16:50

Dankbarkeit und das Leben mit einem reaktiven Hund

by Biggi Junge

rating.1a6a70b7
Bewertet
5
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
81

In der heutigen Episode führe ich Dich durch einen Dankbarkeits-Spaziergang, der Dir bewusst macht, was in Deinem Leben mit Hund alles großartig und wundervoll ist und dass Du jede Menge Grund hast, dankbar zu sein. Die Praxis der Dankbarkeit ist ein Game-Changer. Sie wird Deine Perspektive auf Dich, auf Deinen Hund und auf Euer gemeinsames Leben verändern. Ich wünsch Dir viel Freude beim Zuhören.

Transkription

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen bei Achtsamkeit&Dogs,

Deinem Podcast für emotionale Balance im Zusammenleben mit Hunden.

Hier bist du richtig,

Wenn dich dein Hund im Alltag vor besondere Herausforderungen stellt,

Wenn du dich selbst als Teil der Herausforderungen siehst und wenn du gemeinsam mit deinem Hund wachsen möchtest.

Achtsamkeit&Dogs gibt dir Tools an die Hand,

Die dir im Alltag die Ruhe geben,

Gelassen auf das Verhalten deines Hundes zu reagieren.

Achtsamkeit&Dogs erklärt dir auch,

Warum du und dein Hund euch scheinbar in einer Emotionsspirale befindet und wie ihr aus der Nummer wieder rauskommt.

Außerdem findest du bei Achtsamkeit&Dogs Interviews,

Buchbesprechungen und viele andere Impulse für ein achtsames Leben mit Hund.

Ich freue mich riesig,

Dass du dabei bist und wünsche dir ganz viel Freude am Podcast.

Deine Biggie.

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen zur heutigen Episode von Achtsamkeit&Dogs,

Deinem Podcast für emotionale Balance im Zusammenleben mit Hunden.

Herzlichen Dank,

Dass du heute wieder mit dabei bist und herzlichen Dank,

Dass du dir die Zeit für deine Selbstfürsorge nimmst,

Denn ich kann es nicht häufig genug wiederholen.

Deine Selbstfürsorge ist die Grundlage für das Wohlergehen deines Hundes.

Heute möchte ich mich ein bisschen mit dem Thema Dankbarkeit beschäftigen.

Gerade Halterinnen von verstärkt reaktiven Hunden sind oft so in ihre täglichen Herausforderungen verstrickt,

Dass Dankbarkeit irgendwie hinten runterfällt.

So nach dem Motto,

Dankbar?

Wofür soll ich denn dankbar sein?

Wenn es irgendwann mal besser würde mit dem Aufriss an der Leine,

Dafür könnte ich dankbar sein.

Aber im Moment habe ich nicht das Gefühl,

Für irgendwas dankbar sein zu können.

Aber auch unabhängig davon,

Wie unsere Hunde im Alltag sich verhalten,

Gelten unsere Gedanken häufig schon beim Aufwachen morgens den Dingen,

Die wir nicht haben.

Also mir geht das häufig so,

Wenn ich morgens aufwache und ich habe die Nacht einfach mal wieder nicht so gut geschlafen oder lag ein paar Stunden wach,

Ist das Erste,

Was ich denke,

Ich habe zu wenig geschlafen.

Oder auch,

Ich habe so viele Ideen,

Die ich unbedingt umsetzen möchte und so wenig Zeit und manchmal auch einfach nicht die Energie dazu.

Und generell dieses,

Ich habe nicht genug,

Ich weiß nicht genug,

Ich kann nicht genug,

Ich bin nicht genug.

Wir haben immer einen ganz starken oder häufig ganz starken Defizitfokus.

Oder auch was unsere Hunde betrifft.

Beispielsweise wir haben schon lange trainiert,

Aber mein Hund ist in Hundebegegnungen einfach noch nicht souverän genug.

Oder ja,

Wir trainieren das Alleinebleiben,

Aber er kann es einfach immer noch nicht so wirklich.

Oder manche Hundehalter und Halterinnen führen ihre Hunde ja auch im Hundesport.

Der Hund ist da einfach nicht erfolgreich genug im Agility oder in irgendeinem anderen Sport.

Oder auch diese,

Ich nenne es tatsächlich mal Unsitte,

Dass Hunde schon irgendwie ganz besonders aussehen müssen.

Also die Tendenz zu diesen Riesenrassen,

Der Hund muss besonders beeindruckend sein.

Oder diesen mini,

Mini,

Mini Toyrassen.

Oder er muss irgendwie ganz besonders vom Fell her aussehen.

In den letzten Monaten sind wir ganz viele,

Keine Ahnung,

Ob das Designerbreeds sind,

Aber auf jeden Fall Mixe über den Weg gelaufen,

In denen ein Australian Shepherd drin ist,

Weil die halt so ein schön geflecktes Fell haben.

Und ich weiß nicht,

Wie viele unterschiedliche Hunde ich gesehen habe,

Wo ganz klar war,

Dass da ein Australian Shepherd mit rein gezüchtet wurde,

Aber das kann rein rask aussehen,

Eben war.

Und irgendwie muss das halt immer irgendwie was ganz Besonderes sein.

Oder also auch diese Haltung,

Wenn ich erst dies und jenes erreicht habe,

Oder wenn mein Hund dies und jenes erstmal kann,

Dann kann ich dankbar sein.

Und ich behaupte jetzt einfach mal,

Und da bin ich im Übrigen auch nicht die Einzige,

Dass wir diesen Schuh einfach mal umdrehen können.

Dass wir uns tatsächlich in unserem Alltag all die schönen,

Guten und wundervollen Dinge angucken können.

Und dass wir jede Menge Grund haben,

Dankbar zu sein.

Hier kann ich eine meiner großen Inspirationen,

Brené Brown,

Zitieren,

Die übersetzt sagt,

Es sind nicht die glücklichen Menschen,

Die dankbar sind,

Sondern die dankbaren Menschen,

Die glücklich sind.

In diesem Sinne,

Lasst uns beginnen.

Du suchst dir wieder eine bequeme Position.

Ob du auf dem Boden sitzt,

Oder auf einem Stuhl,

Auf einem Meditationskissen,

Vielleicht auch in der Mittagspause in deinem Auto.

Setz dich aufrecht hin.

Stell dir vor,

Du hast einen Zentralfaden am Schädeldach,

Der dich nach oben zieht.

Dadurch kippt das Becken ein bisschen nach vorne,

Das Brustbein öffnet sich ein bisschen,

Das Kinn geht ganz leicht zur Brust und die Halswirbelsäule streckt sich.

Da musst du gar nicht groß drüber nachdenken,

Das funktioniert automatisch einfach dadurch,

Dass du dich nach oben sozusagen verlängert denkst.

Die Schultern fließen nach unten,

Die Arme hängen locker am Körper herab,

Die Hände liegen im Schoß oder auf den Oberschenkeln.

Ob die Handflächen nach oben oder nach unten gewandt sind,

Das überlasse ich völlig dir,

Das ist im Moment nicht wirklich relevant.

Und wenn du möchtest,

Kannst du an der Stelle die Augen schließen.

Lass die Atmung fließen,

Spür die Atmung,

Spür sie von innen.

Beobachte sie nicht mit deinen Gedanken,

Spür sie von innen,

Anstatt sie von außen zu beobachten.

Wenn Gedanken kommen,

Lass sie kommen und lass sie auch wieder gehen,

Das ist ganz normal.

Es ist der Job des Geistes,

Gedanken zu produzieren.

Wenn sie sehr hartnäckig sind,

Kannst du sie labeln.

Stell dir vor,

Du hast einen Post-it-Block und einen Stift und auf einen Post-it-Zettelchen schreibst du Gedanke.

Der Gedanke kommt,

Du stellst dir vor,

Du nimmst den Post-it-Zettel und schiebst ihn auf den Gedanken drauf und dann geht der Gedanke auch wieder seiner Wege.

Das bringt etwas Distanz zwischen dich und deinen Gedanken.

Und auch wenn Gefühle auftauchen,

Lass sie kommen und lass sie auch wieder gehen.

Wenn wir Gefühle nicht festhalten,

Haben die die Eigenschaft anzuschwellen und dann aber auch wieder abzuschwellen und dann stell dir wieder vor,

Dass du mit deinem Hund unterwegs bist.

Denk dir eine schöne Strecke aus,

Die dich entspannt und die für deinen Hund aber auch ein bisschen interessant ist.

Wo ist euer Startpunkt?

Wie seid ihr da hingekommen?

Mit dem Auto?

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Oder zu Fuß?

Wofür kannst du hier dankbar sein?

Für dein Auto?

Vielleicht ist es eine kleine Schrottschüssel,

Aber es hat dich zuverlässig an diesen Ort gebracht.

Für den Bus oder die Bahn?

Ja,

Sie mag vielleicht fünf Minuten zu spät gekommen sein,

Aber sie ist gekommen,

Du kannst dich einigermaßen auf den Fahrplan verlassen.

Dafür,

Dass deine Füße dich getragen haben oder auch dafür,

Dass du diesen Weg in Sicherheit gehen konntest,

Ohne Angst haben zu müssen.

Spür die Dankbarkeit in dir und genieße sie.

In was für einer Gegend seid ihr unterwegs?

Ist es ein Park?

Ein Wald?

Ein städtisches Gebiet?

Felder?

Vielleicht an einem Fluss entlang?

Sind die Wege befestigt?

Gibt es Straßenlaternen?

Sind da vielleicht sogar Tütenspender und Mülleimer für den Kot deines Hundes?

Begegnen euch Menschen,

Die freundlich oder zumindest nicht unfreundlich sind?

Nehmen manche vielleicht sogar Rücksicht auf euch?

Eine Radfahrerin zum Beispiel,

Die klingelt,

Bevor sie an euch vorbeirauscht?

Eine andere Hundehalterin,

Die ihren Hund zu sich ruft und anleint,

Als sie euch kommen sieht?

Vielleicht geht sie sogar einem Bogen mit ihrem Hund?

Du bedankst dich bei ihr mit einem Lächeln.

Kommt euch ein Auto entgegen?

Der Fahrer reduziert die Geschwindigkeit ganz stark und fährt ganz langsam an euch vorbei.

Du konzentrierst dich zwar auf deinen Hund,

Hebst aber dennoch dankesagend die Hand.

So viele Dinge,

Für die du dankbar sein kannst.

Nun schau dir deinen Hund an.

Er geht immer wieder an lockerer Leine,

Vielleicht nicht die ganze Zeit,

Aber er achtet immer wieder selbst auf die Leinenspannung.

Wie toll ist das denn?

Und dann schnüffelt sie hier und da und verweilt länger an einem Grasbüschel.

Sie hat die Fähigkeit,

Sich tief in die Gegenwart zu versenken und trotzdem ganz präsent zu sein.

Ist das nicht bewundernswert?

Ist das nicht etwas,

Wofür du dankbar sein kannst?

Als sie fertig ist mit schnüffeln,

Schaut sie kurz zu dir hoch und ihr Blick sagt,

Ich bin fertig,

Gehen wir jetzt weiter?

Was liest du noch in ihrem Blick?

Vertrauen?

Verbindung?

Selbstverständlichkeit?

Zufriedenheit?

Lebensfreude?

Was spürst du bei diesem Blick?

Was fällt dir noch ein,

Wofür du deinem Hund dankbar bist?

Denke ein bisschen über deinen Hund nach.

Was bringt sie in dein Leben?

Freude?

Abenteuer?

Gesellschaft?

Gemeinschaft?

Liebe?

Aufregung?

Lernen?

Entwicklung?

Wachstum?

Sind das Dinge,

Für die du ihr dankbar sein kannst?

Und fallen dir noch andere Dinge ein,

Die du ohne deinen Hund in deinem Leben nicht hättest?

Denk kurz darüber nach und lass dich vom Gefühl der Dankbarkeit erfüllen.

Ihr seid auf eurem Weg nun wieder zu Hause angekommen.

Du hast ein Zuhause,

Zu dem ihr zurückkehren könnt.

Sind da noch andere Menschen oder Tiere,

Die ebenfalls Teil deines Lebens sind und die du nicht missen möchtest?

Und was gibt es alles bei dir zu Hause?

Fließendes Wasser?

Licht?

Elektrizität?

Etwas zu essen und zu trinken?

Und ein warmes Bett für dich und eins für deinen Hund?

Vielleicht ist es ja auch dasselbe.

Auch wenn du einen Hund hast,

Der Baustellen hat,

Hast du jede Menge Gelegenheit dankbar zu sein.

Hat dein Hund vielleicht eine Begegnungssituation heute schon viel besser gemeistert als noch vergangene Woche?

Oder hat sie,

Obwohl sie bereits sehr aufgeregt war,

Trotzdem auf deinen Verhaltensunterbrecher oder auf deinen Abruf reagiert und kam zu dir zurück?

Hat er vielleicht mit dir zusammen ein Reh aus der Distanz mit den Augen verfolgt,

Anstatt ihn blindlings hinterher zu hetzen?

Oder hat sie einem anderen Hund höflich kommuniziert,

Dass sie keinen näheren Kontakt wünscht,

Anstatt rabiat zu werden?

Such dir die kleinen Dinge,

Für die du dankbar sein kannst.

Es geht nicht um Perfektion.

Und von den kleinen Dingen gibt es unzählige jeden Tag.

So,

Nun lass deine inneren Bilder langsam wieder los und kehre zu deiner Atmung zurück.

Lass die Atmung fließen.

Spür sie von innen,

Anstatt sie von außen zu beobachten.

Ein und aus.

Ein und aus.

Und dann nimm nochmal einen ganz tiefen und bewussten Atemzug in den Bauch.

Fang an,

Die Finger zu bewegen,

Die Schultern zu kreisen,

Dich zu recken und zu strecken,

Wenn es dir gut tut.

Gähne,

Wenn du gähnen musst.

Und dann öffne ganz langsam wieder die Augen.

Dankbarkeit kann ein echter Game Changer sein.

Aber Dankbarkeit ist wesentlich mehr als nur ein Gefühl.

Dankbarkeit ist eine Praxis.

Dankbarkeit wird zur Geisteshaltung,

Wenn du sie praktizierst,

Wenn du übst jeden Tag.

Und dadurch wirst du mehr und mehr Dinge sehen,

Für die du tatsächlich dankbar sein kannst.

Das verändert deine Welt und das verändert dein Leben.

Für die Gewöhnung hilft es,

So eine Praxis schriftlich zu machen.

Du könntest dir zum Beispiel jeden Morgen,

Wenn du ein Tagebuch hast oder auch nur auf irgendeinem Zettel,

Drei Dinge aufschreiben,

Wofür du dankbar bist.

Davon sollte mindestens eins was mit deinem Hund zu tun haben.

Wenn es dir leicht fällt,

Wenn du merkst,

Mir fallen tausend Dinge ein,

Dann erhöhe wieder auch den Anteil,

Den dein Hund daran hat.

Diese Praxis wird deine Perspektive verändern auf deinen Hund,

Auf dich selbst und auf dein Leben.

Das heißt natürlich nicht,

Dass du jetzt alles,

Was nicht so toll ist,

Komplett ignorieren sollst.

Diese Dinge existieren ja weiter.

Und dieser Negativ-Fokus macht biologisch ja auch Sinn,

Weil er uns aufmerksam hält und er lässt uns Gefahren wahrnehmen.

Aber durch Dankbarkeit schaffst du einen Ausgleich und dadurch ein viel realistischeres Bild von dir,

Deinem Leben und von deinem Hund.

5.0 (7)

Neueste Bewertungen

Mila

March 18, 2024

Dankeschön🙌🏼🐕🥰

Kerstin

February 4, 2024

Zum ersten Mal gehört - wunderbar - wünsche mir eine Folge über alte, kranke Hunde, denn den hab ich auch noch - und ich meine wirklich krank mit 1000 Baustellen einschliesslich Inkontinenz und Lahmheit ❤️

Lulu

December 9, 2022

Wie wunderbar. Meine Hündin hat sich an mich gelehnt. Und dafür bin ich dankbar. Genauso wie für diese tolle Episode!

© 2026 Biggi Junge. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 35 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else