
Meditation Der Lächelnden Lendenwirbel
Nicht nur Anfänger der Meditation strengen sich beim meditativen Sitzen an. Rücken, Zwerchfell und Schultern können oft nur schwer entspannen. Das Spüren des Lächelns der Lendenwirbel lässt Stress und Anstrengung weniger werden, vor allem, wenn es sich entlang der ganzen Wirbelsäule nach oben ausbreiten kann und uns vielleicht sogar ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Mit der senkrechten Achse unseres Körpers vertraut zu werden, hilft uns, leichter zu entspannen und selbstverständlicher und sicherer aufzutreten. Unsere Präsenz wird unterstützt durch ein Verweilen in den vier Räumen. Es stärkt unsere Sicherheit, das Ruhen in uns selber. Dies ist nicht nur in der Meditation hilfreich; auch im Alltags- und Berufsleben wird vieles selbstverständlicher und leichter. Wilfried Rappenecker
Transkription
Die Meditation der lächelnden Lendenwirbel.
Zu Beginn dieser Meditation spüre ich die Schwere meines Körpers.
Ich spüre die Schwere meiner Füße und Fußgelenke,
Meiner Beine,
Meines Gesäßes,
Wie sie auf der Unterlage ruhen.
Ich spüre die Schwere meiner Hände und Handgelenke,
Meiner Arme,
Meiner Schultern.
Ich spüre die Schwere meines Rumpfes,
Des unteren Rumpfes.
Den unteren Rumpf spüren.
Des mittleren Rumpfes.
Die Schwere des mittleren Rumpfes spüren.
Des oberen Rumpfes.
Die Schwere des oberen Rumpfes spüren.
Und ich spüre die Schwere meines Kopfes und meines Unterkiefers,
Der nach unten sinkt.
Die Schwere ist eine Folge der Schwerkraft,
Die immer auf diesem Planeten wirkt.
Ich muss nichts dafür tun,
Außer sie wirken lassen und die Schwere zu spüren.
Auch meine Lendenwirbel folgen der Schwerkraft,
Sinken nach unten und entspannen aufeinander.
Ich nehme mir die Zeit,
Die ich brauche,
Um genau zu spüren,
Wie der 5.
Lendenwirbel auf dem Kreuzbein darunter ruht,
Wie der 4.
Lendenwirbel auf dem 5.
Ruht und entspannt,
Wie der 3.
Lendenwirbel auf dem 4.
Entspannt,
Der 2.
Entspannt auf dem 3.
Und auch der 1.
Lendenwirbel folgt der Schwerkraft,
Sinkt nach unten und entspannt auf dem 2.
Ich habe meine Lendenwirbel losgelassen und spüre,
Wie sie nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Ich muss nichts dafür tun,
Keine Mühe,
Keine Anstrengung,
Nur geschehen lassen und spüren.
Und auch spüren,
Wie diese natürliche Abwärtsbewegung durch Kreuzbein und Steißbein hindurch bis tief in den Boden reicht und mich dort verankert.
Und weil meine Lendenwirbel sich überhaupt nicht anstrengen müssen,
Lächeln sie.
Ich spüre das Lächeln meiner Lendenwirbel und erlaube diesem Lächeln,
Sich in meinem Körper auszubreiten.
Und auch die anderen Wirbel meiner Wirbelsäule folgen der Schwerkraft,
Sinken nach unten und entspannen aufeinander.
So entspannt der 12.
Brustwirbel auf dem 1.
Lendenwirbel,
Der 11.
Entspannt auf dem 12.
,
Der 10.
Auf dem 11.
,
Der 9.
Auf dem 10.
,
Der 8.
Auf dem 9.
,
Der 7.
Auf dem 8.
Und weiter geht es zwischen den Schulterblättern.
Ich spüre den 6.
Brustwirbel,
Wie er auf dem 7.
Entspannt,
Den 5.
,
Wie er auf dem 6.
Entspannt,
Den 4.
Brustwirbel auf dem 5.
,
Der 3.
Entspannt auf dem 4.
,
Der 2.
Auf dem 3.
,
Und der 1.
Auf dem 2.
Und weiter geht es mit den Halswirbeln,
Der 7.
Halswirbel entspannt auf dem 1.
Brustwirbel,
Der 6.
Halswirbel entspannt auf dem 7.
,
Der 5.
Halswirbel entspannt auf dem 6.
,
Ich spüre den 4.
,
Wie er auf dem 5.
Halswirbel entspannt,
Der 3.
Halswirbel entspannt auf dem 4.
,
Der 2.
Halswirbel entspannt auf dem 3.
,
Und der 1.
Halswirbel,
Der Atlas,
Entspannt auf dem 2.
,
Auf der Axis.
Ich spüre die Wirbel meiner Wirbelsäule,
Wie sie nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Und diese natürliche Abwärtsbewegung setzt sich durch Lendenbereich,
Kreuzbein,
Steißbein hindurch,
Bis tief in den Boden fort.
Und gleichzeitig zu dieser Abwärtsbewegung findet eine gegenläufige Bewegung statt,
Eine ganz leichte Bewegung nach oben.
In dieser leichten und hellen Bewegung richtet sich die Brustwirbelsäule leicht auf und verlängert sich ein wenig nach oben,
Schiebt dadurch den Hals und den Nacken ein wenig nach oben.
Auch die Halswirbelsäule verlängert sich ein wenig,
Schiebt dadurch den Kopf etwas nach oben.
Und diese leichte und helle Aufwärtsbewegung setzt sich durch den Punkt Lenkergefäß 20 über den Kopf hinaus fort,
Sodass zwei Bewegungen zur gleichen Zeit stattfinden.
Eine Abwärtsbewegung,
Keine Mühe,
Keine Anstrengung,
Einfach nur geschehen lassen und spüren.
Und eine leichte Aufwärtsbewegung,
Keine Mühe,
Keine Anstrengung,
Einfach nur zuschauen und spüren.
Mit meiner Aufmerksamkeit bin ich manchmal mehr mit der Abwärtsbewegung und manchmal mehr mit der Aufwärtsbewegung.
Und vielleicht bin ich auch einmal entspannt und weit genug,
Um in beiden Bewegungen zur gleichen Zeit zu sein.
Und immer noch spüre ich meine Lendenwirbel,
Wie sie lächeln,
Nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Nun gehe ich nacheinander in vier Räume,
Die sich vor bzw.
Über meiner Wirbelsäule befinden.
Der erste Raum,
Den ich aufsuche,
Ist der Raum im Unterbauch.
Dieser Raum reicht von der unteren Lendenwirbelsäule bis nach vorne,
Zur Bauchdecke unterhalb des Bauchnabels und über diese Begrenzungen hinaus.
Einen Teil meiner Aufmerksamkeit verankere ich in meiner unteren Lendenwirbelsäule.
Mit dem anderen Teil spüre ich,
Wie ich jetzt im Raum meines Unterbauches bin.
Und ganz gleich,
Wie ich mir hier begegne,
Sei es voll oder leer,
Stark oder schwach,
Wach oder müde oder wie immer ich das erlebe,
Ich widerstehe der Versuchung,
Irgendetwas daran zu verändern,
Verbessern,
Optimieren zu wollen.
Stattdessen nehme ich mir zwei bis drei Minuten,
Um zu spüren,
Wie ich jetzt im Raum meines Unterbauches bin.
Aha,
So bin ich in meinem Unterbauch.
In 15 Minuten mag es schon anders sein,
Aber so ist es jetzt.
Und immer noch spüre ich meine Lendenwirbel,
Wie sie lächeln,
Nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Und dann gehe ich in den zweiten Raum,
Den Raum meines Oberbauches.
Dieser Raum reicht von der unteren Brustwirbelsäule bis nach vorne,
Zur Bauchdecke oberhalb des Bauchnabels und über diese Begrenzungen hinaus.
Einen Teil meiner Aufmerksamkeit verankere ich in meiner unteren Brustwirbelsäule.
Mit dem anderen Teil spüre ich,
Wie ich jetzt im Raum meines Oberbauches bin.
Und ganz gleich,
Wie ich mich hier vorfinde,
Sei es durchlässig oder blockiert,
Voll oder leer,
Leicht oder schwer oder wie immer ich das empfinde.
Ich muss nichts verändern.
Es ist okay,
So wie es ist.
Und ich nehme mir wieder zwei bis drei Minuten,
Um zu spüren,
Wie ich jetzt im Raum meines Oberbauches bin.
Aha,
So bin ich in meinem Oberbauch.
In 15 Minuten mag es schon ganz anders sein,
Aber so ist es jetzt.
Und immer noch spüre ich meine Lendenwirbel,
Wie sie lächelnd nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Immer noch spüre ich diese federleichte Aufwärtsbewegung,
Ganz leicht,
Ganz hell.
Und ich gehe in den dritten Raum,
Den Raum im Innern meines Brustkorbes,
In den Raum meines Herzens.
Dieser Raum reicht von der mittleren Brustwirbelsäule bis nach vorne zum Brustbein und über diese Begrenzung hinaus.
Einen Teil meiner Aufmerksamkeit verankere ich in meiner mittleren Brustwirbelsäule.
Mit dem anderen Teil spüre ich,
Wie ich jetzt im Raum meines Herzens bin.
Und ganz gleich,
Wie ich mich hier vorfinde,
Sei es weit oder eng,
Entspannt oder angespannt,
Froh oder betrübt,
Oder wie immer ich das empfinde,
Ich muss nichts verändern.
Es darf genau so sein.
Ich darf genau so sein.
Und ich nehme mir wieder zwei bis drei Minuten,
Um zu spüren,
Wie ich jetzt im Raum meines Herzens bin.
Und immer noch spüre ich meine Lendenwirbel,
Wie sie lächeln,
Nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Immer noch spüre ich diese federleichte Aufwärtsbewegung,
Ganz leicht,
Ganz hell.
Und ich gehe in den vierten Raum.
Den Raum im Innern meines Kopfes.
Dieser Raum im Innern meines Kopfes reicht über die anatomischen Begrenzungen des Kopfes hinaus.
Vor allen Dingen nach oben und nach unten,
Aber auch zu den Seiten nach links und nach rechts und ebenso nach vorne und nach hinten.
Und ich spüre,
Wie ich jetzt im Raum im Innern meines Kopfes bin.
Und ganz gleich,
Wie ich mir hier begegne.
Weit oder eng,
Leicht oder schwer,
Wach oder müde.
Ich muss nichts verändern.
Das darf genau so sein.
Und immer noch spüre ich meine lächelnden Lendenwirbel,
Wie sie nach unten sinken und aufeinander entspannen.
Immer noch spüre ich diese leichte Aufwärtsbewegung,
Ganz leicht,
Ganz hell.
Und für die verbleibende Zeit dieser Meditation,
Wähle ich einen dieser vier Räume,
Um dort noch einmal für sieben bis acht Minuten zu verweilen.
In der Wahl des Raumes bin ich völlig frei.
Das mag ein leichter Raum sein oder ein schwieriger,
Ein angenehmer oder ein unangenehmer.
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