
Mehr Motivation-weniger Druck- vom ICH MUSS zum ICH WILL
Willst Du wirklich, was Du glaubst zu müssen- und musst Du wirklich, was Du was Du gar nicht willst? Wenn aus Freiwilligkeit innerer Druck wird verlieren wir unsere Freude und unser Leben gleicht einer endlosen To-Do Liste, die abgehakt sein will. Mit einer einfachen Selbstcoaching-Übung kannst Du Dich vom Druck des „Müssens“ befreien und zurück ins „Wollen“ finden.
Transkription
Willst Du wirklich,
Was Du glaubst zu müssen?
Und musst Du wirklich,
Was Du eigentlich gar nicht willst?
Wenn aus Freiwilligkeit innerer Druck wird,
Verlieren wir unsere Freude und unser Leben gleicht einer endlosen To-do-Liste,
Die abgehakt sein will.
Mit einer einfachen Selbstcoaching-Übung kannst Du Dich vom Druck des Müssens befreien und zurück ins Wollen finden.
Leben lieben lassen – der Podcast zum Thema Persönlichkeit,
Beziehung und Selbstliebe.
Von und mit Claudia Bechert-Möckel Herzlich Willkommen,
Ihr Lieben,
Beim Leben lieben lassen Podcast,
Folge 53.
Ich bin's,
Claudia Bechert-Möckel,
Persönlichkeits- und Beziehungscoach und in dieser Leben lieben lassen Episode geht es um ein Thema,
Das wir wirklich alle kennen,
Den ewigen Druck des Müssens,
Der die Freiwilligkeit des Wollens aus unserem Leben vertreibt und der uns,
Wenn wir nicht aufpassen,
Zu gejagten,
Geplagten und freudlosen Pflichterfüllern macht.
Ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen,
Wie oft Du jeden Tag den Ausdruck ich muss verwendest?
Wie oft Du muss denkst oder sagst,
Zu Dir und vielleicht auch zu anderen?
Ich hatte dieses Thema gestern erst in einem Online-Coaching mit einer Klientin,
Deren Leben eigentlich nur noch aus einer Ansammlung von Verpflichtungen bestand und die sich davon belastet,
Freudlos und total gehetzt fühlte.
Sie hatte ihre eigene Freiwilligkeit vollkommen verloren und damit auch ihre Selbstbestimmtheit.
Ganz ausgelaugt war sie davon,
Weil sie sich ständig nur nach den Erwartungen anderer ausrichtete.
Und sie hat genau diese kleine Selbstcoaching-Übung von mir als Hausaufgabe bekommen,
Die ich Dir heute auch mitgeben möchte.
Muss und ich muss.
Spür da mal rein.
Mach vielleicht,
Wenn Du nicht gerade Auto fährst,
Mal für einen Moment die Augen zu.
Wie fühlt sich das in Deinem Körper an?
Ich muss.
Die meisten spüren ich muss als etwas Angespanntes,
Das sich zusammenzieht,
Hart irgendwie,
Auf jeden Fall unangenehm einengend.
Muss,
Dieses kleine strenge Wort,
Das hat es ganz schön in sich.
Es ist die Stimme unseres inneren Kritikers.
Und wenn Du in dieser Muss-Falle drinsteckst,
Macht sich die Stimme des inneren Kritikers meistens schon am frühen Morgen bemerkbar.
Sie treibt uns an und lässt uns denken,
Jetzt muss ich aber wirklich aufstehen oder schon wieder muss ich zur Arbeit und später dann noch.
Ich muss heute noch meine Mutter anrufen,
Muss einkaufen,
Muss Wäsche waschen,
Muss zum Sport,
Muss tanken,
Muss,
Muss,
Muss.
Und vielleicht hörst Du Dich auch selbst gelegentlich sagen,
Ich muss mich jetzt zusammenreißen,
Ich muss endlich 10 Kilo abnehmen,
Ich muss den Partner fürs Leben finden,
Ich muss dies oder jenes schaffen,
Haben,
Bekommen oder der Klassiker,
Ich muss das einfach mal loslassen.
Okay,
Eine ganze Menge muss.
Aber mal ganz ehrlich,
Musst Du das alles wirklich?
Und wenn ja,
Wer sagt das?
Hast Du Dich jemals gefragt,
Wie viel von dem ganzen Muss Du eigentlich wirklich willst?
Genau genommen musst Du nämlich gar nichts.
Oder zwingt Dich etwa jemand morgens aufzustehen?
Wirst Du sterben,
Wenn Du nicht zur Arbeit gehst?
Wird tatsächlich jemand verhungern,
Wenn Du nicht einkaufen gehst?
Vielleicht denkst Du ja,
Ich bin nicht ganz richtig im Kopf,
Aber ich meine das ganz ernst.
Steht irgendjemand mit vorgehaltener Waffe an Deinem Bett und zwingt Dich zur Arbeit zu gehen?
Oder tust Du das dann doch irgendwie freiwillig?
Ja,
Wahrscheinlich wird es unbequem,
Wenn Du Deine Mutter nicht anrufst,
Eine Verabredung versetzt,
Die Arbeit einfach liegen lässt,
Das mag sein,
Aber in Wirklichkeit hast Du auch hier die Wahl,
Du kannst es tun oder lassen,
Beides wird Folgen haben.
Ich habe es in meiner Arbeit jeden Tag mit Klienten zu tun,
Die in der Ich-muss-Falle stecken und sehr darunter leiden.
Und Du weißt,
Ich bin gern ehrlich,
Ich habe auch mal dazu gehört.
Viel zu müssen ist nämlich super effektiv.
Wir fühlen uns dann sehr beschäftigt und wichtig,
Aber es ist auch ziemlich freudlos und spaßfrei,
Das weiß ich wirklich aus eigener Erfahrung.
Wer viel muss,
Steht unter einem großen inneren Druck und wirkt immer etwas gehetzt und getrieben.
Man schafft unglaublich viel und fühlt sich gerne und oft verantwortlich.
Man ist streng zu sich selbst und man glaubt,
Dass andere das auch so sehen.
Bestehende äußere Zwänge werden dabei noch von inneren Zwängen verstärkt.
Das erzeugt Stress und er macht sich dann auch in der Sprache durch die zahlreichen Ich-muss-Sätze bemerkbar.
Dann ist uns die Freiwilligkeit total abhandengekommen.
Dabei wünscht man sich nichts mehr als das.
Und vielleicht kommt Dir das ja auch irgendwie bekannt vor.
Mit Ich-muss-Sätzen üben wir Druck auf uns und andere aus.
Und die ursprüngliche Absicht dahinter,
Die ist eigentlich gar nicht so schlecht.
Es geht nämlich eigentlich um Selbstmotivation.
Nicht alles im Leben kann schließlich nur nach dem Spaß- oder Lustprinzip geschehen.
Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen,
Geht es halt auch mal ums Reinhängen.
Aber wenn man da nicht aufpasst,
Gerät die Ich-muss-Strategie zur Falle.
Sie wird zum Selbstläufer,
Der aus dem Ruder gelaufen ist und unser Leben dominiert.
Wenn wir dann die Balance aus Freiwilligkeit,
Freude und innerem Antrieb verlieren,
Wird das ganze Leben zur Pflichtübung.
Eine Aneinanderreihung von Aufgaben,
Die mit Ich-muss beginnen.
Dann werden sogar schöne,
Angenehme,
Freudvolle Dinge irgendwann zu einem Punkt auf der To-do-Liste,
Der nur noch abgehakt wird.
Das ist wirklich krass und da geht die Lebensfreude verloren und das macht uns unleidlich,
Deprimiert und manchmal sogar krank.
Willkommen im Hamsterrad.
Und wenn Du denkst,
Ja,
Das kenne ich,
Da muss ich unbedingt raus,
Gibt's hier jetzt wie versprochen eine sehr einfache Selbstcoaching-Strategie in drei Schritten,
Mit denen Du dem Ich-muss-Hamsterrad ganz leicht entkommen kannst,
Um Deine Motivation und Freude wiederzufinden.
Für mich selbst und viele meiner Klienten hat diese Technik ganz erstaunliche Veränderungen bewirkt.
Schritt 1.
Spüren Schließe noch einmal kurz Deine Augen,
Wenn Du nicht gerade Auto fährst und spüre einmal in Dich hinein,
Jetzt etwas tiefer,
Wie es sich anfühlt,
Wenn Du zu Dir selbst sagst,
Ich muss.
Spüre dieser Energie nach.
Beobachte,
Wie Dein Körper sich dabei anfühlt.
Wahrscheinlich nimmst Du dabei so etwas wie enge Druck oder Starrheit wahr.
Und nun spüre einmal der Energie des Satzes Ich will in Dir nach.
Ich will.
Was verändert sich dabei in Dir?
Spürst Du vielleicht mehr Weite?
Freiheit oder Leichtigkeit?
Vielleicht ist da eine Lebendigkeit in Dir?
Jetzt bekommst Du ein Gefühl dafür,
Welche Kraft allein die Wahl unserer Worte im inneren Dialog auf unser Befinden hat.
Schritt 2.
Beobachte Beobachte doch mal einen ganzen Tag lang,
Wie oft Du Ich muss denkst oder sagst,
Zu Dir selbst und zu anderen.
Mach Dir eine Strichliste oder zähle im Kopf Deine Ich muss Sätze,
Die Du laut sagst oder die Du im inneren Dialog von Dir gibst mit.
Betrachte das Ganze wie ein Experiment.
Du bist der Forscher.
Zähle,
Wie oft Du Ich muss sagst oder denkst oder wie oft Du sagst,
Was wir müssen oder was andere müssen.
Du wirst staunen.
Schritt 3.
Verändern Nachdem Du einen Tag lang Deine Ich muss Sätze beobachtet hast,
Ist Deine Wahrnehmung aktiviert.
Dein innerer Beobachter wird Dich jetzt wie von selbst jedes Mal auf Dein Ich muss aufmerksam machen.
Das hast Du ja geübt.
Und jetzt,
Jedes Mal,
Wenn Du Dich bei Ich muss ertapst,
Tausche diesen Satz in Gedanken zur Probe einmal aus.
Ersetze ihn durch Ich will,
Ich möchte oder Ich darf und spüre in Dich hinein.
Ich muss aufstehen wird zu Ich will aufstehen.
Und wenn Du hineinspürst,
Sagt es dabei Ja oder Nein in Dir?
Wähle Ich aufzustehen?
Was fällt Dir dabei sonst noch auf?
Was verändert sich in Dir,
Wenn Du willst,
Darfst oder möchtest?
Wie viel willst Du wirklich von dem,
Was Du glaubst,
Zu müssen?
Und musst Du wirklich all das,
Was Du gar nicht willst?
Könntest Du möglicherweise auch etwas davon loslassen?
Diese kleine Selbsthilfeübung kann sehr viel bewirken.
Natürlich nur,
Wenn Du sie machst.
Sie ist wie ein Kompass zur inneren Balance.
Sie ist ein Fingerzeig auf das,
Was Dir wirklich wichtig ist.
Und sie kann Dir helfen,
Deine Selbstbestimmtheit zurückzuerlangen.
Dich spüren zu lassen,
Dass Du eine Wahl hast.
Sie bringt Dich dazu,
Weniger zu müssen und mehr zu wollen und Dir dabei selbstbestimmt Grenzen zu setzen.
Aber auch Dinge loszulassen,
Die Dir nicht mehr gut tun.
Diese Übung kann Dir den Weg zu mehr innerer Freiheit,
Leichtigkeit und Freude aufzeigen,
Indem Du Deine inneren Muss-Zwänge auflöst.
Worte waren ursprünglich einmal Magie,
Hat der berühmte Therapeut Steve deShazer einmal gesagt.
Daran hat sich bis heute nichts geändert,
Möchte ich anfügen.
Probier's aus,
Diese Muss-Will-Übung.
Aber natürlich nur,
Wenn Du wirklich willst.
Ich wünsche Dir spannende Entdeckungen mit der Muss-Will-Übung.
Schick Dir ganz liebe Grüße,
Fühl Dich umarmt.
Bis zum nächsten Mal,
Deine Claudia.
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