
Erleichtern statt Beschweren
In dieser Meditation geht es um Leichtigkeit und Gelassenheit — aber es geht auch um Selbstreflektion. Wir tendieren häufig dazu, uns über Kleinigkeiten zu beschweren — und durch die Beschwerde teilen wir unserer Unmwelt unseren Mangel mit, was uns selbst (zumindest unbewusst) beschwert. Ich gebe Dir eine kleine Anregung mit: Vielleicht möchtest Du in den nächsten Tagen einmal darauf achten, worüber und womit Du Dich im Alltag so beschwerst. Viel Vergnügen und Leichtigkeit wünsche ich Dir!
Transkription
Wähle für diese Meditation einen aufrechten Sitz und schließe die Augen,
Sitze mit geradem Rücken,
Gleichzeitig ganz locker und entspannt.
Dein Gesäß ist fest mit der Unterlage verbunden,
Dein Kopf ragt frei nach oben wie ein starker Baum,
Fest verwurzelt mit der Erde und gleichzeitig in den Himmel ragend.
Vielleicht möchtest du mit dem Oberkörper ein bisschen hin und her oder im Kreis pendeln,
So wie die Äste im Wind und die Baumkrone.
Deine Schultern sind ganz locker und nach hinten ausgerichtet,
Sodass deine Brust sich weiten kann für ein freies Atmen.
Dein Rücken ganz gerade,
Wirbel auf Wirbel,
Wie Klötzchen aufeinander gestapelt.
Auch dein unterer Rücken ist gerade,
Kein Hohlkreuz,
Keine übertriebene Anstrengung.
Gelassen,
Entspannt.
Bestimmt hast du schon einen Platz für deine Hände gefunden,
Auf den Oberschenkeln oder auf den Knien oder in deinem Schoß.
Mit den Handflächen nach oben oder nach unten,
Einfach ganz intuitiv,
So wie es für dich gerade angenehm ist.
Deine Haltung ist ganz würdevoll,
Die Kopfkrone erhaben,
Leicht gesenkt,
Dein Kinn aufrecht ruhig,
Präsent.
Bleib so,
Spüre in dich hinein und nimm wahr,
Wie du dich heute fühlst.
Was bringst du hierher mit?
Sammel alle Gedanken,
Die noch aktiv sind,
Zusammen,
Bündel sie,
Fasse sie zusammen.
Lasse sie wie eine Wolke aus dir heraus und in Richtung Himmel ziehen.
Und die Wolke zieht weiter und löst sich nach und nach auf,
Der Himmel ganz klar und blau.
Spüre nun in deinen Sitz hinein.
Vollziehe deine Haltung nach,
Von den Zehenspitzen bis zur Kopfkrone.
Stelle dir vor,
Du könntest dich von außen betrachten.
Sehe dich dort sitzen und atmen.
Sehe dich dort sein,
In diesem Moment,
Ganz entspannt.
Es gibt gerade nichts anderes zu tun.
Atme jetzt tief ein und vollständig aus.
Und beim nächsten Einatmen denke dir das Wort Ich und spüre deine Präsenz.
Beim Ausatmen denke das Wort Bin.
Ich bin.
Noch drei weitere tiefe Atemzüge mit dem Gedanken Ich bin.
Lasse deinen Atem dann frei fließen und beobachte das Heben und Senken deiner Brust und deines Bauches.
Und stelle dir vor,
Wie du dem Rest des Tages oder auch dem morgigen Tag ganz gelassen und zufrieden begegnest,
Ganz in dir ruhend.
Und wie ist es,
Wenn du auch anderen Menschen ganz gelassen und in dir ruhend begegnest,
Auch wenn jemand einen Fehler macht?
Du darfst ganz entspannt bleiben,
Mit heiterer Gelassenheit,
Ganz freundlich.
Stelle dir nun auch vor,
Du begegnest dem,
Was du zu tun hast,
Mit Freude und Leichtigkeit,
Deiner Arbeit,
Deinen Aufgaben,
Deinem Alltag.
Du bist in Fülle,
Es ist alles da.
Du darfst ganz leicht deine Dinge angehen.
Auch während du läufst oder fährst oder deiner Wege gehst,
Ganz aufmerksam und gelassen,
In dir ruhend und zufrieden.
Du bist auf das Wesentliche konzentriert,
Fokussiert und klar.
Du lachst oder lächelst und löst vielleicht das eine oder andere Dilemma mit Humor.
Du gehst mit einem Lächeln durch den Tag und der Tag lächelt zurück.
Erinnere dich nun mal zurück an deine Haltung,
An deine Gedanken und an dein Verhalten,
Heute und gestern.
Wann bist du aus deiner heiteren Gelassenheit herausgefallen?
Wann hast du vielleicht überdramatisiert oder dich selbst gestresst?
Und wie hättest du dich lieber verhalten?
Wie hättest du lieber gefühlt oder gedacht?
Du darfst nochmal neu anfangen,
Jetzt und heute.
Denken und Handeln sind erlernte Gewohnheiten.
Unser System möchte möglichst wenig Energie aufbringen.
Also laufen die Denk- und die Verhaltensprozesse nach Reiz- und Reaktionsmuster und größtenteils unbewusst ab.
Auch Gefühle sind Reaktionen auf bestimmte Reize und werden immer wieder automatisch abgespult.
Aber du kannst,
Wenn du dir bewusst bist,
Wenn du dich bewusst beobachtest,
Kannst du diese Reizreaktionen verändern.
Lebe nicht die Verletzungen deiner Vergangenheit immer wieder.
Werde wieder Schöpfer oder Schöpferin deines wunderbaren Lebens.
Dein Leben ist ein Geschenk und du darfst es füllen.
Setze dir immer wieder Intentionen,
Ziele,
Die dir Freude bereiten,
Lebensbejahende Intentionen,
Keine aus Neid oder Vergleichen geborenen,
Sondern aus deinem Inneren geborene Ziele.
Und mache dir diese jeden Tag aufs Neue bewusst.
Manchmal ist das Leben um uns herum so laut und wir so abgelenkt,
Dass wir die eigenen Ziele und Wünsche,
Die eigenen echten Bedürfnisse,
Gar nicht so ganz klar sehen und hören.
Wenn Leben so ist,
Dann ziehe dich in dich zurück.
Blicke dich hier um.
Das macht das Leben viel klarer und einfacher,
Denn es fällt so viel Unwichtiges weg.
Es ist gar nicht so viel nötig.
Orientiere dich immer wieder an dem,
Wie du sein möchtest.
Nicht an dem,
Was andere gut finden.
Und auch nicht an dem,
Was du nicht mehr möchtest.
Einfach nur aus reiner Gewohnheit.
Werde dir bewusst,
Was du tun willst.
Gehe bewusst deinen Weg,
Schritt für Schritt.
Und versuche,
Dich nicht mehr so häufig zu beschweren.
Nicht bei dir selbst und nicht bei anderen.
Denn Beschweren beschwert.
Und du darfst leicht sein.
Übe Leichtigkeit.
Übe Gelassenheit.
Übe Klarheit.
Es wird vielleicht Situationen geben,
In denen dein Ego sagt,
Das kann ich nicht,
Das kann ich nicht einfach so hinnehmen.
Und vielleicht sagst du deinem Ego dann,
Doch,
Das kannst du.
Wir können es.
Wir probieren es aus.
Wir beschweren uns diesmal nicht.
Wir schimpfen und meckern und jammern nicht.
Wir lassen die anderen oder auch die Situation einfach so sein,
Wie sie ist,
Wie sie sind.
Begrüße deinen Tag mit einem Lächeln und der Tag lächelt zurück.
Konzentriere dich nun wieder auf deine ruhige Atmung und komme dann ganz klar und wach wieder im Hier und Jetzt an.
Bedanke dich bei dir selbst dafür,
Dass du dir diese Einkehr und die Verbindung zu dir selbst und die Ruhe gegeben hast.
Noch ein tiefer erfüllender Atemzug mit den Worten Ich beim Einatmen und Bin beim Ausatmen.
Erfrische und erfülle dich.
Bewege Hände und Füße,
Recke und strecke dich und öffne dann ganz vorsichtig deine Augen mit einem Lächeln.
Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag oder Abend und ich freue mich,
Wenn du dir immer wieder die Zeit für dich selbst nimmst,
Um in dich einzukehren.
Herzliche Grüße und auf Wiederhören.
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