26:48

Wie wir mit dem, was wir uns sagen, unsere Realität erschaffen

by Miriam Amavi

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In dieser Folge geht es darum, wie wir mit unseren Gedanken unsere Realität erschaffen und, dass unser Verstand das ausführt, was wir ihm sagen. Außerdem spreche ich darüber, warum ich finde, dass konventionelle Therapie und der Austausch von Leidensgeschichten unter Umständen kontraproduktiv sein kann und was wir stattdessen tun könnten. Für weiter Informationen zu diesem Thema kann ich die Bücher und Vorträge von Marisa Peer empfehlen.

Transkription

Hallo!

Schön,

Dass du hergefunden hast zu meinem Podcast Peaceful Self Project.

Ich bin froh,

Dass du dabei bist bei dieser neuen Folge.

Ich bin Miriam und heute würde ich gerne über unseren Verstand sprechen,

Beziehungsweise wie unser Verstand unser Gedachtes oder unsere Gedanken aufnimmt und was er mit ihnen veranstaltet,

Beziehungsweise wie wir einfach mit unserem Verstand unsere Realität erschaffen.

Ich hoffe,

Dass es dich genauso interessiert wie mich,

Weil ich finde es einfach extrem spannend,

Sich damit auseinanderzusetzen,

Was wir doch für einen großen Einfluss auf unser Leben haben.

Ich hatte früher oft das Gefühl,

Dass das Leben mir passiert und ich dann eben darauf reagieren muss und schauen muss,

Was ich daraus mache beziehungsweise auf die Umstände reagiere und mich relativ machtlos gefühlt habe.

Irgendwann habe ich angefangen,

Vor allem auch durch die Angst und so,

Mich damit auseinanderzusetzen,

Was für einen Einfluss ich eigentlich darauf habe.

Ich hoffe,

Dass du dich genauso dafür interessierst.

Wenn das Thema irgendwie neu sein sollte,

Dann hoffe ich,

Dass du ein offenes Mindset dafür haben kannst.

Ich glaube,

Ich fange einfach mal direkt an.

Ich fange erst einmal damit an,

Dass das Ganze,

Was ich hier erzähle,

Beziehungsweise das Wissen,

Woher ich das nehme,

Viel von Marissa Peer kommt.

Sie ist eine Psychologin aus Großbritannien.

Sie ist eine sehr anerkannte Psychologin,

Eine sehr berühmte und ausgezeichnete Psychologin.

Sie hat ein paar Bücher geschrieben und hat auch die Therapiemethode Rapid Transformational Therapy begründet.

Diese Therapie habe ich auch gemacht.

Dazu werde ich irgendwann in der Zukunft noch eine Folge machen,

Weil es auch sehr spannend ist.

Aber sie bricht mit den normalen Regeln der Therapie.

Wenn man ein Problem hat mit der Psyche,

Dann geht man zum Psychologen und redet darüber.

Irgendwann,

Nach zehn Jahren,

Gibt es dann vielleicht eine Veränderung.

Jedenfalls dauert es länger als mit ihren Rapid Transformation Sitzungen,

Die auch Hypnose beinhalten,

Wo sie sagt,

Dass sie die Menschen mit ein bis drei Sitzungen wieder auf die richtige Bahn bringen kann.

Jedenfalls bricht sie ein bisschen mit dem konventionellen Therapieverständnis.

Wie gesagt,

Dass man irgendwo hingeht,

Dann darüber redet,

Darüber redet,

Es breit tritt und dann hofft,

Dass sich irgendwas verändert,

Wenn man sich die ganzen Sachen immer wieder in den Kopf reinruft.

Ich persönlich bin ganz ihrer Meinung.

Sie hat da immer so ein ganz schönes Bild gesagt.

Wenn man im Zahn eine Infektion hat,

Geht man auch nicht zum Zahnarzt und sagt,

Kann ich bitte jede Woche einmal kommen und wir reden eine Stunde über meine Infektion in meinem Zahn.

Dann sagt der Zahnarzt natürlich so,

Nein,

Sicher nicht.

Wir müssen dagegen irgendwas tun,

Wir müssen es rausnehmen,

Wir müssen sozusagen die Ursache vernichten und die Ursache finden und eben beheben.

Ich finde,

Das zeigt irgendwie so schön,

Was eigentlich Therapie,

Diese normale konventionelle Therapie,

Wie absurd es eigentlich ist.

Ich meine,

Vielleicht ist es für den einen oder anderen das Richtige,

Aber ich komme auch nochmal darauf in dieser Folge,

Warum es eigentlich mehr Sinn macht,

Sich nicht die ganze Zeit mit dem zu beschäftigen,

Was einen belastet.

Aber ich habe mich dann vorhin mal so gefragt,

Warum ist es dann eigentlich so,

Dass wenn man so ein gebrochenes Bein hat,

Dass man natürlich sofort dagegen was unternimmt oder man hat irgendwas an den Gedärmen oder so und dann wird man operiert.

Warum nicht so am Kopf,

Also am Kopf,

An der Psyche?

Warum ist es so,

Wenn man mit der Psyche irgendwas hat,

Dass man die ganze Zeit darüber redet und nicht nach der Ursache forscht?

Ich meine,

Ich weiß,

Dass auch in der Therapie bestimmte Methoden angewandt werden,

Aber zum Beispiel bei so einer Phobie ist es ja so,

Dass man dann desensibilisiert wird,

Dass man die ganze Zeit an dieses Thema herangeführt wird und teilweise noch retraumatisiert wird.

Wenn man eine Spinnenphobie hat,

Dann langsam Bilder gezeigt bekommt und blablabla und dann dauert es eben ewig,

Bis man eben diese Angst dann überwunden hat,

Wenn man sie dadurch überhaupt überwinden kann.

Und es wird mittlerweile auch schon von vielen Therapeuten und Psychologen gesagt,

Dass diese Expositionstherapie,

Oder wie man sie nennt,

Da nicht so viel Sinn macht.

Naja,

Und es könnte jetzt vielleicht dem einen oder anderen irgendwie sehr komisch vorkommen,

Zu sagen,

Wie man soll nicht zur Therapie gehen.

Ich will hier auch niemandem irgendwas vorschreiben,

Was man machen soll und was man nicht machen soll.

Ich sage einfach nur meine Meinung und was Marisa Peel gesagt hat,

Weil ich sie einfach sehr inspirierend finde und ihren Ansatz sehr spannend finde.

Und sie sagt eben,

Dass unser Verstand bzw.

Unsere Psyche nicht dazu da ist,

Um uns glücklich zu machen,

Sondern natürlich dazu da ist,

Damit wir überleben.

Und daher kommen dann auch diese ganzen Sachen,

Wie zum Beispiel,

Wenn du vor irgendwas Angst hattest,

Dann hast du natürlich,

Wenn du das das nächste Mal erlebst,

Wieder Angst davor,

Weil du deinem Unterbewusstsein oder deiner Psyche gesagt hast,

Ich will das nie wieder erleben bzw.

Es war so schlimm,

Ich will es nicht wieder erleben.

Und dann ist es natürlich so,

Dass wenn du in diese Situation wiederkommst,

Du wieder Angst hast.

Und das ist natürlich wahrscheinlich für jeden,

Der mit sowas Erfahrung hat oder auch mit anderen Dingen völlig logisch.

Aber ich finde es irgendwie so spannend,

Sich mal vor Augen zu führen,

Dass der Verstand einfach wirklich das ausführt,

Was wir ihm sagen.

Also was für eine riesengroße Einwirkung unsere Gedanken auf unser Leben haben.

Das heißt,

Wenn wir die ganze Zeit denken,

Ich kann das nicht oder typisch so,

Ich hasse Montage,

Montage sind ganz schlimm oder ich habe so viel zu tun,

Ich schaffe das alles nicht.

Das letzte Mal,

Als ich dies und jenes gegessen habe,

Ging es mir nicht gut danach,

Also esse ich das nicht nochmal.

Also das sind ja alles so Sachen,

Die wir schon mal erlebt haben und die jeder irgendwie auch schon mal zu sich gesagt hat.

Und das nimmt der Verstand dann einfach wörtlich.

Also was du deinem Verstand sagst,

Nimmt er wörtlich.

Wenn du sagst,

Ich gehe nicht nochmal in die Stadt,

Weil da habe ich Panik bekommen oder an diesem Ort oder so,

Dann ist es natürlich so,

Dass wenn du dann nochmal an diesen Ort gehst,

Dass dein Verstand dann in dem Moment denkt,

Dass du in Gefahr bist,

Beziehungsweise dass du nicht sicher bist oder dass du in Lebensgefahr bist oder was auch immer,

Weil du deinem Verstand einfach gesagt hast,

So wie ich mich da gefühlt habe,

Will ich mich nicht nochmal fühlen,

Will ich nicht nochmal erleben,

Weil es einfach schrecklich war.

Und da unser Verstand natürlich Schmerz immer vermeiden will und immer zum Wohlbefinden,

Beziehungsweise zum Gewohnten auch finden will,

Würde natürlich dann dafür sorgen,

Dass du diese Situation so schnell wie möglich wieder verlässt.

Und genau das auch nicht auf Angst nur bezogen,

Sondern auch auf ganz einfache Dinge,

Wie zum Beispiel den Abwasch oder so.

Wenn man immer sagt,

Ich hasse es abzuwaschen,

Ich hasse es abzuwaschen,

Natürlich wirst du dann auch immer wieder ausreden finden,

Es nicht zu machen und irgendwie dich immer davor drücken,

Bis es dann wirklich gar nicht mehr geht,

Weil dein Verstand dich natürlich dazu bringt,

Es nicht zu tun,

Weil du deinem Verstand gesagt hast,

Nee,

Das will ich nicht.

Genauso ist es aber auch so,

Dass der Verstand auch nicht zwischen Verneinung unterscheidet.

Wenn du sagst,

Ich will keine Panik kriegen,

Ich will keine Panik kriegen,

Ich will keine Panik kriegen,

Ich will das nicht verhauen,

Ich will nicht durch diesen Test durchrasseln,

Dann steht davor ja immer ein Nicht,

Aber du sagst die ganze Zeit nur Angst,

Angst,

Angst.

Ich schaff das nicht.

Also dein Verstand oder deine Psyche nimmt nur die Dinge auf,

Die du ihr sagst und nicht die,

Die du ihr nicht sagst.

Also sozusagen die Verneinung versteht die Psyche nicht,

Sondern die nimmt immer wörtlich,

Was du ihr sagst.

Das finde ich auch so faszinierend,

Weil man ja so oft dann immer darauf fokussiert ist,

Was man eben nicht will und was man nicht erleben will und was nicht sein darf,

Weil man ja so viel seinen Fokus immer auf das Negative,

Oder zumindest kenne ich das so,

Auf das Negative legt und die ganze Zeit eben denkt,

Ich will nicht schon wieder Panik bekommen,

Ich will nicht wieder alleine sein.

Und dann legt man immer seinen Fokus auf dieses Negative und dadurch erschafft man es natürlich wieder,

Weil die Psyche und unser Kopf uns eben davor beschützen will und dann bekommt er natürlich Angst in dem Moment,

Weil er denkt,

Dass du in einer Gefahrensituation bist,

Weil du ihm gesagt hast,

Dass du in einer Gefahrensituation bist.

Und genauso kann man es dann eben auch umdrehen,

Wenn man sagt,

Ja,

Ich finde Abwaschen total nice,

Ich finde es gut,

Mir macht es Spaß.

Oder ich finde Montage voll toll und natürlich ist es vielleicht am Anfang erstmal mega komisch und irgendwie mega ungewohnt und klingt vielleicht irgendwie voll unglaubwürdig und man glaubt es in dem Moment auch noch gar nicht.

Aber du erschaffst ja sozusagen immer ein Bild mit deinen Wörtern,

Die du zu dir selber sagst.

Und diese Bilder im Kopf sind ja unsere Gedanken und sind eben das,

Was es erschafft.

Es sind nicht unbedingt nur die Wörter,

Sondern auch die Bilder und die Bilder lösen auch wieder Emotionen in uns aus.

Und wenn wir dann einfach länger uns immer wieder diesen Gedanken aussetzen und diesen Bildern,

Dann wird es auch irgendwann zu unserer Natur,

So zu denken.

Und irgendwann denkt der Verstand halt so,

Ach so,

Okay,

Gut,

Ja,

Dann mag ich jetzt eben Abwaschen.

Oder dann mag ich jetzt eben Montage.

Und das ist eben so faszinierend,

Finde ich,

Dass unser Verstand einfach das aufnimmt,

Was wir ihm sagen.

Und dabei spielt es keine Rolle,

Ob das jetzt positiv ist oder negativ,

Ob das irgendwie für uns vorteilhaft ist oder eben nicht.

Und das finde ich irgendwie so,

Ich weiß nicht,

Ich finde das so faszinierend,

Ich finde das so cool,

Da sich mal so zu fragen,

Dass man so krass viel eigentlich Einfluss darauf hat.

Aber wenn man eben noch so tief darin gefangen ist in seinen eigenen Gedanken und überhaupt nicht merkt,

Was man denkt,

Dann ist es natürlich auch ein bisschen schwierig,

Das zu verändern.

Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen,

Dass wenn man einfach den Fokus mehr darauf legt,

Was man denkt,

Dass man dann auch irgendwann diese Gedanken verändern kann.

Und das ist so ein bisschen mein kleiner Appell an dich oder ob du es annehmen willst oder nicht.

Aber sich mal wirklich zu hinterfragen,

Was man sich die ganze Zeit sagt.

Weil ich hatte mal eine Zeit,

Da habe ich gar nicht gecheckt,

Was ich zu mir selber gesagt habe.

Also wirklich,

Ich hatte gar keine Ahnung.

Und ich glaube,

Dass ein Großteil der Menschen auch überhaupt nicht versteht,

Was er überhaupt denkt,

Weil keiner,

Also ich sage nicht keiner,

Aber weil viele Menschen so unbewusst mit dem umgehen,

Was sie denken und eben so reaktiv leben,

So von wegen,

Das Leben passiert eben und ich reagiere darauf und es überhaupt nicht in Frage stellen,

Ob man da irgendwas tun kann oder ob man da nichts tun kann.

Und ich habe da einfach für mich gemerkt,

Dass als ich mich das erste Mal mit so einem Thema beschäftigt habe oder in der Zeit,

Wo ich dann angefangen habe,

Mich mit so etwas zu beschäftigen,

Habe ich mir so gedacht,

Ich habe doch gar keine Ahnung,

Was ich denke.

Ich denke so viele Gedanken pro Tag.

Wie soll ich denn jetzt bitte verstehen,

Was ich überhaupt denke?

Aber ich glaube,

Man kann vor allem verstehen,

Was man denkt,

Wenn man so ein bisschen reflektiert,

Wie man mit sich selber spricht.

Also vielleicht auch schaut,

Mit welcher Haltung man mit sich selber spricht,

Weil ich habe früher auch so,

War so hart zu mir und habe so böse mit mir teilweise gesprochen,

Also einfach war so streng mit mir und habe das auch nie in Frage gestellt und habe das auch nie gemerkt.

Also das ist irgendwie,

Das klingt so absurd,

Weil wir denken ja die ganze Zeit und eigentlich denken wir,

Wir sind uns unseren Gedanken total bewusst.

Aber als ich mich das mal gefragt habe,

Was denke ich überhaupt?

Und ich war mal so,

Ja,

Man soll irgendwie lieb zu sich sein.

Ich war mal so,

Hey,

Ich bin doch lieb zu mir.

Was reden die alle?

Und irgendwie habe ich es gar nicht verstanden,

Bis ich dann wirklich mal selber zugehört habe und mich gefragt habe,

Was denke ich überhaupt?

Und dann vor allem,

Glaube ich,

Ist es in den Momenten,

Sagt es sehr viel darüber aus,

Was man über sich sagt,

Wenn man sich eben nicht gut fühlt oder wenn man eben nicht seinen Erwartungen entspricht und sozusagen seinen Erwartungen gegenüber versagt hat oder sich irgendwie peinlich verhalten hat oder was auch immer.

Und man denkt dann so,

Oh Gott,

Bist du dumm?

Oder,

Oh Gott,

Was hast du dir gedacht?

Also solche Sachen.

Und ich meine,

Das haben wir irgendwie alle schon mal erlebt,

Dass wir uns selber irgendwie ein bisschen fertig gemacht haben.

Und dann eben auch sich zu fragen,

Okay,

Was denke ich über mich?

Aber was denke ich auch über mein Leben?

Oder was denke ich über die Umstände?

Was denke ich so einfach darüber,

Was mir passiert?

Und mit welcher Einstellung gehe ich an die Sachen ran?

Weil ich finde,

Wenn ich die ganze Zeit denke,

Ich kann das nicht oder ich habe viel zu viel zu tun und ich schaffe das alles nicht und so weiter.

Das entspricht ja nicht der Wahrheit,

Weil es ist ja,

Woher willst du es wissen,

Wenn du es noch nicht getan hast?

Und ich finde,

Sich da auch immer wieder so ein bisschen zu fragen,

Okay,

Entweder ich rede jetzt einfach mit mir total fies und mache mich runter und unterstütze mich nicht besonders viel.

Und deine Psyche oder dein Verstand wird es eben glauben und wird es auch eben genau so ausführen.

Das heißt,

Es wird unangenehm,

Es wird nervig,

Es wird scheiße.

Aber du kannst dich auch genauso gut entscheiden,

Sich eben nicht runterzumachen und ein Mitgefühl mit sich selber haben und sich selber einfach,

Ich sage mal,

Lügen zu erzählen und sagen,

Ich kann das,

Ich bin stark und so weiter.

Und eben sich die ganze Zeit einfach sagen,

Was man gerne im Leben haben möchte oder wie man sein möchte.

Und ich habe da einfach so einen krassen Unterschied gemerkt,

Seitdem ich dann wirklich irgendwann bewusst angefangen habe,

Mit mir selber anders umzugehen und mir selber auch andere Dinge zu sagen.

Und ich bin im Moment auch so ein bisschen dabei,

Vor allem weil ich auch immer so ein bisschen Probleme noch mit dem Essen habe und ich aber nicht so viel essen kann und dann nicht so schnell total voll bin.

Da einfach auch nicht mehr,

Also mir da einfach selber eine andere Geschichte zu erzählen und mir dann zu sagen,

Meine Verdauung funktioniert perfekt und ich kann viel essen und ich esse gerne und so weiter.

Also solche Sachen sich dann einfach zu erzählen,

Auch wenn sie in dem Moment vielleicht noch nicht ganz der Realität entsprechen,

Kann man ja trotzdem sich was anderes sagen.

Und dann irgendwann wird dein Kopf so,

Dass ich denke,

Ach so,

Okay,

Das sagst du mir die ganze Zeit.

Gut,

Dann werde ich das eben so machen.

Dann soll es so sein.

Und es hat glaube ich auch so ein bisschen was mit der eigenen Identität zu tun,

Die man sich dann irgendwie gibt.

Dann hat man es eben so gelernt und dann hat man eben Angst oder ist eben depressiv oder ist einfach schüchtern.

Und all diese Sachen,

Die man sich dann immer wieder erzählt und immer wieder erzählt und die überhaupt nicht in Frage stellt.

Und ich glaube,

Es ist einfach,

Es macht so viel Sinn,

Das alles mal in Frage zu stellen und sich nicht mehr nur den Fokus die ganze Zeit auf dieses zu legen,

Was man eben nicht kann,

Was man scheiße findet,

Was irgendwie nervig ist,

Was einen irgendwie unglücklich macht und warum man das nicht kann und so weiter,

Sondern eben den Fokus auf die Sachen zu legen,

Die man gerne im Leben erschaffen möchte,

Die man haben möchte,

Wie man sein möchte,

Die man im Leben erfahren möchte.

Und ich glaube,

Da kommen wir wieder so bei dieser Therapie an,

Weil man sich dann eben hinsetzt und die ganze Zeit darüber spricht,

Wie scheiße das doch alles ist und wie schlecht man damit zurechtkommt mit den eigenen Lebensumständen.

Und ich weiß auch,

Dass es manchmal in den Momenten,

Wo man wirklich ganz,

Ganz tief unten oder im ganz dunklen Ort ist,

Man überhaupt nicht versteht,

Wie das überhaupt anders sein kann und man überhaupt nicht versteht,

Wie kann man denn überhaupt glücklich sein?

Wie kann denn das Leben leicht sein?

Wie kann denn das Leben angenehm sein?

Und dass es dich dann irgendwie richtig anfühlt,

Sich in diesem Unglück weiter darüber zu sprechen und mit anderen Leuten darüber zu sprechen,

Mit dem Therapeuten darüber zu sprechen,

Die Sachen zu googeln,

Irgendwelche Dokus anzugucken,

Irgendwelche Leidensgeschichten von anderen Menschen reinzulesen und irgendwelche Facebook-Gruppen und irgendwie sich da in seinem Leid auszutauschen,

In eine Selbsthilfegruppe zu gehen und so weiter.

Und das klingt erstmal alles so,

Als wäre es gut,

Weil man dann so denkt,

Okay,

Da sind Gleichgesinnte und da sind Menschen,

Die mich verstehen und so weiter.

Aber was man im Grunde tut,

Ist eben einfach die Sache bereitzutreten und darauf rumzureiten und eben sich immer weiter damit zu beschäftigen,

Immer weiter da reinzugehen,

Immer weiter dieses Leid zu fühlen.

Und wir können aber uns auch entscheiden,

Nur die Entscheidung erstmal treffen,

Das nicht mehr zu wollen,

Sondern den Fokus woanders hinzulegen.

Und es fühlt sich in dem Moment halt so unrichtig an,

Diesen Fokus zu verschieben,

Weil es unbekannt ist,

Weil es sich eben einfach nicht mehr gewohnt anfühlt.

Weil irgendwann ist der Körper und unser Gehirn so daran gewöhnt,

Angst zu haben,

Depressiv zu sein oder sich eben in dem Gefühlszustand zu befinden,

In dem wir uns die ganze Zeit befinden,

Weil wir ihn immer wieder uns ins Bewusstsein rufen und immer wieder uns dadurch identifizieren und immer wieder zu dieser Person werden.

Es macht wenig Sinn,

Sich die ganze Zeit immer wieder da rein zu begeben in diesen Ort.

Was auch nicht heißt,

Dass man jetzt von einem Tag auf den anderen einfach nicht mehr da hingeht sozusagen,

Sondern eben erstmal die Entscheidung trifft,

Da nicht mehr die ganze Zeit hinzuwollen und sich dann eben einfach was Neues zu erzählen,

Seinem Verstand was Neues zu erzählen.

Weil unser Verstand oder unsere Psyche ist auch einfach dazu da,

Um uns immer wieder zum Gewohnten zurückzuführen,

Weil das Gewohnte ist es,

Wo wir uns sicher fühlen.

Und was ich auch so absurd finde,

Ist,

Dass unsere Leidensumstände zu unserer Gewohnheit werden und dadurch für unseren Körper bzw.

Für unsere Psyche einfach das wird,

Wo es sich am wohlsten fühlt.

Deswegen fühlt es sich eben auch so unangenehm an,

Aus der Komfortzone auszubrechen,

Weil wir einfach daran gewöhnt sind und weil unser Verstand uns immer wieder dahin zurückführen will,

Was gewohnt ist.

Und Ungewohntes fühlt sich eben unbekannt an.

Und unangenehm und irgendwie nicht gut und nicht richtig und so weiter.

Und darauf eben nicht nur zu vertrauen,

So von wegen,

Was fühlt sich jetzt,

Das fühlt sich gewohnt an,

Das kenne ich,

Deswegen bleibe ich da,

Sondern eben daraus auch wieder auszubrechen.

Ein neues Selbstbild sozusagen aufzubauen.

Und es kann eben nicht passieren,

Wenn man die ganze Zeit auf den eigenen negativen Erfahrungen,

Also die ganze Zeit darüber spricht und die ganze Zeit sich immer wieder an diese Gefühle begibt.

Sondern sich einfach auch mit Menschen zu umgeben,

Die einen inspirieren,

Die einen inspirieren,

Ein anderes Leben zu leben.

Und das müssen nicht unbedingt nur Menschen sein,

Mit denen man sich jetzt hier physisch so umgibt,

So Freunde und Familie,

Sondern eben es können auch Menschen sein,

Irgendwelche Speaker im Internet oder irgendwelche Podcasts,

Die man hört oder sonst was,

Irgendwelche Videos,

Die man schaut,

Irgendwelche inspirierenden Lebenswege liest.

Sei es auch nur,

Irgendwelche Bücher über irgendwelche Geschichten zu lesen,

Also einfach einen Roman zu lesen,

Der jetzt vielleicht nicht unbedingt ein Horrorroman ist,

Aber gut,

Was auch immer einem gefällt.

Aber da einfach seine Psyche in andere Welten eintauchen zu lassen,

Andere Bilder in den Kopf zu bringen und da dann eben ganz langsam anzufangen,

Sich eine andere,

Neue Realität aufzubauen.

Und ich beschäftige mich gerade ganz,

Ganz viel damit,

Was da alles möglich ist.

Und es ist wirklich heftig,

Wie viel Einfluss wir eigentlich auf unsere Realität haben.

Und wir erschaffen die ganze Zeit unsere Realität.

Es ist nicht so,

Dass wir jetzt sagen,

Okay,

Ich lerne jetzt,

Wie ich meine Realität erschaffe und dann erschaffe ich die mal,

Sondern wir erschaffen die.

Was dein Leben gerade ist,

Was du siehst,

Was du fühlst,

Es ist alles ein Produkt von dem,

Was du geschaffen hast.

Ich sage nicht,

Dass wir für alles verantwortlich sind,

Aber die Art und Weise,

Wie wir die Dinge sehen und wie wir darauf reagieren und wie wir handeln,

Das ist unsere eigene Entscheidung.

Und ja,

Ich finde es einfach mega,

Mega spannend und inspirierend und ich freue mich schon auf alles,

Was ich noch lernen werde.

Und mir hilft es einfach mega stark,

Zu mir selbst zu finden,

Zu dem zu finden,

Was ich will.

Und auch diesen Glaubenssatz von wegen,

Bei mir wird es eh nie besser,

Auch zu überwinden,

Weil ich glaube,

Darüber hatte ich auch schon mal eine Folge gemacht.

Und ich habe jetzt einfach für mich so verstanden,

So special bin ich dann auch nicht,

Dass ich irgendwie den Rest meines Lebens mit Angst verbringen muss,

Obwohl andere Menschen das auch geschafft haben,

Sich das zu überwinden und sich eine neue Realität aufzubauen.

Und ich denke,

Dass es für jeden möglich ist,

Aus so einem dunklen Ort wieder herauszufinden,

Egal wie stark jetzt irgendwie die Ängste oder Depressionen oder was auch immer sind,

Und da einfach immer offen zu bleiben und zu gucken,

Was überhaupt möglich ist,

Was Sachen sind,

Die von unserer Gesellschaft oder von unserem bisherigen Wissensstand so ins Eingepflanzt wurde.

Und all das zu hinterfragen,

Finde ich,

Macht irgendwie mega,

Mega Spaß und ist mega bereichernd.

Und ja,

Ich glaube,

Ich habe irgendwie alles gesagt für heute.

Und ich hoffe,

Dir hat die Folge gefallen.

Ich denke,

Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Folgen auch nochmal so ein bisschen mehr über RTT und Gesetz der Anziehung usw.

Sprechen,

Also über dieses Erschaffen der eigenen Realität.

Und ja,

Ich würde mich total freuen,

Wenn du bei der nächsten Folge wieder dabei bist.

Ja,

Ich hoffe,

Dir geht's gut.

Und ich würde sagen,

Dann beobachten wir alle mal unsere Gedanken und schauen,

Was wir so denken.

Aber es macht wirklich mega den Unterschied,

Sich mal zu fragen,

Wie rede ich eigentlich mit mir selber.

Und sich dieses,

Wie heißt es,

Eigenlob stinkt und so.

Das ist alles so veraltet und es ist wirklich,

Warum soll es schlecht sein,

Sich selber mit Respekt zu behandeln?

Warum?

Sag mir einen Grund.

Und ich werde es noch weiterfragen,

Aber ich bin mir ziemlich sicher,

Dass es keinen gibt.

Ja,

Okay.

Ich hoffe,

Bis zum nächsten Mal.

Tschüssi.

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Joe

February 6, 2021

Hallo Miriam, vielen Dank für deine Erläuterungen zu der Verbindung zwischen unseren Gedanken und Geschichten, die wir uns selbst erzählen, und unserer Realität! Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen und finde deine Podcasts daher sehr spannend. Joe

Vanessa

April 3, 2019

Irgendwie ein angenehmes Gefühl wie sich eigene Erfahrungen, die man selbst erlebt aber nie richtig in Worte fassen konnte sich in deinen Worten widerspiegeln, toller Podcast, genau wie alle anderen, danke!

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