wir mal in Anführungsstrichen,

Gerettet.

Jetzt ist es aber zu viel.

Das heißt,

Wir sehen in einer anderen Person eine Bedrohung.

Und hier würden wir denken oder dann diese Frage,

Sind diese Gedanken wahr,

Damit beantworten.

Nein,

Sind sie nicht.

Dann haben wir noch,

Was führt eigentlich dazu,

Dass ich mich so fühle,

Wie ich mich fühle?

Und ganz,

Ganz wichtig,

Das Thema Bedürfnisse.

Welche Bedürfnisse werden hier gerade nicht erfüllt?

Denn unerfüllte Bedürfnisse sorgen dafür,

Dass wir uns schlecht fühlen.

Und es gibt so viele Fragen,

Mit denen wir uns mit Güte und Neugierde begegnen können,

Anstelle uns zu verurteilen.

Und daraus entsteht dann,

Sagen wir mal,

Ein intensives Wissen über uns.

Also wir lernen uns kennen,

Auch andere Menschen,

Wie die funktionieren.

Und dann entsteht aus diesem Wissen irgendwann so eine grundlegende Weisheit.

Und dann kommen wir zum dritten Teil.

Und jetzt wollen wir,

Und auch das ist wieder anders,

Als wir es sonst in unserem Alltag gewohnt sind,

Durch unsere Prägungen,

Durch das Leben um uns herum,

Denn jetzt wollen wir uns mit Liebe und mit Gefühl begegnen.

Und da müssen wir schon alleine ändern,

Wie wir im Inneren mit uns reden.

Unsere inneren Kritiker eben.

Die müssen wir uns angucken.

Und die,

Ja,

Denen müssen wir einen Maulkorb verpassen.

Denn wir sollten uns jetzt solche Sätze sagen,

Wie,

Oje,

Das ist gerade sehr heftig.

Möge ich gütig zu mir sein und eben mich mit einem milden Blick betrachten.

Denn genau das habe ich verdient.

Also als würden wir guten Freunden oder unseren Kindern begegnen.

Denn wenn wir so abwerten uns gegenüber sind und eben auch anderen gegenüber,

Dann pushen wir uns noch mehr in dieser Triggersituation.

Weil darum geht es ja gerade.

Es geht jetzt um diese Triggersituation.

Und wenn wir uns aber mit Güte und mit Gefühl begegnen,

Dann beruhigen wir das Nervensystem.

Wir beruhigen den Geist.

Wir schaffen wieder Platz im Kopf.

Den brauchen wir auch,

Um ja bedacht und weise zu reagieren.

Mit Gefühl mit uns selbst reguliert unser Stresslevel.

Wir schütten Oxytocin aus,

Unser Kuscheln-Hormon.

Und das reduziert Stresshormone wie Cortisol.

Und dein Körper ist voll in diesem Moment,

Wenn die Amygdala die Kontrolle übernimmt.

Und wenn wir das tun,

Entspannen wir.

Das heißt,

Wir entspannen nicht nur im Kopf,

Sondern wir entspannen auch im Körper.

Und das bedingt sich ja.

Du kannst dir auch eine Hand aufs Herz legen oder irgendwo anders hin.

Vielleicht spürst du es auch im Bauch,

Ja.

Oder eine Hand auf deine Schulter oder dich umarmen.

Begegne dir mit Mitgefühl und Güte.

Und zwar dann,

Wenn du es eben am meisten brauchst.

Nämlich dann,

Wenn du getriggert wirst.

Wenn du also in solchen Momenten wachsen willst,

Anstelle davon dich einnehmen zu lassen und die Kontrolle zu verlieren,

Dann erstens atme durch.

Benenne die Emotionen.

Name it to tame it.

Schaff einen Abstand.

Ja,

Hol den präfrontalen Cortex,

Den Bereich im Gehirn,

Wieder zurück mit ins Boot,

Der dich klarer denken lässt.

Zweitens werde zum achtsamen Beobachter.

Lerne aus den Situationen.

Dafür musst du neugierig sein.

Reflektiere mehr und mehr,

Was da passiert.

Und dann,

Ganz wichtig,

Begegne dir mit Mitgefühl.

Und dann beobachte,

Wie sich diese einfachen Schritte positiv auf deinen ganzen Körper und Geist auswirken und somit ja auf dein ganzes Leben.

Wie immer,

Und das meine ich ernst,

Danke ich dir für die Zeit,

Die du dir heute genommen hast,

Für die gemeinsame Zeit,

Die wir heute geteilt haben.

Bis zum nächsten Mal.

4.9 (29)

Neueste Bewertungen

Jasmin

May 5, 2025

Sehr gute Hinweise und Tipps für den Umgang mit Triggern. Ich beobachte bei mir noch, das ich immernoch dazu neige auszublenden und dann sehr verzögert den Trigger im Nachhinein wahrnehme/erkenne. Da wünsche ich mir noch eher das Erkennen und liebevoll Hinfühlen. Danke 🙏🏼

K.

March 13, 2024

Danke 🙏

Stefan

January 7, 2024

I c h danke dir!

Nici

December 11, 2023

Danke ❣️ für diese wertvolle Folge 👌🙏

© 2026 Daniela Barchasch. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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