
Vom Kopf in den Körper: Weicher werden, Umsorgen, Zulassen
Kennst du diese kleinen Herausforderungen und Widerstände in deinem Alltag? Das volle E-Mail Postfach oder das unangenehme Gespräch oder...? In dieser Übung (angelehnt an die Übung aus dem MSC-Programm von Kristin Neff und Christopher Germer) lade ich dich ein, dich diesen Herausforderungen nicht auf gedanklicher sondern auf körperlicher Ebene zu nähern: In deinen Körper hineinzuspüren, wo sich die Widerstände und Herausforderungen bemerkbar machen. Anschließend leite ich dich an, dich genau diesen Stellen in deinem Körper freundlich zuzuwenden: Weicher zu werden, sie gedanklich zu umsorgen und die Empfindungen zuzulassen.
Transkription
Hallo,
Hier ist Sibylle.
Vielleicht kennst du das auch,
So kleine Situationen im Alltag wie,
Wenn du morgens dein E-Mail-Postfach öffnest und siehst,
Wie viele E-Mails dort eingetrudelt sind,
Die beantwortet und sortiert werden sollen.
Diese kleinen Stressmomente und vielleicht spürst du dann auch den Widerstand,
Diese Momente so anzunehmen,
Wie sie gerade sind,
Weil du es einfach anders haben möchtest.
Ich lade dich ein hier in dieser Übung mit so einem kleinen Stressmoment.
Also ich rate dir wirklich,
Nichts Großes zu nehmen,
Sondern nur eine kleine Sache,
Wo du vielleicht manchmal Widerstand spürst,
Weil du sie anders haben möchtest,
Damit zu üben und auszuprobieren.
In dieser Übung werde ich mit dir den Fokus auf deinen Körper richten,
Weg von deinen Gedanken,
Weg von unseren Ansätzen und versuchen,
Das irgendwie kognitiv zu lösen und aufzulösen und das eher auf einer körperlichen Ebene dir erlauben,
So sein zu lassen,
Wie es gerade ist.
Dann lade ich dich ein,
Eine Position einzunehmen,
Die du für die nächsten 5 bis 10 Minuten gut und bequem halten kannst.
Eine Position,
Die es dir erlaubt,
Möglichst aufmerksam bei dir zu sein,
Bei deinem Körper,
Möglichst entspannt und gleichzeitig eben auch wach und aufmerksam.
Wenn du diese Position für dich gefunden hast,
Dann lade ich dich ein,
Einmal drei tiefe Atemzüge zu nehmen,
Bis tief hinunter in deinen Bauch,
Mit der Ausatmung,
Anspannung in deinem Körper loszulassen,
Deine Schultern sinken zu lassen und dein Gesicht ganz weich werden zu lassen.
Es gibt bei dieser Übung nichts darum,
Irgendetwas zu leisten oder zu tun.
Einfach sein mit dem,
Was gerade ist.
Dann lade ich dich ein,
Einmal in deinen Körper hinein zu spüren,
Nachdem du vielleicht gerade eine stressige Situation erlebt hast.
Durch diesen Gedanken erlebst,
Dass du gerade möchtest,
Dass es eigentlich am besten anders sein sollte.
Deine Aufmerksamkeit,
So gut wie es geht,
Wie es gerade angenehm für dich ist,
Auf deinen Körper richtest.
Dabei immer aufpasst,
Dich nicht zu überfordern.
Wenn du merkst,
Dass es irgendwie zu viel wird,
Dann auch einfach aus Übung auszusteigen,
Augen zu öffnen,
Den Boden unter dir zu spüren und anderweitig für dich zu sorgen.
Ansonsten lade ich dich ein,
Einmal gedanklich durch deinen Körper zu wandern und zu schauen,
Ob es irgendeine Stelle gibt,
Wo du diese Anspannung,
Diesen Widerwillen gegen die Situation besonders deutlich spüren kannst.
Ohne Anstrengung einfach deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper,
Deine körperlichen Empfindungen richten und schauen,
Was sich da an dein Gewahrsein schiebt,
Was deine Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Wenn sich da keine Stelle in deine Aufmerksamkeit schiebt,
Dann ist es auch völlig in Ordnung,
Völlig normal.
Du darfst dir dann auch einfach erlauben,
Weiter in diesem offenen,
Beobachtenden Modus zu bleiben.
Dir diese kleine Auszeit mit dem Fokus auf deinen Körper zu gönnen.
Wenn du aber eine Stelle in deinem Körper gefunden hast,
Dich dieser neugierig zuzuwenden,
Zu erkunden,
Wie sich das genau anfühlt,
Dir mehr einen Platz und Raum zu geben.
Du wirst immer wieder merken,
Wie deine Gedanken dabei auch abwandern,
Die Aufmerksamkeit auf sich ziehen,
Was völlig in Ordnung und auch völlig normal ist.
Und dann jedes Mal wieder deine Gedanken liebevoll,
Freundlich,
So wie wenn du vielleicht ein kleines Kind oder eine kleine Welpe,
Die weggekrabbelt oder laufen sind,
Wieder einzufangen,
Liebevoll wieder zurückzusetzen,
Zu dir,
Zu deinem Körper,
Den Körperempfindungen zu bringen.
Und wie macht sich diese Anspannung in deinem Körper bemerkbar?
Da spürst du eine harte Stelle oder vielleicht auch ein bisschen einen dumpfen Schmerz oder ein Ziehen oder Drücken.
Und wenn du magst,
Dann kannst du deinem Körper erlauben,
An dieser Stelle ein bisschen nachzugeben,
Um ein kleines bisschen weicher zu werden.
Und sei es auch nur ganz am Rand dieses körperlichen Empfindens,
So ganz minimal weicher werden.
Und du kannst dir das auch,
Wenn du magst,
Durch Worte nochmal verdeutlichen,
Dich einladen dazu,
Tatsächlich weicher zu werden,
Es für dich mitsprechen.
Weicher werden.
Aber wichtiger ist diese Absicht,
Tatsächlich in deinem Körper,
An dieser Stelle,
Sei es eben auch nur am Rand,
Ein ganz kleines bisschen weicher zu werden.
Und es ist völlig egal,
Ob das funktioniert und du spürst,
Wie es ein bisschen weicher wird oder nicht.
Es ist alleine die Absicht,
Die zählt,
Die auch schon einen Unterschied macht.
Und dann kannst du noch einen Schritt weiter gehen,
Wenn du magst.
Dir vorstellen,
Dass du diese Stelle in deinem Körper umsorgst,
So wie du vielleicht einem kleinen Kind,
Das Bauchschmerzen hat,
Eine Wärmflasche geben würdest.
Diese Stelle in deinem Körper mit Wärme,
Kühle versorgst.
Du kannst,
Wenn du magst,
Zum Beispiel auch deine Hand auf diesen Bereich legen.
Eben die Wärme deiner Hand zugute kommen lassen,
Wenn es für dich angenehm ist.
Oder dir vielleicht auch vorstellen,
Wie du diesen Teil kühlst und dabei dieses Gefühl des Umsorgens spüren,
So wie die Wärmflasche für den Bauch des Kindes.
Umsorgen,
Umsorgen.
Und der letzte Schritt.
Kannst du dir versuchen,
So gut es geht,
Zu erlauben,
Zuzulassen.
Diese Körperempfindung für den Moment so sein zu lassen,
Wie sie gerade ist.
Ohne sie ändern zu wollen.
Und sei es auch jetzt nur für diesen Moment,
Nur für diese Meditation zulassen.
Und auch hier allein die Absicht,
Die schon eine Veränderung bewirkt.
Die Absicht zuzulassen.
Mit diesen drei Schritten kannst du noch weiter fortfahren,
Weicher werden.
Umsorgen zulassen,
Deinem Tempo und für die Dauer,
Wie es für dich angenehm ist.
Ganz sanft und liebevoll wieder zurückzukommen,
Nachzuspüren.
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