
Altes loslassen, Neues umarmen. Ausrichtung für die Zukunft
Mit dieser geführten Meditation lade ich dich ein, zum Ende eines Tages oder auch einer bestimmten Lebensphase Altes loszulassen und Neues aufzunehmen. Das ganze Leben ist eine große Übung im Loslassen. Je länger wir leben, desto klarer erkennen wir, dass wir letztlich nichts festhalten können. Und zugleich können wir das Loslassen feiern, denn um Neues aufzunehmen müssen wir auch Altes loslassen.
Transkription
Herzlich willkommen zu dieser Meditation,
In der ich Dich einlade,
Altes loszulassen und Dich für Neues zu öffnen.
Zu Beginn nimm einen tiefen und bewussten Atemzug und richte dadurch Deine Aufmerksamkeit nach innen.
Und nimm nun Deinen Atem wahr,
Wie er kommt und geht,
Und wie auch Dein Bauch sich hebt und senkt,
Ohne dass Du etwas tun musst.
Ausatmen ist jetzt wie eine Schaukel,
Die Dich sanft hin und her bewegt.
Dein Atem hilft Dir,
Dich auf den Rhythmus des Lebens einzuschwingen.
Lass es einfach fließen,
Lasse Dich schaukeln,
Nicht Du atmest,
Es atmet aus.
Es atmet im Einklang mit dem Atem aller Wesen,
Mit dem Atem der Erde,
In Gezeiten der Meere,
Mit dem Kreisen der Planeten,
Der Sonnen und Galaxien.
Und nun überlege für Dich,
Was willst Du loslassen,
Was möchtest Du im alten Jahr belassen?
Ist es ein Mensch,
Eine Angst,
Irgendein Erlebnis in diesem Jahr,
Das Dich noch belastet?
Ganz ausatmen,
Lasse folgende Worte tief in Deinen Geist hinein.
Ich lasse los,
Was ich nicht ändern kann,
Ich akzeptiere,
Was ist.
Keine Aufmerksamkeit,
Noch mehr.
Lade Dich ein,
Dir einen Strand vorzustellen,
Keinen Strand,
Wie wir ihn vom Urlaub kennen mit vielen Menschen und Liegestühlen,
Sondern eher eine einsame,
Geschützte Bucht.
Niemand sonst ist hier,
Nur schau Dich einen Moment lang um und beobachte die Landschaft,
Die Felsen,
Das klare Wasser und die salzige Luft,
Der Geruch von Meerwasser und Algen,
Die Wärme der Sonne auf Deiner Haut.
Es ist am späteren Nachmittag und Du bist nun ganz alleine hier,
Und nun gehst Du an diesem Strand entlang und Du hast einen Korb bei Dir.
Während Du langsam am Strand läufst,
Entdeckst Du immer wieder einige schöne,
Rundgewaschene Felsen,
Sie wurden vor langer Zeit einmal hier an diesem Strand gespült.
Jeder Stein hat seine eigene Geschichte,
Und wenn Du langsam spazieren gehst,
Ganz ohne Eile,
Sammelst Du sie in Deinen Korb,
Hier entdeckst Du einen und dort noch einen,
Kein Stein gleich dem anderen,
Jeder Stein hat seine eigene Form,
Farbe und Struktur.
Nimm Dir dafür einige Momente Zeit,
Genieße dabei den Duft des Meeres,
Die Sonnenstrahlen an diesem späten Nachmittag,
Der warme Sand unter Deinen Füßen,
Halte Ausschau nach diesen Steinen,
Und immer wenn Du einen siehst,
Der für Dich bedeutsam ist,
Sammle ihn in Deinem Korb,
Mit der Zeit merkst Du,
Dass der Korb voll geworden ist,
Er ist schwer geworden,
Du spürst das Gewicht eines mit Steinen gefüllten Korbs,
Und nun entdeckst Du einen Steg,
Der vom Strand in das Meer hineingebaut worden ist,
Du gehst auf den Steg zu und folgst ihn Schritt für Schritt in das offene Meer,
Du gehst weiter und weiter bis zum Ende dieses Steges,
Setzt Du Dich hin und stellst den schweren Korb an Deine Seite,
Atme noch einmal tief ein,
Vielleicht lässt Du Deine Füße etwas ins Meer baumeln,
Spielst mit den Wellen und schaust in die offene See,
Langsam färbt sich der Himmel dunkelrot,
Die Sonne nähert sich dem Horizont,
Es ist eine perfekte Stimmung,
Um nun ganz tief nach innen zu gehen,
Jetzt lade ich Dich ein,
Alte Gewichte,
Alte Lasten loszulassen,
Die in Deinem Inneren lagern,
Die ein Gewicht haben,
Wie die Steine in Deinem Korb,
Mach Dir bewusst,
Dass Du jetzt in diesem Moment Lasten und Gewichte der vergangenen Monate loslassen kannst und nun greife in den Korb und nimm einen Stein in Deine Hand,
Schau ihn Dir noch einmal an,
Beobachte die Farben,
Die Form und die Struktur und spüre das Gewicht,
Verbinde mit diesem Stein das Thema für Dich,
Das Du bis jetzt nicht ändern konntest,
Vielleicht hast Du in den vergangenen Monaten einiges versucht es zu ändern,
Aber bis jetzt bleibt es so,
Wie es ist,
Du musst das nicht analysieren,
Lass einfach Deinen Gedanken freien Lauf,
Stell Dir noch einmal diese Situation oder das Thema genau vor und vergegenwärtige Dir auch die Belastung,
Die in Dein Leben gekommen ist,
Dadurch,
Dass Du bis heute nicht loslassen konntest.
Welche Auswirkungen hat also das Festhalten auf Dein Leben?
Und nun lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deine Angst,
Die mit diesem Thema verbunden ist.
Wenn Du dieses Thema wirklich loslassen würdest,
Wovor hast Du Angst?
Vor welchen Auswirkungen oder Konsequenzen fürchtest Du Dich?
Und nun habe die positiven Auswirkungen vor Augen,
Wenn Du loslassen könntest und würdest.
Was wäre möglich,
Wenn Du loslassen würdest?
Erlaube Deinem Unterbewusstsein hier kreativ zu werden.
Was wäre möglich,
Wenn ich loslasse?
Und nun lade ich Dich ein,
Deine Hand zu heben,
Ganz langsam und bewusst.
Du kannst das in Deiner Vorstellung tun oder auch tatsächlich jetzt Deine Hand heben und diesen Stein,
Der in Deiner Hand liegt,
In die vor Dir offene See zu werfen.
Und überlege Dir vorher,
Ob Du ihn weit wegwerfen willst,
Mit starker Energie und Wucht,
Oder ob Du ihn ganz lässig einfach von oben her loslässt und er plumpst ins Wasser.
Ich zähle bis drei,
Dann erklingt eine Glocke.
Das ist der Moment,
In dem Du Deinen Stein und damit verbunden Dein Thema loslassen kannst.
Eins,
Zwei und einmal tief durchatmen.
Nimm einen tiefen Atemzug und atme wieder aus.
Wie fühlt sich dieses Loslassen an?
Ab vor Augen,
Wie dieser Stein in die Tiefe sinkt,
Bis auf den tiefsten Meeresgrund.
Jetzt findet er seinen Platz neben vielen,
Vielen anderen Steinen.
Und nun schaue zum Horizont.
Die Sonne ist inzwischen untergegangen,
Aber die Strahlen erleucht noch den Himmel.
Der Himmel leuchtet.
Es ist ein gutes Zeichen.
Die Hitze des Tages ist vergangen und es fühlt sich langsam wie eine laue Sommernacht an.
Ein sanfter Wind weht und mit diesem Wehen genießt Du das Loslassen,
Das Fließen,
Das Leichterwerden,
Das Sich-dem-Leben-an-Vertrauen,
Wird es ganz still,
Äußerlich,
Innerlich.
Ich lasse los und öffne mich für das,
Was kommt.
Mein Herz ist bereit.
Im Atemzug schwinge ich mich auf wie ein Vogel.
Immer höher,
Über den Dunst der Gedanken und Gefühle hinaus,
In reinere,
Klarere Luft,
Helleres Licht.
Frei über den Bedingungen der Existenz schwebend,
Betrachte ich mein Leben wie einen breiten,
Glitzernden Strom.
In die kommenden Tage,
Wochen,
Möge es ein gutes Jahr werden.
Vertraue und glaube,
Es hilft,
Es heilt die göttliche Kraft!
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