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Gelassenheit: Upekkha Meditation - aus den 4 Brahmaviharas

by Stefanie Busch

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Meditation
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Möge ich glücklich sein, möge ich frei von Leiden sein, möge ich frei sein von Hass, möge ich frei sein von Bosheit, möge ich frei von Sorge sein, möge ich ein glückliches Leben führen! Glücklich seien alle Wesen, frei sein mögen sie von Hass, frei von Bosheit, frei von Sorge, mögen sie glücklich ihr Leben führen! Mögen alle Wesen frei von allen Leiden sein! Mögen alle Wesen das erlangte Glück nicht verlieren!

Transkription

Aus den Brahma-Viharas,

Den vier himmlischen Verwaltzuständen,

Spreche ich heute über die vierte Qualität,

Upekha,

Was so viel bedeutet wie Gleichmut,

Heitere Gelassenheit,

Unparteilichkeit und Besonnenheit.

Es ist eine Fähigkeit des Herzens und des Geistes,

Die allem Gelassenen und Offenen begegnen kann,

Ob dies nun gleichzeitig eine erwünschte und angenehme Erfahrung ist oder nicht.

Gelassenheit gibt den anderen Brahma-Viharas die Möglichkeit,

Sich ganz zu entfalten und ist ein wichtiger Teil,

Ja sogar ein Resultat der echten Vipassana-Praxis.

Du kannst für Dich entscheiden,

Ob Du diese Übung in einer liegenden Position ausführen möchtest oder in Deiner individuellen Meditationshaltung.

Wenn Du möchtest,

Kannst Du Deine Augen schließen.

Atme einige Male bewusst tief ein und wieder aus.

Komm mit jedem Atemzug ein bisschen mehr bei Dir an.

Unsere inneren Haltungen,

Zustände,

Anteile bestimmen,

Was wir wahrnehmen,

Wie wir uns fühlen,

Wie wir über das wahrgenommene Denken,

Was wir wollen und wie wir handeln.

Sind wir beispielsweise in einer glücklichen Stimmung?

Nehmen wir die Welt ganz anders wahr,

Als wenn wir traurig sind?

Sind wir im Stress und im Modus des Funktionierens unterwegs?

Nehmen wir die Welt ganz anders wahr,

Als wenn wir in Gelassenheit ruhen?

Innere Haltungen lassen sich wie Muskeln trainieren.

Egal ob wir gelobt,

Geehrt oder kritisiert und getadelt werden,

Wir sollten im Gleichgewicht bleiben,

Unerschütterlich,

Wie der Felsen im Sturm,

Wie ein kompakter,

Fester Felsen vom Sturm nicht bewegt wird,

So werden die Weisen von Lob und Tade nicht erschüttert.

Egal ob es uns aufgrund irgendwelcher Bedingungen gerade gut geht oder nicht,

Wir sollten üben.

Ich gebe dir nun ein paar Affirmationen,

Nimm dir jeweils etwas Zeit dafür,

Wenn es mir gut geht,

Hänge ich nicht daran,

Wenn es mir schlecht geht,

Bin ich nicht deprimiert,

Immer und überall bin ich im Gleichgewicht,

Wie die Waage,

So lebe ich die Tugend des Gleichmutes.

Werde dir darüber bewusst,

Dass Gleichmut und Gleichgültigkeit nicht dasselbe ist.

Gleichmut beinhaltet die Qualität,

Unberührt zu bleiben.

Hier kommt eine kleine Geschichte.

Es war einmal ein kleiner Junge,

Der schnell ausrastete und ärgerlich wurde.

Sein Vater gab ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel.

Jedes Mal,

Wenn er ausrastete,

Sollte er lieber einen Nagel in den Zaun hinter dem Haus schlagen,

Als seine Wut an anderen auszulassen.

Am ersten Tag schlug der Junge 30 Nägel in den Zaun.

Die Tage vergingen und mit ihnen nahm auch die Zahl der Nägel ab,

Die der Junge in den Zaun schlagen musste.

Er fand heraus,

Dass es einfacher war,

Nicht auszurasten,

Als Nägel in den Zaun zu schlagen.

Schließlich kam der Tag,

An dem der Junge überhaupt nicht mehr ausrastete.

Er sagte dies seinem Vater und der riet ihm nun für jeden Tag,

An dem er nicht mehr ausrastete,

Einen Nagel wieder herauszuziehen.

Wieder vergingen etliche Tage und schließlich konnte der Junge seinem Vater berichten,

Dass er alle Nägel herausgezogen hatte.

Der Vater nahm seinen Jungen bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun.

Er sagte,

Das hast du gut gemacht,

Mein Sohn.

Ich bin sehr stolz auf dich.

Aber schau dir all die Löcher im Zaun an.

Der Zaun ist nicht mehr der,

Der er einmal war.

Denke daran,

Wenn du das nächste Mal etwas im Ärger zu anderen sagen willst.

Deine Worte könnten eine Narbe hinterlassen,

So wie die Nägel ihre Spuren im Zaun hinterlassen haben.

Auch wenn du sagst,

Dass es dir leidtut,

Die Wunde ist dennoch da.

Wenn unsere Herzen die Qualitäten des Gleichmutes,

Der Achtsamkeit und der Weisheiten nicht besitzen,

Werden wir auch weiterhin Trostlosigkeit und Kummer erfahren müssen.

Ohne Gleichmut sind die göttlichen Verwaltzustände unvollständig.

Wir sind noch nicht frei und halten uns immer noch an leidvollen Zuständen fest.

Komm nun wieder ganz in diese Situation zurück,

Ausgeruht und mit neuer Energie beginnst du deine Zehen und deine Füße wieder zu bewegen.

Bewege deine Finger und deine Hände,

Dehn und streck dich,

Atme tief durch und wenn du soweit bist,

Kannst du auch deine Augen wieder öffnen.

Ich bedanke mich bei dir,

Wünsche dir eine entspannte Zeit,

Namaste deine Stephanie

4.6 (46)

Neueste Bewertungen

Dirk

December 30, 2025

Liebe Stefanie, das war zum Abschluss meines letzten Arbeitstages 2025 noch einmal eine wunderbare Erfahrung von Gelassenheit und Gleichmut. Allerliebsten Dank dafür 🙏🙏🙏

Kristin

December 7, 2024

Was für eine angenehme Stimme

Katharina

May 11, 2024

Sehr schön und eine sehr beruhigende Stimme! Ich höre mir bestimmt noch mehr von dir an :)

Marcus

October 12, 2020

Sehr schön die finale Botschaft am Ende der Geschichte mit den Löchern/ Narben🙏

Angelika

May 8, 2020

Lieben Dank für deine Güte

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