10:42

Druck Lass Nach

by Daniela Barchasch

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Meditation
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In diesem Podcast spreche ich über stressige, druckaufbauende Situationen und leite diese Folge mit einem Einblick in mein Leben mit meiner Tochter Clara ein. Die heutige Atemmeditation (ab Minute 4 und 20 Sekunden) ist etwas für dich, wenn du dich selbst immer wieder in Situationen findest, die irgendeine Art von Stress oder auch irgendeinen Druck in dir aufbauen. Denn fast alles hinterlässt etwas in uns, bewusst oder unbewusst, nicht nur Ausnahmesituationen. Wenn du lernen möchtest, wie du dem begegnen kannst, auf eine simple Art und Weise, dann lass dich hierauf ein.

Transkription

Die heutige Folge von Mindful Minutes kommt leider etwas verspätet.

Unglücklicherweise,

Ja anders kann ich das gar nicht sagen,

Mussten wir mit Clara mal wieder ein paar Tage in der Klinik verbringen.

Jeder kleine Infekt kann sich bei ihr leider lebensbedrohlich auswirken,

Vor allem auf ihre Atmung.

Sie ist erst momentan 9 Monate alt und es ist einfach noch alles viel zu klein und bedingt durch ihre Vorgeschichte alles viel zu weich.

Die Ärzte sagen,

Dass es etwa 3 Jahre dauert,

Bis sich alles so weit entwickelt hat,

Dass sie mit einer simplen Bronchitis auch problemlos alleine zurechtkommen kann.

Ja und bis dahin heißt es,

Hm,

Notarzteinsätze,

Klinikaufenthalte,

Stress,

Druck,

Durchhalten ja und möglichst weiter atmen.

Auch wenn unsere Situation zum Glück eine Ausnahme darstellt,

So kennen wir doch alle Situationen,

In denen wir unter massivem Druck stehen oder Stressmomenten ausgesetzt sind.

Besonders diesmal habe ich gemerkt,

Was für eine Belastung doch der Klinikalltag mit all seinen Nebenwirkungen mit sich bringt.

Und da ist Klaras Krankheit eigentlich noch gar nicht mit eingerechnet.

Alleine der Geräuschpegel oder der ständige Umgang mit den vielen Menschen,

Die fehlende Privatsphäre.

Als wir dann gestern endlich nach Hause gefahren sind,

Hat mich diese Ruhe hier,

Also wir leben mitten im Taunus am Waldrand,

Diese Ruhe hier hat mich fast erschlagen,

Wenn man das denn so sagen kann.

Also positiv erschlagen.

Der Kontrast war einfach gewaltig.

Und er findet sich nicht nur in solchen extremen Situationen wieder,

Sondern auch in unserem Alltag.

Viele von uns sind ständig stressigen Situationen ausgeliefert,

In denen sie ihre Aufmerksamkeit auf alles mögliche richten müssen und immer wieder abgelenkt werden.

Scheinbar gewöhnen wir uns an diesen Trubel.

Ob wir nun in einem Großraumbüro arbeiten,

Am Flughafen oder auch einfach nur mit der vollen S-Bahn nach Hause fahren müssen,

In der Hoffnung vorher,

Wir ergattern noch einen Sitzplatz.

Es geschieht allerdings nur scheinbar,

Denn die meisten von uns bauen einen innerlichen Druck auf,

Den sie im besten Falle wahrnehmen und dagegen etwas tun können.

Im schlechtesten Falle macht er sich jedoch unbewusst in ihnen breit und sie versuchen ihn achtlos irgendwie zu kompensieren.

Das kann geschehen durch Essen,

Rauchen,

Alkohol oder Konsum von irgendwelchen Sachen oder auch jede Menge Fernsehen.

Als wir nach über drei Monaten nach Klavas Geburt endlich aus der Klinik entlassen wurden,

Haben uns viele geraten,

Vor allem das Fachpersonal,

Dass wir bitte einfach jeden zusätzlichen Druck abbauen sollten.

Damit waren in diesem Fall Besuche der Familie gemeint,

Aber auch irgendwelche anderen,

Überhöhten Ansprüche an uns,

Wie zum Beispiel,

Dass ich doch jetzt mal Clara loslassen müsse und es dürfe für mich kein Problem sein,

Wenn sie jemand anderes einfach auf den Arm nimmt.

Ich musste diesen milden Blick auf mich und uns erstmal lernen,

Denn in unserer Gesellschaft ist der nicht etabliert.

Und ich habe mir schon damals gesagt,

Dass dieser Druck etwas ganz Alltägliches ist.

Er baut sich dann auf,

Wenn wir Erwartungen haben,

Wenn wir Bilder haben.

Ständig vergleichen wir uns mit anderen,

Ordnen uns ein.

Die allermeisten von uns tragen eine,

Sagen wir mal Perfektionismus-Rüstung,

Die auch sehr schwer wiegt und Druck aufbaut.

Wir wollen mehr als nur funktionieren,

Wir wollen sehr gut sein und pressen uns komme was wolle in dieses Bild rein.

Leider scheitert die Realität ganz häufig an diesen Bildern.

Und anstelle davon,

Dass wir diese Bilder hinterfragen,

Hinterfragen wir uns selbst.

Mit der Meditation heute wollen wir etwas von diesem Druck ablassen.

Mit einer kleinen,

Simplen Atemtechnik,

Die ich dir gerne beibringen möchte,

Die du wirklich überall machen kannst,

In jedem Moment.

Ich möchte dir hierzu noch kurz erklären,

Dass unser Nervensystem zwei Komponenten hat.

Das eine ist der Sympathikus,

Der ist für Aktivität zuständig und der Parasympathikus,

Der für die Entspannung zuständig ist oder die Entspannung einleitet.

Der Sympathikus ist mit der Einatmung und der Parasympathikus mit der Ausatmung verbunden.

Jetzt wollen wir aber beginnen.

Hast du dir schon einen bequemen,

Ungestörten Ort gesucht?

Wenn nicht,

Dann tue das jetzt.

Und vielleicht möchtest du dich noch einmal kurz bewegen oder eine andere Haltung finden,

Die noch entspannter,

Noch bequemer ist.

Und dann schließe deine Augen.

Und dann richte deine Aufmerksamkeit für einen Moment auf deine Atmung.

Und ohne,

Dass du sie in irgendeiner Art und Weise veränderst,

Wie sieht deine Einatmung,

Wie sieht deine Ausatmung gerade aus?

In welche Bereiche deines Körpers kannst du einatmen?

Aus welchen Bereichen deines Körpers geht sie wieder raus?

Ist die Einatmung vielleicht länger als die Ausatmung?

Ist die Ausatmung länger als die Einatmung?

Atmest du flüssig oder stockend?

Einfach nur beobachten,

Nicht werten.

Und jetzt ganz langsam.

Nimm dir vor,

Deine Einatmung und Ausatmung erstmal anzugleichen.

Versuch einatmen,

Tiefer in den Körper zu atmen.

Vielleicht ist es möglich,

In den Bauchraum,

In den Brustkorb,

In die Schultern zu atmen.

Und ausatmend,

Vollständig wieder aus.

Einatmend,

Weitet sich dein Körper.

Ausatmend,

Ziehen sich diese Bereiche wieder zusammen.

Und jetzt zu Beginn möchte ich,

Dass die Einatmung dieselbe Länge hat wie die Ausatmung.

Das heißt,

Wenn du auf 1,

2,

3,

4 einatmest,

Dann atmest du auf 1,

2,

3,

4 auch wieder aus.

Nimm dir ein paar von diesen Atemzügen.

Was wir jetzt spüren wollen,

Ist den positiven Effekt der Ausatmung auf unseren Körper.

Und ich möchte,

Dass du doppelt so lang,

Wenn das für dich geht,

Doppelt so lang ausatmest,

Wie du einatmest.

Atmest du auf 1,

2,

3,

4 ein.

Dann atmest du auf 1,

2,

3,

4,

5,

6,

7,

8 auch wieder aus.

Nimm dein eigenes Tempo hier.

Vielleicht zählst du nur 2,

Vielleicht 5,

Vielleicht 12.

Nicht bewerten,

Einfach nur tun.

Deine Ausatmung ist doppelt so lang wie deine Einatmung.

Und spüre,

Was die Ausatmung mit dir und deinem ganzen Körper macht.

Wenn du möchtest,

Kannst du gerne noch hier ein bisschen liegen bleiben und länger so atmen.

Ich bin Dani von Evakuera und danke,

Dass wir diese Zeit des Tages heute miteinander verbringen konnten.

Wir sind für dich da und zeigen dir den Weg zurück zu dir,

In dieser Welt voller Herausforderungen.

Bis zum nächsten Mal.

4.7 (46)

Neueste Bewertungen

Harald

September 17, 2024

Danke 🙏 und euch alles Gute 🍀

Jasmin

March 25, 2024

wunderbar dankeschön 🙏🏼

Pätti

January 9, 2022

Danke hat sehr geholfen gegen meine überfordernden Gefühle und Gedanken

Peter

February 4, 2021

Vielen Dank und alles Liebe für Ihre Familie von Herzen.

Andreas

January 27, 2020

Danke 🤗

Um

August 14, 2019

Tolle Meditation aber ich war so konzentriert auf das längere ausatmen, dass ich am Ende vom knall auf das mikro total erschrocken war. Mach das bitte weg hehe :)

Svenja

April 15, 2019

Sehr schön und hilfreich - danke :)

Indira

March 10, 2019

Danke!

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