
Introvision Einführung 1- KAW in verschiedenen Sinneskanälen
KAW steht für konstatierende (= nicht wertende) aufmerksame weite Wahrnehmung. Auf dem Weg zur Introvision, wie sie an der Universität Hamburg von Prof. Angelika Wager über mehrere Jahrzehnte entwickelt wurde, ist das Üben und Erleben dieser Wahrnehmung der erste Schritt. KAW ist die Grundlage für die weitere Anwendung der Introvision zur Auflösung innerer Konflikte und innerer Anspannung. Die Übung führt durch verschiedene Sinneskanäle und fördert Gelassenheit und Präsenz.
Transkription
Herzlich willkommen zu dieser Übung in weiter beobachtender Wahrnehmung oder wie es in der Sprache der Introvision heißt,
Konstatierende aufmerksame Wahrnehmung,
Kurz KAW.
Freue mich,
Dass du dir die Zeit nimmst,
Diese Übung zu praktizieren,
Um damit deine Gelassenheit und deinen Umgang mit Stress zu fördern.
KAW ist auch die Grundlage für die Arbeit mit Introvision.
Bei der Introvision geht es um die Auflösung innerer Konflikte,
Mehr Gelassenheit im Stress und letztendlich auch mehr Handlungsfreiheit in Situationen,
Die innere Anspannung auslösen.
Vor Auftritten in Konflikten,
Wenn du regelmäßig KAW und auch Introvision praktizierst,
Wirst du sehr wahrscheinlich an unterschiedlichsten Stellen in deinem Leben mehr Gelassenheit verspüren.
Und die heutige Übung ist die Grundlage für diese Arbeit.
Du wirst in dieser Übung mit deiner Aufmerksamkeit durch verschiedene Sinneskanäle wandern und bist eingeladen,
Dein Feld der Wahrnehmung mehr und mehr zu weiten.
Wir beginnen mit dem Hören,
Nehmen Körpereindrücke dazu und gegen Ende der Übung auch das Sehen,
Das visuelle Feld.
Nun das ist gut,
Wenn du in dieser Übung immer wieder in den konstatierenden Modus zurückkommst,
Mit einer Haltung von ja so ist das und möglichst bewertungsfrei zu bleiben.
Natürlich ist dies nicht leicht und es ist am Beispiel des Hörens bei Vogelgezwitscher vermutlich einfacher wie bei anderen Klängen.
Doch je mehr du das übst,
Umso leichter wird es dir auch angesichts von herausfordernden Situationen in diesem Zustand zu bleiben,
Mehr und mehr.
Ich lade dich jetzt ein,
Zunächst eine stabile Sitzposition einzunehmen,
Man könnte sagen würdevoll wie ein Berg zu sitzen,
Damit deine Atmung frei fließen kann.
Und vielleicht magst du ja auch deine Augen schließen.
Wenn es dir angenehmer ist,
Die Augen offen zu lassen,
Ist das natürlich auch in Ordnung,
Dann empfehle ich dir,
Die Augen auf einem Punkt im Raum ruhen zu lassen und am Anfang ist es günstig,
Zunächst deine Atmung zu beobachten,
Wie deine Atmung in diesem Moment ist.
Schnell oder langsam,
Flach oder tief und wo in deinem Körper du deine Atmung jetzt gut wahrnehmen kannst.
Bevor wir tiefer in K.
A.
W.
Einsteigen,
Stell dir die Frage,
Was hält mich gerade davon ab,
Mich rundum wohlzufühlen und vielleicht taucht etwas auf und du kannst dir vorstellen,
Diese Dinge einzeln in Pakete zu verpacken und möglicherweise noch einen Titel darauf zu schreiben.
Und dann packst du diese Pakete innerlich an einen Ort,
Wo du dir sicher sein kannst,
Dass du diese nicht vergisst.
Was hält mich in diesem Moment davon ab,
Mich rundum wohlzufühlen?
Und falls es besonders dringende Themen gibt,
Kannst du auf das Paket auch einen Termin schreiben,
Wann du dich wieder diesem Thema zuwenden wirst.
Vielleicht tauchen Themen auf,
Vielleicht stellst du aber auch fest,
Dass es in diesen Momenten nichts gibt,
Was dich davon abhält,
Dich rundum wohlzufühlen und dann kannst du einfach deine Aufmerksamkeit deiner Atmung zuwenden,
Sie einfach zu beobachten,
Ohne etwas zu verändern,
Wie dein Atem ein- und ausströmt.
Und auch wenn in diesem Modus noch Themen auftauchen,
Die dich gerade bewegen,
Lade ich dich immer wieder ein,
Diese in ein Paket zu verpacken,
Mit einem Titel zu versehen und an einen Ort zu packen,
Wo du dich diesem Thema später zuwenden wirst,
Um dann wieder zur Beobachtung deiner Atmung zurückzukommen.
Die Atmung heißt der Fokus deiner Aufmerksamkeit,
Wahrzunehmen,
Wie schnell oder langsam sie gerade ist,
Wie flach oder tief,
Und auch wahrzunehmen,
Wie es dir in diesem Moment geht,
Wie angespannt oder entspannt du bist,
Wie schwer oder leicht du dich fühlst,
Wie kalt oder warm dir gerade ist.
Und dann lade ich dich ein,
Für die nächsten zwei Minuten deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das Hören zu richten,
Was du in diesem Moment hören kannst,
Angenehm,
Unangenehm,
Zu beobachten,
Wie ein Klang kommt und geht,
Wie Stille auftaucht und geht,
Konstatierende,
Aufmerksame Wahrnehmung ausgerichtet auf dein Hören,
Und für den Fall,
Dass deine Aufmerksamkeit wandert,
Zu Gedanken,
Anderen Wahrnehmungen,
Nimm auch das wahr und komm wieder zur Beobachtung deiner auditiven Sinneseindrücke zurück,
K.
A.
W.
Ausgerichtet auf dein Hören,
Und zu dieser Symphonie der Klänge und Geräusche um dich herum lade ich dich ein,
Deine Wahrnehmung jetzt zu weiten,
Indem du die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Eindrücke des Hörens ausrichtest,
Sondern auch wahrnimmst,
Was alles in deinem Körper gerade passiert,
Atmung,
Eindrücke des Körpers,
Die angenehm oder unangenehm sind,
Von Moment zu Moment,
Ohne an einer Stelle besonders hängen zu bleiben,
Zu lange zu verweilen,
Immer wieder in den konstatierenden,
Aufmerksamen Modus zurückzukommen,
Und so kann es sein,
Dass sich das Feld deiner Wahrnehmung mehr und mehr weitet,
Und als letzte Stufe dieser Übung lade ich dich jetzt ein,
Deine Augen zu öffnen,
Mit weichem,
Weiten Blick,
Und zusätzlich auch wahrzunehmen,
Was in deinem Gesichtsfeld alles vor sich geht,
Mit weitem,
Sanften,
Weichen Blick,
Konstatieren,
Bewertungsfrei wahrnehmen,
Im Hören,
Im Spüren und im Sehen,
Und all diesen verschiedenen Eindrücken zu begegnen mit einem Konstatieren im Sinne von,
Ja,
So ist es,
Und dann für den Next Moment immer wieder neugierig zu sein,
Was jetzt in das Feld deiner Wahrnehmung aufmerksam und präsent für die Eindrücke,
Die auftauchen,
Die kommen und gehen,
In diesem Moment und im Nächsten,
Und in diesem Moment,
Und wir beenden diese Übung im konstatierenden,
Aufmerksamen Wahrnehmen mit einem kleinen Check,
Einer kurzen Überprüfung,
Was hat sich möglicherweise im Vergleich zum Beginn der Übung geändert,
In deiner Atmung,
In deinen Körperwahrnehmungen,
In deinem Zustand,
Und möglicherweise gibt es ja auch einen Sinneskanal,
Wo es dir leichter gefallen ist,
Deine Wahrnehmung darauf auszurichten.
Dann lade ich dich ein,
Während des Tages ein oder zwei Minuten zwischendurch eine kleine Unterbrechung in deinen Tagesablauf einzubauen und genau mit diesem Sinneskanal,
Dem Hören,
Dem Spüren,
Dem Sehen,
Kavi zu praktizieren.
Viel Freude dabei.
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