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Warum Delfine Keinen Daumen Haben | Impulsvortrag

by Jan von Wille

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Kennst du diese intensiven Träume, die deinen Tag beeinflussen, obwohl sie nicht real sind? In dieser Folge tauchen wir ein in die Frage, wie das Unwirkliche trotzdem wirken kann. Wir erkunden die Verbindung zwischen Sein und Tun, inspiriert von der Weisheit der Delfine. Wie viel unserer Wirklichkeit schöpfen wir aus unserem Inneren, und was bedeutet es wirklich zu SEIN, statt ständig zu schaffen? Lass dich auf eine Reise zu deiner inneren Heimat mitnehmen – ein Ort der Stille, der uns tief erfüllt, ohne dass wir etwas besitzen oder erreichen müssen.

Transkription

Kennst du das?

Du wachst auf und bist emotional tief bewegt,

Weil du einen intensiven Traum hattest.

Und vielleicht kannst du dich noch an den Inhalt erinnern oder er verblasst schon etwas,

Aber du bist immer noch sehr emotional.

Und genau das geschieht mit uns und der Wirklichkeit.

Also wie wir die Wirklichkeit erleben.

Es gibt ja viele Dinge,

Die nicht wirklich sind und trotzdem sind sie da.

So wie ein Traum.

Wenn ich jetzt zum Beispiel geträumt hätte,

Dass ich ausgeraubt worden wäre,

Dann weiß ich am Morgen,

Nee das ist nicht wirklich.

Das Portemonnaie ist ja noch da,

Also ich rufe jetzt nicht die Polizei.

Aber der Traum war da und er hat starke Auswirkungen.

Also was nicht wirklich ist,

Kann trotzdem Auswirkungen haben.

Insofern ist es wirkend.

Obwohl das Ganze also nicht wirklich ist,

Macht der Traum einem den ganzen Tag eine bestimmte Stimmung.

Vielleicht eine bedrückte Stimmung.

Und das hat wiederum Auswirkungen,

Dass ich vielleicht meine Arbeit nicht so gut machen kann.

Also du merkst,

Was so ein Traum anrichten kann,

Obwohl er nicht wirklich ist.

Und jetzt geh mal einen Schritt weiter und frag dich,

Was ist für mich meine letzte Wirklichkeit?

Woher nehme ich meine Bestätigung,

Meine Identität,

Meine Energie,

Meine Freuden?

Aus welcher Wirklichkeit?

Vielleicht kennst du diese Momente,

In denen du Verbindung hast zu deiner inneren Heimat.

Also dieser heilige Ort,

So nenne ich den gern,

In dem es ganz still ist.

Wenn du dir mal ein Rad vorstellst,

Also ein Rad von einem Fahrrad vielleicht,

Da siehst du die Speichen,

Die vom Zentrum nach außen führen und die bewegen sich,

Während das Fahrrad fährt.

Und die sind immer in Bewegung.

Aber wenn du in die Mitte schaust,

Zur Radnarbe,

Da siehst du keine Bewegung mehr.

Da ist das ruhige Zentrum.

Bildlich gesprochen ist es das,

Was du wirklich bist,

Reines Sein.

Und weil es so rein ist,

Ist das Sein immer still,

Erfüllt in sich selbst.

Also es braucht nichts Zusätzliches,

Um erfüllt zu sein und kann auch nicht verletzt werden.

Vielleicht kannst du das jetzt etwas fühlen,

Während ich davon berichte.

Und ich möchte dir noch ein schönes Bild mitgeben.

Die Delfine.

Wusstest du,

Dass Delfine ein ähnlich komplexes Gehirn haben,

Wie wir Menschen?

Im Gegensatz zu uns haben sie aber keine Arme,

Keine Hände oder Daumen entwickelt.

Sie sind einfach im Meer geblieben.

Das sind äußere Details,

Aber die haben dazu geführt,

Dass wir Menschen eine total andere Daseinsform entwickelt haben.

Wir Menschen sind schaffende,

Gestaltende Wesen geworden.

Das ist eine große Gabe,

Eine große Berufung.

Aber es hat auch bei den meisten Menschen dazu geführt,

Dass sie ihren Wert nicht aus ihrem Sein,

Sondern aus ihrem Tun und Haben ableiten.

Delfine sind auch sehr intelligente Menschen,

Aber sie verbringen ihr gesamtes Leben einfach nur damit zu sein.

Sie bauen nichts.

Sie haben kein Konto.

Der Ozean gehört ihnen nicht.

Sie schwimmen,

Fressen,

Lieben und spielen.

Das war's.

Stell dir mal vor,

Du würdest nichts Äußeres erschaffen.

Dir würde nichts Materielles gehören.

Du wärst einfach nur da.

Wie würdest du dann deinen Wert bemessen,

Oder deinen Wert fühlen?

Und jetzt zieh noch mal die Verbindung zum Thema Wirklichkeit.

Manchmal stelle ich mir vor,

Wie wir alle Reisende sind.

Reisende in diesem unendlichen Ozean des Lebens,

Der niemandem gehört.

Was für eine schöne Vorstellung.

Wir würden diese innere Stille als unsere wahre Heimat erfahren.

Wir müssten nichts ändern,

Nicht gegen irgendetwas ankämpfen.

Es ist friedlich in uns.

Und weil es so friedlich ist,

Ist es vollkommen erfüllend.

Ja,

Vielleicht kannst du dich heute etwas deutlicher dafür entscheiden,

Dass diese tiefere Wirklichkeit die eigentliche Wirklichkeit dein Zuhause ist.

Und auch wenn wir keine Delfine sind,

Ich glaube,

Wir alle könnten etwas mehr spielen,

Als so viel zu arbeiten.

Oder etwas mehr sein,

Als so viel zu tun.

Und vor allem mehr lieben,

Als irgendwelche Dinge in unserem Leben anzäufen.

Ich wünsche dir ein vertieftes Leben.

5.0 (37)

Neueste Bewertungen

Madlen

October 11, 2024

Ein schöner Impuls - danke. :)

Jan

October 9, 2024

Sehr schöne Gedanken um Mut zu finden! Durch die Kürze auch ideal als Auffrischung, wenn man aus dem Tritt gekommen ist. Genau für so etwas folge ich Ihnen 🤗

Sabine

October 9, 2024

As always your meditations, short or long are so powerful, thoughtfully created with the perfect musical background and soothing voice. Thank you for all you do! 🙏🥰

Yvette

October 9, 2024

In wenigen Worten genau auf den Punkt gebracht. Herzlichen Dank!

Arnold

October 2, 2024

Herzlichen Dank lieber Jan. Genieße die wunderschönen Momente die der Tag dir schenkt. Danke für die Inspiration. In liebevoller Dankbarkeit dein Arnold

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