
Atmen ist Leben - Atempraxis
by Vilas Turske
In einer Welt, die immer schnelllebiger wird und in der die Anforderungen und Erwartungen an uns sehr hoch sind, kann es uns gelingen durch bewusstes Atmen wieder voller und gelassener im Leben zu stehen. "Ich erlebe mich wie ich einatme und ich erfahre mich wie ich ausatme."
Transkription
Ich möchte dich bitten,
Einen komfortablen Sitz einzunehmen für eine Atempraxis,
Die sich in unserer Episode 2 mit der Beziehung zwischen Atmung und Leben beschäftigt.
Wenn du komfortabel sitzt,
Möchte ich dich bitten,
Nochmal so ein bisschen dafür zu sorgen,
Dass der untere Rücken sich richtig ausrichtet,
Indem du dich nach vorne beugst,
Nochmal manuell so ein bisschen die Rückseite weitest,
Indem du die Pobacken auseinanderziehst und dann dich wieder neu und fest erdest,
Um nach oben zu wachsen.
Der Atem darf kommen,
Der Atem darf geschehen.
Beim Einatmen erfahren wir,
Wie unser Körper sich nach oben leicht aufrichtet und beim Ausatmen erfahren wir Erdung.
Deshalb möchte ich dich bitten,
Nochmal bewusst beim nächsten Einatmen so eine ganz leichte Seitenlängung,
Indem du die Schultern leicht anhebst und nach hinten führst,
Durchzuführen und beim Ausatmen ganz bewusst nach unten in die Gesäßknochen zu denken,
Um diese Erdung und Festigkeit noch zu erfahren.
Jeder Atemzug ist ein Geschenk.
Wir machen uns bewusst in diesem Moment,
Dass wir geatmet werden,
Zumindest zur Hälfte,
Weil wir den Atem nicht ganz alleine bestimmen können.
So erfahren wir Ein- und Ausatmung anders,
Als wenn wir es als selbstverständlich annehmen,
Dass diese Atmung einfach immer da ist.
Und alleine die Beschäftigung mit der Atmung hilft uns,
Sich tiefer nach innen auszurichten und uns auch von der inneren Körperseite wahrzunehmen.
Das heißt,
Unsere Gedanken werden ruhiger,
Je länger wir jetzt in diesem Atemrhythmus sind.
Unsere Grunderfahrung im Inneren wird weicher.
Und vielleicht gelingt es uns auch,
So wie wir jetzt sitzen,
Den ganzen Körper als atmend wahrzunehmen.
Das Einatmen geht einher mit einer Ausdehnung.
Das Ausatmen erfahren wir als eine leichte Kontraktion.
Das Einatmen beschreibt in ganz wunderbarer Weise,
Wie wir zu unserem Leben stehen,
Wenn wir einatmen und erfahren uns kraftvoll,
Intensiv,
Offen.
Dann ist das ein deutliches Ja,
Ein Annehmen.
So wie wir sind,
So atmen wir jetzt in diesem Moment.
Und dieser Atem reflektiert wie ein Spiegel,
Was das Leben für uns ausmacht und wie wir es sehen.
Ein ruhiges,
Freies Einatmen.
Ein feines,
Sanftes Ausatmen.
Bitte Dich jetzt gerade diesen inneren Atemfluss beim Einatmen,
Noch diesen inneren Energiefluss in Dir zu verbinden.
Atmest ein und es gibt so etwas wie eine innere Aufrichtung,
Weite Öffnung.
Wenn wir uns jetzt das Ausatmen anschauen,
Dann möchte ich Dich bitten,
Auch dort genau hinzuschauen,
Weil jeder Ausatemzug sich verbindet mit dieser inneren Fähigkeit,
Weich,
Offen zu sein und im selben Moment auch Dinge geschehen lassen zu können.
So wie wir den Atem gehen lassen,
Wie wir nicht an ihm festhalten,
Wie er frei nach außen strömt,
So erfahren wir uns eventuell auch in unseren Dingen,
Die uns bedrängen und wie wir mit ihnen umgehen.
Diese Qualität,
Dinge geschehen zu lassen,
Auch wenn sie schwierig oder komplex sind,
Nicht gleich in irgendwelche Kontrollmechanismen zu verfallen,
Sie festhalten zu wollen.
Wir können das Ausatmen annehmen und wir atmen uns mit dem Einatmen in diese Stärke,
In die Wahrnehmung des Annehmens und dann beim Ausatmen können wir geschehen lassen,
Wir können gehen lassen.
Und so verbindet sich das Einatmen mit der Erfahrung der Stärkung,
Das Ausatmen mit dieser Weichheit und mit dieser Öffnung,
Die uns immer wieder begleitet,
Wenn es notwendig ist,
Nicht festzuhalten,
Sondern geschehen zu lassen.
Einatmen,
Ein Ja zu mir,
Zu meinem Leben.
Ausatmen,
Ein Sich Öffnen,
Ein Weitwerden.
Einatmen,
Aufrichtung,
Ausatmung,
Erdung.
Beim nächsten bewussten Atemzug die Aufrichtung unterstützen,
Die Erdung unterstützen,
Die Aufrichtung durch ein leichtes Anheben der Schultern,
Die Erdung durch ein bewusstes nach unten schwere Wahrnehmen,
Tiefe.
Beim nächsten Einatmen sich nochmal aufrichten,
Um dann beim Ausatmen behutsam das Kinn zu senken.
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