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[Intro] Mindful Bites - Grenzen spüren, Grenzen setzen.

by Daniela Barchasch

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Meditation
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Nein zu sagen bedeutet für viele eine riesige Herausforderung. Wir sind ganz einfach anders groß geworden und durften nicht erfahren, dass das ein wichtiger Akt der Selbstfürsorge ist. Was es bedeutet, seine Grenzen zu spüren und wie das geht, was es heißt sie richtig zu artikulieren und notfalls auch einzufordern, darum geht es in diesem ersten Teil. Im zweiten Teil folgt dann die notwendige Praxis. Eine Meditation, mit der du dich abgrenzen kannst.

Transkription

Du hörst Mind for Minutes mit mir Daniela Barchasch,

Der Gründerin von Evakuera Coaching und des Mind for Members Clubs.

Jede Woche spreche ich mit dir darüber,

Wie du dein Leben grundlegend bewusster positiv gestalten kannst,

Auch wenn die Umstände und Vorbedingungen nicht unbedingt so prickelnd sind.

Und das Ganze machen wir auf der Basis von Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Achtsamkeit und der buddhistischen Psychologie.

Wie kannst du also ein glückliches Leben leben?

Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt kein Zufall.

Und du kannst das auch und ich bin hier,

Um dir das zu zeigen.

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Mind for Minutes,

Doch diesmal wieder eine Kombination aus zwei Dingen.

Das erste ist Wissen und das zweite ist die Praxis und wie du weißt,

Wissen ist nur ein ganz kleiner Teil,

Die Praxis ist ganz ganz wichtig und das,

Was du auch unbedingt umsetzen solltest.

Ich möchte heute mit dir über Grenzen,

Grenzen setzen bzw.

Grenzen spüren,

Sprechen,

Weil das so wichtig ist für dein eigenes Leben und für deine Integrität.

Ich kenne das als Selbstständiger und ich habe viel Kontakt mit anderen Menschen und ich bin selbst sehr feinfühlig und spüre auch schnell,

Was andere Menschen brauchen,

Ob nun auf der Arbeit,

Also in meinem beruflichen Umfeld oder eben auch privat.

Und da ist es sehr herausfordernd,

Grenzen auch wirklich zu setzen,

Weil ich gleichzeitig spüre,

Was denn das Bedürfnis des anderen Menschen ist und das ganz oft auch sich einfach überschneidet.

Mit den letzten Jahren,

Gerade ja auch mit der Krankheit meiner Tochter,

Musste ich immer vermehrt für mich gute Grenzen setzen,

Bis hierhin und nicht weiter.

Und das Wichtige hierbei ist natürlich auch erstmal zu spüren,

Wo ist denn die eigene Grenze und die eigene Grenze hat ganz viel mit Bedürfnissen zu tun.

Und Bedürfnisse zu erspüren ist für viele von uns schwierig oder ist eine große Herausforderung,

Weil wir eben so nicht groß geworden sind.

Wir sind so groß geworden,

Dass wir uns eben anpassen,

Dass wir Kompromisse eingehen.

Wir sind so groß geworden,

Dass wir dazugehören wollen und Liebe und Anerkennung haben wollen und bei vielen geht das leider auf Kosten ihrer eigenen Bedürfnisse.

Natürlich können wir sagen,

Wir können spüren,

Was für Bedürfnisse wir haben und wir können ja trotzdem noch Kompromisse eingehen.

Doch bei vielen Menschen ist es eben so und womöglich bei dir auch,

Dass du nicht wirklich wahrnehmen kannst,

Wo denn deine Bedürfnisse sind und ja,

Dass der Kompromiss quasi schon davor kommt.

Oft spüren wir,

Dass Grenzen überschritten werden,

Wenn sie schon massiv überschritten wurden und dann stehen wir hier vor einem Berg an vor allem negativen Emotionen,

Die wir überhaupt nicht zuordnen können,

Die uns erschlagen und wir dann nicht wirklich wissen,

Okay,

Was ist denn gerade passiert.

Doch was passiert ist,

Ist,

Dass zum Beispiel jemand etwas überschritten hat,

Etwas,

Was uns sehr,

Sehr wichtig war.

Also heute möchte ich darüber sprechen,

Über das Thema Bedürfnisse und zwar,

Wie wir sie wahrnehmen können,

Dass der nächste Schritt,

Sie sich zuzugestehen und einzugestehen,

Noch einer mehr ist und am Ende natürlich,

Dass wir diese Bedürfnisse auch einfordern müssen,

Also dass wir sie artikulieren müssen oder uns auf irgendeine andere Art und Weise mitteilen müssen.

Ich habe darüber nachgedacht,

Welche Beispiele ich nennen kann für Bedürfnisse oder beziehungsweise Grenzüberschreitungen in diesem Fall und sowieso das ganze Thema kam auf,

Weil mich Mitglieder des Mind4Members Club darauf angesprochen haben,

Ob wir nicht mal was dazu machen können und ich finde,

Das ist ganz,

Ganz wichtig,

Deswegen möchte ich das auch raustragen.

Wir im Club arbeiten sowieso daran,

Dass wir mehr und mehr spüren,

Wer sind wir überhaupt und ein Leben aufbauen,

Was uns gut tut und wenn wir ein Leben aufbauen wollen,

Was uns gut tut,

Indem wir zufrieden sind und eben begriffen haben,

Dass ein glückliches Leben kein Zufall ist,

Dann ist es auch ganz wichtig,

Dass wir wissen,

Okay,

Diese Bedürfnisse haben wir und diese Grenzen sind damit verbunden.

Und ganz klassische Grenzen gibt es natürlich die Unterscheidung Privatleben bzw.

Arbeitsleben und im Arbeitsleben werden oft unsere Grenzen überschritten bzw.

Es geschieht sehr viel einfacher,

Weil wir denken,

Okay,

Menschen,

Die uns vorgesetzt sind oder weisungsbefugt sind,

Die haben das Recht dazu,

Grenzen zu überschreiten.

Ich habe das oft gesehen,

Ich habe lange für Lufthansa gearbeitet und wir haben mit einer anderen Abteilung zusammengearbeitet,

Also einen Joint Venture und wir haben dieselbe Arbeit gemacht,

Wir waren aber unterschiedlich bzw.

Es waren zwei verschiedene Abteilungen und wir haben auch zusammengearbeitet und der Ton bei Lufthansa war ein ganz anderer als in der anderen Abteilung.

Bei Lufthansa wurde Wertschätzung groß geschrieben,

Da haben wir auf Augenhöhe miteinander gearbeitet und in der anderen Abteilung war das anders,

Da war schon die Unternehmenskultur eine ganz,

Ganz andere.

Da waren andere Leute angestellt,

Bei Lufthansa war es so,

Dass es oft Menschen waren,

Die sehr erfolgreich waren schon und dann dort eingestiegen sind,

Die andere Arten hatten,

Miteinander zu kommunizieren,

Die sich anders gesehen haben.

Und in der anderen Abteilung war es etwas schwieriger,

Da waren es Menschen,

Die ganz dringend auf diesen Job angewiesen waren,

So dringend angewiesen waren,

Dass sie eine Menge mit sich haben machen lassen.

Und Grenzüberschreitung habe ich hier vor allem auf der Ebene der Kommunikation gesehen.

Was passiert,

Wenn ich bei Lufthansa zu spät kam?

Was passiert in diesem Unternehmen,

Wenn dort jemand zu spät kam?

Wie wurde mit einem gesprochen?

Und hier gibt es Grenzüberschreitung.

Grenzüberschreitung im Arbeitsleben auch,

Wenn du zu viel Arbeit bekommst oder wenn von dir etwas gefordert wird,

Was überhaupt nicht deiner Arbeit entspricht oder einfach zu viel ist.

Was müssen wir hier also tun?

Wir müssen lernen zu spüren,

Wo sind die Grenzen hier?

Im Privatleben ist es jedoch nicht anders.

Was können wir und was wollen wir?

Ich bin eine junge Mutter und hatte es eben vor kurzem noch,

Dass ich ein Baby hatte,

Ein Baby auf dem Arm und kenne es von vielen anderen Müttern,

Mütter,

Die ihre Kinder am Anfang noch nicht abgeben wollen,

Die nicht wollen,

Dass die Schwiegereltern kommen und das Baby nehmen.

Die wollen vielleicht,

Dass die beste Freundin das Baby nimmt oder die Mama,

Aber das war es dann auch schon.

Und wenige Mütter stehen dann da und sagen,

Okay,

Ja,

Hier sind Grenzen,

Das möchte ich nicht,

Sondern wie tendieren wir dazu oder wie gehen wir mit Grenzen um?

Wir schauen um uns herum und gucken,

Ja,

Was denken denn andere und was fühlen denn andere?

Wir tendieren dazu,

Im Äußeren nach Bestätigung zu suchen.

Wir orientieren uns an anderen Menschen und das ist fatal,

Denn jede Grenze ist höchst individuell.

Also überleg doch mal,

Es gibt die Leute,

Denen ist es vollkommen egal,

Ob du mit Schuhen bei denen in Haus rumläufst und andere Leute kriegen die Krise,

Wenn du das tust.

Grenzen sind so individuell,

Wie wir eben groß werden.

Unsere Bedürfnisse sind individuell,

Weil wir alle verschiedene Leben führen,

Wir haben alle verschiedene Hintergründe,

Wir haben alle verschiedene Vergangenheiten.

Bei mir ist es so zum Beispiel,

Dass ich nicht möchte,

Dass jemand in mein Schlafzimmer geht.

Mein Schlafzimmer ist ein privater Ort.

Für andere wird es sein,

Dass sie sich sagen,

Naja,

Das ist mir doch ganz egal,

Wer in mein Schlafzimmer reinkommt.

Und deswegen gibt es nicht diese Beispiele für Grenzüberschreitungen.

Du musst für dich überlegen und schauen und spüren,

Wo sind denn deine Grenzen in deinem Leben?

Und der erste Schritt ist es,

Hineinzuspüren und diese wahrzunehmen.

Und das schaffst du,

Indem du feinfühliger wirst,

Indem du merkst,

Okay,

Hier kommt eine Emotion hoch,

Die ist sehr,

Sehr heftig,

Weil eine Grenze überschritten wurde.

Das ist ein toller Indikator dafür,

Um dir zu zeigen,

Wo gibt es denn überhaupt eine Grenze?

Was ist dir denn wichtig im Leben?

Und wenn du hier bist,

Dann kommt der zweite Schritt.

Und der zweite Schritt hat damit zu tun,

Dass du dir diese Grenze eingestehst,

Dass du dir das zugestehst.

Und das hat mit Selbstwert und Selbstliebe zu tun.

Also auf diesem Weg werden wir Selbstwert etablieren,

Werden wir uns selbst näher kommen.

Bei dir diese Grenzen zuzugestehen bedeutet auch,

Dass du womöglich eben rausgehst aus dem Raster,

Dass du dich nicht mehr an anderen Menschen orientierst,

Ob für die das okay ist oder nicht okay ist,

Dass du jetzt diese Grenze hast,

Ganz banal,

Der andere möchte die Schuhe gerne anlassen,

Du möchtest aber,

Dass er die Schuhe auszieht,

Ja?

Du fragst dich nicht mehr,

Was möchte der andere,

Wenn du mehr Selbstwert entwickelst,

Sondern du fragst dich,

Was möchte ich denn eigentlich?

Gerade in einem Familienalltag super wichtig,

Wo es so schnell passieren kann,

Wenn so viele Menschen aufeinander sind,

Dass eben Grenzen überschritten werden.

Wenn wir Kinder bekommen,

Haben wir ganz bestimmte Vorstellungen,

Wie wir die Kinder großziehen wollen.

Und dann kommen Großeltern und haben womöglich eine andere Vorstellung.

Und es könnte sein,

Dass als Mama oder Papa deine Grenze überschritten wird.

Das heißt,

Der erste Teil ist es,

Dass du sie erspürst,

Dass du sie wahrnimmst.

Der zweite Teil ist,

Dass du sie dir zugestehst,

Dass du Selbstwert und Selbstliebe entwickelst.

Und der dritte Schritt ist,

Dass du diese Grenzen auch einforderst,

Dass du sie artikulierst,

Dass du in die Kommunikation mit anderen Menschen gehst und sagst,

Stopp,

Bis hierhin und nicht weiter.

Wenn du sehr feinfühlig bist,

Wird es dort eine kleine Herausforderung geben,

Weil du spürst,

Okay,

Hier ist meine Grenze und gleichzeitig nimmst du aber auch das Bedürfnis des anderen wahr.

Und das Bedürfnis des anderen kann mit deiner eigenen Grenze korrelieren.

Was möchtest du also tun,

Du gehörst dann zurück zu Schritt 2,

Wenn du nicht dahin gekommen bist,

Dass du sagst,

Okay,

Oder fühlst,

Gut,

So wichtig ist mir diese Grenze jetzt gar nicht.

Aber dann würden wir nicht drüber sprechen,

Wenn sie dir nicht wichtig wäre.

Also kommst du zurück zu Schritt 2,

Du gestehst dir diese Grenze zu,

Du spürst deinen eigenen Wert und dass das wichtig ist und gibst dieser Grenze eine gewisse Bedeutung.

Und das Bedürfnis des anderen mag dabei beschnitten werden,

Sprich in dieser Konstellation,

Wenn die Schwiegereltern unbedingt das Baby haben wollen,

Im Arm halten wollen und knuddeln wollen und küssen wollen und tragen wollen und du als Mama möchtest das nicht.

Ja,

Dann wird das Bedürfnis deiner Schwiegereltern keinen Raum finden in diesem Moment.

Doch wenn du wirklich nicht von Herzen einen Kompromiss eingehen möchtest,

Dann ist in diesem Moment dein Bedürfnis wichtiger.

Sprich Schritt 2 oder Stufe 2,

Du empfindest den Selbstwert oder fühlst dich immer noch groß und empfindest dein Bedürfnis als etwas sehr,

Sehr Wichtiges.

Denn was passiert,

Wenn wir unsere Grenzen entweder selbst überschreiten oder jemand anderes überschreitet sie?

Es kostet immer Energie und es kostet noch viel mehr und das ist ganz wichtig,

Deine Integrität.

Im Leben brauchst du deine eigene Energie.

Für dich selbst,

Für deine Familie oder eben die Herausforderungen,

Die im Leben irgendwann auf dich zukommen werden.

Wir wollen nicht geben und geben und geben und geben ohne uns dabei zu spüren,

Ohne zu merken,

Okay,

Hier ist ein Stopp,

Mehr möchte ich und kann ich nicht mehr geben.

Denn das ist etwas,

Was zwangsläufig dazu führt,

Dass du irgendwie ausbrennen wirst.

Gebe von Herzen ja,

Aber nicht,

Weil du denkst,

Dass es von dir eingefordert wird oder verlangt wird.

Gebe von Herzen ja,

Aber überschreite keine eigene Grenze hier.

Gebe nicht,

Weil du denkst,

Dass du dadurch ein liebenswerter Mensch bist.

Denn,

Dann kommen wir wieder zurück zu Schritt 2,

Dein Selbstwert hängt nicht davon ab,

Wie dir jemand anderes begegnet.

Er hängt nicht davon ab,

Was andere Menschen dir zugestehen.

Drei Schritte sind wichtig,

Auf dem Weg zu Grenzen setzen und der erste Schritt ist,

Die Grenzen wahrzunehmen.

Der zweite Schritt ist,

Selbstwert zu entwickeln,

Dir deine Grenzen zuzugestehen und der dritte ist,

Diese einzufordern.

Wenn dir diese Folge gefallen hat oder du mehr davon hören möchtest,

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Sehr gerne gebe mir eine Bewertung auf iTunes und dann mach dich bereit für die Praxis,

Denn Wissen ist so gut wie gar nichts und Praxis ist alles.

Viel Spaß dabei!

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