
Aus der Begrenzung zum Zustand der Freiheit
Es ist ihr ein Anliegen, nicht nur über Freiheit nachzudenken. Lalla zeigt in dieser Meditation anhand der Körperatmung, dass wir aus der Begrenztheit der Erfahrung in einen Zustand der Freiheit kommen.
Transkription
Einen schönen guten Abend wünsche ich euch und ein herzliches Willkommen zu dieser heutigen Meditation.
Ich freue mich,
Dass ich hier sitzen darf,
Mit euch meditieren darf,
Einlassen darf auf einen Ort.
Es gibt in unserem Bewusstsein Orte,
Orte der Befindlichkeit.
Diese Orte sind uns gar nicht so bewusst.
Wenn wir viel Yoga praktizieren,
Wenn wir meditieren,
Dann lernen wir mit der Zeit natürlich sehr bewusst diese,
Und jetzt sage ich es auch schon,
Diese energetischen Orte wahrzunehmen.
So zum Beispiel das Becken.
Und das ist ja schön im Deutschen,
Dass es ein Becken heißt,
Wirkliches Becken.
Und wir wissen,
Da stecken auch viele Emotionen.
Wenn sie sich lösen durch Yoga,
Können wir besser sitzen.
Wenn sie sich lösen,
Werden wir beweglicher,
Können uns freier bewegen und wir denken manchmal zurück an Yoga als freiheit fördernde Praxis,
Auch körperlich,
Weil sie uns beweglicher macht.
Ein Ort,
Den wir manchmal sehr bewusst werden und bewusst wahrnehmen,
Ist,
Wenn ein Mensch sagt,
Es ist so wie ein Kloß im Hals.
Manche Yogis reden dann von einem Chakra und dann bleibt irgend so etwas stecken und wir möchten etwas sagen und es geht nicht.
Es bleibt stecken.
Dann ist es ein wenig so,
Als ob eine Emotion sich Ausdruck verschaffen möchte,
Aber es geht nicht,
Es bleibt stecken.
Das ist ein Gefühl der Hilflosigkeit,
Ein Gefühl,
Ich möchte mich mitteilen,
Aber ich kann nicht.
Dann gibt es natürlich den Ort,
Den wir auch kennen,
Manchmal auch betiteln,
Mit einem dritten Auge.
Auch hier ein Chakra.
Nur wenn wir das in den Alltag übertragen,
Dann ist das manchmal tatsächlich so,
Wie ein Hellsehen.
Wir sind keine Hellseher,
Aber dennoch,
Manchmal haben wir das Gefühl einer Vorahnung.
Es wird einem vorgängig schon sehr klar,
Was jetzt dann kommt.
Natürlich glauben wir nicht,
Es auch tut so,
Oder nicht?
Und je mehr wir praktizieren und je mehr wir meditieren und uns ruhig hinsetzen,
Kann durchaus sein,
Dass diese Örtlichkeit klar wird,
Ganz klar.
Und dann können wir auch sagen,
Ich sehe ganz klar.
Es ist mir alles klar,
Sagt dann ein Mensch.
Es ist mir alles klar.
Und dann gibt es natürlich,
Das habe ich jetzt aufgeschwärmt,
Dann gibt es natürlich diesen Ort des Herzens.
Da würde ich euch gerne heute hin meditieren.
Lasst mich aber einige Worte dazu sagen.
Wir alle reden sehr oft und sehr viel von diesem Ort,
Als ob es ein ganz großes Reiseziel wäre und das ist es auch,
Die Reise zum eigenen Herzen.
Immer wieder lohnt es sich,
Die Reise zum eigenen Herzen anzutreten.
Und dann rauszufinden,
Manchmal ist dieser Ort verschlossen.
Ich komme gar nicht rein,
Als ob da irgendjemand die Grenzen zugezogen hätte und die Mauern hochgezogen.
Dann fühlen wir uns beengt und beklemmt,
Sagen das manchmal auch so,
Ich habe Enge im Herzen.
Dann wird dieser Ort ganz klein.
Wird auch sehr manifest.
Heute wird es uns gelingen,
Weil wir sitzen und ruhig sitzen,
Genau an diesen Ort zu gehen.
Wir dürfen ruhig rausfinden,
Ob da Mauern sind,
Ob es zu ist.
Aber immer wenn wir sitzen und ruhig atmen,
Uns von der Erde getragen fühlen,
Von unserem eigenen Atem beflügelt fühlen,
Von der Stille um Wohren fühlen,
Dann lösen sich diese Mauern auf,
Dann gehen die Tore auf und wir erfahren nicht nur einen Ort,
Sondern so ein inneres Gefüge,
Einen inneren Raum,
Der nicht definiert ist durch seine Abgrenzungen.
Es ist ein Feld ohne Grenzen,
Ein Raum ohne Türen,
Jede Wand ist schon die große Tür und dennoch ist es ein Raum.
Nun werdet ihr sagen,
Das ist nicht möglich und dennoch,
Bitte schließt langsam die Augen,
Lasst uns friedlich beginnen mit einem komfortablen Sitz,
Den ich euch bitte einzunehmen,
Dass ihr wirklich bequem und ruhig sitzen könnt.
Wenn wir uns nach vorne lehnen und ein wenig die Gesäßhälfte nach hinten und auseinander ziehen.
Und die Stabilität durch die beiden Sitzbeinknochen erfahren,
Wo wir uns jetzt auch in der Mitte zwischen den beiden Sitzhöckern aufrichten können.
Wir gehen an die verschiedenen Orte,
Stellen,
Die ich zuvor genannt habe und atmen als ersten Anker einfach mal in den Bauch.
Wir legen dazu die Hände auf den Bauch,
Ohne zu drücken.
Das ist der Bauch,
Den Bauchnabel herum.
Und ich bitte euch,
Durch die Nase,
Das ist ein feines Atmen,
Durch die Nase einzuatmen und durch die Nase auszuatmen.
Zuerst die Wärme wahrzunehmen,
Diese Hände,
Die sich an den Bauch schmiegen.
Um so diesen Ort zu erkunden und kundig zu werden,
Wenn der Atem einströmt,
Heben sich die Hände ganz leicht,
Die Bauchdecke.
Und wenn der Atem zurück ausströmt,
Gehen die Hände wieder ein bisschen zusammen und die Bauchdecke legt sich wieder ganz nah nach innen.
Und das Einatmen wölbt die Bauchdecke ein wenig nach außen.
Und das Ausatmen führt zurück.
Das ist eine wunderbare,
Tiefe,
Innere Erfahrung.
Wenn wir nun einfach diesen Helden und der Wärme folgen nach innen.
Und im Becken die Spannung abgeben.
Als Gefühl,
Ich kann ganz tief in mir verankern.
Das Becken ist groß.
Und jeder Atemzug weitet dieses Becken.
Jeder Atemzug ein bisschen weiter im Becken.
Jeder Atemzug ein bisschen Durchlässigkeit im Becken.
Und da kommt das Gefühl des Vertremmens.
Ich sitze und ich atme.
Die Hände auf den Bauch.
Es entsteht ein ganz tiefes,
Tiefes,
Da unten wahrnehmbares Vertremmen.
Die eigene Solidität.
Wir können jetzt auch die Hände zurücklegen in den Schoß oder auf die Oberschenkel.
Das Becken ist solide.
Das Gefühl der Stabilität.
Und vor allen Dingen das Gefühl,
Ich kann vertrauen.
Ich sitze und atme.
Nun können wir auch lauschen und können zuhören.
Die Ohren vernehmen ein leichtes Geräusch in der Kehle.
Muss nicht laut sein.
Nur gut zuhören.
Um dann festzustellen,
Auch wenn es mir manchmal schwer fällt,
Mich mitzuteilen.
Wenn es da so festsitzt.
Wenn ich keine Worte finde.
Dann wird uns jetzt bewusst,
Es kann auch still sein.
Es muss gar nicht immer geredet werden.
Wir können sitzen und atmen.
Manche Emotionen und Gefühle müssen nicht unbedingt ausgedrückt werden oder herausgedrückt werden.
Sie dürfen da sein.
Wir lauschen,
Wenn es atmet.
Kann sein,
Es atmet ein und es atmet aus.
Wird es in der Kehle bald.
Mein innerer Ausdruck ist da.
Und der Eindruck,
Der bleibt,
Ist,
Alles ist da.
So dass das Vertrauen wächst.
Und wenn wir zum dritten Auge nun gehen,
Zwischen den Augenbrauen,
Dann ist es alles schon klar.
Da ist eine Ganzheit.
Da ist eine Stabilität.
Und eine Freiheit.
Gleichzeitig.
Dem Becken verankerte Stabilität.
Und in der Kehle verankerte Freiheit.
Sich dann auszudrücken.
Wann es gut ist,
Wann es richtig ist.
Ganz klar und hell.
Es ist zwischen den Augenbrauen.
Ganz klar.
Da unten stabil.
Und da oben frei.
Und so atmen wir nun zum Herzen hin.
Zum yogischen Herzen in der Mitte.
Auf der Höhe des Brustbeins.
Da,
Wo wir oft die Hände im Nalasthi haben.
Oder die Hände auflegen,
Wenn es Enge im Herzen gibt.
Wenn Beklemmung kommt.
Legt doch einmal eure Hände aufs Herz.
Und schaut durch eure Hände hindurch.
Wie beim Einatmen die Hände sich wehden und beim Ausatmen senken.
Und erkennt.
In dieser Selbsterforschung erkennt ihr,
Dass das zutiefst Menschliche,
Unsere wahre Natur ist hier im Herzen der Art des Friedens und des Glücklichseins.
Hände erkennt es.
Atmung erkennt es.
Ihr erkennt es.
Und ihr könnt die Hände getrost ablegen.
Der Ort ist immer da.
Und dieser Ort ist nicht klein,
Der ist weit.
Das wisst ihr.
Ganz klar.
Ein Herz,
Das sich öffnet,
Entspricht unserer wahren Natur.
Nun wird es ganz groß und weit.
Darf sich in der Stille ausdehnen.
Ein Herz,
Das sich öffnet.
Grenzenlos,
Voller Vertrammen.
Ein Herz,
Das frei ist.
Voller Frieden und Glück.
Namaste
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