
Stille im Kopf: Ende des Gedankenstroms
by Karsten
Diese Meditation führt dich in die Erfahrung echter innerer Stille, jenseits des Denkens, des Wollens und der Kontrolle. Du lernst, alles geschehen zu lassen, ohne einzugreifen: Gedanken, Gefühle, Geräusche und Körperempfindungen dürfen einfach da sein. Indem du aufhörst, etwas zu tun oder zu verändern, beginnt sich der Geist von selbst zu beruhigen. Du lässt die Kontrolle los und erlaubst dem Bewusstsein, in seinen natürlichen, stillen Zustand zurückzufallen, wie ein Körper, der schwerelos im Wasser treibt. In dieser tiefen Ruhe entsteht ein Zustand von Weite, Leichtigkeit und Präsenz. Hier endet der Gedankenstrom, und du erfährst, was wahre Stille wirklich bedeutet.
Transkription
Meditationsschule EU Carsten Spaderner Gut,
Lass uns direkt anfangen.
Kann sein,
Dass wir ein bisschen länger schweigen.
Nicht,
Dass du dich wunderst,
Wenn ich nichts sage.
Aber lass uns einfach mal gucken,
Wie es so läuft.
Gut,
Mach es dir bequem.
Wenn du magst,
Schließ die Augen.
Und nimm dir ein bisschen Zeit,
Um zur Ruhe zu kommen.
Den Tag abzuschließen,
Die Gedanken abzuschließen.
Ich starte mit dem Gong.
Achte darauf,
Dass du nicht zu beschäftigt bist und dadurch nicht aufmerksam sein kannst.
Versuch lieber,
Still zu sein und aufmerksam zu sein.
Alles beobachten,
Alles mitbekommen.
Innen wie außen.
Gefühle genauso wie Gedanken mitbekommen.
Ohne selbst etwas zu tun.
Nur aufmerksam sein,
Wach,
Anwesend.
Und ich glaube,
Der schmale Pfad der Erkenntnis liegt darin,
Zu erkennen,
Was kommt von mir aktiv,
Was tue ich aktiv und was geschieht von sich aus.
Ohne,
Dass du aktiv etwas getan hast.
Versuch das zu unterscheiden.
Wo handelst du noch?
Und wo geschieht etwas einfach so?
Taucht einfach auf und verschwindet wieder.
Um das zu erkennen,
Müsstest du sehr,
Sehr ruhig sein,
Sehr still.
Eine ganz bestimmte Unruhe erzeugst du selbst.
Versuch,
Ruhig zu werden.
Alles langsamer werden lassen.
Sich sozusagen innerlich beruhigen.
Den Atem zur Ruhe kommen lassen.
Geh tief in dich hinein,
Um zu erkennen,
Wo du unruhig bist.
Unruhe,
Die du erzeugst.
Es mag oberflächlich still sein und ruhig sein,
Aber wenn du genau hinschaust,
Genau hinfühlst,
Ist etwas im Inneren immer noch unruhig.
Man könnte fast meinen,
Beinahe ängstlich und deswegen so unruhig.
Lass los.
Ganz tief drinnen loslassen.
Vertrauen geschehen lassen.
Dich anpassen.
Zulassen.
Fließen lassen.
Von der Selbstkontrolle loslassen.
Sich verbinden.
Loslassen.
Geschehen lassen.
Den Druck in deinem Brustbein lösen.
Die Kontrolle loslassen.
Sich fallen lassen.
So ist sehr gut.
Beruhigen.
Lass dich selbst los.
Lass dein Ich los.
Erlaub dir,
Dich zuzuwenden.
Es ist ein bisschen so,
Als hättest du einen Bademantel an und vor dir ist ein Pool.
Und du ziehst den Bademantel aus und gehst nackig in den Pool und lässt dich einfach von dem Wasser ummanteln.
Einfach eintauchen.
Und ein Teil von dir,
Der Bademantel,
Bleibt draußen.
Die Kontrolle.
Es ist so,
Als würdest du in ein Universum eintauchen.
Und dich leiten und führen lassen.
Wie schweben.
Ohne Ziel.
Ohne Richtung.
Und jetzt von ganz innen her zuhören.
Als wärst du in diesem Pool im Universum und lauscht.
Und alles,
Was jetzt geschieht,
Ist irgendwie wie Inhalt.
Es findet alles in dir statt.
Und man könnte beinahe sagen,
Dass das,
Was stattfindet,
Gar nicht nur deins ist,
Was stattfindet,
Sondern es ist die Welt in dir,
Die stattfindet,
Die du spürst,
Die du beobachtest,
Die in dir aktiv ist.
Es ist alles ohne ein persönliches Ich.
Es geschieht einfach alles,
Was auch immer das ist.
Innerer Lärm.
Innere Bilder.
Alle Geschehnisse.
Wie ein eigenes Universum.
In dir.
Und du kannst dich ja mal fragen,
Ob du bereit bist,
Dieses dir bekannte Universum loszulassen und noch tiefer zu gehen.
Vielleicht magst du es dir einfach erlauben,
Alles dir Bekannte jetzt loszulassen und noch tiefer zu gehen.
Einfach durch eine innere Absicht.
Und wenn du meinst,
Das kennst du auch noch alles,
Geh noch tiefer.
Immer mehr hinter dir lassen.
Immer mehr ins Unbekannte eintauchen.
Erlaub's dir,
Probier's aus.
Teste es.
Erforsche es.
Dieser Zustand ist sehr interessant.
Ich mache dir nur bewusst,
Es ist so,
Als würde der Körper schlafen oder sich eigenständig aufrechterhalten,
Während dein Geist neue Sperren erforscht.
Reise weiter.
Du brauchst dich um den Körper nicht kümmern.
Zulassen.
Im Kopf die ganzen Bilder und sowas zulassen.
Einfach geschehen lassen.
Da tauchen dir Bekannte Sachen auf,
Unbekannte Sachen auf.
Man sagt auch,
Wenn man stirbt,
Zieht noch mal das ganze Leben an dir vorbei.
Es ist beinahe ein ähnlicher Zustand.
Der Körper ist gechillt und dein Geist verarbeitet,
Lässt geschehen.
Sehr guter Zustand.
Weiter geschehen lassen.
Irgendwann taucht das Nirvana auf,
Die Stille,
Einfach so.
Als wärst du durch die Stadt gefahren die ganze Zeit und irgendwann bist du in der Wüste angekommen,
Wo es einfach nur still ist.
Genauso lässt du jetzt im Kopf alles arbeiten,
Arbeiten,
Arbeiten,
Arbeiten.
Die Stille kommt von selbst.
Irgendwann.
Wirklich sehr guter Zustand.
Wir bemühen uns nichts,
Wir haben kein Ziel dabei,
Nichts.
Einfach geschehen lassen.
Keine Erwartungen.
Immer noch sehr guter Zustand.
Es ist ein bisschen so,
Als würde man ein Upload bekommen im Kopf und du wartest einfach,
Bis es aufhört.
Das ist sehr gut so.
Wenn du diese innere Haltung für dich beibehalten kannst,
Das heißt,
Einfach deine Gedanken geschehen lassen.
Würde es irgendwann automatisch still werden.
Sehr schön so.
Ich hole uns jetzt mal zurück.
Solltest du das irgendwann als Aufnahme hören,
Könntest du im Grunde noch sitzen bleiben.
Aber jetzt lass uns mal in Ruhe zurückkommen.
Ganz langsam.
Sich darauf vorbereiten,
Dass du die Augen wieder öffnest.
Gut,
Lass uns da noch mal kurz drüber sprechen.
Im Grunde war das wirklich ein sehr perfekter Zustand,
Ein sehr,
Sehr guter meditativer Zustand.
Wir sitzen und hatten,
Also hatte ich jedenfalls den Eindruck,
Kein Ziel bei dieser ganzen Sache.
Es musste nirgendwo hinkommen.
Es gab keine Erwartung dabei oder so.
Und der Körper war jetzt auch nicht besonders interessant.
Der hat im Grunde sein Leben da geführt,
Der Körper.
Der hat geatmet,
Vielleicht Verdauung und was weiß ich,
Alles,
Was so geschehen ist.
Aber irgendwie so der Geist war wie unterwegs.
Oder hat viel verarbeitet.
Das wäre so,
Als würde ich ins Bett gehen,
Mich hinlegen und selbst an nichts Bestimmtes denken,
Sondern das Denken einfach geschehen lassen.
Dann tauchen mal Bilder auf,
Dann irgendwie,
Weiß ich nicht,
Eigengedanken oder Erinnerungen an etwas oder ganz unbekannte Sachen,
Was wir einfach als Aktivität bezeichnen.
Und diese Aktivität stoppt irgendwann,
Von sich aus.
Das ist so,
Als würden wir mit Warp 7 durchs Weltall fliegen und plötzlich anhalten und du denkst,
Boah,
Krass ist das still.
Ja,
Grad war noch total laut und auf einmal ist nichts mehr da.
Nur noch Stille.
Und das ist im Grunde so ein Samadhi-Augenblick.
Und den kann man nicht herbeirufen.
Der kommt.
Beim Zen ist es so,
Da geschieht im Grunde das Gleiche und dann gehen die Leute nach Hause und essen was und erleben auf einmal diese Stille.
Oder gehen spazieren und auf einmal hat alles gestoppt innerlich.
Ist auf einmal alles still.
Das kann dir durchaus auch passieren.
Und deswegen meine ich,
Ist das der perfekte meditative Zustand gewesen.
Das war nicht unser Ziel.
Und wenn wir sagen,
Das ist unser Ziel,
Ich möchte diese Stille erreichen,
Ist es nicht möglich,
Die zu erreichen.
Weil man im Grunde so unbeeindruckt und unkontrolliert alles geschehen lassen muss,
Bis man sich selbst sozusagen vergessen hat und eine andere Dimension auftaucht,
Nämlich die des Nichtstun und Nichtsgeschehen.
Der Leere.
Weißt du,
Wie ich es meine?
Da kann man nicht drauf hinarbeiten,
Weil das Hinarbeiten immer noch ein Tun ist.
Und das meine ich im Grunde damit,
Kein Ziel zu haben.
Es ist egal,
Was geschieht.
In dem Augenblick bin ich in so einem neutralen Zustand,
Es ist egal,
Was geschieht.
Und ich gebe mich wahrscheinlich irgendwie hin,
Dem was geschieht.
Ich gebe die Eigenkontrolle auf.
Dazu eine Frage.
Nur dazu.
Nicht irgendwas ganz anderes.
Okay.
Dann,
Wenn ihr wollt,
Sehen wir uns nächste Woche wieder.
Schlaft gut.
Und ich wünsche euch Stille.
Bis zum nächsten Mal.
Danke fürs Mitmachen.
Tschüss.
Tschö.
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