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Glaube nicht alles was Du denkst- "The Work" von Byron Katie

by Claudia Bechert-Möckel

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Glaube nicht alles, was Du denkst- wie Du Dich mit THE WORK vom Tunnelblick Deiner leidvollen Gedanken befreien kannst. Vielleicht kennst du das ja auch: Tagelang läufst Du mit diesem einen, quälenden Gedanken herum, der Dir das Leben zur Hölle macht. THE WORK ist eine Methode, die Klarheit in unsere Gedanken bringt und uns dabei unterstützt unseren inneren Frieden zu finden.

Transkription

Vielleicht kennst du das ja auch.

Tagelang läufst du mit diesem einen,

Quälenden Gedanken herum,

Der dir das Leben zur Hölle macht.

Irgendetwas hat sich in deinem Kopf festgesetzt und lässt dich einfach nicht mehr los.

Du leidest unter deinen eigenen Grübelgedanken oder du ärgerst dich über Menschen oder Situationen,

Die dir scheinbar das Leben schwer machen.

Wie in einem inneren Hamsterrad drehst du immer wieder die gleichen Gedanken schleifen.

Leider ändert es gar nichts,

Denn was bereits passiert ist,

Können wir nicht mehr ändern und das Verhalten anderer Menschen genauso wenig.

Was können wir also tun,

Um besser mit schwierigen Situationen umzugehen?

Wie können wir unsere Quälgeister von Gedanken neutralisieren?

Eine wunderbare Methode,

Mit der eine innere Befreiung und eine neue innere Haltung möglich wird,

Ist The Work von Byron Katie.

Auf der ganzen Welt arbeiten Menschen mit den vier Fragen und den Umkehrungen,

Die zu der Methode gehören und vielleicht hast du auch schon mal davon gehört.

Was ist The Work,

Wie funktioniert es und wie kannst du diese Methode für dich selbst anwenden?

Darum geht es in dieser Podcast-Folge Nummer 43.

Leben lieben lassen.

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Schön,

Dass du da bist,

Um mit mir The Work zu erkunden.

Ein hochwirksames Selbstcoaching-Tool,

Das auf Grundlage von vier einfachen Fragen zu innerem Frieden führen kann.

Ich bin Claudia Bechert-Möckel,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach aus Dresden und ich habe schon sehr,

Sehr lange vor,

The Work eine ganze Podcast-Folge zu widmen,

Weil die Methode von Byron Katie eine der wirksamsten Methoden ist,

Um innere Klarheit zu bekommen und sich von belastenden Gedanken zu befreien.

Mal Hand aufs Herz,

Wie oft haben wir uns schon vorgenommen,

Urteile und Bewertungen über uns selbst,

Andere Menschen und Gegebenheiten loszulassen?

Wie oft wurde uns schon geraten,

Einfach nicht mehr über ein bestimmtes Thema nachzudenken?

Hat es funktioniert?

Wahrscheinlich nicht.

Der Ärger beginnt nämlich in unserem Kopf,

In unserem Denken.

Sobald wir einmal eine bestimmte gedankliche Annahme über etwas oder jemanden hergestellt haben,

Was wir automatisch tun,

Dann wird diese innere Bewertung zu unserem Bild über die äußere Realität.

Wir glauben,

Was wir denken,

Auch wenn wir falsch liegen.

Den Bedeutungsmacher in unserem Kopf können wir nicht abstellen,

Aber wir können die Art ändern,

Wie wir denken.

Wir können nämlich unsere Annahmen und Beurteilungen hinterfragen und auf Wahrheit überprüfen.

Das ändert alles,

Auch unser Verhalten.

Genau das,

Nämlich eine Überprüfung unserer eigenen Gedanken und Beurteilungen,

Macht de Burg auf verblüffend einfache Weise möglich und wer sich darauf wirklich einlassen kann,

Der kann sein Denken auf eine gelingendere Weise nutzen,

Kann sich von Abhängigkeiten lösen und innerliche Ruhe und auch Klarheit finden.

In dieser Leben lieben lassen Folge Nummer 43 stelle ich dir Byron Katie und de Burg vor.

Vorher machen wir einen Ausflug in unsere Wahrnehmungswelt und natürlich werde ich dir Beispiele zeigen,

Wie sich de Burg praktisch nutzen lässt.

Fangen wir an mit Byron Katie,

Die bis heute nicht müde wird,

De Burg in die Welt zu tragen.

Sie ist Amerikanerin.

Schon als junge Frau hat sie unter starken Depressionen gelitten.

Mitte 30 war sie,

Da ging es ihr so schlecht,

Dass sie ihr Bett nicht mehr verlassen konnte.

Eines Morgens in ihrer tiefsten Verzweiflung hatte sie eine alles im Leben verändernde Erkenntnis.

Byron Katie entdeckte,

Dass sie litt,

Wenn sie ihre Gedanken glaubte und dass sie nicht leiden musste,

Wenn sie diese Gedanken nicht glaubte.

In einem Geistesblitz erkannte sie,

Dass wir in unserer Suche nach Glück in die falsche Richtung rennen.

Anstatt den hoffnungslosen Versuch zu starten,

Die Welt so verändern zu wollen,

Wie sie nach unseren Vorstellungen sein sollte,

Können wir diese Gedanken hinterfragen und lernen,

Der Wirklichkeit so zu begegnen,

Wie sie ist.

Das führt zu innerem Frieden und das wurde die Grundlage für de Burg,

Die Methode,

Die ich dir hier vorstellen möchte.

Ich liebe de Burg und ich möchte diese wunderbare Methode gerne mit dir teilen.

Und vorher schauen wir uns,

Wie schon gesagt,

An,

Wie unsere innere Wahrnehmungswelt funktioniert und wie unsere Gedanken,

Unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen.

Denn wir erleben die Welt nicht,

Wie sie ist,

Wir erleben die Welt,

Wie wir sind.

Unsere Art zu denken bestimmt unser Leben und Gedanken zu glauben ist nicht das gleiche wie Gedanken denken.

Na klar,

Sicher hast du das schon tausend Mal gehört.

Alles nichts Neues.

Oder vielleicht doch?

Gleich zu Beginn eines Coachings mache ich mit meinen Klienten und Klientinnen oft folgendes kleine Experiment,

Das völlig neue Perspektiven über unsere Art zu denken möglich macht.

Vielleicht hast du Lust,

Es auch einmal auszuprobieren.

Es dauert nur zwei Minuten.

Hier kommt es.

Denk doch jetzt einmal einen ganz beliebigen Gedanken,

Zum Beispiel einen über diesen Podcast oder was du getan hast,

Bevor du ihn gehört hast.

Nimm irgendeinen Gedanken,

Es ist völlig gleich.

Fertig?

Okay.

Nun möchte ich dich folgendes fragen.

Wer war es,

Der diesen Gedanken gedacht hat?

Wo genau hast du ihn gedacht?

Wenn es in deinem Kopf war,

Dann frage dich,

An welcher Stelle hast du diesen Gedanken gedacht?

Und wie hast du diesen Gedanken wahrgenommen?

War es vielleicht ein Bild oder eine Art Blitz oder ein Wort?

Ich weiß,

Die Fragen sind sehr,

Sehr seltsam.

Denke nicht über die Fragen nach,

Sondern lass dich einfach auf diese Fragen ein,

Auch wenn sie dir vielleicht absurd erscheinen.

Und wenn du eine Antwort auf die Frage gefunden hast,

Wo du diesen Gedanken wahrgenommen hast und wer ihn gedacht hat,

Kommen wir zur nächsten und entscheidenden Frage.

Wenn du es warst,

Der diesen Gedanken gedacht hat,

Wovon ich ausgehe,

Wer hat dann beobachtet,

Wo der Gedanke herkam und wie du ihn wahrgenommen hast,

Also wie er sich gezeigt hat?

Wenn du beide Fragen mit ich selbst beantwortet hast,

Was die Regel ist,

Dann taucht ja zwangsläufig die nächste Frage auf.

Wenn du die oder derjenige bist,

Die oder der den Gedanken gedacht hat,

Wie konntest du dann gleichzeitig beobachten,

Dass du ihn gedacht hast?

Hm,

Das ist schwierig.

Seltsam irgendwie,

Oder?

Du bist derjenige,

Der den Gedanken denkt und du bist derjenige,

Der beobachtet,

Wie du ihn denkst.

Es gibt zwei Schlussfolgerungen aus diesem Experiment.

Sie lauten,

Erstens,

Du bist nicht deine Gedanken,

Du bist viel mehr als das.

Du hast deine Gedanken gemacht,

Das stimmt,

Und wenn das so ist,

Dann könntest du theoretisch auch andere Gedanken entstehen lassen,

Oder?

Es gibt also eine Distanz zwischen dir und deinen Gedanken.

Obwohl du bestimmte Gedanken denkst,

Bist du es auch,

Der seine Gedanken beobachten,

Überprüfen und verändern kann.

Du kannst also wählen,

Ob du sie glauben willst oder nicht.

Zweitens,

Wenn du nicht deine Gedanken bist,

Dann bist du auch nicht dein Problem.

Du hast eventuell ein Problem,

Das mag sein.

Das ist aber ein gewaltiger Unterschied.

Du musst dich also nicht länger mit dem Problem identifizieren,

Verschmolzen sein.

Vielleicht hast du ein Problem,

Das ist möglich,

Aber damit kannst du arbeiten.

Solange du glaubst,

Dass du das Problem bist,

Bleibst du im Zustand der Hilflosigkeit.

Wenn du erkennen kannst,

Dass es einen Raum gibt zwischen dir und dem Problem,

Dann erwachsen neue Möglichkeiten,

Denn in diesem Raum wirst du handlungsfähig.

Es kann sein,

Dass dich mein kleines Experiment ein bisschen verwirrt,

Das ist vollkommen okay.

Schließlich denken wir selten darüber nach,

Wie wir denken.

Lass es einfach auf dich wirken,

Es wird noch ein bisschen in dir weiterarbeiten.

Fakt ist,

Wenn wir die ausgetretenen Pfade unseres gewohnheitsmäßigen Denkens verlassen,

Können neue Gedankenmuster entstehen.

Auf diese Weise ändern wir automatisch auch unser Verhalten und das,

Was wir fühlen.

Wir fangen dann an,

Eine andere Realität zu erleben und wahrzunehmen.

Das ist der Weg der Veränderung von innen nach außen.

Und dieser beginnt immer mit einem ersten Schritt – in unseren Gedanken.

Und genau hier setzte Burke von Byron Katie an.

Ärger,

Leid,

Probleme und Sorgen entstehen in unserem Denken.

Wir leiden unter der Bewertung,

Die wir den Dingen geben und nicht unter den Dingen selbst.

Aber eben dieses Denken,

Das uns hilft,

Probleme herzustellen,

Kann uns auch hervorragend dabei helfen,

Sie schneller wieder hinter uns zu lassen.

Denn wie wir über eine Situation denken,

Entscheidet darüber,

Ob wir sie als schwierig,

Belastend oder problematisch oder sonst wie empfinden.

Deswegen lohnt es sich,

Sein Denken in belastenden Situationen mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

So kann man nämlich öfter gelassener und entspannter mit Schwierigkeiten oder Ärgernissen umgehen.

Und das kann uns das Leben enorm erleichtern und verschönern.

Und hier kommt meine Anleitung zur Untersuchung von automatischen und häufig auch unbewussten Gedankenmustern.

Bevor wir mit der Untersuchung der automatischen Gedankenmuster nach The Work beginnen,

Müssen wir den leidvollen Gedanken herausfinden,

Der hinter unserem Problem verborgen liegt.

Dieser Gedanke und die,

Die er noch nach sich zieht,

Sind wie gesagt die eigentlichen Verursacher unseres Leids,

Unseres leidvollen Erlebens.

Aber das lässt sich nicht sofort immer erkennen.

Wie also bringst du den Quälgeist aus deinem Denken ans Licht?

Wenn du dich schlecht fühlst,

Dich über jemanden ärgerst oder unter einer Situation leidest,

Egal was es ist,

Frage dich einfach,

Was ist der Gedanke dahinter?

Was habe ich gedacht,

Bevor es mir schlecht ging?

Oder was bedeutet diese Situation für mich?

Dass er oder sie das tut,

Dass mir das passiert,

Das bedeutet für mich das .

.

.

Es kann am Anfang sehr mühsam sein,

Die leidvollen Gedanken hinter dem Problem zu erkennen,

Aber ich bin sicher,

Dass du den Dreh ganz schnell raus hast.

Jemand behandelt dich schlecht?

Dann kannst du dich fragen,

Und dass XY sich so verhält,

Bedeutet für mich das .

.

.

Das Ergebnis ist dann der Gedanke,

Den du mit den vier Fragen und Umkehrungen untersuchen kannst.

Es ist dann deine Beurteilung und Bewertung der Situation,

Deine ganz persönliche Schlussfolgerung aus dem Erlebten.

Lass uns das am besten an einem Beispiel anschauen,

Das ich immer wieder in der Beratung erlebe.

Meine Klientin beklagt sich über ihren Partner,

Der sie vernachlässigt,

Wie sie findet,

Sie kaum mehr beachtet und der offenbar nur noch wenig Interesse an ihr zeigt.

Der Gedanke,

Unter dem sie leidet,

Lautet,

Mein Partner sollte mich mehr beachten.

Es ist ein Urteil über den Freund.

Genauso gut könnte der leidvolle Gedanke aber lauten,

Mein Partner liebt mich nicht mehr.

Oder auch,

Ich bin nicht lebenswert.

Du merkst also,

Es geht nicht darum,

Einen ganz bestimmten Gedanken über diese Situation zu finden,

Sondern einen,

Den die Klientin als leitauslösend erlebt.

Mal angenommen,

Meine Freundin meldet sich seit ein paar Tagen nicht und ich bekäme Angst,

Dass irgendetwas zwischen uns stehen könnte.

Wenn ich mich dann frage,

Was bedeutet das für mich,

Dass sie sich nicht meldet,

Dann lautet mein leidvoller Gedanke,

Heike sollte sich regelmäßig bei mir melden.

Und da sie es nicht tut,

Bin ich verletzt.

Oder der Gedanke könnte auch lauten,

Ich bin Heike nicht wirklich wichtig.

Es ist genauso okay,

Urteile über andere als leitauslösenden Gedanken zu erkennen,

Als auch Annahmen über uns selbst.

Wichtig ist nur,

Dass diese Gedanke über die Situation uns traurig,

Wütend oder hilflos macht,

Also eben für Ärger sorgt,

Dann ist er einer der Verursacher unseres Problems.

An dieser Stelle denkst du vielleicht mal selbst an eine ganz bestimmte Situation,

Die dich aufregt,

Einen Menschen,

Über den du dich ärgerst oder einen Schmerz,

Den du mit dir selbst hast.

Frage dich,

Was genau macht mich daran traurig,

Wütend oder verletzt?

Und diese Situation bedeutet für mich das?

Oder,

Was ist mein Urteil über diese Person,

Was erwarte ich,

Dass sie oder er tun sollte?

Ich lasse dir einen Moment Zeit,

Damit du deinen leidvollen Gedanken herausfinden kannst.

Und jetzt untersuchen wir diesen Gedanken.

Vier Fragen und ein paar Umkehrungen,

Mehr nicht,

Keine Beurteilung oder Bewertung.

Bei The Work sind wir nicht voreingenommen,

Eher sind wir wie ein Forscher unterwegs,

Neutral,

Beobachtend und erkundend.

Wir lauschen in uns hinein.

Am besten lässt sich das schriftlich machen,

Unser Verstand ist nämlich sehr gut darin,

Die Inhalte der untersuchten Gedanken immer wieder zu verdrehen und dann geraten wir durcheinander.

Du brauchst für die Untersuchung mit The Work 10 bis 15 Minuten.

Wichtig ist,

Dass du die Antworten auf die Fragen aus dir heraus wahrnimmst.

Mit allen Sinnen,

Höre in dich hinein,

Anstatt bestimmte Erwartungen zu haben.

Warte auf die Antwort,

Die aus dir herauskommt.

The Work will nicht auf etwas Bestimmtes hinaus.

Es ist eine wirkliche Entdeckung,

Eine Suche nach Wahrhaftigkeit.

Lass dich also auf jede Frage wirklich ein und höre dabei,

Was es in dir sagt.

Versuche nicht,

Die Fragen abzukürzen oder zu überspringen.

Natürlich findest du eine Übersicht der Fragen,

Also die gesamte Anleitung,

Im Artikel zu diesem Podcast auf www.

Leben-leben-lassen.

De und ich verlinke dir den Artikel in den Show Notes.

Los geht's!

Die erste Frage bei The Work lautet,

Ist das wahr?

Wir bleiben bei dem Beispiel meiner Klientin und du kannst natürlich deinen eigenen leidvollen Gedanken untersuchen.

Ist das wahr?

Mein Partner sollte mich mehr beachten?

An dieser Stelle ist es wichtig,

Dass wir nichts richtig machen wollen oder uns selbst überholen.

Es geht darum,

Einfach nur in uns hinein zu beobachten,

Was es da wirklich sagt.

Ja oder nein.

Es gibt hier kein Vielleicht,

Keine Erklärungen,

Kein Hätte,

Sollte,

Wollte,

Könnte.

Es kann hilfreich sein,

Die Augen zu schließen.

Ja,

Würde meine Klientin vermutlich sagen.

Ja,

Das ist wahr.

Mein Partner sollte mich wieder viel mehr beachten.

Und jetzt fragst du dich in Bezug auf deinen leidauslösenden Gedanken,

Ist das wahr?

Höre,

Was es in dir sagt,

Ohne Druck,

Ohne Bewertung.

Ist deine Antwort nein,

Dann machst du mit Frage 3 weiter.

Bei Ja geht es jetzt weiter mit Frage Nummer 2.

Die zweite Frage bei The Work lautet,

Kannst du wirklich mit absoluter Sicherheit sagen,

Dass das wahr ist?

Auch hier gilt es wieder,

Die Antwort hören zu wollen,

Die wirklich aus deinem Inneren kommt,

Anstatt irgendetwas perfekt machen zu wollen und zum Streber zu mutieren.

Das hier ist eine Untersuchung,

Keine Doktrin.

Wenn ich also an meine Klientin denke und ihren leidvollen Gedanken,

Mein Partner sollte mich mehr beachten,

Kommt hier meist ein erster kleiner Zweifel auf.

Das eindeutige Ja der ersten Frage bekommt an dieser Stelle manchmal Wisse.

Vielleicht nicht ganz,

Höre ich dann oft und frage weiter.

Okay,

Zu wie viel Prozent könnte es wahr sein?

Zu 80 Prozent könnte die Antwort lauten.

Und auch diese wird wieder notiert,

Ohne sie zu bewerten,

Zu kritisieren oder in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen.

Nun du,

Frage dich,

Bei deinem eigenen leidvollen Gedanken,

Kann ich wirklich sicher sein,

Dass das wahr ist?

Notiere deine Antwort.

Ich würde nun mit meiner Klientin so weitermachen.

Was ist dein Beweis?

Was ist dein Beweis dafür,

Dass dein Partner dich mehr beachten sollte?

Er hat es früher auch getan,

Könnte er sie sagen oder Aufmerksamkeit ist ein Zeichen von Liebe.

Was immer du für deinen Beweis hältst,

Notiere ihn jetzt.

Und frage dich noch einmal,

Kann ich wirklich sicher sein,

Dass das wahr ist?

Höre in dich hinein,

Spüre.

Was sagt es aus deinem tiefsten Inneren?

Notiere deine Antwort.

Die dritte Frage von Deverg lautet,

Wie reagierst du,

Wenn du diesen Gedanken glaubst?

Stell dir dich selbst vor,

Wie du durch dein Leben gehst,

Wenn du diesen belastenden Gedanken glaubst,

Ihn also zu deiner Realität gemacht hast.

Wie ist deine Körperhaltung?

Aufrecht und voller Energie oder vielleicht klein,

Geduckt und kraftlos?

Wie fühlst du dich,

Wenn du diesen Gedanken glaubst?

Lebendig,

Freudvoll,

Energiegeladen oder eher traurig,

Verletzt und hilflos?

Spüre dem nach und notiere.

Wenn ich diesen Gedanken glaube,

Fühle ich mich … Welche weiteren Gedanken zieht dein belastender Gedanke nach sich?

Meiner Erfahrung nach zieht unser Problemgedanke einen ganzen Rattenschwanz an anderen Negativgedanken nach sich.

Aus,

Mein Partner sollte mich mehr beachten,

Wird dann ganz schnell,

Ich bin nicht liebenswert,

Nicht gut genug,

Zu alt,

Zu fett,

Zu hässlich und andere Hardcore-Selbstverurteilungen.

Oder ich habe sowieso kein Glück und die ganze Beziehung wird zerbrechen.

Oder,

Oder,

Oder.

Das Kopfkino kennt keine Grenzen.

Du kennst das,

Oder?

Schreib auch hier ganz in Ruhe auf,

Welche Gedanken dein ursprünglicher Problemgedanke noch nach sich zieht.

Schreib auf,

Wie es dir geht,

Wenn du daran festhältst.

Welche Bilder steigen in dir auf?

Wie lange kennst du diese Art belastenden Gedanken schon?

Woher kommen sie dir bekannt vor?

Bringen diese Gedanken Frieden oder Stress in dein Leben?

Welchen Grund kannst du finden,

An diesen Gedanken festzuhalten?

Das Entscheidende aber hier ist,

Wie verhältst du dich,

Wenn du den Gedanken glaubst?

Zu meiner Klientin würde ich sagen,

Wie verhältst du dich,

Wenn du glaubst,

Dein Partner sollte dich mehr beachten und er tut es nicht?

Wie bist du dann zu ihm?

Die Antwort,

Die ich dann häufig höre,

Lautet ungefähr so.

Ich bin stocksauer auf ihn und lasse ihn das spüren.

Ich rede nicht mehr mit ihm und werde bockig.

Ich ziehe mich zurück.

Ich bestrafe ihn mit Schweigen.

Aber eigentlich fühle ich mich dabei ganz traurig,

Klein und machtlos.

Finde auch hier deine ganz eigenen Antworten und mach das am besten wieder schriftlich.

Du merkst schon,

Du kannst dir die Frage 3 einfacher machen oder mehr in die Tiefe gehen,

Ganz wie du möchtest.

Wichtig ist nur,

Dass du dir klar machst,

Was das Festhalten an deinem Gedanken mit dir macht.

Denn darum geht es bei dieser dritten Frage.

Schau dir jetzt mal in Ruhe deine Notizen an.

Ist es nicht erstaunlich,

Wie sich ein einziger belastender Gedanke,

An dem wir festhalten,

Auf unser Denken,

Fühlen und Verhalten auswirkt?

Ja,

Auf unser ganzes Leben.

Die Macht unserer Gedanken ist unfassbar groß,

Auch wenn sie vielleicht manchmal auf einer Fehleinschätzung beruhen.

Bei mir hinterlässt die Arbeit an der dritten Frage häufig schon einen sehr tiefen Eindruck,

Der zur Veränderung meiner Haltung führt.

Die vierte Frage bei The Work.

Wer wärst du ohne diesen Gedanken?

Spätestens jetzt kommt bei den meisten Menschen sowas wie ein Deep Impact.

Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Mal angenommen,

Ich könnte diesen Gedanken gar nicht denken,

Weil mein Gehirn diese Windung nicht hätte für Mein Partner sollte mich mehr beachten.

Die Situation wäre immer noch die gleiche,

Nur ohne die verurteilende Schlussfolgerung,

Was er tun sollte.

Frage dich in Bezug auf deinen leidvollen Gedanken.

Wie würde ich mich verhalten ohne diesen Gedanken?

Wie würde ich mich fühlen?

Welche Gedanken hätte ich noch?

Am besten auch hier innehalten,

Augen schließen und in dich hineinspüren.

Wahrnehmen.

Wer wärst du ohne diesen Gedanken?

Schau dir auf deine inneren Leinwand zu,

Wie du durch dein Leben gehen würdest ohne diesen Quälgedanken.

Meine Klienten sagen mir an dieser Stelle häufig,

Ich wäre fröhlich,

Gut gelaunt,

Entspannt und frei.

Ja,

Ohne diesen Gedanken,

Der uns quält,

Wären wir sofort frei.

Wir würden ganz anders mit anderen umgehen,

Anstatt uns verletzt zurückzuziehen.

Wir würden erkennen können,

Dass Menschen Fehler machen,

Aber nicht um uns zu ärgern in den meisten Fällen,

Sondern aus Gründen,

Die nur mit ihnen selbst zu tun haben.

Wir könnten unseren Partner um etwas bitten,

Das uns fehlt,

Anstatt zu fordern,

Zu kritisieren oder zu manipulieren.

Dieser Schritt macht es möglich,

Dass man eine Situation oder Person auf einmal mit völlig neuen Augen sieht,

Ein Perspektivwechsel wird möglich,

So als würdest du eine verschmierte Brille putzen und auf einmal viel klarer sehen.

Unser problemfokussierter Tunnelblick weitet sich im besten Falle.

Und wenn man jetzt nochmal Frage 3 mit Frage 4 in Zusammenhang bringt,

Dann wird in den meisten Fällen klar,

Wie gewaltig die Auswirkung von dem,

Was wir uns entscheiden zu glauben,

Auf unser Leben und unser Befinden ist.

Was,

Wenn unser Gedanke,

Auf dem das alles basiert,

Nicht wahr ist?

Was wollen wir uns entscheiden zu glauben?

Dazu dienen die sogenannten Umkehrungen,

Die auf die vier Fragen bei The Work folgen.

Damit untersuchen wir jetzt,

Welche anderen Annahmen über die gleiche Situation noch möglich sind.

Wir bleiben bei,

Mein Freund sollte mich mehr beachten,

Und du nimmst weder deinen eigenen leidvollen Gedanken.

Ohne uns in eine spezielle Richtung drängen zu wollen,

Drehen wir nun den Satz in verschiedene Richtungen und fragen uns,

Dann könnte das auch wahr sein?

Aus,

Mein Freund sollte mich mehr beachten,

Könnte also werden,

Mein Freund sollte mich nicht mehr beachten.

Ich frage nun meine Klientin,

Könnte das auch wahr sein?

Sie spürt in den Satz hinein und sagt,

Nein,

Das ist nicht wahr.

Okay,

Dann ist es so,

Die Verneinung dieses Satzes ist für sie nicht wahr.

Die nächste Umkehrung ist die in ihre eigene Richtung.

Ich sollte mich selbst mehr beachten?

Könnte das auch wahr sein?

Ich sehe sofort,

Was diese Frage mit ihr macht.

Deep Impact.

Sie sagt nichts.

Tränen steigen in ihren Augen auf.

Ich warte.

Dann fängt sie an zu weinen und ein Strom von Worten bricht sich bahn.

Ja,

Das stimmt,

Ich habe mich in den letzten Jahren total vernachlässigt,

Habe mir überhaupt keine Zeit mehr für mich genommen,

Meine Hobbys habe ich aufgegeben,

Meine Freunde vernachlässigt.

Ich habe einfach alles in die Beziehung gesteckt und mich nur an ihm orientiert,

Damit er mich liebt,

Er ist mir doch wichtig.

Sie konnte spüren,

Dass dieser Satz wahr war.

Es war nicht in ihrem Kopf,

Es war in ihrem innersten Selbst dieses Ja,

Das ist wahr.

Sie hat die Wahrheit erkannt.

Wir reden dann darüber,

Dass uns niemand ernst nehmen kann,

Wenn wir das selbst nicht tun,

Dass uns niemand als wertvoller achten kann,

Wenn wir es selbst nicht für uns sind.

Es ist unsere Aufgabe,

Uns zu lieben,

Uns wichtig zu sein.

Und dann werden es auch andere tun.

Oder wir werden uns aus diesen Beziehungen befreien.

Für meine Klientin ist der Durchbruch erreicht.

The Work hat hier seine volle Kraft entfaltet.

Dennoch möchte ich noch eine dritte Umkehrungsmöglichkeit aufführen,

Um die Methode aufzuzeigen.

Eine weitere Umkehrung könnte in Richtung meines Gegenübers gehen.

Ich sollte meinen Partner mehr beachten?

Könnte das auch wahr sein?

Welche Umkehrung wir benutzen,

Ist nicht so wichtig.

Es geht darum,

Diese Umkehrungen auf Wahrheit zu untersuchen.

Frage dich,

Ob die Umkehrung vielleicht genauso wahr sein könnte wie der ursprüngliche leidvolle Satz oder sogar noch wahrer.

Probiere dann damit herum.

Du wirst merken,

Wenn es in dir Ja und wann es Nein sagt.

The Work hilft uns herauszufinden,

Ob unser Leid auf Wahrheit beruht oder auf einer der Fehlinterpretationen unserer Wahrnehmung.

Und die Methode gibt uns einen Fingerzeig in die Richtung,

In die wir wirklich schauen sollten.

Das Leben spricht mit uns.

Hörst du zu?

Sind wir bereit,

Der Aufgabe,

Die Herausforderung hinter unserem Problem zu erkennen,

Zu verstehen,

Was wir lernen sollen?

Ich habe dieses Zitat noch einmal als kleinen Anker auf dem Leben lieben lassen Instagram Account geteilt,

So als kleine Erinnerungsstütze für dich und mich.

Es geht bei der Untersuchung von The Work nicht darum,

Etwas direkt zu verändern.

Es geht um die Veränderung der Wahrnehmung und die Erweiterung der Möglichkeiten der Betrachtungsweise.

Es geht um das Erkennen,

Dass wir sehr oft in unseren Gedanken leiden,

Nicht immer unter der Realität.

Das allein,

Diese Haltungsänderung,

Verändert indirekt auch unser Verhalten.

Und hier noch ein paar wichtige Hinweise,

Wenn du mit The Work arbeiten möchtest.

Gehe nicht so schnell vor und überspringe nach Möglichkeit keine der Fragen.

Der Verstand kann sonst möglicherweise sein liebgewordenes altes Denkmuster nicht gleich verlassen,

Um eine andere Perspektive zuzulassen.

Sei also geduldig.

Lass die Fragen wirken.

Beantworte sie für dich nicht nur mit dem Verstand,

Sondern höre auch,

Was deine Gefühle sagen oder ob du eine körperliche Reaktion spüren kannst.

The Work ist eine ganzheitliche Methode und bietet die Möglichkeit,

Einen Perspektivwechsel einzunehmen,

Einen Abstand zu finden zwischen dir und deinen Problemgedanken,

Eine neue Haltung einzunehmen und eine Befreiung stattfinden zu lassen,

Loslassen zu lernen.

Die Methode will nicht überzeugen.

Sie ist ein Instrument,

Um inneren Frieden zu finden,

Selbstehrlichkeit zu erlangen.

Und ich hoffe,

Dass du darin auch ein Werkzeug für dich finden kannst.

Natürlich ist es hier im Podcast nicht möglich,

Alle auftauchenden Fragen in Zusammenhang mit The Work zu beantworten oder noch weiter in die Tiefe zu gehen.

Das Thema ist noch umfassender,

Als ich es hier darstellen kann.

Aber um damit zu arbeiten,

Reicht dieser kurze Abriss.

Und mir geht es darum,

Dinge einfach und erklärbar zu machen.

Und ich hoffe,

Das ist mir ein Stück weit gelungen.

Ich verlinke dir in den Shownotes den Link zur deutschen Seite von The Work,

Auf der du dir ganz wunderbare The Work Arbeitsblätter zur Untersuchung herunterladen kannst.

Und auch eine PDF-Datei,

Die davon handelt,

Wie Byron Katie zu der Methode gekommen ist.

Also noch mehr zum Hintergrund.

Außerdem gibt es jede Menge Bücher zum Thema.

Ich selbst arbeite sehr viel mit The Work,

Sowohl mit meinen Klienten als auch mit mir selbst.

Und ich kann dir sagen,

Dass es eines meiner Lieblingstours ist,

Dass es mir in meinem Leben schon zu zahlreichen Erkenntnis-Durchbrüchen und Haltungsänderungen verholfen hat.

Ganz egal,

Ob es dabei um Annahmen über mich selbst,

Urteile über andere Menschen oder Situationen ging.

Ich kann The Work wärmstens empfehlen,

Auch wegen der wunderbaren Einfachheit der Methode.

Und ich bin ganz gespannt,

Welche Erfahrungen du damit machst.

Zum guten Schluss dieser Lieben-Lieben-Lassen-Folge noch ein Hinweis an Sachen Gleichberechtigung.

Sozusagen ein Gender-Disclaimer.

Wenn ich hier von Beispielen meiner Klienten erzähle,

Dann spreche ich sehr häufig von Frauen.

Das heißt natürlich nicht,

Dass das Problem irgendwie geschlechterspezifisch ist und dass es nicht auch Männer sein könnten,

Die solche oder ähnliche Themen zu bewältigen haben.

Das ist natürlich so.

Und es versteht sich,

Denke ich,

Von selbst.

Und ich werde es nicht jedes Mal dazu sagen,

Weil ihr das auch so gut versteht.

Wir hören uns,

Wenn du magst,

In drei Wochen wieder.

Ich freue mich auf dich,

Wünsche dir bis dahin von Herzen alles Gute,

Deine Claudia.

4.7 (217)

Neueste Bewertungen

Jul

January 6, 2026

Spannender Inhalt und angenehme Stimme, verständlich erklärt. Vielen Dank!

Ylvie

August 27, 2025

Danke 🙏🏻 liebe Claudia. Dieser Podcast hat echt so viel in mir bewegt und ein echtes Klick-Erlebnis hervorgebracht. Ich bin dir so dankbar ☺️ für diesen tollen und augenöffnenenden Podcast. Wenn man es einmal erkannt hat, dass man seinen Gedanken 💭 nicht glauben muss, das verändert meinen ganzen Alltag. Mein Leben. Ein Traum 😍

Michael

May 6, 2025

Habe nach dem Hören mir the work angeschaut und ausprobiert. Findet es gut praktikabel. Es bedarf ein wenig Übung und Geduld. Danke für den Tipp

Miriam

March 1, 2025

Vielen Dank! Ich habe mich vor längerer Zeit schon mal mit THE WORK befasst und werde das nun wohl wieder neu für meinen Weg aufnehmen.

Franka

December 23, 2024

Das hat mir ein wenig mehr die Augen geöffnet 😌

Jan

January 9, 2024

Kurz und gut verständlich erklärt - das ist dir gelungen. Von der Methode wusste ich noch nichts. Die erste Anwendung unter deiner Anleitung war gleich ein toller Einstieg. Da mache ich weiter! Liebe Grüße aus Dresden

rahel

January 5, 2023

🙏🌴🎁🌴🙏

Achim

August 13, 2022

Gut erklärt. Danke

Maria

July 16, 2022

Sehr informativ! Danke 🙏

Wienke

February 27, 2022

Hallo Claudia, vielen lieben Dank für diese wunderbar einfache Anleitung für The Work. Ich konnte direkt einen leidvollen Gedanken aus meinem Leben entfernen. 🙏🏼🌈

© 2026 Claudia Bechert-Möckel. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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