
Für Frauen in der Arbeitswelt: Raus aus dem Hamsterrad!
... und ab auf's Surfbrett! In diesem Vortrag erwarten dich erleichternde Impulse rund ums FÜHREN - FÜHLEN - FRAU SEIN in einer männlichen Arbeitswelt. Denn als ehemalige VW-Pressesprecherin weiß ich, wie hart der Arbeitsalltag als Frau in einer Männerwelt oft ist. Deshalb möchte ich dich mit meinem bahnbrechendsten Wissen dabei unterstützen, mehr innere Ruhe und Leichtigkeit in dein Arbeitsleben zu bringen. Das Besondere: Du erlangst nicht nur hilfreiches kognitives Wissen, sondern auch praktisches Wissen über einen guten Umgang mit deinen Gefühlen und deinem Körper! Viel Spaß bei Anhören und Anwenden!
Transkription
Hallo und herzlich willkommen zu meinem Impuls-Vortrag Raus aus dem Hamsterrad und ab aufs Surfbrett für mehr innere Ruhe und Leichtigkeit in deinem Arbeitsleben als Frau.
Mein Name ist Christine Sing und ich setze mich für mehr Frauen in Führung und gesündere Formen der Arbeit ein.
In den kommenden Minuten werde ich mein bahnbrechendstes Wissen rund ums Führen,
Fühlen und Frau sein in einer männlichen Arbeitswelt mit dir teilen.
In der Uni lernte und dachte ich noch,
Es ginge um Kompetenz und ich musste einfach nur gut genug sein und mich anstrengen,
Dann würde ich schon Karriere machen.
Und ja,
Ich habe eine Bilderbuchkarriere gemacht mit 30 Pressesprecherinnen bei Volkswagen und das als Frau.
Aber nein,
Mir ging es dabei oft gar nicht so gut wie erhofft.
Ich habe mich oft ausgelaugt,
Genervt und getrieben gefühlt und ich musste feststellen,
Es geht selten um Kompetenz.
In Führungspositionen waren und sind vor allem die Männer,
Die sich gut verkaufen können,
Also mit ganz vielen Worten wenig Inhalt wiedergeben und diejenigen,
Die montags in der Fußballgruppe mitspielen,
Also die am besten vernetzt sind.
Während sich die Frauen,
Entschuldige die Wortwahl,
Den Arsch aufrissen,
Mindestens doppelt so viel arbeiteten,
Sie ständig extra beweisen mussten und sich auch zum dritten Mal wegen der Gehaltserhöhung vertrösten lassen mussten.
Ja,
Das waren und sind ziemlich ernüchternde Erkenntnisse.
Ich selbst bin 2018 aus diesem Hamsterrad ausgestiegen und beschäftige mich seitdem intensiv mit den Herausforderungen als Frau in einer männlichen Arbeitswelt.
Heute werde ich meine bahnbrechendsten Erkenntnisse,
Die mein Arbeitsleben und das meiner Kundinnen als Frau extrem viel leichter machen,
Mit dir teilen.
Starten wir mit dem Teil 1,
Führen.
Du wärst mal eine richtig gute Pressesprecherin,
Christine,
Aber du bist einfach viel zu emotional.
Das hat mein ehemaliger Chef bei Skoda einmal zu mir gesagt,
Als ich mich engagiert für meine Pressemitteilung einsetzte.
Damals habe ich die Welt nicht mehr verstanden.
Warum ist es was Schlechtes,
Wenn ich mich für mein Thema einsetze?
Warum werde ich abgewertet,
Wenn ich diskutiere,
Während es völlig akzeptiert ist,
Wenn die Herren in Meetings rumschreien?
Ich habe lange nicht verstanden,
Was damals passiert ist und ich habe begonnen zu lesen,
Zu recherchieren,
Zu forschen und Überraschung.
Jede Frau,
Die etwas in unserer Welt bewegt,
Erlebt regelmäßig solche oder ähnliche Abwertungen.
Du bist zu aggressiv,
Du bist zu laut,
Du bist zu leise,
Zu viel,
Zu wenig,
Zu whatever.
Frauen können es quasi nicht recht machen.
Warum ist das so?
Ob wir wollen oder nicht,
Die meisten Menschen haben unterbewusst noch ein sehr stereotypes Bild einer Frau.
Eine Frau hat immer lieb und nett und zurückhaltend,
Fürsorglich,
Sich kümmernd zu sein.
Wenn wir uns aber anschauen,
Was von Menschen am Arbeitsplatz,
Von Führungskräften erwartet wird,
Durchsetzungsstärke,
Zielorientiertheit,
Führungsstärke,
Dann ist das was ganz anderes.
Wenn eine Frau sich so verhält,
Wie es von einer Führungskraft erwartet wird,
Dann widerspricht das unbewusst dem Stereotypenbild einer Frau und kommt zu einem inneren Konflikt im Gegenüber.
Da passt was nicht zusammen und deshalb kann es passieren,
Dass du abgewertet wirst.
Es gibt viele verschiedene Auswirkungen von diesen unbewussten Stereotypenbildern,
Die nach wie vor sehr,
Sehr präsent in Menschen und in der Gesellschaft sind.
Das war jetzt hier ein Beispiel,
Die Sympathieverzerrung.
Es gibt viele mehr in der Gender Bias Forschung und es ist extrem wichtig und hilfreich,
Dass du dich damit auseinandersetzt,
Dir entsprechendes Wissen aneignest,
Weil dann kannst du ganz anders agieren,
Kannst Dinge ganz anders einordnen und vor allem kannst du ganz anders mit unfairen Bewertungen und Zuschreibungen umgehen.
Und falls mal wieder jemand versucht,
An deiner Kompetenz zu zweifeln,
Dir erzählen will,
Dass du noch nicht bereit für die nächste Position wärst und noch dieses oder jenes Seminar machen müsstest,
Dann denk dran,
Was ich schon in der Einleitung gesagt habe.
Es geht selten um Kompetenz bei einer Beförderung.
Forschungen haben ergeben,
Dass Kompetenz nur einen Anteil von,
Halte dich fest,
10 Prozent an einer Karriere hat.
Das Netzwerk hat einen Einfluss von 60 Prozent und das Image von 30 Prozent.
Das heißt,
Wie gut jemand sich verkauft oder wie gut er oder sie in stereotype Bilder passt.
Ja,
Ich weiß,
Diese Zahlen sind extrem ernüchternd und ja,
Auch ich wünschte,
Es wäre anders,
Aber es ist ganz wichtig,
Diese Realität zu kennen.
Und anstatt jetzt alle Frauen ins Netzwerken und Selbstmarketing zu zwingen,
Ein bisschen müssen wir das tun,
Weil so ist das bestehende System,
Aber wäre es stattdessen nicht viel sinnvoller,
Das System zu verändern und zwar konkret die Standards bei der Auswahl von Führungskräften?
Wäre es nicht viel sinnvoller,
Wenn wir nicht mehr die befördern,
Die am besten vernetzt sind und sich am besten verkaufen können,
Sondern diejenigen,
Die wirklich am kompetentesten sind?
Ich bin überzeugt,
Damit würden wir eine bessere Welt für alle gestalten.
Teil zwei fühlen.
Ja,
So hilfreich kognitives Wissen ist,
So hat es auch ganz klare Grenzen und schon Albert Einstein wusste,
Die Intuition ist ein göttliches Geschenk.
Der denkende Verstand,
Ein treuer Diener.
Es ist paradox,
Dass wir heutzutage angefangen haben,
Den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.
Ja,
Und ich denke,
Das erlebst du selbst auch,
Die deutsche Gesellschaft stellt den Verstand über alles.
Gefühle sollen irgendwie folgen und zählen eigentlich kaum.
Aber das geht nicht.
Gefühle können nicht weggedacht oder wegrationalisiert werden.
Ich habe das selbst sehr oft in meiner Angestelltenzeit erlebt,
Wenn mich zum Beispiel jemand bei der Arbeit ungerecht behandelt hat,
An mir gezweifelt hat und ich dann wütend traurig verunsichert war.
Dann haben mir Menschen empfohlen,
Das darfst du dir nicht so zu Herzen nehmen.
Naja,
Das hat er oder sie ja nicht so gemeint.
Nimm das doch nicht so persönlich oder du musst dir halt ein dickeres Feld zulegen.
Das sind alles gut gemeinte Ratschläge gewesen,
Aber surprise,
Sie haben nicht geholfen.
Das heißt,
Entweder habe ich es zwar rational verstanden,
Aber es hat mein Gefühl überhaupt nicht verändert in der Intensität oder die rationale Erklärung hat nicht mit meinem Gefühl zusammengepasst und das hat dazu geführt,
Dass ich ständig innere Konflikte hatte,
Viel innere Unruhe und ganz viel Aufgewühltheit.
Und vielleicht kennst du das aus deinem Arbeitsleben ja auch.
Der big game changer für mich und auch wenn ich mit Frauen im Coaching arbeite,
Ist das Gefühl und zwar das Mitgefühl.
Es beginnt meistens damit,
Dass meine Kundin vor allem von mir Mitgefühl bekommt.
Das heißt,
Wenn sie mir von der Situation bei der Arbeit erzählt,
Die sie beschäftigt,
Dann gehe ich nicht direkt in die Analyse und zerdenke und analysiere das,
Sondern ich versuche erstmal mit ihr in dem Gefühl zu sein,
Mit in der Wut,
In dem Ärger,
Weil die Gefühle sind immer berechtigt,
Die haben einen Grund,
Warum sie da sind.
Und nach und nach lernt sie das dann auch selber zu sehen,
Hey ja ich verstehe,
Dass ich sauer bin,
Ich verstehe,
Dass ich traurig bin,
Ich verstehe,
Dass mich das nervt und dass ich wütend bin und dann verändert sich ganz viel.
Was die innere Ruhe,
Aber auch was die Handlungsfähigkeit und das Auftreten der Personen betrifft.
Ja dafür,
Wenn du das auch lernen möchtest,
Dann ist ein ganz wichtiger Punkt,
Gefühle zuzulassen,
Anstatt sie zu unterdrücken.
So lernen wir nämlich leider in unserer Gesellschaft mit Gefühlen umzugehen.
Wenn du glücklich bist,
Ja,
Mach ein Bild und post es bei Instagram,
Aber alle anderen Gefühle bitte,
Ich will nichts davon wissen.
Und wenn du Gefühle unterdrückst,
Wenn wir Gefühle unterdrücken,
Dann ist das so,
Wie wenn wir einen Ball unter Wasser halten.
Das geht eine Weile gut und irgendwann ploppt der mit voller Wucht raus,
Unkontrolliert.
Das kennst du,
Da explodiert man dann total,
Ist richtig wütend oder ist richtig traurig.
Das heißt,
Gefühle zuzulassen,
Anstatt sie zu unterdrücken,
Ist ganz ganz wichtig und vor allem auch zu lernen sie zu fühlen.
Vor allem dann,
Wenn sie unangenehm sind.
Denn Surprise,
Gefühle sind da um gefühlt zu werden.
Emotions are energy in motion.
Und ich werde jetzt gleich drei einfache pragmatische Schritte für einen konstruktiven Umgang mit Gefühlen mit dir teilen.
Und darüber hinaus kannst du auf jeden Fall auch auf meinem Insight-Timer-Kanal vorbeischauen.
Da gibt es eine wundervolle Meditation für mehr Selbstmitgefühl im Arbeitsalltag.
Ja,
Schritt eins ist,
Anstatt das Gefühl zu unterdrücken,
Es zu fühlen und zu beobachten.
Das heißt,
Wirklich in den Körper zu gehen und zu spüren,
Was gerade in dir passiert.
Ob es da angespannt ist,
Aufgewühlt,
Ruhig,
Erschlagen,
Taub und wirklich beobachten zu sein.
Und wenn du merkst,
Es ist zu intensiv,
Dann hast du immer die Möglichkeit,
In der Außenperspektive zu wechseln.
Also als könntest du dich von außen beobachten.
Raus aus dem Gefühl zu gehen und dich selber von außen beobachten.
Schritt eins,
Das zu fühlen und zu beobachten und zu beschreiben.
Und ganz wichtig,
Auf keinen Fall zu bewerten.
Einfach nur mit dem Gefühl zu sein,
Mit deinem Gefühl zu sein und das zu beobachten.
Schritt zwei,
Akzeptanz und Mitgefühl.
Dir selber ein paar Worte des Verständnisses und des Mitgefühls zu formulieren.
Das kann zum Beispiel so aussehen,
Ich verstehe total,
Dass ich mich darüber aufrege.
Ich finde es nachvollziehbar,
Dass ich gerade total taub bin und nichts fühlen kann.
Oder ich finde es verständlich,
Dass mich das gerade traurig macht.
Akzeptierend und mitfühlend mit dir selber sein.
Das ist Schritt zwei.
Und Schritt drei,
Zu überlegen,
Was dir jetzt gerade gut tun würde.
Dabei geht es nicht darum,
Das jetzt möglichst schnell weg zu kriegen oder schon eine Lösung zu erarbeiten,
Sondern einfach was,
Damit du entweder noch ein bisschen länger mit dem Gefühl oder nachdem du es gefühlt hast,
Das ist ja auch anstrengend,
Dir selbst was Gutes tust.
Vielleicht nochmal einen Tee kochen,
Dich in deine Decke auf dem Sofa einkuscheln,
Vielleicht eine Runde schwimmen gehen,
Dein Lieblingslied hören.
Wirklich selbstfürsorglich mit dir sein,
Das ist Schritt drei.
Denn,
Und darauf möchte ich auch nochmal hinweisen,
Da gibt es keinen Druck und das ist nichts,
Was man schnell schaffen und machen kann,
Diesen Umgang mit deinen intensiven Gefühlen,
Sondern das ist was ganz liebevoll und in kleinen Schritten passieren darf und was du auch in kleinen Schritten lernen darfst und wo du sehr liebevoll mit dir selber sein darfst.
Also bitte bau da keinen Druck auf,
Dass du das möglichst schnell und intensiv lernen musst,
Sondern immer nur so viel,
Wie du und dein Nervensystem gerade halten können.
Ja,
Noch ein Satz zur Macht des Selbstmitgefühls.
Forschungen haben herausgefunden,
Dass das extrem wichtig ist,
Weil immer dann,
Wenn du in Widerstand mit deinen eigenen Gefühlen gehst,
Dann schwächst du dich selber noch mehr,
Dann wirst du noch trauriger,
Dann wirst du,
Schämst du dich vielleicht,
Dann gehst du in eine Resignation,
Bist vielleicht wütend auf dich selber und das schwächt dich.
Deshalb die Einladung,
Ja,
Mit dir selber,
Mit deinen Gefühlen akzeptieren,
Verständnisvoll,
Vielleicht sogar interessiert und freudig mit denen zu sein und das stärkt dein Selbst.
Den Teil Fühlen abschließend möchte ich auch noch das Thema Trauma erwähnen und ich weiß,
Da gehen bei vielen immer die Alarmglocken an und die meisten denken,
Da geht es um ganz,
Ganz schlimme Ereignisse.
Ja,
Dabei haben wir alle traumatische Erlebnisse im Laufe unseres Lebens gemacht,
Schmerzhafte Erfahrungen,
Bei denen Bedürfnisse von uns nicht erfüllt worden sind,
Bei denen wir nicht das an Fürsorge,
Unterstützung,
Liebe bekommen haben,
Was wir in der Situation gebraucht hätten und ja,
Diese Erlebnisse beeinflussen dich,
Mich,
Uns alle in unserem täglichen Leben und auch Arbeiten und deshalb die Einladung,
Auch da dich selber besser kennen zu lernen,
Denn alle intensiven Gefühle,
Die länger als fünf bis zehn Minuten andauern,
Sind ein Hinweis auf ein Trauma und ich möchte dir auch hier ganz pragmatisch drei weitere Schritte mitgeben,
Wie du mit intensiven Gefühlen umgehen kannst und vor allem mit Blick auf Trauma,
Da die noch besser entdecken kannst.
Auch hierfür gibt es eine Meditation von mir auf InsideTimer,
Eine innere Kindheilung für emotionale Arbeitssituationen.
Damit kannst du da noch tiefer eintauchen,
Noch mehr lernen und wirklich auch,
Ja,
Innere Kindheilung für eine Arbeitssituation machen.
Ja,
Nachdem du die Schritte eins bis drei gemacht hast mit einem intensiven Gefühl und du sagst,
Ja,
Das ist immer noch sehr stark,
Dann kannst du Schritt vier machen und kannst mal ganz intuitiv gucken,
Woher du das Gefühl,
Was du aktuell so intensiv spürst,
Aus der Vergangenheit vielleicht kennst.
Vielleicht kennst du die Angst von irgendwoher,
Vielleicht kennst du die Unsicherheit,
Die Wut und du wirst sehen,
Es wird dir ganz intuitiv eine Situation aus der jüngeren Vergangenheit oder der älteren Vergangenheit in Erinnerung kommen.
Ja und Schritt fünf ist dann,
Nochmal in diese Situation zurück zu gehen,
Mit deinem jüngeren Ich reinzuspüren,
Was es damals gespürt hat und was dein jüngeres Ich,
Dein inneres Kind damals gebraucht hätte,
Damit es ihm in der Situation besser geht.
Und dann mit deinem Erwachsenenanteil,
Deinem jüngeren Ich,
Genau das imaginär zu geben.
Vielleicht hat es einfach nur Mitgefühl und Verständnis gebraucht,
Dein inneres Kind,
Damals in der Situation.
Vielleicht hätte es Liebe,
Schutz,
Geborgenheit,
Aufmerksamkeit gebraucht.
Vielleicht hätte es in den Arm genommen werden wollen.
Schau mal,
Was dein inneres Kind gebraucht hätte und gib ihm genau das.
Und das kannst du auch mit verschiedenen konkreten Sätzen dann wirklich formulieren.
Ja und Schritt sechs ist dann,
Zu fühlen,
Wie sich dein Körper- und Nervensystem entspannt und in diese entspannenden Anteile reinzuspüren und die zu vertiefen,
Dass sich dein Körper auch daran immer mehr erinnert und auch diese Gefühle mehr Platz bekommen.
Ja,
Ganz kurzer Einblick und Deep Dive im Traumawissen am Arbeitsplatz und wie die innere Kindheilung dir dabei helfen kann,
Die Gefühle zu verändern,
Traumata auch zu heilen.
Und ja,
Abschließend zu dem Teil kann ich sagen,
Wichtigste Erkenntnis,
Feelings first.
Der Verstand ist nur ein Tool und folgt.
Und ja,
Ich wünsche dir viel Spaß beim Anwenden,
Ausprobieren und Entdecken.
Und damit komme ich zum Teil drei,
Frau sein in einer männlichen Arbeitswelt.
Ja,
Ich selbst habe das Frau sein die längste Zeit meines Lebens mit Schwäche verbunden.
Ich habe das unterdrückt.
Ich wollte funktionieren,
Performen,
Ich wollte es allen beweisen.
Ich war die absolute Vorzeige-Power-Frau.
Aber mein Körper wusste es besser.
Erst ist meine Achillessehne gerissen,
Als ich noch bei Volkswagen war und dann,
Als ich den ersten Winter auf Teneriffa gearbeitet und gelebt habe,
Haben meine Kopfschmerzen einfach nicht aufgehört.
Und wenn man sich das mal so anguckt,
Dann ist das ganz eindeutig,
Denn da war einfach viel zu viel Druck und Anspannung in meinem Arbeiten und Leben.
Viel zu viel Young.
Und ja,
Unsere Arbeitswelt ist von Männern für Männer gemacht und für deren Young- Anteile.
Wir sollen funktionieren wie Maschinen,
Im Takt,
Möglichst effizient.
Wir sind aber keine Maschinen,
Wir sind Menschen.
Und jeder Mensch ist Young und Yin.
Und jeder Mensch braucht Young und Yin für ein zufriedenes und erfüllendes Arbeitsleben.
Das heißt,
Jeder Mensch,
Du,
Ich,
Wir alle brauchen Yin-Räume zum Entspannen,
Zum Empfangen,
Zum Nichtstun-Müssen,
Sondern zum Einfach-Mal-Sein und zum Weich-mit-dir-selber-Sein und Weich-mit-deinem-Körper-Sein.
Und wenn wir uns so eine klassische Arbeitswoche mal angucken,
9 to 5,
8 Stunden,
5 Tage die Woche,
Am Wochenende dann noch die restlichen Dinge erleben,
Dann gibt es ganz,
Ganz wenig Yin-Räume in so einem klassischen Arbeitsalltag.
Und deshalb dürfen und müssen wir die uns ganz gezielt schaffen.
Deshalb lade ich dich auch ein,
Dir bewusst zu überlegen,
Wann an einem Tag und wann in deiner Woche hast du Räume,
Hast du Zeit,
Hast du Menschen,
Um Yin zu sein,
Um zu empfangen,
Um Kontakt mit dir selber,
Deinem Körper aufzunehmen,
Um einfach mal zu sein.
Ja,
In dem Zusammenhang ist auch extrem hilfreich und wichtig die Auseinandersetzung mit deinem Zyklus,
Denn auch hier ist das Arbeitssystem von Männern für Männer gemacht.
Es ist nach dem männlichen Hormonzyklus ausgelegt.
Bei Männern ist morgens das Testosteron hoch und abends niedrig,
Und zwar jeden Tag gleich.
Und genau so ist auch das Arbeitssystem.
Wir aber haben einen anderen Zyklus,
Einen sehr viel längeren und auch mit verschiedenen Phasen.
Und ich werde dir einen kurzen Überblick geben,
Über kleines Grundwissen,
Einen kleinen,
Ich sag mal einen Einblick,
Wie hilfreich es ist,
Wenn du diese Phasen,
Wenn du deine Phasen kennst und dann auch weißt,
Welche,
Ich nenne es liebevoll,
Superkräfte du für dein Arbeitsleben dann hast.
Ganz wichtig dabei,
Jeder Mensch,
Jede Frau,
Jeder Körper ist hochindividuell und es gilt,
Deinen eigenen Körper,
Deinen Zyklus und deine Gefühle und Bedürfnisse darin zu entdecken.
Alles,
Was ich dir sage,
Ist eine mögliche Sache und haben andere Frauen,
Habe ich beobachtet.
Es heißt aber nicht,
Dass es allgemeingültig für alle ist.
Das ist mir ganz wichtig,
Einmal vorab.
Ja,
Kommen wir zu Phase 1,
Der Phase im Zyklus kurz nach der Blutung,
Dass Östrogen in deinem Körper steigt und es kann dazu führen,
Dass du dich sehr energiereich,
Extrovertiert und auch mental stark fühlst.
Der Selbstwert ist hoch,
Du bist optimistisch und am Arbeitsplatz bist du in der Phase entsprechend analytisch stark,
Hast gute mentale Fähigkeiten,
Kannst auch komplexe Zusammenhänge gut erkennen und auch lösen und fühlst dich einfach total energiegeladen,
Unternehmenslustig und neugierig.
Wie du dir vorstellen kannst,
Die Art,
Wie wir in dieser Phase sind,
Ist gesellschaftlich anerkannt,
Deshalb fühlen wir uns in dieser Phase oft sehr,
Sehr wohl.
Wichtig ist aber,
Es ist nicht zu verwechseln mit deinem wahren Selbst,
Denn das Östrogen ist quasi wie ein Doping in deinem Körper und wenn das dann abfällt nach dem Eisprung und dann kommen wir zu Phase 2,
Wenn das Progesteron steigt,
Dann ist dir eher nach Rückzug,
Nach Introversion und deine Fähigkeiten verändern sich.
Du bist intuitiv stärker,
Du kannst assoziativ,
Kreativ und frei arbeiten und kreieren,
Schnelle,
Instinktive Entscheidungen treffen und das analytische,
Klare Denken steht in der Zeit dann nicht so sehr im Vordergrund.
In der Phase 1 umgibt man sich oft gerne mit vielen Menschen und kümmert sich auch um andere Leute.
In Phase 2 fällt der Fokus jetzt auf das,
Was du brauchst,
Auf deine eigenen Bedürfnisse und auch auf die Bedürfnisse,
Die vielleicht schon oft nicht erfüllt worden sind.
Das heißt,
Es ist eine Phase mit sehr viel Heilungspotenzial für dich und da diese Eigenschaften gesellschaftlich nicht so akzeptiert sind,
Also Introversion,
Rückzug,
Auch Intuition,
Erzeugt die Phase oft heftige Widerstände in den Menschen selber.
Aber eben auch im Außen und ja hier darfst du besonders viel Selbstakzeptanz und ja selbst mit Gefühl üben und auch darauf achten,
Dass du nicht ständig gegen deine eigenen Bedürfnisse und gegen deinen Körper und dein Rückzugsbedürfnis ankämpfst.
Ja und dann ist dann noch die Phase der Blutung,
Wo deine Gebärmutter sehr viel arbeitet und da ist es sehr empfehlenswert,
Wirklich auch deinem Körper Ruhe zu gönnen,
Vielleicht weniger zu arbeiten,
Vielleicht im Liegen zu arbeiten,
Denn je besser du dich in der Phase schonst und auch Rücksicht auf deinen Körper nimmst,
Desto mehr Energie hast du dann in deinem kommenden Zyklus.
Ja,
Das als ganz,
Ganz kurzer Einblick und Überblick.
Wie gesagt,
Bitte entdecke deinen individuellen Zyklus und deine Superkräfte.
Gönn dir selbst diese Zeit,
Nimm dir selbst diese Zeit und Aufmerksamkeit für dich.
Lerne darüber noch mehr,
Eigne dir mehr Wissen an und gehe in die Selbstentdeckung.
Das ist einfach,
Das erlebe ich bei mir und den Frauen,
Mit denen ich arbeite,
Das ist so ein krasser Game Changer,
Wenn du lernst mit deinem Körper zu arbeiten und nicht mehr dagegen.
In dem Zusammenhang auch noch ein paar Worte zum Thema hormonelle Verhütung.
Aus meiner Sicht eines der größten Verbrechen am Körper,
Am weiblichen Körper,
Denn der Hormonhaushalt ist eine der wichtigsten Funktionen für deine körperliche Gesundheit.
Da werden ganz viele Grundfunktionen unterdrückt und beeinflusst und deshalb den Impuls,
Falls du hormonell verhütest,
Dich nach alternativen Methoden der Verhütung umzuschauen.
Ja,
Soweit zum Thema weltlicher Zyklus und die Superkräfte,
Die du so hast,
Die sehr unterschiedlich in den verschiedenen Phasen sind und die,
Wenn du dann Zugang zu hast,
Einfach mega cool sind.
Ja,
Für mich war das,
Wie gesagt,
Der große dritte Game Changer auf meinem Weg,
Weich mit mir selber zu werden,
Meine Yin-Anteile zu integrieren und endlich mit meinem Körper zu sein und zu arbeiten.
Und ich möchte dich einladen,
Auch selbst zu üben,
Weicher und zuhörender mit dir und deinem weiblichen Körper zu werden.
Denn,
Und das vergessen wir oft,
Dein Körper ist immer für dich.
Dein Körper ist der Grund,
Warum du überhaupt hier auf der Erde bist.
Ohne deinen Körper könntest du überhaupt nichts tun und dein Körper ist auch deine höchste Intelligenz.
Und deshalb bist du auch deine allerbeste Ärztin.
Wie du vielleicht schon weißt,
Ist auch unsere klassische Schulmedizin von Männern für Männer gemacht.
Und kein Mensch auf dieser Welt kann deinen Körper so fühlen,
Wie du ihn fühlst.
Und deshalb möchte ich dich einladen,
Zu üben,
Deinen Körper mehr zu spüren und auch mehr auf deinen Körper und seine Bedürfnisse zu hören.
Denn du bist deine beste Ärztin.
Und natürlich kannst du dir den Rat von verschiedenen ExpertInnen hinzuziehen,
Aber es gilt auch hier,
Mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.
Auch zum Beispiel,
Was das Thema Sport betrifft,
Auch das ist sehr männlich ausgeprägt.
Was früher Spiel- und Gemeinschaftswesen war,
Haben wir zu einem Wettbewerb gemacht,
Unter Hochdruck in Fitnessstudien,
In Wettkämpfen.
Vielleicht fallen dir auch hierfür Wege ein,
Wie du deinen Körper mehr hin bewegen kannst.
Und ich möchte es zumindest noch erwähnt haben,
Auch das Thema Schlafen und die Lebensmittel,
Die du zu dir nimmst,
Sind natürlich essenziell für deinen Körper und deine Gesundheit.
Ja,
Und mit diesem Überblick für einige aus meiner Sicht wichtigsten Erkenntnisse für das Frausein in einer männlichen Arbeitswelt,
Wünsche ich dir von Herzen,
Dass du lernst,
Liebevoller und mehr im Einklang mit deinem Körper zu arbeiten und dir so nach und nach immer mehr innere Ruhe und vor allem Gesundheit gestaltest.
Ich denke und hoffe,
Dass ich dich mit einigen meiner wichtigsten Erkenntnisse rund ums Führen,
Fühlen,
Frausein in einer männlichen Arbeitswelt inspirieren und bereichern konnte.
Und ich wünsche dir,
Dass sie in dir fortwirken und dich dabei unterstützen,
Dir mehr innere Ruhe und Leichtigkeit in deinem Arbeitsleben zu gestalten.
Denn ich bin überzeugt,
Unsere Wirtschaft und Gesellschaft braucht dringend mehr engagierte Frauen,
Die eine bessere Welt für uns alle mitgestalten.
Und dabei sollst du dich nicht gefangen und ausgelaugt wie im Hamsterrad,
Sondern frei und lebendig wie auf dem Surfbrett fühlen.
Das wünsche ich dir.
Alles Liebe,
Christine.
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