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Meditation 9

by Gilda Wuest

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5
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Meditation
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In allen Meditationen von Gilda geht es um freundliches, wertfreies Gewahrsein des Augenblicks. Ihr Ziel ist es, dir verschiedene Wege zu dieser Art der Meditation anzubieten, um dich dabei zu unterstützen, dir selbst die beste Meditationslehrerin/der beste Meditationslehrer zu werden.

Transkription

Wir starten gleich mit einer Anfangsmeditation.

Bitte in eure Meditationshaltung kommen.

Gut aufrichten und mit einer Ausatmung sanft die Augen schließen.

Dann einmal mit dem Becken so über die Sitzknochen nach vorne und nach hinten schwingen.

Und reinspüren,

Wo ist die Mitte,

Wo habe ich das Gefühl,

Die Sitzknochen sind ganz senkrecht.

Und in dieser Position bleiben.

Dann hineinspüren,

Wo wollen sich meine Hände heute ablegen.

Im Schoß,

Ineinander,

Die Handflächen nach oben.

Oder vielleicht ganz einfach nur auf die Oberschenkel legen.

Ohne jetzt ein spezielles Mudra zu formen,

Ganz entspannt,

Ganz natürlich.

Und dann bitte eine tiefe Einatmung nehmen,

Die noch einmal die Wirbelsäule aufrichtet,

Die Scheitel nach oben streben lässt.

Und dann über den Mund ausatmen.

Und mit jeder dieser Ausatmungen lösen sich Spannungen,

Die Schultern sinken nach hinten unten.

Noch zwei,

Dreimal tief einatmen.

Und mit der Ausatmung alles loslassen,

Den Tag,

Stress,

Konflikte,

Dinge,

Die euch beschäftigen.

Immer mehr vom Kopf in den Körper sinken,

Bis hinunter in die Füße.

Noch eine vollständige Ein- und Ausatmung.

Und dann bitte den Atem ganz frei fließen lassen.

Und einmal in Kontakt kommen.

Mit der vollen Länge der Einatmung,

Der vollen Länge der Ausatmung,

Ohne den Atem zu beeinflussen.

So gut es möglich ist in diesem Augenblick.

Dabei den Atem ganz sanft berühren.

Wie ein Schmetterling,

Der sich vor einer Blüte niederlässt.

Und falls es dir schwer fallen sollte,

Den Atem frei fließen zu lassen,

Ihn nicht zu beeinflussen,

Dann beobachte diese Tendenz zur Kontrolle mit sehr viel Freundlichkeit,

Humor.

Und tu dennoch dein Bestes,

Um dich dem Atemrhythmus hinzugeben.

Nimm wahr,

Wie es sich anfühlt,

Sich deines Atems bewusst zu sein.

Nimm auch wahr,

Wenn der Geist so ein Gefühl vermittelt,

Ich will ja gar nicht beim Atmen sein,

Ich möchte etwas ganz anderes machen,

Was vielleicht interessanter ist.

All diese Tendenzen,

Das Bedürfnis zu kontrollieren,

Das Bedürfnis aus dem Augenblick zu flüchten,

Das ist menschlich,

Geht uns allen gleich.

Und du musst dich dafür nicht verurteilen.

Nimm es einfach zur Kenntnis mit Freundlichkeit,

Mit Humor,

Mit Interesse.

Und nun richte ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf die Ausatmung.

Die Einatmung braucht gar kein Gewicht.

Und mit jeder Ausatmung sinkst du in die eigene Tiefe,

Wie eine Welle,

Die sich entspannt in die Tiefe des Ozeans.

Das musst du nicht aktiv tun,

Das geschieht ganz von selbst.

Und dann stell dir bitte ein Wesen vor,

Das grenzenlos liebevoll ist,

Allwissend.

Vielleicht entsteht ein Bild von Jesus oder dem Dalai Lama oder einem Schutzengel.

Vielleicht ist es eine Präsenz ohne,

Ein Gesicht,

Eine Persönlichkeit.

Spüre den liebevollen Blick dieses Wesens,

Der auf dir ruht.

Wie fühlt sich das an?

Dieses Wesen kennt dich in- und auswendig,

Weiß alles über dich.

Du musst dich nicht verstecken.

Und gleich,

Was deine Eigenschaften sind,

Dieses Wesen ist grenzenlos gütig,

Wohlwollend,

Mitfüllend.

Die Wärme dieses Wesens hüllt dich ein von allen Seiten,

Umgibt dich,

Schützt dich,

Nährt dich,

Lässt vielleicht sogar ein Lächeln auf deinen Lippen entstehen.

Dieses Wohlwollen,

Diese Güti gibt dir den Mut,

Die Aufmerksamkeit nach innen zu richten.

Und zu spüren,

Was ist denn jetzt gerade da?

Zunächst auf der körperlichen Ebene,

Ohne etwas zu suchen.

Einfach nur offen sein,

Wahrnehmen,

Ohne in eine Geschichte zu gehen.

Du musst nichts tun mit den Erscheinungen.

Es ist so ein Aha,

Ein Gefühl von Wärme,

Kälte,

Druck,

Eine Verspannung,

Ein Wohlgefühl,

Ein Kribbeln,

Ein Jucken.

All das darf sein.

Auch der Atem ist Teil dieser körperlichen Wahrnehmung.

Dann richte die Aufmerksamkeit noch mehr nach innen,

Auf deine Gefühle,

Emotionen.

Wieder ohne zu suchen,

Einfach nur offen sein,

Hineinspüren.

Vielleicht ist ganz subtil ein Gefühl von Stress oder Freude,

Ärger,

Ungeduld.

Erlaube auch den Gefühlen zu sein,

Ohne etwas mit ihnen zu tun.

Und vielleicht kannst du gerade gar nichts wahrnehmen,

Es macht gar nichts.

Du hörst trotzdem zu,

Spürst hinein.

Alles,

Was auftaucht,

Gibt dir die Gelegenheit zu üben,

Präsent zu sein.

Nicht in eine Geschichte zu gehen,

Nicht zu bewerten,

Nichts mit den Erscheinungen zu tun.

Und all dies in einer Wiege aus Güte,

Wohlwollen,

Wärme,

Freundlichkeit dir selbst gegenüber.

Dann lass bitte eine Frage nach innen sinken.

Kann ich den Anspruch loslassen,

Mich gut fühlen zu müssen?

Und einfach mit dem sein,

Was ist.

Dann frag dich,

Will ich diesen Raum,

Den die Meditation mir bietet,

Öfter betreten?

Einen Raum,

In dem ich so sein kann,

Wie ich bin.

In dem ich wahrnehme,

In dem alles sein darf.

Sodass die Meditation für dich irgendwann nicht zu einer Pflicht wird,

Sondern zu einem Vergnügen.

Etwas,

Das du freiwillig machst,

Worauf du dich freust.

Dann nimm bitte einen tiefen Augenzug und öffne dann langsam wieder deine Augen.

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