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Die Prinzessin, die nicht lachte | Meditation & Märchen

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Meditative Einschlaf-Entspannung und ein russisches Märchen als Gute Nacht Geschichte. Was im Märchen passiert: Im Königreich herrscht Traurigkeit, weil die Königstochter nicht lacht. Niemand kann sie erheitern, bis ein einfacher junger Mann mit seinem kleinen Hund ihr Herz berührt Wie bei all meinen Einschlafgeschichten gilt: Alles wird zum Schluss gut. Du kannst also jederzeit beruhigt einschlafen. Start Märchen: 10:09 Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume.

Transkription

Die Prinzessin,

Die nicht lachte.

Meditative Abendentspannung und ein Märchen aus Russland.

Bestimmt hast du es dir in deinem Bett schon gemütlich gemacht.

Dann recke und strecke dich nochmal.

Spanne deine Muskeln an,

Dehne dich und atme dabei ganz tief ein.

Und lass mit dem Ausatmen los.

Wenn du es noch nicht getan hast,

Dann ist jetzt der Moment gekommen.

Ganz sanft deine Augen zu schließen.

Komm an.

Hier und jetzt,

In deinem Bett,

Am Ende dieses einzigartigen Tages.

Beobachte deinen ganz natürlich und entspannten Atem,

Wie er ein- und ausströmt.

Stell dir vor,

Wie du dich in dein inneres Haus zurückziehst.

Wie du nach und nach alle Lichter löscht und dein ganzes Haus für die Nacht vorbereitest.

Gemütlich,

Geborgen und sicher.

Lade all die Gedanken,

Die noch außerhalb unterwegs sind,

Ein,

Dazuzukommen,

Mit einzukehren in dein Haus.

Deinen Ort der Entspannung und des Wohlseins.

Vielleicht spürst du schon,

Wie du immer schwerer,

Immer gemütlicher in die Matratze sinkst.

Spüre,

Wie du dort liegst.

Fühle dich einmal durch dich hindurch.

Das bist du.

Jetzt.

Und hier.

Und es gibt nichts mehr zu tun,

Als einfach nur zu entspannen.

Wenn du willst,

Dann lasse doch nochmal,

Jetzt am Ende des heutigen Tages,

Die Bilder deines Tages vor deinem inneren Auge Revue passieren.

Gleich wenn ich es sage,

Für eine Minute,

Was ist heute so passiert?

Was hast du erlebt?

Betrachte diese Bilder ganz unaufgeregt,

Ohne Bewertung.

Schau einfach,

Welche Bilder so auftauchen,

Wenn du an heute denkst.

Ab jetzt.

Deine Bilder oder dein Film des heutigen Tages.

Nun sammel doch nochmal die Dinge zusammen,

Für die du heute besonders dankbar bist.

Und schau,

Dass du auf mindestens drei Dinge kommst.

Das können ganz kleine Sachen sein.

Vielleicht ist aber auch heute etwas ganz Besonderes passiert.

Wofür bist du heute dankbar?

Nimm nochmal einen etwas tieferen Atemzug ein.

Und lass los mit dem Ausatmen.

Lass los.

Stell dir vor,

Wie ein Schleier der Entspannung dich umhüllt.

Geborgen und weich.

Gemütlich und entspannt.

Es ist alles getan,

Alles gesagt.

Du darfst immer müder und immer schläfriger,

Ganz schwer und gemütlich in die Matratze sinken.

Womöglich spürst du schon,

Wie deine Augenlider immer schwerer werden.

Deine Gesichtszüge ganz weich.

Dein Kiefer ganz entspannt.

Auch deine Schultern,

Dein Nacken,

Dein Hals ganz entspannt.

Dein ganzer Körper warm,

Weich,

Entspannt.

Und während du vielleicht schon langsam davon schlummerst,

Lese ich dir eine kleine Geschichte vor.

Und du weißt,

Du darfst jederzeit einfach einschlafen.

Es war einmal in einem alten Königreich eine Prinzessin,

Die niemals lachte.

Seit ihrer Geburt hatte niemand,

Wirklich niemand auch nur ein kleines Schmunzeln auf ihrem Gesicht gesehen.

Die Königin seufzte oft.

Ach,

Mein Kind,

Dein Herz ist so schön und rein,

Aber warum ist es nur so schwer,

Wenn ich doch nur ein einziges Mal dein Lachen hören dürfte.

Der König jedoch wurde immer ungeduldiger.

Er rief seine Ratgeber zusammen und verkündigte schließlich im ganzen Land,

Wer es schafft,

Meiner Tochter ein Lächeln zu entlocken,

Der soll sie zur Frau bekommen und die Hälfte meines Reiches erben.

Aber wehe,

Er verspottet sie nur.

Den lasse ich aus dem Königreich jagen.

Und so kamen sie von überall her.

Musiker mit Trompeten,

Lauten und Trommeln,

Sie spielten so laut,

Dass die Fenster bebten.

Doch die Prinzessin blieb ernst.

Akrobaten stellten sich auf die Köpfe und warfen sich gegenseitig durch die Luft.

Aber die Prinzessin gähnte nur leise.

Clowns stolperten,

Plumpsten auf die Nase,

Rollten Purzelbäume und schrien,

Hoho,

Haha.

Doch die Prinzessin schaute aus dem Fenster,

Als wären sie unsichtbar.

Es ist hoffnungslos,

Murmelte der König.

Vielleicht wird sie niemals lachen.

Nicht weit vom Schloss entfernt lebte ein einfacher Bursche,

Der Sohn eines armen Bauern.

Er war kein Ritter,

Kein Musiker,

Kein Gelehrter.

Nur ein freundlicher,

Etwas verträumter junger Mann,

Der es liebte,

Die Tiere zu beobachten und kleine Lieder vor sich hin zu summen.

Sein bester Freund war ein kleiner,

Zotteliger Hund,

Der ihn überall hin begleitete.

Eines Tages fand er auf seinem Heimweg eine zerbrochene Kanne aus Ton am Wegesrand liegen.

Er nahm sie hoch,

Drehte sie in der Hand und plötzlich lachte er über sich selbst.

Na,

Das ist ja wohl meine Krone,

Rief er und schwupps setzte er sich die Kanne auf den Kopf.

Der kleine Hund bellte freudig und sprang um ihn herum.

Er marschierte so weiter.

Die Kanne wackelte gefährlich hin und her.

Seht mich an,

Ich bin der König der Scherben,

Rief er und salutierte tief vor seinem Hund.

Gerade in diesem Augenblick blickte die Prinzessin aus ihrem hohen Turmfenster.

Sie war gewohnt,

Ernste Gesichter zu sehen,

Steife Hofleute oder übereifrige Spaßmacher.

Doch was sie jetzt sah,

War anders.

Gerade stapfte dieser Bursche durch eine Pfütze,

Die Kanne schief auf seinem Kopf,

Das Gesicht voller Schlamm und trotzdem verbeugte er sich immer wieder tief,

Als würde er eine große Ehre empfangen.

Gnädigste Hoheit,

Rief er lachend in Schloss,

Ohne zu wissen,

Dass die Prinzessin ihn wirklich hörte.

Euer Diener meldet sich zum Dienst.

Dabei zwinkerte er seinem Hund zu.

Die Prinzessin riss die Augen auf.

Zuerst zuckte ein Mundwinkel,

Dann beide.

Und dann geschah das Unglaubliche.

Sie lachte.

Erst leise,

Dann immer lauter.

Immer heller,

Immer klingender.

Sie lachte so sehr,

Dass selbst die Raben auf den Zinnen erschrocken aufflatterten.

Der König stürzte in den Saal.

Was war das?

War das?

Die Königin hielt sich die Hände vor das Gesicht,

Vor Freude.

Ja,

Sie lacht.

Und alle Hofleute riefen.

Hurra,

Die Prinzessin lacht.

Der Bursche,

Der gar nicht wusste,

Was er angestellt hatte,

Wurde sofort ins Schloss gerufen.

Unsicher trat er vor den König,

Seinen Hund auf dem Arm.

Warst du es,

Der meine Tochter zum Lachen brachte?

Donnerte der König.

Der Bursche kratzte sich am Kopf,

Die Tonkrone noch immer schief darauf.

Nun ja,

Ich habe eigentlich nur ein wenig Spaß gemacht.

Da trat die Prinzessin vor mit roten Wangen und funkelnden Augen.

Vater,

Er ist es!

Und ich sage dir,

Er hat mich nicht mit Lärm und nicht mit Stolpern zum Lachen gebracht,

Sondern weil er einfach er selbst war.

Der König sah den jungen Mann lange an.

Dann lächelte er,

Zum ersten Mal seit vielen Tagen.

So sei es.

Ein Herz,

Das Güte besitzt und andere zum Lachen bringt,

Ist wertvoller als Gold und Ruhm.

Du sollst meine Tochter heiraten.

So feierte man eine Hochzeit,

Wie es das Reich noch nie erlebt hatte.

Bauern und Ritter,

Kinder und Kreise,

Sie alle kamen zusammen,

Um das Glück der Prinzessin zu sehen.

Und auch der kleine Hund bekam einen Platz.

Er trug ein goldenes Halsband und durfte am Hochzeitstisch neben der Prinzessin sitzen.

Als das Brautpaar zum Tanz schritt,

Setzte der Bräutigam die Kanne noch einmal auf seinen Kopf.

Und wieder lachte die Prinzessin hell und frei.

Der Hund sprang dabei so ausgelassen um die beiden herum,

Dass das ganze Fest noch lauter lachte.

Von da an lachte die Prinzessin oft.

Manchmal ganz laut,

Manchmal leise.

Und jedes Mal,

Wenn man sie lachen hörte,

Freute sich das ganze Volk mit ihr.

Und wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie auch heute noch.

Ich wünsche dir eine gute Nacht,

Einen tiefen und erholsamen Schlaf und schöne Träume.

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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