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Mindful Bites - Buddhas Brain. Oder wie Meditation deine Gehirnstrutkur verändert.

by Daniela Barchasch

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Du tendierst dazu, deine Meditationspraxis immer mal wieder schleifen zu lassen? Das wird sich hiernach ändern. In dieser Folge gebe ich dir einen kleinen Einblick in das, was deine Praxis mit deinem Gehirn macht. Denn auf neuronaler Ebene ist längst bewiesen, dass Meditation und Achtsamkeit dein Denken und Fühlen positiv steuern können. Und beides hängt mit deiner Lebensqualität zusammen. Erfahre, warum es so wichtig ist, immer wieder in die Stille zu gehen.

Transkription

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Mindful Minutes.

Ich bin Dani Barchasch und ich bin hier deine Gastgeberin und heute haben wir ein super spannendes Thema.

Also ich finde,

Das ist ein super spannendes Thema,

Denn es geht darum,

Was macht Meditation bzw.

Achtsamkeit eigentlich mit deinem Gehirn?

Und wir müssen uns das so vorstellen,

Dass wenn wir ein Leben auf Autopilot haben,

Also ein passives Leben,

In dem uns die Dinge einfach nur passieren und wir gefühlt gar nichts in der Hand haben und wir wirklich nur von Ereignis zu Ereignis gehen,

Ja von Schritt zu Schritt,

Ohne,

Dass wir eben mal bewusst hineinspüren und gucken,

Ist das überhaupt unser Leben oder nicht,

Ja,

Ist es nur eine Blaupause,

Die wir hier leben oder leben wir wirklich unser ganz individuelles und damit auch ein Leben,

In dem wir erst wirklich zufrieden sein können?

Und wenn wir uns diese Frage nicht stellen,

Dann ist es ganz klar,

Dass wir eben,

Ja Situationen immer wieder erleben,

Wo wir das Gefühl haben,

Wir sind einfach ausgeliefert.

Oder aber,

Was auch passiert ist,

Dass wir ganz viele Momente im Leben erleben,

Also sagen wir es mal so,

Erleben und diese versuchen wir auf irgendeine Art und Weise innerlich verändern zu wollen.

Also da kommt ein Gefühl auf,

Was wir nicht fühlen wollen,

Was wir nicht wahrhaben wollen,

Ja,

Was wir oder von dem wir das Gefühl haben,

Wir können es gar nicht aushalten und was machen wir innerlich?

Wir drehen uns davon weg.

Wir schotten uns gegen dieses Gefühl ab,

Was allerdings nicht bedeutet,

Dass dieses Gefühl nicht mehr da ist,

Sondern oberflächlich tun wir so,

Als wäre alles schick,

Ja,

In diesem Moment,

Aber wir können wirklich sagen,

Nee,

Da ist noch etwas,

Was in uns arbeitet.

Und wenn wir eben so ein Leben leben,

Dann finden wir uns in Partnerschaften wieder,

Die uns nicht erfüllen,

In einem Job,

Der eben mehr an uns zehrt,

Dass er uns irgendetwas gibt und ja,

Wir haben so viele andere Situationen im Leben oder Lebensumstände,

Die gar nicht für uns sind.

In der heutigen Folge möchte ich also mal ein bisschen mehr darauf schauen,

Was ist es denn,

Was Meditation wirklich auch auf einer wissenschaftlichen Ebene belegbar mit uns,

Unserem Körper und speziell mit unserem Gehirn macht.

Und hier ist es interessant mal hinzuschauen,

Was macht eigentlich unser Leben mit uns.

Und etwas ganz Großes hier ist mit Sicherheit unser Stresslevel.

Und hier müssen wir erstmal begreifen,

Dass Stress etwas ganz Normales ist.

Stress ist etwas,

Was sogar für uns wichtig ist.

Wir brauchen Peaks im Leben,

Also Momente,

In denen Stresshormone ausgeschüttet werden,

In denen wir ganz aktiv sind,

In denen wir leistungsfähig sind,

In denen wir auf eine gewisse Art und Weise gefordert werden.

Was das große Problem oder die Herausforderung in unserer heutigen Gesellschaft ist,

Hier in dieser westlichen Gesellschaft,

Dass wir so viel Stress erleben und das nicht nur im Job,

Dass wir von diesen Peaks gar nicht mehr runterkommen.

Also wir haben keine Erholungsphasen hier.

Und das ist eben ganz,

Ganz wichtig,

Dass wir diese Erholungsphasen einbauen,

Damit unser Körper eben diesen Stresslevel wieder regulieren kann.

Und das ist ein ganz natürlicher Mechanismus in uns,

Der auch so angelegt ist.

Was bedeutet das jetzt konkret?

Wenn wir in einer Stresssituation drin sind,

Dann reagiert unser Körper wirklich auf eine physische Art und Weise.

Wir erleben den Stress und unser Gehirn realisiert das,

Indem es zum Beispiel eine Situation als bedrohlich einstuft oder es ist etwas Neues oder es ist eben etwas,

Wo es merkt,

Gut,

Jetzt muss ich hier leistungsfähig sein,

Ich muss sofort und schnell reagieren.

Und das hat zur Folge,

Dass ein bestimmter Bereich im Gehirn,

Nämlich die Amygdala,

Cortisol ausschüttet,

Was wir erstmal als Stresshormon kennen.

Und das sorgt dafür,

Dass unser Blutdruck steigt,

Dass wir eine Muskelanspannung spüren beziehungsweise dass unsere Atmung schneller geht.

Das kennst du bestimmt aus verschiedensten Situationen in deinem Leben.

Das ist vollkommen okay,

Dass wir solche Situationen haben,

Wie ich schon gesagt habe,

Weil wir dann ja wieder Momente haben,

In denen wir runterkommen können,

In denen wir entspannen können.

Wenn das jetzt aber zu viel ist,

Also der Blutdruck zu oft oben ist,

Die Atmung zu oft unausgeglichen ist,

Dass wir schnell atmen und wir eine Muskelspannung haben,

Dann haben wir natürlich eine Disbalance im Körper.

Und das tut uns überhaupt nicht gut.

Was passiert da im Gehirn,

Wenn die Amygdala,

Die auch als Angstzentrum bezeichnet wird oder auch eben verbunden ist mit der Verarbeitung von Emotionen,

Wenn die immer überstimuliert wird.

Und da gibt es ein ganz ganz schönes Zitat aus dem Yoga auch und das heißt Energy flows where attention goes.

Also da,

Wo ich meine Aufmerksamkeit drauf richte,

Dort fließt die Energie hin,

Das heißt dort bewegt sich etwas.

Und im Gehirn ist das genau so.

Die Bereiche,

Die ich nutze,

Das sind die,

Die stärker werden.

Und die Bereiche,

Die ich nicht nutze,

Das sind die,

Die zurückgehen,

Die schrumpfen.

Denn wir haben ein plastisches Gehirn und das ist ganz toll.

Plastisches Gehirn sagt einfach nur aus,

Dass wir Synapsen haben,

Die sich immer wieder neu bilden,

Nervenzellverbindungen und ganze Gehirnareale verändern sich in ihrer oder teilweise in ihrer Funktion und Struktur.

Was ganz ganz toll ist,

Weil wir so adaptiv sind,

Wir können uns an gewisse Situationen anpassen.

Und bis zu unserem Tod ist unser Gehirn in der Lage sich zu verändern.

Das heißt,

Die Art und Weise,

Wie wir unser Gehirn nutzen,

Hat einen maßgeblichen Einfluss darauf,

Wie die Struktur unseres Gehirns ausgebildet ist.

Und je öfter ich zum Beispiel einen Gedanken habe,

Je öfter ich etwas mache,

Desto stärker wird die Nervenverbindung hier,

Die Synapse,

Sprich es fällt uns sehr viel leichter.

Sprich wir lernen darüber hinaus.

Das heißt aber auch,

Dass ein Gedanke,

Wie zum Beispiel ein Selbstzweifel,

Der da ist,

Wenn ich immer wieder denke und denke und denke und denke,

Irgendwann so stark in mir drin ist,

Dass dieser Gedanke sich quasi verselbstständigt.

Und das wollen wir mit Meditation verändern.

Wir wollen solche Gedanken wie,

Ich bin nicht genug oder ich muss etwas sein oder ich bin liebenswert,

Wenn das und das passiert.

Oder aber auch,

Ich erlebe die und die Situation und erlebe Stress,

Also verknüpfe damit eine immense Stressreaktion.

All das wollen und können wir ändern.

Und deswegen mein Slogan,

Lass uns dein Denken verändern,

Ist genau darauf eben zurückzuführen,

Dass wir das mit Meditation machen können.

Denn was passiert mit Meditation ist,

Wir benutzen andere Gehirnareale.

Und das ist mittlerweile wissenschaftlich auch alles sehr gut belegbar.

Wir benutzen andere Gehirnareale wie zum Beispiel den präfrontalen Kortex,

Das ist im vorderen Bereich des Gehirns und der ist dazu in der Lage,

Die Amygdala,

Also die Amygdala und das limbische System,

Was hier eben zusammengehört,

Also unser Angstzentrum,

Unser Gefühlszentrum zu regulieren.

Wenn wir dann dazu in der Lage sind,

Unsere Gefühle mehr zu regulieren oder einen Abstand dazu zu haben,

Dann sehen wir Stück für Stück,

Mensch,

Ich bin gar nicht meine Gefühle.

Und Gefühle sind irgendwie,

Ja nicht nur irgendwie,

Sondern die sind die Essenz des Lebens.

Was wir fühlen ist Lebensqualität.

Was wir denken ist Lebensqualität.

Und damit gewinnen wir die Kontrolle zurück.

Und das sehen wir wunderbar auf einer Gehirnebene,

Was eben Meditation und Achtsamkeit hier mit uns machen.

Es ist auch so,

Wenn wir eben dieses passive Leben leben und einfach nur reingesogen werden,

Ja,

In ein Leben,

Was uns eigentlich gar nicht gut tut.

Und wir ja auch viele Rituale haben,

Die uns gar nicht gut tun,

Wie zum Beispiel viel soziale Medien nutzen,

Uns viel vergleichen mit anderen,

Was wirklich toxisch ist.

Wenn das passiert,

Dann werden bestimmte Areale im Gehirn gestärkt und andere Areale nehmen leider ab,

Also die schrumpfen.

Dabei sind es die anderen Areale,

Die wir so so dringend brauchen.

Es ist zum Beispiel so,

Dass,

Wenn sich die Verbindungen der Amygdala verstärken,

Also unser Angstzentrum oder dort,

Wo wir unsere Emotionen verarbeiten,

Geht das auch auf Kosten von einem anderen Bereich des Gehirns und zwar auf Kosten des Hippocampus.

Und dieser Hippocampus ist zuständig fürs Lernen und Erinnern.

Und das ist natürlich auch ganz,

Ganz wichtig,

Dass wir diese Funktion haben und dass das nicht zurückgeht,

Weil wir natürlich uns ja weiterentwickeln wollen.

Und das ist ein Bereich,

Der gefährdet ist,

Wenn wir eben viel Stress empfinden.

Das ist ein Bereich,

Der niemals ganz weggehen wird,

Das wird nicht passieren,

Aber dem wir einfach nicht mehr so viel Bedeutung beimessen.

Und das führt dann alles dazu,

Dass wir emotionaler reagieren und unser Urteilsvermögen dadurch beeinflusst wird.

Und schau dich um in dieser Welt gerade,

Was ist Wahrnehmung,

Was ist Wahrheit und ja,

Es ist einfach gerade sehr,

Sehr schwierig.

Und wir haben so auf unsere Stressreaktion immer weniger eine Antwort und diese Stressreaktion immer weniger unter Kontrolle.

Und irgendwie entgleitet uns damit unser ganzer Körper.

Ich könnte noch ewig davon sprechen,

Dass wir,

Ja,

Dass wir die Verbindung zu unserem Körper verlieren,

Dass wir kein Gefühl mehr hier haben,

Dass wir taub werden in bestimmten Bereichen.

Und mit Meditation und Achtsamkeitstraining wollen wir hier zurückkommen,

Denn was ist los?

Wir sind ständig im Zerstreuungsmodus und Meditation ist dafür da,

Dass wir vom Zerstreuungsmodus,

Der uns gar nicht gut tut,

Zurückkommen in den Achtsamkeitsmodus.

Das war nur eine kleine Einführung oder eben eine kleine Sicht auf eben unseren Körper,

Auf das Gehirn und deiner Meditations- und Achtsamkeitspraxis.

Du nutzt also Meditation,

Um das nochmal zusammenzufassen,

Um dein Denken in eine gewisse Richtung zu lenken,

Die dir einfach nur gut tut.

Und was du machen kannst ist,

Du kannst natürlich viele geführte Meditationen machen oder eine freie Meditation,

Indem du dich hinsetzt und einfach nur auf etwas Bestimmtes fokussierst.

Vielleicht hast du Lust darauf,

Ich werde circa in zwei Wochen,

Zwei,

Drei Wochen,

Du wirst es auf jeden Fall erfahren,

Eine kleine Challenge machen.

Und diese Challenge heißt gedankenfrei und ich verspreche dir,

Sie wird dir einfach nur gut tun.

In fünf Tagen gehen wir Schritt für Schritt tiefer auf eine andere Bewusstseinsebene.

Danke,

Dass du mir heute zugehört hast,

Danke,

Dass wir diese Zeit gemeinsam verbringen durften und dann würde ich sagen,

Sehen wir uns oder beziehungsweise hören wir uns ein nächstes Mal wieder.

Bis bald.

4.8 (29)

Neueste Bewertungen

Gabrijela

September 12, 2020

Danke schön von Herzen. Kann ich alles nur bestätigen. 😊💫 🙏

Anna

September 9, 2020

Danke, was für eine tolle Erklärung! :)

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