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Kurze Einführung zur Meditation "Akzeptanz kultivieren"

by Britta

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Meditation
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Erfahrene
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Kurze Einführung zur Meditationsübung "Akzeptanz kultivieren". Wenn wir im Kontext von Meditation und Achtsamkeit über Akzeptanz sprechen, ist es sehr wichtig den Begriff nicht falsch zu verstehen. Akzeptanz bedeutet zu erkennen, dass etwas als eine Tatsache existiert, ob es einem gefällt oder nicht. Es geht darum dieser Erkenntnis Raum zu geben. Es bedeutet nicht, etwas zu mögen, zu wollen, zu wählen, zu unterstützen oder nicht ändern zu wollen. Mitschnitt aus der Onlinegruppe vom Juli 2020.

Transkription

Ich habe uns heute wieder ein interessantes kleines Thema mitgebracht.

Wir hatten ja zuletzt in unserem Meditationsversuchslabor mit einigen spannenden Themen schon experimentiert.

Ich sage nur Jugend forscht.

Wir haben beim Zurückkehren mit der Aufmerksamkeit Resilienz geübt und dann haben wir geübt zu sehen statt zu sein und dann haben wir letzte Woche glaube ich das nicht auseinandersetzen geübt,

Dass sich nicht in alles was vorbeizieht verwickeln lassen und heute habe ich euch das Thema Akzeptanz mitgebracht und wenn wir im Zusammenhang mit Meditation über Akzeptanz sprechen ist es ganz ganz wichtig,

Dass man versteht wie wir in dem Zusammenhang,

In dem Kontext das definieren Akzeptanz.

Also Akzeptanz bedeutet zu erkennen,

Dass etwas als eine Tatsache existiert,

Ob es einem gefällt oder nicht.

Es geht also darum allein der Erkenntnis das ist jetzt so Raum zu geben.

Im Zen spricht man da auch gerne von der Soheit.

Im Ruhrgebiet wo ich herkomme spricht man von so ist es.

Das ist das was wir im Endeffekt unter Akzeptanz heute verstehen wollen.

Akzeptanz bedeutet nicht,

Dass wir etwas mögen,

Dass wir etwas wollen,

Dass wir uns was ausgesucht haben oder dass wir das unterstützen oder dass wir das nicht ändern wollen.

Wenn ich jetzt mal sage ich sitze im Homeoffice und muss Homeschooling machen und alles gleichzeitig,

Dann kann ich das akzeptieren und das bedeutet aber nicht,

Dass ich das schön finde,

Dass ich mir das so ausgesucht hätte oder dass ich will,

Dass das ewig so weitergeht.

Das ist ganz wichtig da den Unterschied zu verstehen.

Es geht nur darum einfach keinen Widerstand zu leisten gegenüber der Tatsache,

Dass etwas einfach ist,

Wie es ist in dem Moment und dieser Idee wirklich Raum zu geben und das auch zu spüren und praktisch einfach die Erlaubnis zu geben selber so zu sein wie man ist,

So zu fühlen was man fühlt oder zu erleben was man gerade erlebt ohne den Widerstand und ohne vielleicht die sekundären Gefühle wie Scham oder Angst,

Die dann daraus auch entstehen können.

Wichtig ist auch,

Dass einem bewusst ist,

Dass Akzeptanz,

Eigentlich würden wir besser von Akzeptieren sprechen,

Weil das ist ein aktiver Prozess,

Das ist nichts Digitales,

Was man ein- oder ausschaltet,

So nach dem Motto,

Jetzt akzeptiere ich oder ich akzeptiere nicht,

Sondern das ist was was man üben muss und was zumindest auch am Anfang anstrengend ist und das ist so ein bisschen so wie wenn man über eine Wiese läuft und da entsteht ein Trampelpfad und je öfter man den Weg geht,

Desto besser und leichter ist der zu gehen und so entstehen auch die Nervenbahnen im Gehirn,

Die uns dann mit jeder Übung die Zukunft ein bisschen einfacher machen und das Akzeptieren dann vielleicht im Alltag,

Nicht nur in der Meditationsübung einfach machen und wenn wir das jetzt gleich ein bisschen üben,

Dann wünsche ich uns,

Dass wir das mit einer freudigen,

Experimentellen Neugier machen und einer gewissen Leichtigkeit,

Denn es geht jetzt hier um nichts,

Es gibt keine Punkte und wir müssen uns jetzt auch nicht die größten Lebenstraumata oder die größten Enttäuschungen unseres Lebens angucken,

Sondern wir machen das mit kleinen Sachen und wollen das ein bisschen üben und das ist dabei auch völlig normal,

Dass man so zwischen einem Gefühl von Akzeptanz und einem Gefühl von Widerstand so ein bisschen hin und her schwankt.

Wie gesagt,

Das ist jetzt nicht digital,

Sondern das ist so graduell und es geht einfach darum,

Dieses ganze Erfahrungsspektrum wahrzunehmen und vielleicht mit zunehmendem Akzeptanz- Potenzial,

Sag ich mal,

Dass der innere Kritiker,

Der uns immer begleitet,

So ein ganz kleines bisschen leiser wird.

Genau,

Das ist das,

Was ich für heute geplant habe und vielleicht zum Einstieg zur Auflockerung noch eine ganz kleine Zen-Geschichte,

Die ich total nett finde.

Da trug ein alter Zen-Meister seinen Schülern auf,

Die Namen von sämtlichen Menschen,

Denen sie irgendwas nicht verziehen haben,

Jeweils auf eine Kartoffel zu schreiben und ich ergänze da jetzt mal,

Ich sage,

Stellt euch vor,

Ihr müsstet alles,

Was euch gerade nervt,

Was ihr gerne anders hättet,

Auf eine Kartoffel schreiben.

Und dann sollten die Schüler die Kartoffeln in einem Sack stopfen und für eine ganze Woche lang ohne Pause auf dem Rücken tragen.

Und je mehr Zeit verging,

Desto schwerer wurde den Schülern die Last und die Kartoffeln schienen wirklich täglich an Gewicht zuzunehmen und schlimmer noch,

Einige begangen auch zu faulen und zu stinken und es war furchtbar.

Und nach dieser Woche fragte der Meister dann die Schüler,

Was sie denn gelernt hätten und die Schüler sagten,

Was wir festhalten,

Müssen wir herumtragen.

Die hatten das also verstanden und das ist eben der Punkt Akzeptanz,

Wenn wir manche Dinge akzeptieren,

Das heißt die Realität,

So wie sie ist,

Wahrnehmen und akzeptieren,

Dann tun wir uns oft viel leichter weiter zu gehen,

Wenn wir diesen Sack nicht mitschleppen müssen,

Was aber nicht bedeutet,

Dass wir an diesen Situationen,

Die für uns schwierig sind,

Nichts ändern wollen.

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Heidi

August 6, 2025

Ich nenne es annehmen was ist, damit tue ich mich leichter ;-)

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