
Mitgefühl: Karuna Meditation - Teil 2 der vier Brahmaviharas
Bedingungslose Liebe ist das schönste Geschenk, das wir bekommen und geben können. Wie würde es sich für dich anfühlen, wenn du bedingungslos geliebt werden würdest, so wie Du bist, ohne etwas Besonderes dafür tun zu müssen? Wir alle sehnen uns nach Liebe und Anerkennung. Aber nur wenige können von sich behaupten, sich selbst diese Art von Achtung entgegenzubringen. Die Mitgefühl Meditation (Karuna) ist die 2. der vier Brahmaviharas oder auch "die vier himmlischen Verweilzustände.
Transkription
Heute habe ich aus den Brahma-Viharas,
Den vier himmlischen Verwaltzuständen oder Herzenszustände,
Mir die zweite Übung rausgesucht.
Karuna.
Es geht darum,
Mitfühlend und empathisch wahrzunehmen,
Was ist und welche Botschaft gesendet wird.
Feinfühligkeit in der Kommunikation entwickeln und Nachrichten zwischen den Zeilen lesen.
Es ist eine spezielle Art von Freundschaft,
Dem der Wunsch zugrunde liegt,
Dass das Leid anderer enden möge.
Es ist kein Mitleid.
Man könnte sagen,
Dass Karuna sich auf die Abwesenheit von Leid konzentriert.
Das ist das Objekt der Meditation,
Statt auf das Leid selbst.
Richte dich ein,
Du kannst diese Übung in der liegenden Position ausführen oder im Sitzen in deiner Meditationshaltung.
Gibt es Situationen in deinem Leben,
In denen du dich selbst verurteilst oder kritisierst?
Manchmal ist es schon morgens einfach der Blick in den Spiegel oder wie du deinen Körper,
Dein Äußeres empfindest.
Oder vielleicht ist es,
Wenn etwas bei dir nicht ganz so gut klappt oder nicht auf Anhieb.
Wie redest du in diesem Moment mit dir selbst?
Wie fühlt sich dein Körper und dein Geist an,
Wenn du auf diese Weise mit dir redest?
Welche Stimmen und welche Sätze tauchen in dir auf?
Mache dir nun bewusst,
Dass es ganz menschlich ist,
Fehler zu machen,
Dass es ganz menschlich ist,
Unperfekt zu sein.
Denn wir müssen diese Fehler machen.
Wir müssen unperfekt sein,
Damit wir uns empfinden können,
Damit wir Dinge entdecken können und uns auch entwickeln können.
Betrachte dich,
Als ob du dich von außen siehst und nimm deine Gedanken,
Deine Worte über dich wahr.
Als ob es jemand von außen zu dir sagt.
Nimm auch einmal wahr,
Ob du so mit anderen Personen reden würdest,
Mit jemanden,
Den du liebst.
Und jetzt stell dir eine sehr mitfühlende Person vor,
Vielleicht eine Lehrerin oder einen Therapeuten.
Stell dir ein liebevolles und gütiges Wesen vor,
Jemanden,
Den du kennst oder der für das steht.
Und diese Person setzt du jetzt neben dich.
Diese Person legt jetzt ganz liebevoll ihren Arm um deine Schulter.
Was sagt diese Person zu deiner augenblicklichen Situation?
Sagt sie vielleicht,
Sei liebevoll und geduldig mit dir,
Sei achtsam.
Welche Worte kannst du hören,
Die deine Person zu dir sagt?
Spüre genau hin,
Welche Worte dir jetzt gut täten?
Was würde dich aufbauen?
Was würde dir Kraft geben?
Liebe,
Stärke,
Selbstvertrauen und Mut.
Kannst du es in deinem Körper,
In deiner Seele fühlen?
Und diese Person bitte dich nun,
Genauso auch für dich selbst zu empfinden.
Immer,
Jederzeit,
Mitfühlend,
Liebend,
Geduldig.
Und wenn du jetzt fühlen kannst,
Wie gut sich das alles anfühlt,
Wie viel Druck es aus dir,
Aus all dem rausnimmt,
Kannst du dir vorstellen,
Genau das auch mit anderen Personen zu machen?
Wenn du siehst,
Dass andere schlecht über sich selbst reden,
Ungeduldig mit sich selbst sind,
Kannst du dir vorstellen,
Das auch bei anderen zu tun?
Dass du sie in den Arm nimmst und ihnen sagst,
Dass sie geduldiger sein sollten,
Dass sie geliebt sind,
Dass sie schön sind,
Dass sie genauso wie sie sind,
Richtig sind.
Kannst du ihnen auch Ruhe und Mitgefühl geben?
Halte diese Situation ganz tief in deinem Herzen,
In der du jetzt in diesem Augenblick bist.
Und nimm wahr,
Dass dein Herz dabei aufgeht und dass es unsere Aufgabe ist,
Mitgefühl für uns selbst und auch für andere entstehen zu lassen.
Wir brauchen Karuna.
Wir alle brauchen Mitgefühl.
Ich zitiere aus dem Buch Licht auf Yoga von BKS Iyengar.
Der Yogi benutzt alle seine Hilfsquellen,
Physische,
Wirtschaftliche,
Verständesmäßige oder moralische,
Um Kummer und Leiden anderer fortzuräumen.
Er teilt seine Kraft mit den Schwachen,
Bis sie stark werden.
Er teilt seinen Mut mit den Schüchternen,
Bis sie durch sein Beispiel tapfer werden.
Er leugnet die Grundregeln von dem Überleben der Fähigsten und macht die Schwachen stark genug,
Um zu überleben.
Er wird zum Beschützer eines jeden.
Nun komm wieder ganz zu dir zurück,
Zu deinem Körper und zu deinem Atem.
Ausgeruht und mit neuer Energie beginnst du die Zehen und die Füße zu bewegen.
Bewege deine Hände die Finger,
Dehn und streck dich.
Atme tief durch.
Öffne die Augen auch wieder.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und wünsche dir eine wundervolle Zeit.
Namaste,
Deine Stephanie
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