12:03

Verwurzelung in der Erde

by Biggi Junge

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Aktivität
Meditation
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Die Verwurzelungsübung ist dazu gedacht, mit nach draußen genommen zu werden. Sie soll Dir in und nach schwierigen Situationen, wenn Du alleine oder mit mit Deinem Hund unterwegs bist, genau die Energie zu geben, die Du gerade am meisten brauchst. Ob es Sicherheit, Zuversicht oder Leichtigkeit ist oder auch etwas ganz anderes, Du visualisierst Deine Wurzeln, die tief in die Erde reichen. Über sie gibt Dir die Erde, was Du brauchst. Möge Dir die Übung gute Dienste leisten. Hintergrundmusik von Chris Collins

Transkription

Verwurzelung.

Diese Übung wird im Stehen durchgeführt.

Du kannst sie mit oder ohne Schuhe machen.

Stell dich dabei hüftbreit hin.

Die Beine sind gerade soweit voneinander entfernt,

Dass zwei Fäuste locker zwischen die Knie passen.

Fühl dich wie eine Marionette leicht am Scheitel nach oben gezogen.

Die Wirbelsäule ist aufgerichtet.

Der Nacken wird lang und die Schultern sinken nach unten.

Die Arme hängen locker neben dem Körper.

Hüft- und Kniegelenke sind leicht gelöst.

Die Füße stehen parallel oder leicht nach außen rotiert.

Mach es so,

Wie es für dich angenehm ist.

Dein Blick wird weich.

Ob die Augen dabei geöffnet oder geschlossen sind,

Ist unerheblich.

Nun wende deine Aufmerksamkeit deinem Atem zu.

Beobachte ihn nur.

Du musst ihn nicht verändern.

Nimm einfach wahr,

Wie er ein- und wieder ausströmt.

Wo spürst du ihn am deutlichsten?

An den Nasenöffnungen?

An der Oberlippe?

Im Brustkorb?

Im Bauch?

Lass den Atem fließen,

Wohin er möchte.

Während du ruhig atmest,

Nimm wahr,

Wie sich in deinem Körper langsam die Spannung löst.

Die Gesichtszüge werden weicher.

Vielleicht öffnet sich der Mund ganz leicht.

Arme und Hände geben der Schwerkraft nach.

Die Muskeln des Rumpfes bringen gerade so viel Spannung auf,

Wie sie brauchen,

Um dich aufrechtzuerhalten.

Und auch die Muskulatur der Beine fällt es leicht,

Deine Gelenke in Position zu halten.

Jetzt wandert deine Aufmerksamkeit die Beine hinunter zu deinen Fußsohlen.

Wie fühlen sich die Fußsohlen an?

Spürst du Wärme oder eher Kälte?

Ist da ein Kribbeln?

Vielleicht sind da auch Schmerzen an der einen oder anderen Stelle.

Es kann auch sein,

Dass du gar nichts spürst.

Auch das ist in Ordnung.

Es ist,

Wie es ist.

Was passiert,

Wenn du dein Gewicht ein bisschen nach vorne verlagerst?

Wie verändert sich deine Wahrnehmung?

Welche Stellen spürst du nun mehr und welche weniger?

Kannst du das Gewicht auch nach hinten verlagern?

Wie verändert sich das Gefühl in deinen Fußsohlen jetzt?

Komm zurück in deine Mitte und verteile das Gewicht wieder gleichmäßig auf beiden Fußsohlen.

Stell dir vor,

Aus deinen Füßen wurden Wurzeln nach unten in die Erde sprießen.

Erst ganz feine Wurzelhärchen,

Dann langsam größere und kräftigere Wurzeln.

Wohin wachsen die Wurzeln?

Wachsen sie wie ein Pfahl in die Tiefe oder wachsen sie eher in die Breite?

Welcher Wurzeltyp bist du?

Lass die Wurzeln wachsen,

Wohin sie wollen.

Spüre die Erde,

Durch die sie wachsen.

Spüre die Erdlebewesen,

Die sich um deine Wurzeln herum bewegen.

Was spüren deine Wurzeln noch?

Sind da die Wurzeln anderer Pflanzen?

Wie fühlen sich diese Berührungen an?

Deine Wurzeln sind dazu da,

Um dich zu nähren.

Sie können dir alles geben,

Was du gerade brauchst.

Was tut dir jetzt gerade gut?

Brauchst du Kraft,

Stabilität,

Sicherheit oder brauchst du Zuversicht,

Vertrauen oder Leichtigkeit?

Ist es Mitgefühl,

Das dir gerade fehlt?

Zuneigung,

Liebe,

Was immer es ist,

Deine Wurzeln können es dir geben.

Lass die Energie,

Die du gerade brauchst,

Aus der Erde in deine Füße fließen und lass sie die Beine hinaufwandern.

Lass sie sich weiter ausbreiten,

Über den Rumpf und deine Arme bis in den Kopf hinein,

Bis dein ganzer Körper davon erfüllt ist.

Spüre die Energie,

Genieße sie,

Bade in ihr.

Lässt du das Gefühl,

Das sich in dir ausgebreitet hat,

Langsam wieder abklingen.

Spüre,

Wie es nachlässt und zurück zur Erde fließt.

Bedanke dich in Gedanken bei der Erde,

Die dir gegeben hat,

Was du gerade am meisten gebraucht hast.

Ziehe in Gedanken deine Wurzeln langsam wieder ein.

Verabschiede dich von den Wurzeln der anderen Pflanzen,

Von den Erdlebewesen und von der Erde selbst.

Du magst deine Wurzeln eingezogen haben,

Aber die Verbindung bleibt bestehen.

Fühle,

Wie du geerdet und ruhig dastehst und genießt das noch ein wenig.

Nun beginnst du damit,

Die Zehen zu bewegen.

Vielleicht beugst du sie ein bisschen.

Verlagere dein Gewicht vom rechten auf den linken Fuß und wieder zurück.

Hebe deinen einen Fuß vom Boden und dann den anderen.

Beuge die Knie dabei.

Bewege das Becken,

Wenn du möchtest.

Rolle einmal die gesamte Wirbelsäule ab und wieder ab oder recke und strecke dich.

Mach es so,

Wie es dir gut tut.

Auch diese Übung ist dazu gedacht,

Dass du sie mit nach draußen nimmst.

Sie eignet sich besonders gut für Situationen,

Die für dich oder deinen Hund oder für euch beide zusammen emotional belastend sind.

Führe sie am besten zunächst nach der belastenden Situation durch,

Um wieder zur Ruhe zu finden,

Während du deinen Hund zum Beispiel mit einer Futtersuch beschäftigst.

Mit ein bisschen Übung wirst du dich dann auch in einer fordernden Situation gut auf deine Verbindung zur Erde konzentrieren können.

Möge die Übung dir gute Dienste leisten.

Alles Liebe.

Deine Biggi

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