
Die See Meditation – Meditation für innere Gelassenheit
Diese geführte Meditation lädt dich ein, dich wie ein See zu fühlen – ruhig, weit und tief. Du lernst, Veränderungen an der Oberfläche wahrzunehmen, ohne deine innere Stille zu verlieren. Ideal zum Entspannen, Loslassen und Innehalten.
Transkription
Du hörst eine geführte Meditation.
Die Sehmeditation.
Lege dich dafür bequem hin.
Schließe sanft deine Augen.
Bleibe dabei aber so wach und aufmerksam,
Wie es dir möglich ist.
Nimm dir einen Moment Zeit,
In dieser Position anzukommen.
Spüre deinen Körper,
Wo er die Unterlage berührt.
Und wie er sich genau jetzt in diesem Moment anfühlt.
Und dann lass vor deinem inneren Auge das Bild von einem See entstehen.
Es kann ein See sein,
Den du kennst oder den du mal auf einem Bild gesehen hast.
Oder ein See,
Den du dir in diesem Moment vorstellst.
Ist es ein Bergsee oder ein See im Wald?
Vielleicht liegt er in einem Tal oder in einem Reihenfeld.
Was für eine Form hat ein See?
Ist er rund oder oval?
Groß oder eher klein?
Hat er vielleicht Buchten oder Strände?
Ist sein Ufer eher steil oder seicht?
Ist es ein tiefer See oder eher ein flacher See?
Was für Farben siehst du auf dem Wasser?
Was spiegelt sich auf seiner Oberfläche?
Ist das Wasser gekräuselt?
Ist es wellig oder glatt?
Und dann stell dir vor,
Wie dieser See eingebettet ist.
Die Erde,
Die ihn trägt,
Die ihn zusammenhält.
Lass diesen See vor deinem geistigen Auge Gestalt annehmen.
Und jetzt lade ich dich ein,
Dir vorzustellen,
Dass du zu diesem See wirst.
Dass dein Körper und der See eins werden.
Dein Körper wird weiter und weiter.
Und dein ganzes Sein dehnt sich aus und verbindet sich mit dem Sein des Sees.
Und während du mit jeder Ausatmung deinen Körper und den See mehr und mehr ineinander fließen lässt,
Fühlst du dich getragen von der Erde,
Die den See umspannt und stützt.
Fühle,
Wie dein Körper dich von Moment zu Moment mehr und mehr wie der Körper des Sees anfühlt.
Eingebettet in die Wiege der Erde.
Beobachte,
Was sich an der Oberfläche deines Sees widerspiegelt.
Vielleicht kannst du Bäume und Wiesen sehen,
Die Sonne oder den Mond oder Wolken am Himmel.
Bei Windstille ist das Wasser glatt.
Und wenn Wind auf das Wasser deines Sees trifft,
Fängt die Oberfläche an,
Sich zu bewegen.
Kräuselt sich vielleicht oder bewegt sich in Wellen.
Und auch die Spiegelbilder fangen an,
Sich zu verändern.
Mit stärkerem Wind sind sie vielleicht verzerrt oder irgendwann gar nicht mehr zu erkennen.
Und mit der Zeit verändert sich auch die Farbe des Sees.
Mal ist er ganz dunkel.
Und dann wieder spiegelt er das Sonnenlicht,
Lässt Schatten auf seiner Oberfläche tanzen.
Nachts leuchtet er im Mondlicht und spiegelt die Sterne wieder.
Oder verschwindet ganz in der Schärfe der Nacht.
Die Bedingungen und Einflüsse,
Die auf den See wirken,
Sind je nach Tages- und Jahreszeit,
Je nach Witterung verschieden.
Und dennoch ist das Wesen des Sees immer gleich.
Indem du mehr und mehr eins mit dem See wirst und spürst,
Wie alle Umstände sich ständig verändern,
Gibt es doch einen Teil in dir,
Der unverändert bleibt.
Und mit jedem Atemzug nimmt sich dein Körper weiter der ausladenden Gestalt des Sees hin,
Während du dich von der allumschließenden Erde gehalten fühlst.
Und du liegst hier,
Während die Oberfläche des Sees Ruhe und Stürme erfährt und den ständigen Wechsel der Umstände.
Bist du dir bewusst,
Dass die Oberfläche des Sees vielleicht aufgewühlt wird?
Der See in seiner Tiefe jedoch unberührt bleibt.
Bleib offen und empfänglich für all das,
Was sich zeigt,
Was dich bewegt oder sich widerspiegelt.
Nimm all diese Veränderungen wahr und fühle gleichzeitig die Sicherheit und Geborgenheit,
Die dir das Eingebettetsein in die Erde vermittelt.
Wasser hat diese wunderbare Eigenschaft,
So flexibel zu sein,
Dass es sich allen Umständen anpasst,
Ohne dabei sein Wesen zu verlieren.
Es geht immer wieder zurück zu seiner ursprünglichen Form.
Wie beim See sind wir ständigen Veränderungen ausgesetzt,
Können beobachten und wahrnehmen,
Wie Ereignisse,
Gedanken,
Gefühle,
Angenehme und unangenehme Körperempfindungen unsere Oberfläche tagtäglich beeinflussen.
Und dabei größere oder kleinere Wellen erzeugen.
Diese Wellen kommen und gehen,
Entstehen und vergehen wieder.
Und wir beobachten den ständigen Wechsel,
Wie wir auch den Wechsel auf der Oberfläche des Sees beobachten können.
Und wenn wir uns dann mit der Tiefe des Sees verbinden,
Können wir gewahr werden,
Dass auch während starker Stürme an unserer Oberfläche toben,
Wir in unserem Innersten davon unberührt bleiben.
Wie wir uns in diesem Zustand des Gewahrseins mit dieser uns innewohnenden Tiefenstille und Ruhe verbinden können.
Fühle bewusst in solchen Situationen,
Dass all diese Phänomene kommen und gehen und dass du wie der See gehalten und getragen wirst,
Eingebettet in die Erde.
Zum Abschluss dieser Meditation kommt zur Beobachtung deines Atems.
Nimm wahr,
Wie er dich einströmt und wieder ausströmt.
Nimm dabei wahr,
Wie dein Körper sich anfühlt.
Und dann fang langsam an,
Deine Hände und deine Füße zu bewegen und öffne sanft wieder deine Augen,
Sobald du dafür bereit bist.
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