
MSC-Pause: Stress mit Achtsamkeit & Freundlichkeit begegnen
by Anja Benesch
Selbstfreundlichkeit durch mitfühlende Worte und wohltuende Berührung hilft uns in schwierigen Momenten, nicht in belastenden Gefühlen zu versinken, sondern uns stattdessen Gleichmut, Verbundenheit und Mitgefühl zu schenken. Die Selbstmitgefühlspause aus dem Programm Achtsames Selbstmitgefühl (MSC) kann bei Stress im Alltag rasch helfen, die Dinge klar zu sehen, uns mit anderen verbunden zu fühlen und uns mit derselben Freundlichkeit zu begegnen, die wir Freunden schenken.
Transkription
Die Selbstmitgefühlspause.
Ich lade dich ein,
Deine Augen zu schließen halb oder ganz,
So wie es für dich angenehm ist.
Und dir einfach einen Moment Zeit zu nehmen,
Um ganz bei dir anzukommen,
Die Aufmerksamkeit ganz zu dir zu bringen,
Nach innen.
Vielleicht einen Moment deinen Atem wahrzunehmen,
Das Einatmen,
Das Ausatmen.
Und dann denk jetzt bitte an eine Situation in deinem Leben,
Die in irgendeiner Form schwierig für dich ist,
Die dir Stress bereitet.
Vielleicht taucht da spontan ein schwieriger Moment auf aus der letzten Zeit.
Das kann zum Beispiel Stress am Arbeitsplatz sein,
Ein Problem da,
Ein Beziehungsproblem.
Oder vielleicht auch das Wissen darum,
Dass es einer guten Freundin oder einem Freund nicht gut geht gerade.
Und ich bitte dich da jetzt nicht mit dem allerschwierigsten Problem zu beginnen.
Zum Üben ist es immer ganz gut,
Etwas mittelmäßig Schwieriges auszuwählen,
Damit man sich nicht gleich überfordert.
Nimm dir im Moment Zeit,
Dich für ein konkretes Problem zu entscheiden.
Und vergegenwärtige dir dieses Problem dann so gut es jetzt geht,
So deutlich wie möglich.
Und achte hier vor allem darauf,
Was dabei in dir passiert.
Erlaub dir auch zu spüren,
Ob damit Unbehagen verbunden ist,
Das du in deinem Körper merkst.
Vielleicht taucht da irgendwo Anspannung auf,
Anstrengung,
Enge.
Und wo ist es am deutlichsten wahrnehmbar für dich in deinem Körper?
Verbinde dich mit diesem Unbehagen in deinem Körper.
Und jetzt sage langsam und freundlich zu dir selbst.
Das ist jetzt ein schwieriger Moment,
Ein Moment des Leidens.
Das ist der Aspekt der Achtsamkeit.
Und vielleicht entsprechen dir andere Sätze oder Formulierungen mehr.
Schau einfach,
Welche Möglichkeit für dich passend ist.
Vielleicht ist es gut einfach zu sagen,
Autsch,
Das tut weh,
Das ist jetzt echt schwierig.
Und jetzt sag zu dir selbst,
Leid und Schwierigkeiten gehören zum Leben.
Das ist der Aspekt des gemeinsamen Menschseins,
Unserer Mitmenschlichkeit.
Zu erkennen,
Dass wir als Menschen miteinander verbunden sind.
Und auch hier kannst du andere Worte wählen,
Wenn das passender für dich ist.
Zum Beispiel,
Ich bin nicht alleine.
Anderen geht es genauso wie mir.
Und so fühlt es sich an,
Wenn Menschen Schwierigkeiten erleben.
Und dann lege jetzt mal eine Hand oder beide Hände auf dein Herz.
Oder vielleicht auch auf den Bauch.
Und spür die Wärme deiner Hände und den sanften Druck.
Es ist eine unterstützende oder beruhigende Berührung.
Es ist Ausdruck von Selbstfreundlichkeit.
Und schau,
Ob es auch da jetzt vielleicht einige freundliche und unterstützende Worte gibt,
Die du in so einer schwierigen Situation gerne hören würdest.
Es kann sowas sein wie,
Möge ich freundlich zu mir sein.
Oder auch,
Möge ich lernen,
Freundlich zu mir zu sein.
Möge ich mich so annehmen,
Wie ich bin.
Möge ich damit beginnen,
Mich so anzunehmen,
Wie ich bin.
Möge ich geduldig sein.
Möge ich stark sein.
Vielleicht ist es nur ein Wort.
Wohlwollen.
Stärke.
Schau,
Was spontan auftaucht und sag es einige Male zu dir.
Und spür dabei die Wärme deiner Hände.
Und sollte es schwierig sein für dich,
Geeignete Worte zu finden,
Dann denk nochmal an eine gute Freundin oder einen Freund,
Der in einer ähnlichen Situation ist.
Und frag dich,
Was würde ich denn zu dieser Person sagen?
Welche Nachricht würdest du ihr oder ihm aus der Tiefe deines Herzens zukommen lassen?
Und dann schau,
Ob du dieselben Worte an dich selbst richten kannst.
Und dann lass die Hände langsam wieder in den Schoß sinken.
Lass die Worte gehen.
Und spür für einen Moment einfach in deinen Körper rein.
Und nimm wahr,
Wie es dir gerade geht.
Wenn du die Klangschale hörst,
Öffne langsam und sanft deine Augen.
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