
Meditation - Gefühle erkennen und Emotionen fließen lassen
by Evelin Eich
Diese Meditation unterstützt dich dabei, in deinem Körper präsente Gefühle aufzuspüren, zu erkunden und ins Fließen zu bringen. Perfekt für Tage, an denen du innere Unruhe, Anspannung, Wut oder Trauer in dir wahrnimmst. Die Verbindung mit deinem Atem und das Verorten der Emotion in deinem Körper, erlauben dir, wieder in Verbindung mit all deinen Anteilen zu gehen - sodass du nicht auf der Stelle trittst, sondern deinen Alltag mit Flexibilität und Neugierde meistern kannst. Hintergrundmusik: "Ancient Winds" von Kevin MacLeod
Transkription
Hey,
Schön,
Dass du hier bist.
Diese Meditation würde dabei helfen,
Dich mit deinem Körper zu verbinden und zu erspüren,
Welche Gefühle von dir an die Oberfläche gebracht und mit Beachtung beschenkt werden dürfen.
Komm dazu entweder in einen bequemen,
Aufrechten Sitz oder auf eine angenehme Liegeunterlage.
Komm mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem natürlichen Atem,
Zunächst als stiller Beobachter,
Ohne etwas verändern zu wollen.
Wahr,
Wie die Raumluft durch deine Nasenflügel in dein Körper hineinströmt und auch durch deine Nase deinen Körper wieder verlässt.
Nimm die Temperatur der Ein- und Ausatemluft wahr.
Spüre vielleicht auch die Atemluft deinen Rachen entlang fließen.
Hebt sich dein Brustkorb mit der Einatmung?
Kannst du deinen Atem hören?
Wie fühlt sich dein natürlicher Atem heute an?
Wenn du möchtest,
Kannst du beschreibende Wörter innerlich dafür nutzen,
Deinen Atem einzuordnen,
Ohne zu bewerten oder verändern zu wollen.
Vielleicht ist dein Atem heute ganz sanft und fließend.
Vielleicht fühlt er sich so an,
Als würde er hier und da ins Stocken geraten oder nur sehr schwerfällig durch deinen Körper fließen.
Was ist jetzt gerade mit deinem Atem in Verbundenheit mit deinem Körper präsent?
Während dein Atem natürlich weiter fließt,
Spüre einmal mit deiner Aufmerksamkeit in deinen physischen Körper hinein.
Gibt es eine Stelle an deinem Körper,
Die du heute ganz besonders spürst?
Vielleicht ist es hier eng,
Vielleicht spürst du einen Schmerz oder ein Gefühl,
Was du nicht so recht einordnen kannst.
Das ist nicht so wichtig,
Ob es ein angenehmes oder weniger angenehmes Gefühl ist.
Lenke deine ganze Aufmerksamkeit auf diesen Bereich in deinem Körper und schicke deinen Atem ganz bewusst hierhin.
Schau,
Ob du mit deinem Atem Bewegung an diese Körperstelle bringen kannst,
Ohne das Ziel zu verfolgen,
Dieses Gefühl wegatmen zu wollen.
Dann lasse deine Aufmerksamkeit von dieser Stelle wieder sich auf deinen gesamten Körper ausbreiten und spüre jetzt in deinen emotionalen Körper hinein.
Gibt es eine Emotion,
Die jetzt gerade in dir präsent ist?
Falls ja,
Dann benenne sie im Stillen für dich mit einem Wort und spüre gleichzeitig,
Wo in deinem Körper diese Emotion vielleicht verorten kannst.
Falls es hier einen Ort gibt,
Dann schicke deinen Atem in ganz sanften Wellen durch die Nase ein und aus an genau diesen Ort,
Wo das Gefühl sitzt.
Bring es ganz sanft in Bewegung.
Dann komme deine Aufmerksamkeit von dieser Körperstelle wieder zurück zu deinem natürlichen Atem.
Schau,
Wie er jetzt gerade fließen mag.
Dann lade ich dich dazu ein,
Mit mir auf eine kleine Reise an einen Waldsee zu gehen.
Vielleicht gibt es in deiner Realität einen solchen See,
An dem du jetzt gerne sein möchtest.
Ansonsten lade ich dich ein,
Vor deinem inneren Auge diesen wunderschönen Ort zu kreieren.
Ein kleiner See,
Umgeben von üppigem Grün,
Von großen,
Kräftigen Bäumen,
Klarem Wasser,
Einer friedlichen Stimmung.
Die Vögel zwitschern,
Sind mit dir gemeinsam an diesem Ort.
Du hast diesen See ganz für dich.
Du fühlst dich hier sicher und geborgen,
Geheiden.
Du läufst durch den warmen,
Hellen Sand eines kleinen Strandes zum Ufer des Sees.
Dort liegt ein wunderschöner,
Großer Findling.
Du machst es dir auf diesem Stein bequem.
Du spürst die Wärme,
Mit der die Sonne ihn aufgetankt hat,
In deinem Gesäß und sich durch deinen ganzen Körper verteilen.
Du lässt dich in diesen Stein hineinsinken,
Spürst deine Füße auf dem Sandboden und mit jedem Ausatemzug lässt du dich tiefer Richtung Erde sinken.
Du fühlst dich mit der Erde verbunden,
Von ihr gehalten und genähert.
Vielleicht überkommt dich auch eine angenehme Müdigkeit und Entspanntheit.
Lade diese Entspanntheit gerne von deinen Schultern,
Nackenbereich ein.
Lass die Schultern schwer Richtung Boden sinken,
Löse deinen Kiefer.
Lass deine Haut auf deiner Stirn weich werden und auch die Haut an den Schläfen und auf deinen Wangen.
Wird ganz fließend,
Weich unter der angenehmen Wärme der Sonne.
Und hier von deinem Steinthron blickst du auf die klare,
Stille Oberfläche des Sees und siehst in dein eigenes Gesicht.
Blicke dir ganz achtsam entgegen,
Mit Wohlwollen und schau mal,
Welche Version von dir dich dort gerade ansieht.
Welcher Anteil von dir will heute gesehen werden?
Welcher Anteil braucht heute deine Unterstützung und Aufmerksamkeit?
Vielleicht ist es eine jüngere Version von dir,
Die gehalten werden möchte.
Vielleicht kannst du aus deinem Gesicht aber auch ein Gefühl,
Eine Emotion ablesen,
Die heute ins Fließen kommen möchte.
Ich lade dich ein,
Diese Emotion oder auch dein jüngeres Ich oder welcher Anteil auch immer sich hier zeigt,
Noch mehr Ausdruck durch dein Gesicht zu verleihen.
Welches Gesicht würde diese Emotion machen?
Wie würde dein Gesicht sich verändern,
Wenn du Trauer oder Wut auf ihm spiegeln lassen würdest?
Wie würde vielleicht dein inneres Kind gerade drein blicken oder die weise Alte oder die Jungfrau,
Die Magierin in dir?
Vielleicht ist es auch ein ganz kraftvoller Gesichtsausdruck.
Dann spür in dieses Gefühl hinein,
Die dir dieser Gesichtsausdruck gibt und lass dieses Gefühl durch deinen ganzen Körper spüren.
Nutz deinen Atem durch die Nase ein und sanft durch den Mund aus.
Dieses Gefühl in jeder Zelle deines Körpers zu verteilen und ins Fließen zu bringen.
Sei mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei diesem Gefühl,
Bei deinem physischen Körper,
Bei dem Prozess des Bewegen.
Und auch hier geht es nicht darum,
Das Gefühl und die Empfindungen aus deinem Körper hinaus zu bewegen,
Sondern sie durch dich fließen zu lassen.
Deinen Körper als Vehikel für dieses Gefühl zu nutzen,
Den Raum,
Den du einnimmst,
Da auszuschöpfen.
Vielleicht kannst du dir auch vorstellen,
Dass das Gefühl nicht nur in deinem Körper präsent ist,
Sondern sich noch weiter ausbreitet und auch den Luftraum um dich herum einnimmt.
Auch durch deine Füße in den kleinen Sandstrand und vielleicht bis ins Wasser hinein.
Lockere nochmal den Kiefer und deine Schultern.
Entspann den Beckenboden und dein Gesäß.
Lass geschehen,
Was gerade geschehen mag.
Und vielleicht möchtest du noch ein paar Augenblicke hier auf dem Stein sitzen bleiben,
Ganz verbunden mit dir.
Vielleicht hast du aber auch das Bedürfnis aufzustehen und mit deinen nackten Füßen an den Rand des Sees zu gehen,
Schritt für Schritt deine Füße vom angenehmen,
Warmen Wasser umspülen zu lassen.
Nimm die Frische wahr.
Vielleicht magst du auch im See schwimmen gehen,
Noch ein bisschen weiter hineinlaufen oder hier am Rand stehen bleiben oder auf deinem Stein sitzen.
Folge dem Impuls deines Körpers.
Und falls du im See bist und seine reinigende Kraft war,
Das Wasser,
Das vielleicht in diesem Waldsee ganz besonders ist,
Ganz klar,
Transformativ und wahr,
Wie sich dein Körper durch das Wasser bewegt oder deine Füße sanft umspült.
Und auch wenn du auf deinem Stein sitzen geblieben bist,
Verbinde dich jetzt ganz bewusst mit dem Wasser.
Lass deinen Blick weich und weit werden und auf den See gerichtet,
Sodass die Bäume am Hintergrund verschwimmen und du ganz eins bist mit dem Wasser.
Wahl,
Welche Farbe das Wasser hat.
Und auch wenn du im Wasser bist und die Farbe war,
Vielleicht auch den Geruch des Wassers.
Vielleicht kannst du bei den Schwimmbewegungen auch das Plätschern hören oder die Weichheit des Wassers,
Deinen Körper oder deine Füße oder den Sand umspült.
Und stell dir vor,
Dass dieses Gefühl,
Mit dem du dich vorher verbunden hast,
Mit der Emotion und deinem physischen Empfinden,
Dich auch hier bis ins Wasser verteilt und du Teil vom Wasser der Emotion und des körperlichen Empfindens bist.
Dass du dich vielleicht für einen Moment hier hineinfallen lässt,
Dass du das Gefühl hast,
Dich darin für einen Moment aufzulösen.
Ganz eins mit dem zu sein,
Was gerade ist.
Eins zu sein mit der Person von dir,
Die sich in diesem Moment gerade zeigen und verkörpern möchte.
Zu erlauben,
Dass du dich mit diesen Facetten zeigen darfst.
Vielleicht bahnt sich auch die Emotion einen Weg in deinen Körper.
Vielleicht spürst du eine Enge im Hals.
Vielleicht Tränen in deinen Augen.
Druck auf den Bauch.
Vielleicht verkrampft auch dein Körper.
Dann lass es zu und nutze den Atem,
Um dich hier durch zu navigieren.
Durch die Nase ein und durch die sanft geöffneten Lippen wieder aus.
Sanft und lang ausatmen.
Ein paar Atemzüge so.
Konzentrier dich auf den Atem.
Wenn es sich für dich richtig und sicher anfühlt,
Auch noch weiter auf das Gefühl.
Manchmal dauert eine Emotion 90 Sekunden.
Aber oft erlauben wir vielleicht nicht,
Diese 90 Sekunden wirklich ganz präsent und mit geballter Kraft einzunehmen.
Durch diese Meditation kannst du dir den Raum,
Den du dir vielleicht,
Als die Emotion ursprünglich aufgetreten ist,
Nicht nehmen konntest,
Noch einmal in einer sicheren,
Ruhigen Umgebung zurückholen.
Wenn du im See warst,
Komm langsam zum Ufer zurück.
Setz dich noch einmal zurück auf den Stein.
Öffne hier am See vor deinem inneren Auge deine Augen.
Blick nochmal auf den See und schau ihm dabei zu,
Wie die Wellen oder die Bewegung von dir,
Vielleicht auch vom sanften Wind,
Da kleiner werden.
Wie die Wellen deiner Gefühle in deinem Körper vielleicht auch wieder etwas zurückgehen,
Kleiner werden und dennoch präsent sein dürfen.
Beobachte den See und deinen natürlichen Atem.
Lass den Fokus auf deinen Atem und auf deinen Körper im Hier und Jetzt präsenter werden und den See langsam in den Hintergrund rücken.
Vielleicht hast du den Impuls,
Dich hier bei diesem See noch zu bedanken als Kraftort,
Als der er dir diente.
Nimm Wissen,
Dass du jederzeit wieder hier und zurückkehren kannst.
Empfinde deinen Atem.
Schick ihn nochmal ganz kraftvoll und gefühlt durch deinen Körper,
Um dich langsam wieder aufzuwecken.
Lade kleine Bewegungen in deine Finger und deine Zehen ein.
Kreisst du durch deine Hand und Fußgelenke.
Wenn du aufrecht sitzt,
Kreisst deine Schultern.
Lade gerne auch Bewegungen in deinen Kopf ein,
In deinen Hals.
Kreis deinen Kopf oder schwenk ihn sanft vor und zurück oder zu den Seiten.
Vielleicht magst du auch deine Arme lang nach oben ausstrecken.
Einmal gerne dich ganz lang strecken.
Wenn es hier noch ein Geräusch oder eine Bewegung gibt,
Die du gern in deinen Körper einladen möchtest und zum Ausdruck bringen möchtest,
Dann ist jetzt der Moment dafür.
Wenn du liegst,
Dann roll dich gern sanft auf eine Seite und komm von hier ganz langsam zurück in einen aufrechten Sitz.
Nimm hier nochmal deinen Atem wahr.
Falls dir der Nacht so Mute ist,
Schenke dir gerne innerlich und äußerlich ein kleines Lächeln.
Geschenke dich bei dir selbst,
Dass du dir diese 20 Minuten ganz für dich genommen hast,
Um dich mit dem zu verbinden,
Was gerade präsent ist.
Und es auch wirklich da sein zu lassen,
Anstatt wegdrücken zu wollen und deinem Alltag weiter zu folgen.
Mit dem nächsten Einatmenzug atme frische neue Energie in dich hinein.
Ein goldenes Licht,
Das jetzt in deinem ganzen Körper tanzt.
Verbinde dich hier mit einem Lächeln.
Überlege die Hände noch einmal auf deinen Herzraum.
Atme auch hier in deinem Herz dieses goldene,
Sanfte,
Nähernde Licht ein.
Und dann blinzele,
Wenn du bereit bist,
Deine Augen ganz langsam wieder auf.
Komm zurück ins Ziel und jetzt sei heute ganz achtsam mit dir.
Trinke ausreichend Flüssigkeit,
Um diese Bewegung von Energie und Gefühlen in deinem Körper auch auf Zellebene zu unterstützen.
Vielleicht magst du dir auch einige Zeilen aufschreiben oder einen Spaziergang machen.
Etwas mit deinen Händen kreieren,
Irgendetwas tun,
Wo du deine Gedanken weiter schweifen lassen kannst,
Aber dennoch nicht zu abgelenkt von ihnen wirst.
Ich wünsche dir einen wundervollen Rest des Tages.
Alles Liebe und bis zum nächsten Mal.
Deine Evelin
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