
Der Glückliche & der Unglückliche | Märchen & Meditation
Eine entspannende Abendroutine (geführte Meditation mit Tagesreflexion) und eine Geschichte zum Einschlafen aus Estland. In dieser Geschichte geht es um einen armen Bauern, der, obwohl er sich größte Mühe gibt, einfach kein Glück hat. Sein Nachbar dagegen bringt die reichsten Ernten nach Hause. Als er eines Nachts nicht schlafen kann und nach draußen zu seinem Feld spaziert, begegnet er seinem Glück und stellt es zur Rede. Natürlich wird zum Schluss alles gut. Du kannst also jederzeit beruhigt und zufrieden einschlafen, Dich erholen und auftanken. Die Abendroutine vorne weg enthält eine Meditation, Dankbarkeit-Praxis und Tages-Reflexion zur feierlichen Verabschiedung des Tages. Die mit Musik und Klängen untermalten Einschlaf-Geschichten der Märchentante sind für Kinder und Erwachsene geeignet. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und herrliche Träume.
Transkription
Ich wünsche dir einen schönen guten Abend und denke mal,
Du hast es dir in deinem Bett schon richtig schön gemütlich gemacht.
Dann recke und strecke dich doch nochmal und regle dich in deinem Bett zurecht.
Atme dabei tief ein und aus und dann schließe,
Wenn du es nicht schon getan hast,
Beim nächsten Ausatmen ganz sanft deine Augen.
Entspanne deine Gesichtszüge und lasse deinen Körper ganz schwer werden.
Lass los,
Beobachte deinen Atem,
Wie er ganz natürlich und ruhig ein- und ausströmt und lasse mit jedem Ausatmen ein bisschen von der eventuell noch vorhandenen Anspannung los,
Geborgen und sicher,
Gemütlich,
Warm,
Geschützt.
Der Tag ist zu Ende und vielleicht möchtest du diesen Moment nochmal nutzen,
Um deine ganz persönlichen Bilder des Tages nochmal anzusehen,
Vor deinem inneren Auge vorbeilaufen zu lassen.
Ich werde eine Minute jetzt nichts sagen,
Damit du ganz in Ruhe deinen Film des Tages nochmal ansehen kannst.
Dann lass dir nochmal in den Sinn kommen,
Was heute besonders schön war und wofür du heute besonders dankbar bist.
Sammel mindestens drei Dinge zusammen,
Für die du dankbar bist.
Stell dir vor,
Du sitzt in einem Zug,
In einem ganz bequemen Sessel und blickst aus dem Fenster.
Du beobachtest,
Wie die Landschaft an dir vorbei fährt,
Bäume,
Felder,
Kleinere und größere Orte,
Wege und Straßen und es wird langsam dunkel.
Die Sonne ist gerade untergegangen und du spürst,
Wie deine Augenlider ganz schwer werden.
Hörst noch die monotonen Geräusche des Zuges,
Der dich ganz sicher,
Ganz zuverlässig an einen wunderbaren Ort bringt und während du fährst und vielleicht schon langsam davon schlummerst,
Lese ich dir eine Geschichte vor.
Du weißt,
Du darfst jederzeit einfach einschlafen,
Denn du kannst sicher sein,
Dass auch diese Geschichte wieder gut ausgehen wird.
Es waren einmal zwei Bauern,
Die lebten nicht weit voneinander.
Der eine war reich,
Der andere war arm,
Beide waren fleißige Arbeiter,
Aber der Arme konnte tun,
Was er wollte,
Er wurde einfach nicht reicher.
Einmal konnte der arme Bauer nachts nicht schlafen,
Denn ihn grämte sein Unglück.
Also stand er auf und ging mitten in der Nacht raus zu den Feldern.
Der Mond schien hell und,
Oh Wunder,
Was sah er da?
Er sah,
Wie ein Mann auf dem Felde des Reichen Roggensäte.
Also ging er zum Mann hin und fragte,
Was tust du hier?
Ich säe Roggen,
War die Antwort.
Und wann kommst du auf mein Feld,
Um zu säen?
Fragte der arme Mann.
Niemals!
Weshalb säst du denn nur auf dem Felde des Anderen?
Ja,
Ich bin eben sein Glück.
Nun,
Und wo ist mein Glück?
Fragte der Arme.
Dein Glück schläft dort neben dem großen Stein,
Sprach der Säemann.
Der Arme eilte zum Stein,
Um sein Glück zu wecken.
Höre,
Mann,
Steh auf und geh Roggensäen.
Ich gehe nicht,
Antwortete der Schläfer.
Ja,
Warum gehst du denn nicht?
Fragte der Arme.
Nun,
Ich bin doch eben kein Landwirtsglück.
Aber du bist doch mein Glück,
Sagte der Arme,
Inzwischen schon ganz verzweifelt.
Ja,
Freilich,
Sagte der Schläfer.
Wähl dir nur ein anderes Handwerk,
Dann werde ich schon dein Glück sein.
Und welches Handwerk soll das sein?
Was für ein Glück bist du denn?
Fragte der Arme.
Ich bin ein Kaufmannsglück.
Also,
Wie wäre es,
Wenn du Kaufmann wärst?
Der Mann verabschiedete sich von seinem Glück und ging nachdenklich nach Hause.
Er legte sich schlafen.
Und als er am nächsten Tag aufwachte,
Da wusste er,
Was er zu tun hatte.
Er verkaufte direkt noch am gleichen Tag sein Haus und kaufte in der Stadt einen Laden.
Kurze Zeit später eröffnete er diesen Laden.
Und nun kam auch sein Glück zu ihm.
Und der Mann wurde reich und sehr zufrieden.
Und wenn er nicht gestorben ist,
So lebt er auch heute noch,
Froh,
Sein Glück gefunden und verstanden zu haben.
Und ich wünsche dir einen guten und tiefen Schlaf und glückliche Träume.
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